Mittwoch, 30. September 2020

Von Berlin ...

Ich verziere die Dresdner Eierschecke am nächsten Morgen, als sie kalt geworden ist, mit Hilfe von Papier und Puderzucker, bevor wir sie, gleich zum Frühstück, anschneiden (ich bin manchmal sehr gern ein „Kuchen-Frühstücker“ 😋). Leider geht die Verzierung an einer Stelle etwas schief - man sollte die Papierstücke nach jedem Mal „Übersieben“ wieder sauber schütteln, sonst riskiert man eine „Puderzuckerlawine“. 😬







Der KSM freut sich über diesen Kuchen aus seiner Heimat, merkt allerdings an, dass er ihn nur in anderer Form kennt. Er findet ihn trotzdem lecker, ich auch, und auch für das Happy-Birthday-Prozedere kann er gut herhalten. 😉









Am Montag muss der KSM seinen Mietwagen in der nächstgroßen Stadt (Achtung, externer Inhalt!) zurückgeben. Er fährt also mit dem Mietwagen hin und mit dem Zug wieder zurück, so dass ich ihn vom Bahnhof wieder abholen kann. In der Zeit, in der er unterwegs ist, gehe ich zum Zahnarzt (ich war ja vergangene Woche schon einmal bei dem Vertreter meines Zahnarztes, der nicht so recht etwas gegen meine herausgefallene Füllung tun wollte, nun ist der richtige Zahnarzt wieder im Dienst, also gehe ich zu ihm) und kaufe im Anschluss mal wieder ein paar Socken ein - als Geschenke und für mich selbst. Dann hole ich den KSM vom Bahnhof ab.
Anschließend fahren wir zwei Lackierereien in der Strumpfstadt an, um jeweils ein Angebot einzuholen, was es wohl kosten würde, die Kante meines Kofferraumdeckels (die ich beim diesjährigen Geburtstag meiner Mutter gegen das elektrische Garagentor meiner Eltern geschrammt habe) neu zu lackieren.

Zum Mittag machen wir die letzte Portion des Risottos warm, das ich am letzten Freitag gekocht hatte (Sie erinnern sich?). Am Nachmittag - draußen regnet es zum ersten Mal seit Wochen - fahren wir noch einmal in die Strumpfstadt, um dort einen Ersatzschlauch für mich und Kabelbinder zu kaufen. Darüber hinaus schaffe ich es endlich einmal, zwei Elektronikschrott-Teile zu entsorgen, die schon seitdem ich im Hochsauerland lebe, entsorgt hätten werden müssen. Ich bin stolz auf mich. 😊

Am Nachmittag habe ich das Gefühl, ich müsste mich noch ein letztes Mal an den Schreibtisch setzen, um dann beruhigt zwei Wochen Urlaub machen zu können. Und danach lasse ich es einfach sein. 😉

Bereits am Montag hatte ich damit begonnen, mir eine Packliste zu schreiben, damit ich auch an alles denke, was ich für unseren Urlaub brauche. Diesmal werden wir zusammen eine Fahrradtour mit zwei integrierten Städtetouren machen: Start ist in Berlin (Achtung, externer Inhalt!) und Ziel in Rostock (das wir beide noch nicht kennen - Achtung, externer Inhalt!). Beide Städte werden wir uns etwas intensiver anschauen und dazwischen ein paar Stationen in Brandenburg (Achtung, externer Inhalt!) und Mecklenburg-Vorpommern (Achtung, externer Inhalt!) machen. Zwei Bundesländer, die wir beide noch nicht kennen. 

Geplant hatten wir diese Tour eig. in den Niederlanden zu machen, doch die sind mittlerweile als Corona-Risikogebiet eingestuft worden, so dass wir diese Tour verschieben mussten.





Für die Tour haben wir, unter Federführung des KSM, sein Singlespeed und mein Rennrad zu „Gravelbikes“ umgebaut. Sie haben nun Reifen mit Profil (und Reflektorstreifen) von Schwalbe (Achtung, Werbung!) drauf und sind mit Gepäckträgern (KSM: vorne und hinten, ich: nur hinten, da die Gabel meines Rennrads aus Carbon ist und man sie nicht mit Gewicht belasten darf) sowie wasserdichten Satteltaschen von Ortlieb (Achtung, Werbung!) ausgestattet, von denen die Großen hinten (also die, die wir beide haben) ebenfalls im Licht reflektieren. Darüber hinaus habe ich mir ein sehr ordentliches Fahrrad-Navi von Garmin (Achtung, Werbung!) gekauft - eine Anschaffung, die ich schon seit zwei Jahren plane. 😉


Die Zugfahrt (Achtung, Werbung!) nach Berlin mit den Rädern für Mittwoch haben wir schon gebucht, die Unterkünfte allesamt noch nicht. Wir hegen, v.a. für die Unterkünfte in Berlin und Rostock, die Hoffnung, dass wir einen günstigeren Preis bekommen, wenn wir sie spontan buchen. Die Zugfahrt war bereits günstig, wir haben ein Sparticket der Bahn bekommen und, inkl. der Tickets für die beiden Räder, rund 50,- EUR/p.P. bezahlt, für eine Fahrt mitten am Tag, für die wir also nicht superfrüh aufstehen mussten, bei der wir nur zweimal umsteigen und für die Sitzplatzreservierungen nicht notwendig erschienen.

Und so war es dann auch. Wir ließen Gabi auf einem P+R Parkplatz in Hochsauerland stehen, um dann von dort aus nach Hagen (Achtung, externer Inhalt!) zu fahren und lernten bereits im zweiten Zug, dass man in den größeren Zügen der Bahn mit dem Fahrradticket einen festen Platz für sein Radl erwirbt, den man dann auch zu benutzen hat.









In Hannover 
(Achtung, externer Inhalt!) hatten wir eine Stunde Aufenthalt, die wir nutzen, um eine kleine Runde in der Stadt zu drehen und uns davon zumindest einen sehr oberflächlichen Eindruck zu verschaffen.



Abends gegen 19.30 Uhr kommen wir in Berlin am Hbf an. Es wird schon dunkel und wir ergreifen die Gelegenheit, unser Equipment zum ersten Mal unter Echtbedingungen zu testen: wir fahren mit den Rädern vom Hauptbahnhof nach Navi zum immerhin 4km entfernten Hotel. 😊 So ganz liegen das Navi und ich dabei noch nicht auf einer Wellenlänge, wir missverstehen uns gleich mal und wir fahren in die falsche Richtung, dann geht es aber und wir kommen schließlich an.





Als Hotel haben wir uns das 25hours Bikini Hotel (Achutng, Werbung!) ausgeguckt, ein Ort, an dem ich schon lange einmal bleiben wollte. Bisher haben mich die Kosten pro Nacht davon aber abgehalten, denn es gibt hier kein Einzelzimmer, so dass man immer die Grundkosten für das Doppelzimmer bezahlen muss, auch wenn man es nur alleine nutzt. Da wir diesmal zu zweit sind und in Berlin weder Messe ist noch Ferien sind, halten sich die Zimmerpreise aber im überschaubaren Rahmen und wir haben zugeschlagen. 🤩



Das Hotel liegt, wie sein Name schon sagt, direkt neben dem Bikini Berlin, einer innerstädtischen Shopping-Mall. Außerdem liegt es direkt in der Nähe der Gedächtniskirche und unweit zum Ku‘damm.



Nachdem wir eingecheckt und uns mit unserem Zimmer in der neunten Etage, mit Hängematte in der Glasfront, und (bei Tageslicht) Blick über den Berliner Zoo vertraut gemacht und darüber hinaus das erste Getränk aus der Minibar geleert haben, deren tägliche Füllung im Zimmerpreis inbegriffen ist, gehen wir bei Curry 36 (Achtung, Werbung!) noch eine Currywurst mit Pommes zum Abend essen. Eigentlich bin ich kein großer Freund der Currywurst, aber heute darf das schonmal sein. 😋



Im Anschluss starten wir einen ausgiebigen Spaziergang über den Ku‘damm mit Blick in die Schaufenster von allem, was dort Rang und Namen hat. 😊



















Zurück im Zimmer, freuen wir uns noch einmal sehr und sind dankbar, dass wir die Gelegenheit haben, diese schöne Stadt einmal mehr und unter diesen Voraussetzungen zu erkunden, bevor wir einschlafen. 😴





Der Donnerstag startet bombastisch mit einem Frühstück hoch über den Dächern und Bäumen des Bezirks „Charlottenburg“ im Neni (Achutng, Werbung!), dem Restaurant des 25hours Hotels.





















Und weil so tolles Wetter ☀️ ist, beschließen wir, den Tag genau nebenan, im Berliner Zoo (Achtung, Werbung!), zu verbringen. 😊 Wir nehmen ein Ticket inkl. Eintritt ins Aquarium und gehen los.























Wir verbringen den gesamten Tag im Zoo und verlassen ihn um Punkt 18.00 Uhr, um genau die Uhrzeit, zu der er schließt. 😊



Am Freitag ist das Wetter bewölkt, dennoch trocken und wir suchen uns eine Lokalität fürs Frühstück. Unsere Wahl fällt auf „Die Stulle“ (Achtung, Werbung!) mit leckeren belegten Broten zu durchaus stolzen Preisen. Aber lecker ist das Frühstück in jedem Fall. 😊





Im Anschluss schnappen wir uns unsere Fahrräder und fahren mit Hilfe des Fahrrad-Navis zum Tempelhofer Feld (Achtung, externer Inhalt!). Der KSM möchte dort gerne mal Radfahren.







Am Nachmittag treffen wir uns mit einem lieben Menschen, der mir bei der Arbeit für die Regenbogenfirma (Achtung, Werbung!) über den Weg gelaufen ist. Er ist mir nach wie vor ein guter Kontakt und (ferner) Wegbegleiter.

Wir treffen uns bei Spreegold (Achutng, Werbung!) und quatschen über alles, was uns bewegt: Corona, den Beruf, private Pläne, Radfahren oder allgemeiner: Sport. Darüber was (für uns) geht und was nicht, über mutig sein, über Pläne und Vergangenes. Es macht Spaß und es tut gut, mal wieder die Sicht eines (anderen) vernünftigen Menschen mitzubekommen und zu teilen. 😉 Ich freu‘ mich, dass der Kontakt noch besteht und das darf gerne auch so bleiben.

Am Spätnachmittags brechen wir, erneut mit dem Fahrrad, auf, eine Runde zu drehen und dabei all die Sehenswürdigkeiten anzufahren, die Berlin erst zu Berlin machen: die Siegessäule, das Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, das Holocaust Memorial, den Fernsehturm am Alexanderplatz, das Reichstagsgebäude und das Bundeskanzleramt (Achtung, externe Inhalte!). Touri-Tour quasi ... 😊























Unser letztes Abendessen in Berlin nehmen wir in einem Vapiano-Restaurant (Achtung, externer Inhalt!) zu uns. Diese Kette, die im Frühjahr diesen Jahres Insolvenz anmelden musste und dies nicht auf die Corona-Krise schieben konnte (die Kette hat sich bei der Internationalisierung schlicht verhoben), wurde nun von einer Truppe Manager übernommen und 30 der Restaurants in Deutschland wurden im Sommer wiedereröffnet. Wie mögen dieses Konzept und freuen uns daher, dass die Manager an das Konzept glauben und das Geschäft deshalb weitergeht. 😊 



Am Samstag ist Feiertag. Heute jährt sich die Deutsche Wiedervereinigung (Achutng, externer Inhalt!) zum 30. Mal. Dank diesem Ereignis kann es uns - den KSM, als Sachsen, und mich, als Fränkin, und andere Pärchen wie uns überhaupt so easy geben. Ich habe keine große Erinnerung mehr an die Zeit, in der Deutschland ein geteiltes Land gewesen ist und auch der KSM weiß nicht mehr allzu viel - er war damals einfach noch zu klein und ich noch viel kleiner - dennoch bin ich dankbar dafür, dass wir heute gemeinsam in einem freien Land leben und unser Leben so verbringen können, wie wir das möchten. Iwie bin ich auch immer etwas berührt, wenn ich iwo „Spuren“ dieser Teilung entdecke oder etwas darüber höre. Hier in Berlin stößt man ja ständig auf solche Spuren und es ist toll, an solch einem Jahrestag ausgerechnet hier sein zu können.

Dennoch wollen wir uns am Samstag von unserem Zimmer mit der Hängematte im Fenster und dem grandiosen Blick über den Berliner Zoo wieder verabschieden, denn heute soll sie losgehen: unsere Radtour von Berlin nach Rostock, die in fünf Etappen an den kommenden fünf Tagen stattfinden soll.



Um genug Energie für den Einstieg in die Tour zu haben, müssen wir uns aber zunächst ein passendes Frühstück suchen. Die Bäckerei, bei der wir eig. frühstücken möchten, hat geschlossen, daher nehmen wir eine, bei der ich vor zwei Jahren schon einmal Frühstück machte (Achtung, externer Inhalt!), als ich zum ersten Mal den besagten Kollegen bei der coolen Elektronik-Firma getroffen und die IFA (Achtung, externer Inhalt!) besucht habe. Es gibt einen Taler mit dunkler Schokolade und Walnüssen sowie ein Pfauenauge mit Marzipan. Der KSM setzt allerdings eher auf Deftiges. 😉



Danach machen wir uns „radfertig“ und setzen uns für unsere erste Etappe auf unsere Packräder. Heute wollen wir bis Neuruppin (Achtung, externer Inhalt!) kommen - lt. unserem Fahrrad-Navi beträgt die Strecke 66km. Na, dann los!





In der Stadt selbst ist, wahrscheinlich v.a. dank des Feiertags, sehr wenig los. Berlin ist total eben uns ohne jegliche bemerkenswerte Steigung und hat außerdem ein tolles Radwegnetz, so dass über den Grunewald (Achutng, externer Inhalt!) rausfahren überhaupt kein Thema ist. An das Fahren mit vollgepackten 🚲🚲 müssen wir uns allerdings erst kurz gewöhnen. 😊




Hinter dem Berliner Speckgürtel biegen wir iwann auf einen Radweg ein, der schnurgerade mitten durch die Natur führt. Ab diesem Zeitpunkt zieht sich die Strecke wie Kaugummi. Wir fahren aber durch und kommen nach vier Stunden (und tatsächlichen 85km Wegstrecke) an unserem ersten Zwischenstopp, Neuruppin, an. Unser Hotel, die "Seeperle" (Achtung, Werbung!) suchen wir spontan am Ortseingang von Neuruppin aus und haben Glück: es hat ein freies Zimmer mit Seeblick für uns. 😊



Unser Abendessen bekommen wir ebenfalls im Hotel: es gibt - ob der Nachbarschaft zum „Wettiner See“ - 🐟. 😋



Nach dem Abendessen besuchen wir eine von zwei ortsansässigen Eisdielen (Achtung, externer Inhalt!) und treffen dabei auf eine deutsche Schauspielerin, die nicht müde wird, zu erzählen, wie ihre Tochter zur Schauspielerei kam. Trotz langem Suchen im Internet im Anschluss, finden wir allerdings nicht heraus, wie die Schauspielerin oder ihre Tochter heißen. Achja: für mich gab‘s in der Eisdiele einen „Karamellbecher“, der deutlich seine (Karamell-)Spuren hinterließ. 😏





Nach dem Frühstück am Sonntag verlassen wir Neuruppin schon wieder in Richtung Röbel/Müritz (Achtung, externer Inhalt!) - unsere zweite Etappe mit den 🚲🚲. Unser Navi gibt erneut eine Strecke von 65 km an, diesmal wissen wir aber schon, dass wir tatsächlich etwas weiter fahren werden müssen.



Die letzten 20km sind diesmal eine ziemliche Qual für mich, die, vor lauter “Kampf gegen den Wind“, erneut vergessen hat, auf der Strecke etwas zu essen. Wir schaffen es dennoch wieder in einem ähnlichen Schnitt wie am Vortag und sind, erneut nach vier Stunden, angekommen. Im Hotelzimmer (Achtung, Werbung!) müssen erst einmal die HARIBO-Vorräte (Achtung, Werbung!), als schnelle Abhilfe gegen akuten Hunger dran glauben. 😉



Mein Abendessen besteht erneut aus Fisch - Matjes Hausfrauenart - diesmal in einem Fischrestaurant (Achtung, Werbung!) außerhalb des ausgewählten Hotels (das der KSM diesmal schon morgens um ein Zimmer antelefoniert hatte), denn das Hotelrestaurant hat, aufgrund der Corona-Situation, geschlossen. Einen Nachtisch brauchen wir, nach so einer mächtigen Portion, diesmal nicht. 😉



Zum Abschluss erfolgt noch ein obligatorischer Spaziergang durch das kleine Städtchen bevor wir ins Bett fallen. 😴  

Dienstag, 29. September 2020

Alles

In der Woche vor meinem ersten längeren Urlaub seit 1,5 Jahren würde ich bei der Arbeit gerne (wie das immer so ist) iwie zu einem Punkt kommen, an dem ich sagen kann: okay, jetzt kann ich ruhigen Gewissens mal zwei Wochen entspannen und nichts tun. Prinzipiell bin ich kein Mensch, der sich völlig verrückt macht, wenn er in Urlaub geht, aber ich habe natürlich gerne iwie einen „ordentlichen Schreibtisch“, wenn ich gehe und geordnete Verhältnisse, die ich an meine Kollegen übergebe, die meine Aufgaben in meiner Abwesenheit übernehmen. 😊

Und natürlich kommt es, wie so oft, anders als ich es gerne hätte. 😉 Am Montag versuche ich am Morgen zunächst, den Zahnarzt zu erreichen, damit er mir die am vergangenen Freitag herausgefallene Füllung wieder an Ort und Stelle bringt. Leider ist er im Urlaub, er hat jedoch einen Vertreter benannt, zu dem ich um 16.30 Uhr kommen darf. Leider traut dieser sich nicht wirklich, mir weiterzuhelfen. Ich werde geröntgt, er erzählt mir etwas von einer Anomalie des Nerves in dem Zahn ohne Füllung wegen der er nichts entscheiden möchte und weil ich auch keine Schmerzen habe, wird mein Zahn etwas abgeschliffen und ich dann ohne Ergebnis nach Hause geschickt. Da ich noch genügend zu tun habe, gehe ich im Anschlus noch einmal zurück ins Büro. 

Montagabend drehe ich noch eine kleine Runde auf dem Rennrad, komme allerdings - nach Arbeit und Zahnarzt - so spät los, dass ich voll in die Dunkelheit gerate. Gut, dass ich aufgrund des Fahrradvorhabens, das wir für unseren Urlaub geplant haben, die Frontbeleuchtung am Fahrrad habe, die eig. dem KSM gehört. Ich probiere, die Lampe in der Dämmerung anzuschalten, scheitere aber. Also fahre ich weiter. 6km vor zuhause versuche ich den KSM zu erreichen, um in Erfahrung zu bringen, wie man diese Lampe anschaltet erreiche ihn aber nicht (wahrscheinlich schläft er, das macht er oft und ausgiebig ...). Ich fahre noch einmal ein paar hundert Meter weiter, es geht aber einfach nicht mehr, es ist zu dunkel. 

Ich steige wieder ab und klingele den KSM solange an bis er endlich drangeht und mir hilft. Die Lösung war natürlich ganz einfach, aber ich hab‘ sie alleine einfach nicht gefunden. 😊

Am Dienstag bekomme ich eine Einladung zu einem Termin mit der Geschäftsführung, der am zweiten Tag nach meinem Urlaub stattfinden soll und der recht speziell ist und in jedem Fall gut vorbereitet sein will. Dies auch deshalb, weil der letzte nicht gerade vorbildlich lief. 😏 Ich versuche also, diesen Termin zu verschieben, es stellt sich aber heraus, dass dies nicht möglich ist und dieser Termin unerbittlich in meinem Kalender stehen bleiben wird. 

Natürlich habe ich eine leise Ahnung, was ich in diesem Termin präsentieren möchte, aber nachdem ich noch nicht allzu lange für meine Produkte zuständig bin und wir in Kollektionen arbeiten, die ein Jahr im Voraus entstehen, ist einiges dessen, um das es gehen wird, bereits fertig gewesen noch bevor ich den Job angetreten habe. Hinzukommt, dass der Teamleiter unseres Teams, der für unseren Teil des Sortiments mit mir zusammen die Richtung normalerweise vorgibt, seit mittlerweile drei Monaten nicht mehr da ist und wir überdies durch Corona auch die Traineestelle verloren haben, die wir üblicherweise immer mit einem Studienabsolventen besetzt haben (zwar laufen gerade Vorstellungsgespräche zur Nachbesetzung, aber noch ohne Ergebnis). Wir sind also drei statt fünf Personen und an den Stellen, an denen ich es prinzipiell kann, treffe ich die Entscheidungen alleine. Die meisten Arbeiten aus dem Bereich „Produktmanagement“ schultere ich ebenfalls alleine, auch wenn es eine Kollegin gibt, an die ich Aufgaben weitergeben darf - sie kann mir aber auch nicht bei allen Dingen helfen. Das hat für mich die Konsequenz, dass ich in letzter Zeit oft auch lange an meinem Schreibtisch sitze, was ich überhaupt nicht mag. Ich finde, ein Job, zumal auf meinem Rang, sollte in einer vernünftigen Zeit abbildbar sein. Den Termin also, werde ich nun auf mich zukommen lassen müssen. Ich habe noch einmal an meine Situation erinnert, werde nun mein Bestes dafür tun und bin aber auch ein bisschen auf die Nachsicht der Geschäftsleitung angewiesen. Wir werden sehen. 😊

Am Dienstagabend wäre ich gerne ins Lauftraining gegangen, ich habe alle meine Klamotten bei der Arbeit dabei und hätte es auch einrichten können, leider habe ich, als es soweit ist, einen solchen Hunger, dass es nichts gebracht hätte zu gehen - hungrig laufen ist so ziemlich das Schlimmste, was man tun kann. 

Am Mittwoch ist mein Gewissen schlecht, als ich so pünktlich von der Arbeit weggehe, dass ich mit einer neuen Vereinskollegin zusammen zum Schwimmtraining fahren kann. Ich tue es trotzdem, weil ich im Sommer immer mal wieder bemerkt habe, dass mein Körper sich beschwert, wenn ich, beruflich bedingt, zu wenig Bewegung bekomme. Das Schwimmtraining, obwohl nur 1h und obwohl an diesem Mittwoch ohne Trainer, tut mir gut. Mal andere Leute treffen, mal andere Themen haben. Nach dem Training arbeite ich aber noch ein paar E-Mails ab. Die Terminvorbereitung in der Tiefe habe ich bislang nicht leisten können.

Am Donnerstag passiert bei der Arbeit wenig, ich bin nur dabei, an alle offenen Themen noch einen Schritt weiter zu kommen. Am Abend wage ich es sogar, ohne Laptop nach Hause zu gehen, auch wenn morgen grundsätzlich der letzte Tag vor dem Urlaub ist. 😊

Der Freitag ist der Geburtstag des KSM (ich spreche ihn morgens, nachdem er dazu in der Lage ist - er liegt noch nicht allzu lange im Bett als ich anrufe) und der besten Freundin (die in diesem Jahr einen Blumengruß aus der Ferne von mir bekommt) und außerdem recht „beschäftigt“. Ich war diese Woche zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder jeden Zag im Büro in der Strumpffirma, bemerke ich. Ich gehe am frühen Nachmittag nach Hause, weil ich von dort aus zu eine Klima-Demonstration aufbrechen möchte, so habe ich mir das überlegt. Es ist wieder „Global Day for Climate Action“ und dazu sind in ganz Deutschland Demonstrationen und Aktionen geplant. Vergangenes Jahr war ich, zusammen mit Tausenden Anderen in Leipzig (Sie erinnern sich?), in diesem Jahr, ist die mir räumlich am nächsten liegende Demo (Achtung, externer Inhalt!) im Hochsauerland: eine 🚲demo. Mein Mittagessen hole ich mir beim Bäcker, denn zuhause habe ich nicht mehr viel Zusammenpassendes und genug Zeit, etwas zu kochen habe ich ohnehin nicht mehr. Ich kaufe also ein belegtes Brötchen, ein Stück Kuchen und eine Packung Plätzchen und setze mich zuhause nur noch kurz an den Küchentisch, um das Brötchen in Ruhe aufzuessen, dann fahre ich los, mein Fahrrad im Kofferraum. Da die Situation mit dem ÖPNV hier gar so unglücklich und mein Zeitplan gedrängt ist, nehme ich - Asche auf mein Haupt - das Auto, um die Demonstration zu erreichen.

Die Demo besteht leider aus sehr wenigen Leuten - wir sind vllt. 30 Teilnehmer - was schade ist, denn gerade im Hochsauerland kann man die Folgen des Klimawandels schon recht gut erkennen, wenn man durch die Wälder fährt. Der Borkenkäfer hat hier schon deutlich zugeschlagen und tut es weiterhin, denn die Winter sind mittlerweile zu mild und deshalb überleben seine Larven und er frisst munter am Sauerländischen Baumbestand herum. 😳 

Da die Holzwirtschaft hier ein großer Wirtschaftszweig ist, betrifft der Wandel hier durchaus viele Menschen, leider scheint, dass man etwas gegen die Klimaveränderung tun muss und kann, bei den Meisten hier noch nicht angekommen zu sein. Ich bin immer wieder erstaunt, wie oft ich, seitdem ich hier wohne, Autos sehe, die laufen während ihre Besitzer „mal eben“ in die Bäckerei, in die Drogerie oder wo auch immer hingehen - um nur ein kleines Beispiel anzuführen. Die Verbindung zwischen dem eigenen Verhalten und der Veränderung der Umwelt scheint für viele Menschen immer noch recht unverständlich zu sein. Schlimm ist daran vor allem, dass all das, wofür oder wogegen heute demonstriert wird, von der Wissenschaft schon seit vielen Jahrzehnten angeprangert wird.

Info am Rande: während ich in Lennestadt eine Runde Fahrrad fahre, um kundzutun, dass sich an unserer Klimapolitik etwas ändern muss, arbeitet der KSM am Nürburgring, denn dort findet das alljährliche 24h Rennen (Achtung, Werbung!) statt, das sich, aufgrund von Corona, nur um ein paar Monate verschoben hat. Das ist widersinnig, das wissen wir beide. 😔





Nach der Demonstration fahre ich noch bei einer Schneiderin vorbei, die mir eine Lederjacke und einen Mantel repariert sowie meine Lederhose gekürzt hat. Mit Leder hantieren ist gar nicht so einfach, daher habe ich diese Dinge abgegeben und mache sie nicht selbst. 😊 Die Werkstatt der Schneiderin liegt auf dem Weg, daher ergibt es nur Sinn, dass ich diesen Weg, für den ich das Auto nehmen musste, nutze. Die Hose und die Jacke nehme ich sofort mit nach Hause, mit der Reparatur des Mantels bin ich nicht ganz einverstanden, daher lasse ich ihn zum Überarbeiten noch einmal dort.

Am Abend koche ich mir eine große Portion Risotto (Achtung, externer Inhalt!) und verfeinere es mit Gemüse bevor ich mich noch einmal an den Schreibtisch begebe.

Am Samstag erledige ich gleich morgens ein paar Einkäufe und bringe die Vorhänge, die ich neulich in Auftrag gegeben habe (Sie erinnern sich?), wieder zurück, denn sie sind leider nach dem Waschen 5cm kürzer (fragt mich der Vorhangschneider: Warum haben Sie die denn schon gewaschen? Gegenfrage: Ja, warum denn nicht?! 😁).

Am Mittag nutze ich die Ruhe, um kurz bei einem Nickerchen durchzuschnaufen bevor ich am Nachmittag leider noch einmal beruflich ein paar Dinge erledigen muss. Das 24h Rennen am Nürburgring startet um 15.30 Uhr.

Am Abend treffe ich mich virtuell mit einer lieben Arbeitskollegin und deren Freund. Wir halten lange miteinander aus, weit nach Mitternacht gehe ich ins Bett. 😴

Am Sonntag starte ich mit dem Livestream vom 24h Rennen in den Tag, um ein bisschen mitzubekommen, was beim KSM aktuell vor sich geht. 

Am Nachmittag laufe ich bei bestem Wetter eine entspannte Runde an der frischen Luft. Der Anruf des KSM, in dem er mich darüber informiert, dass er schon am Sonntagabend bei mir aufschlagen wird (und nicht, wie eig. gedacht, erst am Montag) erreicht mich am Abend und ich starte kurzfristig eine Nacht-Backaktion, um den Geburtstagskuchen für ihn (Achtung, externer Inhalt!) noch fertigzustellen. Er kommt gegen 23.00 Uhr im Hochsauerland an, um 01.00 Uhr ist der Kuchen fertig und wir ins Bett fallen. 😴


Dienstag, 22. September 2020

Schuss in den Ofen

Am Montag der neuen Woche esse ich zum Mittag das Eis auf, das wir für den Familienbesuch extra gemacht hatten (Sie erinnern sich?). Ich esse es mit Amarenakirschen und EisWunder dem letzten Rest der Salzkaramellsauce - wenn schon, denn schon. 😋


Ich muss mich weiterhin abends spritzen für die Social Freezing Behandlung und habe am Dienstagmittag eine Ultraschalluntersuchung, um den Erfolg der Stimulation überprüfen zu lassen. Beim letzten Mal wurden acht Eizellen reif, was, nach Aussagen des damaligen Arztes, in meinem Alter schon ungewöhnlich wenig war. 

Diesmal kann die Ärztin noch weniger Eizellen sehen, bei denen die Behandlung erfolgreich anzuschlagen scheint. Ab Dienstagabend soll ich nun noch ein zweites Medikament dazu spritzen.

Am Dienstagnachmittag findet das Lauftraining, diesmal 1 Stunde früher, an einer bestimmten Stelle im Wald statt. Normalerweise trainieren die Teilnehmer hier für den FALKE Rothaarsteigmarathon, der jährlich im Oktober stattfindet und sehr bergig ist, das Berglaufen. Dieses Jahr fällt dieser Wettkampf zwar Corona zum Opfer, das Lauftraining findet aber trotzdem statt.

Aufgrund des Arzttermins und des außergewöhnlich langen Trainings muss ich nachher noch einmal an den Schreibtisch zurück, um die E-Mails des Tages zu bearbeiten. Ich wühle mich also durch diese noch ein paar Stunden durch und gehe dann, froh gelaunt, weil einigermaßen vorangekommen, ins Bett. 😴

Am nächsten Morgen wache ich auf und es durchfährt mich ein Schock: ich habe vergessen, mir am Abend vorher die beiden Spritzen zu geben, die ich mir, lt. Behandlungsplan Social Freezing, pünktlich am Abend zwischen 20.00 Uhr und 20.30 Uhr hätte geben müssen. Sh**!

Ich renne aus dem Bett direkt in die Küche und setze mir dort erst einmal die beiden Spritzen. Nun heißt es abwarten und in der Praxis anrufen, um dort zu erfragen, wie ich weiter verfahren soll oder ob dieses Vergessen nun alle meine bisherigen Bemühungen schon kaputt gemacht hat. zunächst mache ich mich also weiter im Bad fertig für die Arbeit. die Praxis gibt mir dann Auskunft, dass es gut ist, dass ich "nachgespritzt" habe, sie mir dennoch aber nicht garantieren könnte, dass der natürliche Eisprung, den die beiden Medikamente verhindern sollen (denn von den Eizellen sollen ja möglichst viele reif werden, um sie dann entnehmen zu können), nun nicht vielleicht doch schon stattgefunden hat. Ich soll normal weiterspritzen, als sei nichts gewesen, und das Ergebnis würden wir dann auf dem Ultraschallbild sehen, das bei dem bereits festgelegten Termin erstellt würde, der am morgigen Donnerstag stattfinden soll. Ich ärgere mich ... aber das hilft jetzt auch nicht. Ich schlucke den Ärger herunter und gehe zur Arbeit.

Am Mittag gehe ich heute mit einer Kollegin essen. Diesmal wollen wir den "Business Lunch" eines sehr guten örtlichen Lokals (Achtung, Werbung!) ausprobieren, das dieses zu einem sehr angemessenen Preis anbietet. Wir ziehen das große Los: es gibt "den Gruß aus der Küche" vorweg, dann eine Broccolicremesuppe, danach Kürbisrisotto und zum Schluss Eis mit heißen Kirschen. Hammer! 😋 Nur ins Büro zurückzugehen fällt uns danach echt etwas schwer. 😉

Am Donnerstag habe ich erneut einen Termin für ein Ultraschall und zum Blutabnehmen in der Praxis. Ob mein Vergessen ernsthafte Auswirkungen auf meinen Eisprung gehabt hat, wird sich anhand der Blutwerte zeigen. Das Ergebnis soll am Nachmittag kommen, wenn es nicht okay ist, wird sich jemand bei mir melden. Die Ärztin merkt bereits an, dass scheinbar nur wenige Eizellen in mir gereift sind (von vier ist die Rede), dass sie mir aber trotzdem empfehlen würde, die Entnahme der Eizellen am kommenden Samstag machen zu lassen (denn vier sind ja besser als keine), weil manchmal im Laufe der Entnahme auch noch einmal Eizellen auftauchen, die man vorher auf dem Ultraschall auch gar nicht gesehen hat.

Wir machen einen Termin für die Eizellentnahme aus und nachdem sich bis Abend niemand bei mir gemeldet hat, um mir zu sagen, dass mein Vergessen zu einem ungewollten Eisprung geführt hat, steht dieser. Samstag ist praktisch, denn da kann der KSM mit mir mitkommen und mich nach dem Eingriff nach hause fahren (selbst Autofahren fällt flach, denn der Eingriff wird unter Vollnarkose passieren und danach darf ich 24h nicht mehr Auto fahren). Samstag aist auch insofern praktisch, dass ich den Sonntag zum Erholen haben werde und noch nicht einmal einen Tag krank geschrieben werden muss. 

Den Eisprung muss man im Falle einer Social Freezing Behandlung übrigens selbst auslösen und zwar 36h vor der OP. Das Medikament, das ich hierfür nutzen soll, heißt Decapeptyl und sieht so aus:


Die Praxis hatte mir ein anderes aufgeschrieben, aber da ich die Medikament in Frankreich bestellt hatte (wegen der enormen Preisersparnis) habe ich auch bei diesem Medikament eine Alternative erhalten.

Als ich aus der Praxis wieder nach hause fahre, bemerke ich, dass die neue Strickjacke, die ich pre-loved über Vite en Vogue bestellt habe, am Ellenbogen ein Loch hat ohne dass mir bewusst wäre, dass ich iwo hängen geblieben wäre o.ä. Schade, die werde ich wohl zurückschicken müssen.


Den Eisprung löse ich am Donnerstagabend um 22.30 Uhr aus, denn die Entnahme steht für Samstag, 10.30 Uhr auf dem Programm. Nachdem ich dieses Medikament gespritzt habe, ist es vorbei mit dem Spritzen - jetzt heißt es: Warten.

Am Freitagabend gegen 19.00 Uhr meldet sich der für den Eingriff zuständige Anästhesist bei mir, um mit mir die Rahmenbedingungen abzuchecken. Nehme ich dauerhaft Medikamente? Habe ich Unverträglichkeiten, Krankheiten etc.? Der Arzt wirkt recht entspannt und humorvoll und ich bin gespannt auf den nächsten Tag.

Am Samstagmorgen gegen 08.00 Uhr brechen der KSM und ich nach Dortmund in das dortige Kinderwunschzentrum auf (ich fahre, der KSM fährt "bei" 😉), denn die eigentlich OP, mit der die Eizellentnahme stattfindet, findet quasi in der "Zentrale" statt. Bis Dortmund brauchen wir rund 1,5h und wir sollen 30 Min vor dem Eingriff da sein. Das gibt uns dort mit großer Wahrscheinlichkeit noch einen komfortablen Puffer.

So ist es dann auch: gegen 09.45 Uhr betreten wir die Praxis, wo ich feststelle, dass ich sämtliche Unterlagen, die ich zur OP bereits ausgefüllt hätte dabei haben sollen, nicht dabei habe, sie also vor Ort ausfüllen muss. Die Helferin am Empfang ist darüber spürbar ungehalten, ich fühle mich allerdings unschuldig, denn ich bin mir recht sicher, dass mir niemand gesagt hat, dass ich an die Unterlagen denken soll.

Um 10.15 Uhr werde ich in den OP gebracht und der KSM verabschiedet sich aus der Praxis, um sich draußen noch einmal die Beine zu vertreten. Ich lerne den Anästhesisten und den operierenden Arzt noch kurz kennen bevor mir der Zugang gelegt und das Narkosemittel in meinen Körper getropft wird. Mir wird kurz warm und dann bin ich eingeschlafen.

Im Anschluss wache ich in einem Raum auf und der KSM sitzt neben mir. Gut 1h bin ich noch etwas benommen und döse noch vor mich hin. In dieser Zeit betritt auch der Operateur den Aufwachraum und teilt mir mit, dass er genau eine Eizelle gefunden hätte. Gut, dass ich noch so benommen bin und gar nicht richtig reagieren kann ...

Wegen EINER Eizelle der ganze Aufriss! Ich habe die Eizellen aus dem letzten Eingriff von Bayern nach Nordrhein-Westfalen umgezogen, damit alle beieinander sind, das hat mich Geld gekostet und die "Miete", die ich zukünftig für die Zellen zahlen soll liegt höher als in Bayern. Ich habe die Behandlung bezahlt und die Medikamente, vor allem die Medikamente sind ziemlich kostspielig. und nun habe ich auch noch die OP zu bezahlen. Der Anti-Müller-Hormon-Wert (der ein zuverlässiger Marker dafür sein soll, wie viele Eizellen frau noch so in sich trägt) war diesmal sogar angeblich deutlich höher als beim letzten Mal und trotzdem gibt es so ein Ergebnis. Ich könnte mich aufregen ... aber es bringt ja nichts. 😊

Es hat diesmal einfach nicht funktioniert. Da war zu viel Stress, zu viel Unsicherheit, zu viel Anspannung ... der Untersuchungstermine neben meiner eigentlich Arbeit, die aktuell auch nicht gerade wenig ist, die vergessenen Spritzen aufgrund des Stresses mit Arbeits- und Privatterminen - es wundert nicht wirklich, dass das Ergebnis noch schlechter war als beim letzten Mal. 

Der KSM nimmt mich mit nach draußen, es scheint die Sonne und wir suchen uns erst einmal ein Frühstück. Im Café Minze (Achtung, Werbung!), ganz in der Nähe des Kinderwunschzentrums werden wir fündig und essen draußen in der Sonne. Das Frühstück ist zwar gut essbar, aber leider recht gewöhnlich.


Danach schlendern wir noch durch die Dortmunder Innenstadt und durchkämmen den dort ansässigen Peek&Cloppenburg (Achtung, Werbung!) nach der neuesten Fashion Trends. Nach 2 Stunden bin ich müde und wir fahren nach hause. Ich schlafe im Auto, der KSM fährt. Unterwegs halten wir bei einem Supermarkt, um die Wocheneinkäufe zu erledigen.

Zuhause angekommen, gehe ich ins Bett, ich bin einfach immer noch müde. Als ich wieder aufwache ist es 19.00 Uhr und der KSM hat gekocht: es gibt Salzkartoffeln mit Kräuterquark und Leinöl. Sehr lecker. 😋


Danach bin ich wach und es geht mir auch gut. Die OP selbst und den miniwinzigkleinen Stich, der dabei durch die Scheidenwand gemacht wird, merkt man im Prinzip nicht. am Tag der OP selbst, so war es zumindest beim letzten Mal, ist es ab und an etwas unangenehm im Unterleib, am nächsten Tag ist alles wieder gut - so war das bei mir zumindest. wir sehen noch etwas fern und gehen dann ins Bett.

Und siehe da, am nächsten Tag stehe ich auf und es geht mir blendend. Alles ist wieder gut. Zwar ärgere ich mich immer noch etwas, dass ich diesmal einen solchen Aufwand für nichts beim Social Freezing gemacht habe, aber so ist das eben. Man macht etwas, man geht ein Risiko ein und man muss damit rechnen, dass es schief geht. Aber erstmal Milchkaffee oder besser: Milch mit Kaffee. 😁


Schauen Sie mal, die Avocado, die ich neulich eingepflanzt habe (Sie erinnern sich?), die wächst schon tüchtig auf der Fensterbank in der Sonne! 


Der KSM baut, in Vorbereitung auf unseren Urlaub in zwei Wochen, Gepäckträger an unsere Fahrräder: an mein Rennrad und sein Singlespeed.


Außerdem habe ich mir endlich ein Navigationssystem fürs Fahrrad (Achtung, Werbung!) gekauft, das ebenfalls installiert werden muss.


Und: wir haben Satteltaschen gekauft, sechs Stück. Zwei kleine für die Gabel am Fahrrad des KSM vorne und zwei große für hinten. Ich bekomme auch zwei hinten, und nur da, weil man an meine Carbongabel eben nichts hängen darf. 😉 Die großen Taschen reflektieren sogar im Gegenlicht. 😀


Nachdem wir alles einmal befestigt und ausprobiert habe, die Tragekonstruktionen an den Fahrrädern die Taschen aufnehmen, das Fahrradnavi installiert ist und wir etwas zum Mittag gegessen haben, schwingen wir uns noch einmal zusammen auf eben die Fahrräder, mit denen wir unsere Tour starten wollen, um auszuprobieren, ob wir einigermaßen zusammen fahren können.

Die Tour, die meine erste Tour ist, die ich über strava (Achtung, Werbung!) aufzeichne,  führt über einige Berge bevor wir unten im Tal zurückfahren können. Der KSM schlägt sich ziemlich gut, aber die steilsten beiden Berge kommt er dann doch erst einmal nicht ganz hinauf - nicht, weil er das von der Kraft nicht könnte, sondern weil die Übersetzung seines Singlespeeds das dann einfach nicht hergibt.

Wir einigen uns daher auch am Schluss, nicht den steilen, sondern den etwas sanfteren Aufstieg wieder zurück zu unserem Bauernhof zu nehmen, der uns zwar 6km weiter führt, bei dem aber immerhin ein Eis inklusive ist. 😋 Diesmal probieren wir die zweite Eisdiele in der Strumpfstadt aus, die auch was kann.




Mittwoch, 16. September 2020

Social Freezing

Am Montag bricht der KSM sehr früh zurück in die Hessenmetropole (Achtung, externer Inhalt!) auf und die die Eltern sind noch in der Strumpfstadt. Ich muss allerdings normal arbeiten. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn die Mutter hat bereits ein Kleid in der Auslage einer schönen Bekleidungsboutique ausgemacht, das ihr gut gefällt und deshalb will sie den Laden am Morgen gleich noch besuchen. 😉

Am Morgen arbeite ich aus dem Homeoffice und fahre dann auf Mittag in die Stadt. Wir, die Eltern und ich, essen gemeinsam noch etwas in der örtlichen Bar (Achtung, Werbung!), die von der Tatsache, dass in der Strumpffirma (Achtung, Werbung!) die Kantine noch nicht wieder geöffnet hat, sehr profitiert. 😊

Am Abend nach der Arbeit, schwinge ich mich noch auf Rennrad und drehe eine gemütliche "Feierabendrunde" - das Wetter ist einfach zu gut, um diese Gelegenheit verstreichen zu lassen. 😊

Am Dienstag arbeite ich von zuhause aus und gehe am Abend ins Lauftraining in die Strumpfstadt. Wir drehen unsere Runden dort üblicherweise auf dem örtlichen Sportplatz hinter dem Gymnasium. Lauftraining in der Gruppe macht einfach Spaß. Wir absolvieren immer erst ein paar "Einlaufrunden" (weil ich idR zu spät komme, muss ich meist eine weniger laufen als der Rest 😉), danach machen wir gemeinsam ein paar Lauf ABC- und Athletikübungen, dann laufen wir eine größere Einheit bevor wir uns gemeinsam wieder auslaufen. Diese 1,5h am Dienstagabend sind Entspannung pur - einfach laufen und an nichts denken. Danach komme ich nach hause, dusche und esse etwas. Mein Schlaf ist nach einem solchen Training noch fester als sonst. 😉

Der Mittwoch startet damit, dass ich feststelle, dass ich meine Tage bekomme (was in meinem Fall, in dem erneut eine "Social Freezing" Behandlung geplant ist, zimelich wichtig ist, denn deren Verlauf ist an den meines Zyklus' geknüpft) sowie im Büro mit zwei Weisheiten auf den beiden Teebeuteln, mit denen ich mir dort üblicherweise eine Kanne Tee koche. Diese Kanne trinke ich tagsüber bei der Arbeit dann immer aus - man braucht schließlich auch ein paar (gute) Routinen. 😊


Tagsüber melde ich mich aufgrund der Tatsache, dass ich meine Tage bekommen habe in der behandelnden Praxis, die mich kurzfristig für Donnerstag zu einem Termin einlädt. Ich finde diesen Termin eigentlich recht unnötig, war ich doch noch in der Woche vorher erst beim Gynäkologen, wo man mit Hilfe des Ultraschalls festgestellt hat, dass in mir drin alles iO ist, aber die behandelnde Praxis möchte unbedingt selbst noch einmal schauen ... 

Am Abend fahre ich mit dem Rennrad wieder nach hause, nur um dort dann wieder auf Auto umzusteigen und schnell weiter ins erste Schwimmtraining der Wintersaison des Triathlonvereins zu fahren, mit dem ich schon die ein oder andere Trainingseinheit zusammen absolviert habe. Ich gehe iwie davon aus, dass das Training um 18.30 Uhr startet und als ich um 18.38 Uhr erst vor dem Hallenbad ankomme, bin ich schon der festen Überzeugung, dass ich mal wieder völlig zu spät bin und sich das Training für mich nicht mehr wirklich lohnen wird. Dann stelle ich fest, dass das Training erst um 19.00 Uhr anfängt und die ganze Truppe noch vor dem Bad sitzt und sich unterhält ... ich freu' mich wie ein Schnitzel. 😁

Nach dem Training gehe ich noch im Supermarkt vorbei, um ein paar Möhren zu kaufen, die mir noch fehlen, um am Freitag mittags eine Suppe kochen zu können. Dabei überkommt es mich und ich kaufe ein paar Süßigkeiten ein, die mich interessieren. Ich bin schon ein ziemlicher Süßigkeitenfan und werde dabei auch regelmäßig zum Marketingopfer. 😉 Ich teste alle meine Süßigkeiten einmal, esse dann noch was "Vernünftiges" zum Abend uns gehe ins Bett. Sehr nett. 😊


Am Donnerstag nehme ich gleich morgens den Vorsorgetermin zum "Social Freezing" wahr, arbeite dann im Büro und treffe mich am Abend mit einer der sportlichen Frauen aus der Strumpfstadt, die mit ihrem Mann und ihrem Rennrad hier (und auch woanders) regelmäßig die Berge unsicher macht. Wir liegen, was die Themen angeht, recht nah beieinander, auch bei denen, über die wir uns trefflich aufregen können. Wir verbringen den Abend bei einem Salat und einer geteilten Waffel, einer Saftschorle und einem Wasser bevor wir uns um 21.00 Uhr trennen und ich mit dem Radl nach hause fahre. Dort repariere ich noch einen meiner Wäschebeutel, bei dem neulich die Naht gerissen ist bevor ich, leider wieder viel zu spät, ins Bett falle. 😴


Am Freitagabend ist es dann soweit: ich muss mich zum ersten Mal mit dem für dieses Mal "Social Freezing" ausgewählten Hormoncocktail (der Wert des Anti-Müller-Hormons, des Markers, der auf den noch vorhandenen Eizellenbestand einer Frau zuverlässig hinweist, lag diesmal angeblich etwas höher, wie auch immer das sein kann ... beim letzten Mal sagte man mir, dass er erstaunlich niedrig läge für mein Alter und mein Vorhaben "Social Freezing" zu machen daher doppelt gut sei😊, daher bekomme ich diesmal den "normalen" höher dosierten Cocktail) spritzen. alle Medikamente, die ich dafür benötige liegen mir bereits vor. Ich habe mich, in Anbetracht des Gesamtpreises, der echt sehr hoch ist, für die Variante entschieden, die Medikamente im Ausland zu beziehen, da das immerhin 400,- EUR (haben oder nicht haben ...) einspart. 

Zu dieser Zeit (es ist wichtig, sich immer etwa um die gleiche Zeit zu spritzen) erreicht mich der KSM, diesmal mit dem Auto. Als es soweit ist und ich das benötigte Medikament aus seiner Verpackung hole, stelle ich fest, dass es mir nicht nur in einer Sprache, die nicht meine Muttersprache ist - wenn ich sie auch verstehen und sprechen kann - sondern auch in einer anderen Dareichungsform vorliegt udn ich bin kurz überfordert. Was mache ich jetzt? 

Zunächst fallen mir die beiden Freundinnen ein, die beide Ärztin sind und deren Erfahrungsschatz mit Medikamenten groß genug sein sollte, mir einen guten Rat zu geben, was nun zu tun ist. aber wie das immer so ist in solchen Situationen: bei gehen nicht an ihr Mobiltelefon ... und die Zeit läuft. 

Schließlich finde ich die E-Mail der ausländischen Apotheke, an die ich mich erinnere und die Auskunft darüber gibt, inwiefern sich dieses Medikament verändert hat bzw. welche Menge des neuen Medikaments welcher Menge des alten Medikaments entspricht. Ich rechne das Medikament um, so wie ich denke, dass es richtig sein müsste, krame in meinem Hirn nach den Fremdsprachenkenntnissen, die ich brauche, um zu verstehen, wie die Mischung angerührt, die Spritze gefüllt werden und ich mich schließlich spritzen soll und tue es dann einfach - auch auf die Gefahr hin, dass es nicht korrekt ist - Leben ist immer lebensgefährlich (und, sind wir einmal ehrlich, ich spritze Hormone, kein Gift ... 😉). 

Am Samstagmorgen erledigen wir unsere Einkaufstour in der Strumpfstadt mit dem Fahrrad gemeinsam. Zum Mittag gibt es dann eine schnelle Suppe aus Gemüse selbst angesetzt und bestückt mit gaaanz vielen Suppeneinlagen - genau so, wie ich das sehr mag. 😋 

Am Nachmittag fülle ich endlich mal den Aufnahmeantrag des Triathlonvereins aus, bei dem ich schon seit März immer wieder dabei bin, um dort jetzt ernsthaft mal "den Fuß in die Tür" zu bekommen. Ich möchte ihn morgen abgeben, denn es steht wieder eine Fahrradtour mit eben diesem Verein an, für die ich zugesagt habe.


Am Abend treffen wir die Arbeitskollegen mit Freund, diesmal in einer Kneipe eine Stadt weiter. Die (alkoholfreien) Cocktails sind zwar eher sehr gewöhnlich und wir treiben den Altersschnitt der Klientel in dem Laden auch etwas nach oben (allerdings nur etwas, insofern ist das okay 😉), aber die Gesellschaft ist nett, die Runde munter und die Zeit verfliegt. Als ich auf die Uhr schaue, ist es 01.00 Uhr ... und wir fahren nach hause.

Am Sonntag stehe ich um 08.00 Uhr auf, während sich der KSM noch einmal umdreht. Wir treffen uns für die Rennradtour stets an einem Ort, der ca. 30 km von meinem Bauernhof entfernt ist und heute dort um 10.00 Uhr. Wenn ich also pünktlich dort ankommen , vorher noch etwas frühstücken und gemütlich in die Gänge kommen will, muss ich also einige Zeit vorher aufstehen. 

Schauen Sie mal, die Avocado wächst und gedeiht! 😊


Zum Frühstück nehme ich übrigens, wie ich neulich schon schrieb (Sie erinnern sich?), aktuell ein Vitamin-D-Präparat - auch das ist ein Ergebnis des "Social Freezings" - und fühle mich seitdem sehr viel fitter den Tag über. am Abend vorher führten wir eine längere Diskussion über Vitamin D und seine Auswirkung sowie seine Dosierungen, daher sei das an dieser Stelle noch einmal festgehalten. 


An diesem Tag jedenfalls hätte ich die Vitamin D Tablette nicht unbedingt nehmen müssen, verbrachte ich doch mehr als 3h bei bestem Wetter an der frischen Luft in der Sonne auf dem Rennrad und machte mit den Triathleten eine "Zwei Seen Tour" rund um den Möhne- und den Sorpesee" (Achtung, externe Inhalte!). Nach ca. 70km, der "ersten Schleife" stieg ich aus (das war auch so gedacht) und fuhr wieder nach hause zum KSM, um mit ihm zum Mittag zu essen.

Bei unserer Einkaufstour am Tag vorher hatten wir oder besser gesagt der KSM die Idee, dass es am Sonntag - ganz klassisch - Bratwurst mit Kartoffelstampf (Achtung, externer Inhalt!)) und Röstzwiebeln (Achtung, externer Inhalt!) geben könnte. Da wir schon länger angefangen haben, auf unseren Fleisch- und Milchkonsum zu achten und, wo immer möglich und sinnvoll, auf Alternativen auszuweichen, kommt dem KSM die Idee, wir könnten im Rahmen des Sonntagsessens einfach mal ein paar verschiedene vegetarische Bratwürste testen. Gesagt, getan. 😊

Da Ergebnis des Tests lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: die großen und groben "Bratwürste" der Marke Garden Gourmet (Achtung, Werbung!) schmeckten uns zu sehr nach Zitrone, darüber hinaus werden sie, was wir leider erst hinterher feststellen (Asche auf unser Haupt) von der Firma Nestlé hergestellt, die für ihre manchmal nicht ganz sauberen Praktiken, wenn es zum Beispiel um Trinkwasser geht (Achtung, externer Inhalt!) durchaus bekannt ist. Ohne hier im Detail recherchiert zu haben, gibt es doch so einige Skandale und Skandälchen um Nestlé, weshalb ich der Meinung bin, man sollte Produkte dieses Riesen besser boykottieren.

Die kleinen Bratwürstchen der Marke Rügenwalder (Achtung, Werbung!), die uns eher an "Nürnberger" erinnerten, kann man - unserem Geschmack nach - gut essen.

Leider ist aber jeglicher Konsum von Fleischersatzprodukten aus dem Supermarkt stets mit einem gewaltigen (Plastik-)Müllaufkommen verbunden. Die Plastikverpackung zum Frischhalten drumherum, dann noch die Papierbanderolen, die machen den CO2-Fußabdruck, der mit dem Verzehr dieser Produkte verbunden ist, in meinen Augen eher unattraktiv. Darüber hinaus ist auch immer fraglich, welche Inhaltsstoffe die Produkte haben und von wo diese so kommen (z.B. das Soja, aus dem sie beispielsweise bestehen). Ob es dann, rein aus einer CO2-Ausstoß-zentrierten Sicht, "besser" ist, die vegetarische Bratwurst zu essen, sei einmal dahingestellt.

Für mich, und diese Meinung vertrete ich auch weiterhin, ergibt es wenig Sinn, vegetarische Fleischprodukte essen zu wollen. In meinen Augen steigt man dann besser auf vegetarisches Essen um, ohne dabei Fleischprodukte imitieren zu wollen, denn eig. möchte man sie als Vegetarier ja nicht essen, warum sollte man dann dringend Produkte brauchen, die zwar nicht aus Fleisch bestehen, aber genau so schmecken? 😊

Stattgefunden hat unser Test übrigens auf dem Spielplatz gegenüber des Bauernhof, in dem unsere Wohnung ist. Er bietet viel Wiese, lag wunderbar in der Sonne und war an diesem Sonntag nicht frequentiert ... eine wunderbare Gelegenheit, den Picknickkorb noch ein wahrscheinlich letztes Mal zu nutzen für diesen Sommer. 












Am Nachmittag dann planen der KSM und ich unsere Fahrradtour, die uns in zwei Wochen in die Niederlande führen soll, etwas genauer. Wir überlegen uns eine Route und machen uns einen Plan, welche Dinge wir für die Tour noch neu beschaffen müssen. 

Am Abend gibt es noch einmal die Reste der Suppe vom Vortag bevor wir uns ins Wohnzimmer verziehen, um dort einen neuen Tatort aus Frankfurt (Achtung, externer Inhalt!) zu sehen, dessen Ende unglücklicherweise keiner von uns beiden mehr mitbekommt. 😏




Mittwoch, 9. September 2020

Alle zusammen

Schauen Sie mal, der KSM hat unser Bett neu bezogen und wenn Sie sich das Bild so anschauen, was würden Sie wohl sagen, welches mein Lieblingsmuster und welche meine Lieblingsfarbe (so man das überhaupt so sagen kann ... 😉) ist. Genau Ringel, um genau zu sein, am allerliebsten gleichmäßige zweifarbige Ringel und am allerallerliebsten genau diese in schwarz-weiß. Und zwar überall auf dem Bett, in der Klamotte, in den Socken ... aber das hätten Sie auf diesem Bild vermutlich auch ohne meine Hilfe gesehen, oder? 😁


Am Montag fährt der KSM zur Arbeit, ohne jedoch vorher seine Portion des Pilzragouts mit Brezenknödel vom Vortag (Sie erinnern sich?) einzupacken, so bleibt sie bei mir uns wird eben mein Mittagessen. Wussten Sie übrigens, dass es überhaupt nicht stimmt, dass man Pilzgerichte nicht mehr aufwärmen darf? Diese Weisheit aus einer anderen Zeit hält sich auch heute noch beständig in den Köpfen der Leute und wir fleißig weitergegeben, dabei stimmt sie einfach nicht. Wenn man die Pilze beim Aufwärmen richtig ordentlich durcherhitzt, darf man sie sich ohne Weiteres auch noch einmal warm machen ... oder zweimal oder dreimal (wenn einem die Konsistenz dann immer noch taugt). 😉


Für das kommende Wochenende steht zum ersten Mal ein Besuch der Eltern an und auch der Bruder, samt Freundin, deren Elternhaus zufällig nicht weit weg von der Strumpfstadt steht, will vorbeikommen.

Es gibt bei mir eine Liste, auf der so einige Dinge stehen, die repariert/erledigt werden wollen. Diese Liste hege und pflege ich seitdem ich auf dem Bauernhof nahe der Strumpfstadt wohne und sie wird aktuell leider nur sehr schleppend kürzer. 

Auf dieser Liste stehen so Dinge wie "Blog vervollständigen" (denn es gibt immer noch ein paar Einträge nach dem Jahreswechsel 2019/2020, die nur aus Bildnern bestehen 😬), "Fotos abziehen lassen" (dringend notwendig, da seit gut 1,5 Jahren nicht mehr gemacht, u.a. weil der Laden, der mir das immer erledigt hat, nicht mehr existiert und ich noch keinen richtigen Ersatz gefunden habe) oder "Mantel und Lederjacke reparieren" (der Mantel hat die Naht an der hinteren Kellerfalte aufgerissen und an der Lederjacke ist eine Naht an der Schulter offen und die Lederjacke hat auch noch ein Futter ...). Auf dieser Liste steht aber z.B. auch "Bett reparieren" (eine Latte im Lattenrost hat das Zeitliche gesegnet und muss ersetzt werden). Nachdem der Vater handwerklich interessiert und begabt ist und außerdem solche Dinge immer gerne für seine Kinder erledigt, beschließe ich die Aufgabe, eine Ersatzlatte für den Lattenrost zu schreinern, die ich eig. einer örtlichen Schreinerei übertragen wollte, an ihn zu geben. Ich versende eine techn. Zeichung der benötigten Latte sowie ein paar Fotos der aktuellen und erhalte ein Okay zurück. Wie praktisch! 😊


Als ich am Dienstagabend mit dem KSM zur aktuellen Lage telefoniere, wird draußen gerade eine Fuhre Stroh eingelagert. Ja, so geht's nun einmal zu auf dem Bauernhof. 😜


Danach schaffe ich es schließlich endlich, mal das Betttuch zu reparieren, das bereits im Rahmen des Umzugs (Sie erinnern sich?) kaputt gegangen war. Ich gehe dabei einfach mal etwas provokanter vor, bügele erst einmal ein Vlies von der Rückseite auf und schließe dann den Riss mit einem Herzchen. 😉


Am Mittwoch gibt es mittags Spaghettini (meine Lieblingsnudeln 😋) mit der Tomaten-Gemüse-Soße vom letzten Wochenende und Mini-Mozzarellas - ein Rezept, das meiner/unserer Fantasie entsprungen ist.


Schauen Sie mal, ich habe eine Avocado zum Austreiben gebracht (Achtung, externer Inhalt!)! 😊 Richtig lange habe ich gewartet bis der Kern, der im Wasser lag, endlich mal eine Wurzel und einen Trieb entwickelt hatte. Und dann habe ich sie am letzten Samstag endlich umgetopft und sie in einen richtigen Top eingepflanzt. Und ich finde es unglaublich, wie groß der Trieb oben bereits geworden ist. Ich hoffe, die Avocado wächst und gedeiht, dann kann ich iwann vllt. mal eigene Früchte ernten. Wenn das mit dem Klimawandel so weitergeht, dürften die klimatischen Bedingungen dafür ja recht schnell gegeben sein. 😉


Ab Donnerstag beginne ich ernsthaft damit, erneut einen Termin mit der Geschäftsführung vorzubereiten, der am kommenden Montag stattfinden soll. Angekündigt war er zwar für den kommenden Donnerstag, das hat sich allerdings kurzfristig geändert und bringt mich etwas in Bedrängung. Ich weiß, dass ich daran konzentriert arbeiten muss, damit ich am Freitag bereits mit den Inhalten für den Termin fertig bin, denn am Wochenende steht ja Familienbesuch an, der bis einschl. Montagmittag bleiben wird. Ich werde also keine weitere Zeit mehr für die Vorbereitung aufbringen können und auch nicht wollen. 😊 

Nachdem der KSM am Freitagabend bei mir aufgeschlagen ist, gehen wir für den Familienbesuch am Wochenende noch einkaufen. Hinterher essen wir zum Abend und bereiten zusammen noch ein selbstgemachtes Eis für das Wochenende vor. Wir nehmen wieder das Grundrezept vom letzten Mal (Sie erinnern sich?) und machen diesmal aus eines Hälfte Eis mit Salzkaramell und Macadamia-Nüssen und aus der anderen Eis mit Amarena-Kirschen. Die Salzkaramell-Sauce machen wir selbst, die Amarena-Kirschen (Achtung, Werbung!) habe ich bereits vergangene Woche gekauft (da könnte ich mich nämlich reinlegen 😋). Danach sitze ich am Freitagabend länger noch am Schreibtisch. Glücklicherweise kann sich der KSM in den Fällen, in denen es passiert, dass ich abends länger oder auch mal am Wochenende arbeiten muss (ich bemühe mich sehr, dass dies eine Ausnahmeerscheinung bleibt) sich sehr gut selbst beschäftigen (er druckt dann iwelche Dinge mit seinem 3D Drucker, baut an unseren Fahrrädern herum o.ä.) und erduldet das daher. Er ist halt wirklich einer von den Guten. 😉

Am Samstagmorgen erreichen uns zunächst der Bruder und seine Freundin. Nachdem ich schnell noch einen Hefeteig aus dem Boden gestampft habe, drehen wir zusammen eine Runde an der frischen Luft. 😀 Die Eltern stoßen dann auf Mittag zu uns und wir machen alle zusammen zwei Bleche Pizza: Jeder und Jede schnibbelt etwas, dann bringen wir die eine Hälfte des Teiges auf das eine und die andere auf das andere Blech, backen die Teige kurz vor und hinterher belegt jeder jeweils 1/3 eines Blechs genau so, wie er oder sie das eben gerne möchte. Ein schönes Gemeinschaftsprojekt. 😊

Leider ist das Wetter während wir am Pizzabacken sind alles andere als beständig: es regnet immer wieder und wir fragen uns lange, was wir am Nachmittag zusammen unternehmen sollen. Nachdem wir zum Nachtisch dann auch noch das selbstgemachte Eis, zusammen mit der übrig gebliebenen Salzkaramell-Sauce und EisWunder (Achtung, Werbung! alles, was geht ... wenn schon, denn schon 😁), vertilgt haben, wagen wir es, mit Regenschirmen, aus dem Haus zu gehen.

Wir machen uns zu Fuß auf in die Strumpfstadt, wo wir in dem Hotel, in dem die Eltern untergekommen sind (Achtung, Werbung!), zum Abendessen ohnehin noch einen Tisch reserviert haben. Dies bedeutet einfach einen Weg von knapp 3km, aber wir müssen ja auch wieder zurück. 

In der Strumpfstadt selbst haben zu dieser Zeit, am Samstagnachmittag, leider keine Geschäfte mehr geöffnet - selbst das Outlet der Strumpffirma (Achtung, Werbung!), das ich den Gästen so gerne gezeigt hätte, schließt bereits um 16.00 Uhr und wir können es uns nicht mehr anschauen. Stattdessen gehen wir, dann bei doch erstaunlich angenehmen Wetterverhältnissen ohne Regen, eine größere Runde durch den Kurpark (Achtung, externer Inhalt!), der in der Strumpfstadt von einer regionalen Gartenschau übrig geblieben ist. Dort verweilen wir zusammen auf einer Bank und schließen sogar für 15 Min die Augen, um einfach mal zu entspannen bevor wir in der örtlichen Kaffeebar noch etwas trinken, im Anschluss noch eine Runde durch ein Wohngebiet gehen und uns die schönen Fachwerkhäuschen (Achtung, externer Inhalt!) anschauen und schließlich und final zum Abendessen einkehren.

Das Abendessen fällt sehr lecker und eher zünftig aus, ich habe die Sauerländer Forelle, die ich mit Hilfe der Freundin des Bruders auch fachgerecht zerlege und bis aufs Letzte aufesse - hier wird nichts verschwendet. 😉 Im Anschluss machen sich der Bruder mit Freundin, der KSM und ich wieder zum Bauernhof auf, wo die beiden Gäste ihr Gefährt stehen haben, während die Eltern noch einen Absacker nehmen und dann im Hotel ins Bett gehen. Nachdem auch der Bruder und die Freundin gefahren sind (sie müssen jetzt noch eine Stunde fahren bevor sie im Hause der Eltern der Freundin ankommen) müssen wir gar nicht mehr so viel aufräumen (auch das hatten wir gemeinschaftlich schon gleich nach dem Essen erledigt) bevor auch wir ins Bett fallen können. 😴

Am nächsten Morgen fahren der KSM und ich mit den Fahrrädern runter in die Strumpfstadt, um dort, zusammen mit den Eltern, im Hotel frühstücken zu können. Als dann klar wird, dass die Mutter den Akku zu ihrem E-Bike (ich erspare Ihnen an dieser Stelle meine Schimpftiraden auf diese, wie ich finde, höchst unnötige Erfindung "E-Bike", die uns allen keine Lösung, sondern nur noch viel mehr Probleme einbringen wird) im Auto der Eltern gelassen hat, das immer noch bei uns auf dem Bauernhof steht, fahre ich mit dem Rennrad noch einmal nach oben, packe, um mit den anderen in etwas gleich ausgerüstet zu sein, mein MTB in das Auto der Eltern und fahre das Gefährt nach unten vors Hotel. Ich erspare Ihnen jetzt die Stelle, an der ich erst den Autoschlüssel der Eltern suche, obwohl er im Auto auf dem Fahrersitz liegt und dann noch fast die Radflasche in der Küche stehen lasse, die ich uns extra für die Tour gefüllt habe, weshalb ich zweimal noch zurück muss in die Wohnung und mein kleiner Ausflug wesentlich länger dauert als gedacht. 😏 

Dann schwingen wir uns zu viert auf unsere Räder und fahren eine Strecke von 30km über den Sauerlandradring (Achtung, externer Inhalt!), der nicht ganz so bergig ist wie das Land hier im Allgemeinen und deshalb für alle Mann machbar. (Der Vater hatte nämlich bereits am Vortag angemerkt, dass er denkt, er habe die Räder umsonst eingepackt, da es hier so bergig wäre und er, der sich mit seinen fast 70 Jahren beharrlich weigert, ein E-Bike zu kaufen, aus eben den Gründen, die auch mich schimpfen lassen. 😉)  Danach ruhen die Eltern ein paar Stunden im Hotel und gehen noch einen Kaffee trinken, während ich zuhause doch noch die letzten Schliffe an meinem Dokument für den Termin mit der Geschäftsleitung anbringe, damit ich dies auch noch einer Kollegin zur Verfügung stellen kann, die den Termin am nächsten Tag mit mir zusammen machen wird.

Die Eltern kommen zum Abendessen erneut bei uns vorbei und bringen dann auch die Ersatzlatte für mein Bett mit. Während der Vater, zusammen mit KSM, die Latte einpassen, unterhalte ich mich mit der Mutter und danach essen wir zusammen zum Abend. Die Eltern bleiben bis gegen 21.00 Uhr und gehen dann zurück ins Hotel. Der KSM und ich schauen uns dann den ersten Tatort nach der Sommerpause zusammen an, wobei ich ehrlich sein will darüber, dass wir beide nicht mehr mitbekommen, wer der Mörder ist, da wir zusammen bereits auf dem Sofa einschlafen. 😴😴


Mittwoch, 2. September 2020

Back to Normal

In der Woche nach unserem Ostseetrip gilt es für mich erst einmal, wieder Fuß zu fassen im beruflichen Tagesgeschäft. Da sind gut 200 E-Mails zu lesen und alle Themen, die ich zeitweise übergeben hatte wieder "einzufangen" und zurückzuholen. Damit bin ich erst einmal zwei Tage beschäftigt, dann sehe ich langsam wieder Land. 😏 
 
An dem Wochende nach dieser Woche hat der KSM wieder einmal ein Rennen an Deutschlands bekanntester Rennstrecke zu betreuen und kommt daher am Samstag erst spätabends bei mir an. Daher habe ich den Tag genutzt, um einige Besorgungen zu machen: ich war beim Bäcker und von dort aus dann zu Fuß beim Baumarkt. Dort habe ich einen Blumentopf und einen dazu passenden Untertopf aus Ton erstanden (weil KEIN Plastik) und beide im Arm vom Baumarkt zum Auto zurückgetragen (da merkt man Muskeln, von denen man gar nicht mehr wusste, dass man sie einmal hatte, das sag' ich Ihnen ... 😉). Danach gehe ich, ebenfalls zu Fuß, vom Auto in das Outlet der Strumpffirma, um dort das Projekt weiterzutreiben, das ich für meine ehemaligen Kollegen bei der Regenbogenfirma machen möchte und dafür brauche ich für Jeden und Jede das passende Paar Strümpfe. 😀 Im Anschluss daran kaufe ich ein.

Zuhause mache ich mir etwas zum Essen und lege mich erst einmal ein Stündchen aufs Sofa. Abends dann schaffe ich es sogar noch, eine Stunde Laufen zu gehen bevor der KSM bei mir ankommt.

Der KSM kommt spät, erst gegen 23.00 Uhr und ist dann auch ziemlich müde, so dass er recht schnell im Bett verschwindet.

Den Sonntag starten wir mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach erledigen wir ein paar von den Dingen, die gerne mal liegen bleiben. Zum Mittagessen soll es - ganz klassisch Bayerisch - Brezenknödel (Achtung, externer Inhalt!) mit Pilzragout (Achtung, externer Inhalt!) geben. Dafür hatte ich am Tag vorher Brezen und versch. Pilze eingekauft. Der KSM ist, wie immer, beim Kochen mit Feuereifer dabei. Nur auf Pfifferlinge putzen hat er keinen Bock, das überlässt er elegant mir. 😉














Der KSM ist auch am Sonntag noch ziemlich angestrengt vom Rennen am Vortag, das nicht ganz optimal gelaufen ist. Nach dem Mittagessen, das recht viel Dreck verursacht hat, bringe ich die Küche auf Vordermann und suche nach kurzer Zeit nach dem Mann im Haus, damit er mir ein bisschen hilft. Es kommt mir recht ruhig vor und als ich ins Wohnzimmer komme, weiß ich, warum 😂:


Da der KSM an diesem Nachmittag nicht mehr wirklich für eine größere Aktion zu gebrauchen ist, schwinge ich mich alleine noch einmal aufs Rennrad, während er zuhause das Bett neu bezieht, ein Geschenk einpackt und die Wäsche aufhängt. Er wollte mir dann doch gerne noch ein bisschen helfen, nachdem er das Küche Aufräumen ja verpennt hatte - er ist halt schon einer von den Guten. 😉

Ich fahre noch eine schöne 2h Runde bis es dämmrig wird, dann komme ich wieder heim. Wir essen zusammen noch etwas zum Abend und der KSM geht erneut früh ins Bett. Ich erledige noch ein paar Dinge für die kommende Woche und gehe dann auch schlafen. 😴 Und wieder ist eine Woche verflogen.