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Dienstag, 3. Mai 2022

Schlechtes Gewissen

Den Ostermontag verbringen der KSM und ich noch bei meinen Eltern in Unterfranken. Der Bruder und die Freundin hingegen, machen sich nach dem Frühstück auf, deren Familie zu besuchen, wo sie zu zweit noch den restlichen Montag verbringen, bevor sie am Dienstag für ein paar Tage nach Amsterdam reisen wollen.

Der KSM und ich telefonieren, wie am Vorabend ausgemacht, um 11.00 Uhr am Ostermontag  mit der Stoffibox (Achtung, Werbung!) - ein eigentlich echt schrecklicher Name, wie ich finde (hab' ich mal erwähnt, dass ich all diese Abkürzungen für iwas, die auf "i" enden wirklich furchtbar finde? "Präsi" für Präsentation, "Kindi" für Kindergarten oder "Stoffi" für Stoffwindel ... grausam für meine Ohren. Aber das nur am Rande ... 😉). 

Über den Anruf haben wir ganz vergessen, dass die Eltern für den Mittag einen Tisch beim örtlichen griechischen Restaurant bestellt haben. Gegen 11.35 Uhr kommt die Mutter, um uns Bescheid zu geben, dass wir jetzt loslaufen ... wir telefonieren allerdings noch. Darüber ist die Mutter dann etwas ungehalten. Wir sagen zu nachzukommen und machen uns, nachdem der Anruf beendet ist, schnellstmöglich fertig fürs Restaurant. Eigentlich hatten wir vor, zu Fuß zur Gastwirtschaft zu gehen. Diesen Plan müssen wir dann leider kurzerhand über den Haufen werfen und nehmen das Geschäftsauto des KSM, der die Fahrt in die Stadt dann damit verbindet, dass er ohnehin für den nächsten Tag noch tanken gehen wollte. Immerhin kommen wir dann aber pünktlich im Restaurant an und die Mutter ist wieder versöhnt.

Der KSM hatte als Ostergeschenk ein LEGO-Set gekauft, das dort unter dem Motto EVERYBODY IS AWESOME verkauft wird. Wir finden es aus verschiedenen Gründen toll: es hat Regenbogenfarben (deshalb hat der KSM es auch gekauft 😊) und es symbolisiert ein Motto, das wir sehr unterstützen: jeder Mensch ist wertvoll und toll - ganz egal welches Geschlecht, welche Hautfarbe oder welche sexuelle Orientierung er/sie/es aufweist. Wir bauen es nach dem Mittagessen noch gemeinsam zusammen. 


Danach machen wir das, was wir früher in unserer Familie an Feiertagen klassischerweise gemacht haben (und was ich immer schrecklich fand 😉): wir gehen spazieren. Wenn ich ehrlich bin, finde ich das auch heute noch schrecklich und bewege mich lieber sportlicher, fahre mit dem Rad oder gehe laufen ... allerdings ist beides in meinem aktuellen Zustand eher schwierig, so dass ich dann wohl aktuell - bevor ich mich gar nicht bewege - auch spazieren gehe. 😁

Wir fahren bis Ziegelanger (Achtung, externer Inhalt!) ein kurzes Stück mit dem Wagen und lassen ihn dann auf einem Parkplatz stehen. Von dort gehen wir zu Fuß ein Stück des Abt-Degen-Steiges (Achtung, externer Inhalt!), einem Fußweg, der durch die Weinberge führt.


Von dort oben hat man einen schönen Blick ins Tal, wo der Main fließt und die Wiesen und Wälder im Moment saftig grün sind.


Auch das "Gesichtshaus" (Achtung, externer Inhalt!) ist untrennbar mit dem Abt-Degen-Steig verbunden. Es steht dort seitdem ich denken kann - nur hat es einmal vor ein paar Jahren eine ordentliche Instandsetzung erfahren.


Am Abend des Ostermontags schauen wir, zusammen mit meinen Eltern, noch den Tatort "Finsternis" (Achtung, externer Inhalt!), der in der Hessenmetropole (Achtung, externe Inhalt!) spielt.

Der KSM fährt am Dienstag nach Ostern von meinen Eltern aus mit dem Wagen wieder zur Arbeit. Mein Zug fährt von dort aus am frühen Nachmittag wieder zurück ins Hochsauerland (Achtung, externer Inhalt!). Ich bin gepannt, ob die Rückfahrt diesmal besser verläuft (die Erstattung des halben Fahrpreises für die Hinfahrt, aufgrund der 2h Verspätung, von der Bahn - Achtung, externer Inhalt! - habe ich aber tatsächlich bereits wiederbekommen).

Und tatsächlich: diesmal gibt es keinen Grund, sich zu beklagen: der Zug ab meinen Eltern fährt pünktlich los und kommt pünktlich an. In Würzburg habe ich genügend Zeit, um in den ICE (Achtung, externer Inhalt!) nach Frankfurt/Main umzusteigen. 😊


Und schließlich erwische ich auch den Zug ins Siebenzwergeland bequem. 😀 Zwar herscht nach wie vor in allen Zügen der Bahn Maskenpflicht, damit kann ich aber gut leben. Ich fahre gerne mit der Bahn, denn: kein Stress, Dinge erledigen und trotzdem ankommen. 😉


Als ich gegen 19.30 Uhr wieder am Heimatbahnhof ankomme, beschließe ich, da ich ohnehin nichts zum Essen zuhause habe, gleich noch etwas zum Abend essen zu gehen und gehe ins "Needles and Pins" (Achtung, Werbung!), ein Lokal, von dem ich schon länger weiß, das ich allerdings bislang noch nie betreten habe. Ich bestelle einen veganen Burger - zunächst, auf Anraten der Bedienung, ohne zusätzliche Beilage - und bestelle hinterher doch noch ein paar Kartoffelspalten dazu. Da die Portion insgesamt dann schon echt groß ist, größer als ich sie essen kann, nehme ich den Rest mit - und das Mittagessen am Freitag ist gerettet. 😉

Am Mittwoch habe ich mal wieder einen Termin beim Gynäkologen zur Vorsorge. Er findet das übliche Prozedere statt: ich gebe Urin ab und es wird zum ersten Mal ein CTG von uns geschrieben mit dem Ergebnis, dass alles in bester Ordnung ist. Ich gehe davon aus, dass ich auch selbst gemerkt hätte, wenn das nicht der Fall gewesen wäre, aber sicher ist in diesem Fall eben sicher. 😉


Es gibt ja so einige Dinge, die einem angeraten werden zu tun, um die Geburt sanft "einzuleiten" und sie möglichst schmerzfrei zu machen. Himbeerblätter-Tee zu trinken (Achtung, externer Inhalt!) gehört dazu, Datteln zu essen (6 Stück am Tag - Achtung, externer Inhalt!) oder die sog. Louwen-Diät (Achtung, externer Inhalt!), von der man sagt, sie würde die Geburt schmerzfreier machen. Ob das alles so wirksam ist, wie gesagt wird oder ob man es sich auch einfach schenken könnte und mit der Geburt würde alles genauso kommen wie ohne, ist fraglich. Ich kann es nicht beantworten, denn bislang habe ich noch  nie eine Geburt erlebt. 😉

Da ich Datteln ohnehin sehr gerne mag und auch sämtliche sonstige Trockenfrüchte, fällt es mir nicht schwer, morgens mein Porridge damit zu essen. Vielleicht müssen es ja auch gar nicht unbedingt Datteln sein, denke ich mir ... vielleicht sind ja getrocknete Goji- und Moltebeeren (Achtung, externe Inhalte!) auch schon gut? Jedenfalls muss ich hier auch mal unsere Bestände an Trockenfrüchten etwas dezimieren, daher sieht mein Frühstück am Donnerstag in dieser Woche so aus 😉:


Und während ich so sitze und gemütlich frühstücke, kann ich nicht umhin, doch iwie ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich hier so sitze und alle Zeit der Welt habe im Mutterschutz. In meinem Leben vor dem Mutterschutz wäre ich jetzt schon in den ersten Terminen gewesen, hätte ich schon meine Mails gecheckt oder das erste Problem des Tages an der Backe, aber hier in meiner Küche, mit meinem Porridge vor mir, bin ich einfach und frühstücke langsam ... und kann es gar nicht richtig genießen, weil ich das Gefühl habe, das dürfte nicht sein. Solche Gedanken, muss ich einfach mal verwerfen ... und das tue ich dann auch. 😉

Über die Ostertage hatte ich ein paar Pflanzen aus meiner Küche der Vermieterin zum Gießen anvertraut, darunter auch ein Topf mit Petersilie. Diese Pflanze, die aus dem Supermarkt stammt, stand lediglich in einem Untertopf aus Kunststoff mit Löchern, damit das überschüssige Wasser auslaufen kann und darüber war noch eine Tüte gezogen (die wiederum ebenfalls Löcher hat, damit überflüssiges Wasser wegkommt). Etwas unüberlegt hatte ich der Vermieterin sämtliche der zu gießenden Pflanzen auf mein Tablett von Georg Jensen (Achtung, Werbung!) gestellt und sie ihr gebracht. Erst im Nachgang hatte ich darüber nachgedacht, dass sie hoffentlich wenigstens die Petersilie vom Tablett herunternimmt bevor sie sie gießt, da das Tablett aus Holz ist und die Petersilie, wie bereits erwähnt, keinen Unterstopf besitzt, so dass das Wasser sicherlich das Tablett stetig durchnässen würde. Leider hatte ich darauf nicht explizit hingewiesen und hatte dann noch überlegt, ob ich dazu eine Nachricht schreiben sollte, dass der Topf besser vom Tablett heruntergenommen werden sollte ... und habe es dann aber gelassen/vergessen.

Als ich am Mittwochnachmittag die Pflanzen wieder abhole und im Anschluss den Topf mit der Petersilie auf dem Tablett verrücke, sehe ich sofort, dass leider genau das eingetroffen war, was ich befürchtet hatte: das Gießwasser war aus dem Untertopf ausgetreten und hatte das Eichenfurnier auf dem Tablett durchnässt und verfärbt. (Eichenholz wird ja so richtig schön schwarz, wenn es nass wird. 😁) Das Tablett  hatte einen Schaden davongetragen und auch durch Trocknen ließ sich an dem Fleck leider nicht mehr viel machen ... außer, man könnte ihn herausschleifen.

Am Donnerstagmorgen zücke ich deshalb meine Schleifschwämme (ja, so etwas besitze ich 😉) und beginne damit, grob das verfärbte Holz herunterzuschleifen. Die Verfärbung geht tiefer als gedacht und iwann beginnt sich das Holz zu verändern und ich verstehe zunächst gar nicht, was vor sich geht. Tja, und iwann ist dann die Verfärbung herausgeschliffen ... und das Eichenfurnier auch.  Und dann bemerke ich endlich, dass das Tablett nicht aus Vollholz ist, sondern furniert. Guten Morgen. 😁


Das Tablett ist damit wohl unwiederbringlich optisch kaputt - seiner Funktion tut das natürlich keinen Abbruch, klar, aber es ärgert mich wie verrückt. Einserseits natürlich am meisten, weil ich nciht einfach einen Untersetzer unter die Petersilie gepackt habe bevor ich sie abgegeben habe, andererseits aber auch ein bisschen, dass die Gießerin nicht doch ein bisschen mehr mitgedacht hat ... ein bisschen.


Daher fiel es mir gar nicht so schwer, den KSM davon zu überzeugen, dass wir wit Stoffwindeln wickeln sollten, weil es die Umwelt, den Geldbeutel (ein durchschnittliches Kind verbraucht im Laufe seines "Wickellebens" zwischen 5 und 6 Tausend Wegwerfwindeln, jetzt kann man sich ausrechnen, wie viel Kohle die am Ende in etwas gekostet haben mögen ...) und auch den Hintern unseres zukünftgen Kindes (Windeln aus Stoff sind sehr viel atmungsaktiver als es die Wegwerfwindeln sind, so dass Wegwerfwindeln sehr viel weniger Hautirritationen am Hintern der Kleinen verursachen) schont. Und wenn es für ein Kind schon deutlich günstiger ist, sich ein Stoffwindelsystem anzuschaffen als mit Wegwerfwindeln zu wickeln, so kann es noch einmal sehr viel günstiger werden, wenn man mehrere Kinder damit wickelt, was ja durchaus leicht möglich ist. Auch an andere Eltern kann man es weitergeben.

Schon am Anfang meiner Recherche zu dem Thema bin ich auf die Windeln der WindelManufaktur (Achtung, Werbung!) gestoßen, eine kleine Firma, die in Dresden gegründet wurde und dort auch ihre Produkte produziert, was mir extrem positiv aufgefallen ist. Sie macht sich zunutze, dass Eltern nun einmal erwachsene Menschen sind und ggf. einen gewissen ästhetischen Anspruch an die Dinge haben, die sie umgeben und die sie benutzen. Dabei herausgekommen ist einerseits ein ausgeklügeltes und gut funktionierendes Windelsystem, das andererseits ganz einfach geil (ich muss es einmal so schreiben) aussieht. Es gibt so wahnsinnig viele verschiedene Auswahlmöglichkeiten, was die Optik der Einzelteile innerhalb dieses Systems angeht, dass der Phantasie da überhaupt keine Grenzen gesetzt werden. Und wem die Dinge "von der Stange" zu langweilig sind, dem bietet die WindelManufaktur darüber hinaus noch die Möglichkeit, sich individuelle Windeln schneidern zu lassen - aus dem Lieblingsstoff z.B.

Dort haben wir am Dienstag zusammen eine Bestellung fertig gemacht, die uns am Donnerstag bereits erreicht hat. Ich öffne sie am Freitag und bin begeistert, wie schön schlicht, aber auch extrem informativ und wertig die Sendung gepackt ist. Tolle Unterlagen, gedruckt in einer Superqualität auf ganz hochwertigem Papier zusammen mit dem Hinweis, dass man die Unterlagen doch nicht wegwerfen, sondern eben aufheben oder auch weitergeben soll, um sie nicht zu verschwenden. Am Wochenende werden wir zusammen mal ein Auge auf die Produkte werfen, die wir erstanden haben.


Wir liebäugeln damit, uns ein Windelsystem von der WindelManufaktur anzuschaffen. Um uns aber nicht schon völlig auf ein System eingeschossen zu haben und dann am Ende enttäuscht zu sein, dass es vllt. gar nicht funktioniert (angeblich funktionieren die Windeln der WindelManufaktur nur für schmale Babies gut ... und wir wissen ja nicht, was für ein Bomber-Baby da bei uns ggf. kommt ...), haben wir uns zunächst für ein Mietpaket der Stoffibox entschieden, das auch, aber eben lange nicht nur, Stoffwindeln der WindelManufaktur beinhalten wird. Damit wir uns am Ende auch einfach mal auf diesem Gebiet auskennen. 😊

Am Freitag gibt es mittags bei mir mal wieder die 7 Zutaten Winter-Bowl (Achtung, externer Inhalt!), die einfach immer gut geht - auch wenn gerade gar kein Winter (mehr) ist. 😉



Am Nachmittag schaffe ich es endlich einmal, die Erstausstattung für unser Neugeborenes herauszusuchen, die wir im Geburtshaus zur Hand haben sollten, bevor wir von dort wieder zu dritt nach hause fahren werden. Der Dschungel-Body mit passenden Halstuch ist von mir, das wollige "Schaf-Outfit" bestehend aus Hose und Kapuzenjacke hat der KSM ausgesucht und die Mütze sowie die Socken hat die Mutter gestrickt und beigesteuert. Jetzt kann die Geburt so langsam kommen. 😊


Bereits am Donnerstag hatte sich eine liebe ehemalige Perle bei mir gemeldet (die erste, die mir jemals im Haushalt geholfen hat - damals noch in einem anderen Leben ... eine echte schwäbische Hausfrau, sehr organisiert und tatkräftig und einfach nett eben 😊). Sie strickt viel, unter anderem Babyschuhe und hat im Moment drei Modelle anzubieten: kleine UGG Boots, kleine Chucks und kleine Schuhe mit "Fellbesatz". Sie hat mitbekommen, dass wir ein Kind erwarten und meldet sich, weil sie mir ein Paar von diesen Schuhen schenken möchte. Welche es sein sollen, das muss ich am Wochenende einmal mit dem KSM besprechen.


Am Samstag ist der KSM das erste Mal in diesem Jahr wieder am Nürburgring unterwegs. Für mich verläuft der Tag daher sehr ruhig: einkaufen, kochen, mal eine Runde schlafen und ich gehe am frühen Abend eine längere Runde spazieren. Das Kind hat sich ins Becken gesenkt. Ich bemerke das daran, dass meine Kondition zurückgekehrt ist. Ich kann wieder durchatmen, Treppen steigen und eben längere Strecken zu Fuß gehen ohne gleich völlig aus der Puste zu geraten. Das macht mich total froh - wie habe ich es vermisst, mich ordentlich zu bewegen! Und auch wenn ich die letzten Monate sicherlich nicht untätig war und nur zuhause herumgesessen habe, so macht es mir doch deutlich mehr Spaß, mich zu bewegen und dabei Kondition zu haben, als dabei immer sofort an meine konditionellen Grenzen zu stoßen. 😏 Der KSM kommt dann am Samstagabend, müde aber zufrieden, wieder hier bei mir an.

Am Sonntag widmen wir uns noch am Frühstückstisch den beiden Windeln, die wir uns bei der Windelmanufaktur bestellt haben: eine Abhaltewindel (die man auch als normale Windel benutzen kann) in Neugeborenen-Größe und eine "Erdbeerwindel" in der ersten großen Größe. Blöd ist allerdings, dass wir versehentlich nur Innenwindeln in großer Größe bestellt haben und keine in Neugeborenen-Größe, so dass wir nun keine passende Innenwindel zur Abhaltewindel haben. Da im Mietpaket aber auch Innenwindeln in Neugeborenen-Größe dabei sein werden, machen wir uns an der Selle jetzt erst einmal keine Gedanken, denn wir können ja die Innenwindeln aus dem Mietpaket mit unserer Außenwindel ohne Probleme zusammen benutzen. die beiden Windeln sind, obwohl sie "nur" zu den standardwindeln der WindelManufaktur gehören, richtig toll. Super genäht und verarbeitet, schöne Stoffe, tolle Zutaten ... genauso wie man das von einem Produkt (das, zugegeben, auch nicht billig ist, aber warum sollte es das auch sein, wenn es aus guten Bestandteilen hier in Deutschland gefertigt wurde?! Dafür werden die beiden Windeln auch ewig nutzbar sein, davon bin ich überzeugt. 😊)


Der KSM beginnt sofort damit, sich dem System technisch zu nähern und es verstehen zu wollen. Er baut eine Windel zusammen und schaut sich verschiedene Videos der WindelManufaktur (Achtung, externer Inhalt!) darüber an, wie die Windeln im einzelnen benutzt werden: wie man die Innenwindeln einstellt ...


... oder mit welchen Bestandteilen man die Innenwindel sinnvollerweise füllt, damit die Windel möglichst gut trocken hält.


Damit sind wir dann auch schon einmal gut und gerne 2h beschäftigt bevor wir in etwa wissen, wie das so geht mit den Stoffwindeln der WindelManufaktur. 😉


Bei meinen Eltern hat der KSM im Fernsehen eine Kochsendung gesehen. Und weil der KSM sich fürs Kochen interessiert und es auch sehr gut kann, hat er sich die Rezepte aus der Sendung gleich herausgesucht und gespeichert. Ich habe dafür eingekauft und der KSM kocht: es gibt Sellerieschnitzerl mit Radiciomarmelade (Achtung, externer Inhalt!).


Als Dessert gibt es Topfennockerl (Achtung, externer Inhalt!), nicht wie im Rezept mit Pfirsich-Rosmarin-, sondern bei uns mit Rhabarber-Kompott, weil wir noch ein paar Stangen Rhabarber herumliegen haben, die eindeutig wegmüssen. 😉


Unser Kinderwagen (Achtung, Werbung!) ist unser ganzer Stolz. 😊 Dass wir den auf eBay Kleinanzeigen (Achtung, externer Inhalt!) gefunden haben, macht uns sehr froh. Er weicht einfach völlig vom aktuellen Standard ab und ist aus nachhaltigen Materialien in Deutschland (sogar in meiner Heimat Frrranken! 😁) hergestellt. Das finden wir schon ziemlich gut.

Am Sonntagabend kontrolliert der KSM deshalb noch einmal den Reifendruck bzw. pumpt die Schlauchreifen zum ersten Mal richtig auf, so dass dem ersten Spaziergang damit schon nichts mehr im Wege steht. 😍



Am Sonntagabend (während bei uns der Polizeiruf "Seine Familie kann man sich nicht aussuchen" aus Rostock läuft - Achtung, externer Inhalt!) erreichen uns außerdem die Fotos, die bei unserem Fotoshoot am vergangenen Sonntag (Sie erinnern sich?) am Hennesee (Achtung, externer Inhalt!) herausgekommen sind und das Ergebnis spricht, so denke ich, für sich. Aber sehen Sie selbst:













Montag, 25. April 2022

Ostern im Süden

In der Woche vor Ostern brach der KSM am Montag wieder in die Hessenmetropole auf, wo er bis zum Donnerstag bleiben soll, ich würde bereits am morgigen Dienstag zu meinen Eltern fahren, um die Tage bis und über Ostern dort zu verbringen. 

Es bleiben ab dieser Woche noch vier Wochen bis zum errechneten Geburtstermin. Noch wäre das Kind ein Frühchen, wenn es in dieser Woche geboren werden wollen würde und wir müssten ins Krankenhau, denn ein Frühchen kann nicht im Geburtshaus auf die Welt kommen; dort gibt es einfach nicht die medizinischen Geräte, um das Kind sofort korrekt zu versorgen. Wie man sieht, sieht man mittlerweile allerdings deutlich, dass ein Kind kommen wird. Wir sind mittlerweile in der Phase angelangt, in der das Kind wöchentlich gar nicht mehr so viel größer und schwerer wird ... es geht auf den Zielspurt zu. An meinem Vorhaben, mir für die Schwangerschaft einfach keinerlei Umstandsmode zuzulegen, konnte ich glücklicherweise festhalten. Manche Dinge konnte ich eben in den letzten Monaten einfach nicht mehr anziehen ... meine normalen Jeans zum Beispiel. die Latzhose hingegen, die ich mir vor ein paar Jahren mal gekauft habe, hält wahrscheinlich durch bis zum Schluss und ist treu an meiner Seite.


Das ist die zweite Woche, in der ich an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehme, den das Geburtshaus (Achtung, Werbung!) anbietet. Wenn man sich mit anderen Müttern unterhält, sind deren Meinungen über die Geburtsvorbereitungskurse, die sie besucht haben, in der Regel weniger gut und sie sagen oft, dass sie sich diese Kurse genauso gut hätten schenken können, weil sie sie inhaltlich kaum weitergebracht hätten. Das kann ich über den Kurs, an dem ich teilnehme überhaupt nicht sagen - ganz im Gegenteil. Der Kurs ist umfassend (6*1,5 zuletzt sogar 1,75h) und sehr interessant. Er ist außerdem amüsant, denn die beiden Hebammen, die ihn leiten haben einen gewissen Sinn für Humor. 😁 Da die letzten beiden Stunden des Kurses bereits auf den errechneten Geburtstermin des Kindes und auf eine Woche danach fallen, haben uns die Hebammen dem KSM und mir sogar noch zusätzlich ein Geburtscoaching angeboten, das wir in der Woche nach Ostern zusammen machen werden. Wir sind schon sehr gespannt darauf. 😊

Am Montagabend, als ich von meiner Spazierrunde komme, ist im Stall des Bauernhofs, auf dem wir wohnen Aufregung angesagt, denn es kamen just Zwillinge zur Welt. Mutter und Kälbchen sind alle drei okay und alle freuen sich über diese beiden "Osterkälber". 


Die Reise zu meinen Eltern trete ich am Dienstagnachmittag mit der Bahn (Achtung, Werbung!) an. Dafür nutze ich erneut die neue Direktverbindung aus dem Hochsauerland in die Hessenmetropole, um von dort aus dann über Würzburg bis zum Zielbahnhof zu fahren. Leider hat der Zug von Anfang an 45 Min. Verspätung und es ist klar, dass ich den Anschlusszug in Frankfurt nicht erwischen werde. Glücklicherweise schlägt mir die Bahn zumindest per E-Mail sofort eine alternative Verbindung vor. Mit der werde ich allerdings mit einer Stunde Verspätung bei meinen Eltern ankommen.

Im Frankfurter Bahnhof genehmige ich mir zunächst eine Portion Pommes vom frittenwerk (Achtung, Werbung!) bevor ich in den nächsten Zug nach Würzburg (Achtung, externer Inhalt!) umsteige. 


Im ICE nach Würzburg, den ich im Anschluss besteige, heizt die Heizung und das Thermostat ist ausgefallen, daher ist es recht warm. Die Schaffnerin sieht meinen "Zustand" und sagt mir, ich solle mich in die erste Klasse setzen, weil es dort etwas kühler sei. Das mache ich glatt und freue mich über die Schokolade, die ich dort finde sowie über das Wasser, das die Schaffnerin mir gibt - weil ich schwanger bin, bekomme ich sogar zwei. 😁


Da der ICE ebenfalls Verspätung hat und die Umsteigezeit ohnehin knapp bemessen ist, hätte ich den Anschlusszug in Würzburg ebenfalls nicht erwischt. Es gibt in dem Zug allerdings eine handfeste Auseinandersetzung zwischen einem Fahrgast (der scheinbar seine Maske nicht tragen möchte - in den Zügen herrscht aber "Maskenpflicht" ...), die dafür sorgt, dass ich, trotz Humpelei (seit meinem Trip nach Berlin ist meine linke Hüfte etwas überstrapaziert und ich humpele, weil jeder Schritt tatsächlich sehr unangenehm ist. Dennoch bin ich voll bepackt ...) den Zug noch erwische. Darüber freue ich mich.



Insgesamt bin ich aber mittlerweile 2h verspätet und komme - mit all meinem Gepäck - um 21.00 Uhr, statt um 19.00 Uhr, zuhause bei meinen Eltern an, wo meine Mutter mich vom Bahnhof abholt. Da man sich bei der Deutschen Bahn allerdings melden kann, wenn man mehr als 1h Verspätung auf der gewählten Verbindung hat und dann Geld zurückerstattet bekommt, tu ich dies noch am selben Abend. Wenn man das Ticket, so wie ich online erworben hat, ist es gar kein Aufwand, die Rückerstattung zu beantragen - man tut dies einfach mit Verbindung zu dem online erworbenen Ticket, eingeloggt bei bahn.de (Achtung, Werbung!) oder eben in der DB App. Hat man das Ticket am Schalter gekauft, muss man dort auch die Verspätung anzeigen. 

Am Mittwochmorgen bin ich mit der besten Freundin verabredet, die mittlerweile ihr Baby (ein Junge) bekommen hat (Sie erinnern sich?). Das bringt sie gleich auch mit - wir kennen uns noch nicht. 😊 Die beiden kommen gegen 11.00 Uhr bei uns an und bringen ein Osterbrot vom Bäcker mit, das wir zusammen frühstücken. Das Baby scheint recht entspannt zu sein und hält sehr lange still. Gegen 14.00 Uhr fahren sie dann wieder nach hause. Die Mutter ist völlig begeistert von dem Kleinen. 😁

Am Donnerstag in dieser Woche ist der Gründonnerstag. Da gibt es, wie schon seitdem ich denken kann, Spinat (weil grün 😉) mit Kartoffeln und Spiegeleiern. 😋 Der KSM macht sich nach der Arbeit auf den Weg zu uns und landet am frühen Abend wohlbehalten. Jetzt kann Ostern kommen. 😊

Am Freitagmorgen rechne ich eigentlich damit, die "Ratscher" zu hören. An Ostern, wenn die Kirchenglocken nicht läuten, gibt es dort, wo ich herkomme die schöne Tradition, dass Kinder und Jugendliche immer dann, wenn die Glocken läuten würden (also zumindest zu den "wichtigsten Zeiten", nämlich um 6.00 Uhr morgen, 12.00 Uhr mittags und 18.00 Uhr am Abend sowie am Karfreitag noch zusätzlich um 15.00 Uhr, weil zu der Zeit Jesus gestorben sein soll), stattdessen mit sog. "Ratschen" durch die Straßen gehen, einen enormen Krach machen und singen, damit die Leute eben wissen, wie viel Uhr es gerade ist. Diese Tradition nennt sich "Ratschen" und sie wird in vielen katholischen Gebieten Deutschlands bzw, auch im benachbarten Ausland so praktiziert. Leider hat Corona es geschafft, auch diese Tradition "still zu legen" - warum auch immer ... sie findet an der frischen Luft statt und die Beteiligten gehen in der mit einigem Abstand zueinander, dennoch war es in diesem Jahr wohl abgesagt worden, dass das Ratschen stattfindet.

Diese Woche ist die 37. Schwangerschaftswoche für mich und langsam wird es ernst. Ab der kommenden Woche wird es möglich sein, dass ich zum Entbinden ins Geburtshaus gehe - bis dahin gilt die Geburt als "Frühgeburt" und ein Kind als "Frühchen" und müsste als solches auch medizinisch versorgt werden, was im Geburtshaus nicht möglich ist. Einige geburtsvorbereitende Maßnahmen, die einem so empfohlen werden, sollen in der 36./37. Woche gestartet werden, denn: man weiß ja nie ... daher starte ich am Samstag damit, geburtsvorbereitendes Yoga zu machen. Ich suche mir auf Youtube entsprechende Videos (dieses hier fand ich besonders gut - Achtung, externer Inhalt! - auch wenn ich zugeben muss, dass die Kreatorin mir, mit ihrer Art, eher auf den Geist geht, inhaltlich finde ich das Video aber gut) und nehme mir vor, ab nun jeden Morgen geburtsvorbereitendes Yoga zu machen. 

Am Samstag kommt der Bruder mit Freundin ebenfalls zu den Eltern. Wir hatten und überlegt, ihn zum Taufpaten des neuen kleinen Erdenbürgers zu machen, der uns demnächst vom Paar zur Familie verwandeln wird. Um damit aber niemanden unter Druck zu setzen und damit die Entscheidung, ob er das will oder eben vllt. auch nicht, wirklich frei getroffen werden kann, hatte ich dazu einen Brief geschrieben ... der nach eineinhalbwöchiger Reise (und nachdem die Mutter dem Bruder angekündigt hatte, dass er einen Brief von mir bekommen würde) wieder zu mir zurück kam, mit dem Vermerk mein Bruder würde nicht an der auf dem Brief angegebenen Adresse wohnen (was zur Hölle ist dort mit dem Briefträger los?!). Aus diesem Grund habe ich den Brief nun dabei, um ihn persönlich zu übergeben. 😀

Am Sonntag ist wieder einmal die Osternacht in der Kircher angesetzt - in diesem Jahr, Gott sei Dank! 😉, wieder innerhalb etwas leichterer Rahmenbedingungen. Das übliche gemeinsame Osterfrühstück der Pfarrgemeinde muss leider aber erneut ausfallen. Daher stehe ich gegen 04.00 Uhr auf und um 05.00 Uhr starten wir zu Fuß - der KSM, der Bruder, die Freundin und ich  in Richtung Kirche, wo die Messe um 05.30 Uhr startet, damit sie "in den Sonnenaufgang hinein" stattfinden kann.

Nach der Messe wieder zuhause - so gegen 07.00 Uhr, verabschieden sich die meisten unter uns erst noch einmal ins Bett, bevor gegen 09.00 Uhr dann gefrühstückt wird. Im Gegensatz zum Ostern letztes Jahr, verstecken wir uns die Geschenke diesmal nicht, sondern übergeben sie einfach. Die Eltern sowie der Bruder bekommen jeweils ein Osternest und zusätzlich noch das Popcorn, das ich ihnen aus Berlin mitgebracht habe (Sie erinnern sich?). Zum Mittagessen gibt es einen klassischen Braten. Da man mich damit schon immer jagen kann, verzichte ich dankend auf das Fleisch und esse mich, wie immer in solchen Situationen, an den Beilagen satt.

Am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen und einen Spaziergang.

Zusammen mit meinen Eltern, lassen wir zusammen den Ostersonntag beim  Fernsehen gemütlich ausklingen. 

Bei uns geht es, was die Baby-Vorbereitungen angeht, im Kopf so langsam in den Endspurt. Noch knapp vier Wochen bleiben bis zum errechneten Termin. Zeit also, sich einmal intensiv darüber Gedanken zu machen, wie wir das Kind denn eigentlich wickeln wollen. Mit konventionellen Wegwerfwindeln, das steht für mich fest, möchte ich es auf keinen Fall wickeln.

Ein Baby verursacht im Laufe der Zeit, in der es gewickelt wird, rund 1 Tonne Müll, Sondermüll um genau zu sein (Achtung, externer Inhalt!), denn die Superabsorber (Kunststoffe, die ein Vielfaches ihres eigenen Gewichts an Flüssigkeit aufnehmen können und deren Konsistenz sich dann in "gelförmig" verwandelt), die in den diesen Windeln verwendet werden, damit das viel beworbene "trockene Gefühl" entsteht, können nicht recycelt, sondern müssen verbrannt werden und tun dies auch nicht rückstandsfrei. Spätestens was übrig bleibt (und beim Verbrennen entsteht ja außerdem schon Abluft, die verdreckt ist) muss als Sondermüll entsorgt werden.

Der KSM und ich haben daher großes Interesse, mit Stoffwindeln zu wickeln und wollen uns dafür aber nicht extra eigene Windeln in der Neugeborenen Größe kaufen, die ohnehin nicht lange passen wird, daher sind wir darauf gekommen, dass wir besser Windeln mieten können und haben bei eBay Kleinanzeigen (Achtung, Werbung!) das Angebot der Stoffibox (Achtung, Werbung!) entdeckt. Wir melden uns per Nachricht am späten Ostersonntagabend dort und bekommen noch am gleichen Abend Bescheid, dass wir am nächsten Tag telefonieren können, um die Rahmenbedingungen für eine Windelmiete und die Konditionen zu besprechen. Das ist dann unsere letzte gute Tat für diesen Abend. 😊

Dienstag, 19. April 2022

Hauptstadt, Sterne, Wolken und ein Shoot

Am Montag der neuen Woche treffen wir morgens, bevor der KSM wieder abschwirrt, spontan, wie geplant, noch die Farbentscheidung fürs Kinderzimmer und legen gelb als Farbe für den Kontraststreifen fest.


Da wir die Farbe für die Kinderzimmer-Streich-Aktion einem Fachmann abnehmen wollen, rechnen wir aus, wie viel von welcher Farbe wir brauchen werden und ich gebe den Bedarf weiter, damit die Farbe bestellt werden und uns bis zum Wochenende noch erreichen kann. 


Am frühen Nachmittag nehme ich dann einmal mehr einen Vorsorgetermin im Geburtshaus wahr. Es ist weiterhin alles in Ordnung mit mir und dem Kind, was super ist, denn ...




... am Dienstag möchte ich noch einmal in die Hauptstadt (Achtung, externer Inhalt!) aufbrechen und ein letztes Mal (vorerst zumindest) einen Urlaub ganz mit mir allein verbringen. Das Bahnticket ist gekauft und auch eine Unterkunft, diesmal mal wieder via Airbnb (Achtung, Werbung!), habe ich reserviert. Wenn ich Airbnb nutze, dann achte ich idR darauf, dass ich bei Leuten unterkomme, die z.B. noch ein Zimmer bei sich in der Wohnung frei haben, das sie vermieten und möglichst keine eigenständige Unterkunft miete, die dem normalen Immobilienmarkt durch Airbnb verloren geht. Ich habe ein Zimmer bei einer älteren Berlinerin gemietet, die auf ihrem Profilfoto sehr bunt aussieht und von ihrer Beschreibung her sehr offen wirkt.

Am Dienstagmorgen möchte ich endlich einmal das schwarze Strickkleid (Achtung, Werbung!) anziehen, das ebenfalls Teil meiner avocadostore-Bestellung (Achtung, Werbung!) von neulich war, die wir eig. zum großen Teil fürs Kind gemacht hatten (Sie erinnern sich?). Leider muss ich feststellen, dass die Ärmelabschlüsse des Kleides seine erste Wäsche, die ich nach Waschanleitung gemacht habe, auf einer Seite nicht gut überstanden haben.

Da ich dann eine Meldung von der Deutschen Bahn bekomme, dass mein erster Zug bereits Verspätung haben wird, habe ich noch genug Zeit, eine Mail an den Kundenservice des Herstellers (Achtung, Werbung!) zur schreiben, um eine Retoure anzustoßen.


Der Zug fährt schließlich gut eine halbe Stunde später als geplant in Richtung Berlin los, die alternative Verbindung allerdings, die mir vorgeschlagen wird, kommt eine halbe Stunde früher dort an. Auch mal schön. 😉


Im Zug schreibe ich an meinem Blog, habe ich doch den festen Plan, sämtliche Einträge dort fertig gestellt zu haben, wenn unser Kind auf die Welt kommt, um mich dann erst einmal nur noch darum kümmern zu können.


In Berlin komme ich am Nachmittag an und gerade als ich aus dem Zug steige, klingelt mein Handy und meine Gastgeberin gibt mir Instruktionen, wie ich am schnellsten zu ihr in die Wohnung finde. Sie sagt, sie habe eine Kleinigkeit zum Essen vorbereitet und freue sich, mich gleich zu treffen.


Da ich mich den ganzen Vormittag nicht bewegt und auch während der Zugfahrt logischerweise vor allem gesessen habe, beschließe ich, zu Fuß zur Wohnung zu gehen, auch wen mir meine Gastgeberin lang und breit zu erklären versuchte, welche Busse ich von wo nehmen müsse, um bei ihr anzukommen. Ich, als völlig Ortsfremde, hatte es nicht verstanden. 😉


Ich freue mich über die Schritte, die ich noch zu Fuß tun kann und komme heil an der Wohnung meiner Gastgeberin an. Wir trinken Tee und es gibt ein paar Kekse dazu. Wir unterhalten uns nett. Die Kekse können meinen Magen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass er gewaltigen Hunger auf etwas Deftiges hat. 😉 Daher erkundige ich mich bei meiner Gastgeberin, wo ich hier etwas Gutes zum Abend essen könne und bekomme einige Empfehlungen. Ich entschiede mich für ein italienisches Restaurant, die Salumeria Veneto (Achtung, externer Inhalt!), ganz in der Nähe der Wohnung. die vegetarische Pizza, die ich bestellte und esse, ist sehr lecker, allerdings lasse ich mir etwas mehr als ein Viertel noch einpacken, weil ich es nciht mehr schaffen. Am nächsten Tag werde ich froh sein, es zu haben, da bin ich mir sicher.

Als ich bezahlen möchte, stelle ich fest, dass mein Bargeldbestand um Haaresbreite nicht mehr ausreicht, um den netten Kellner Trinkgeld zu geben, was mir sehr unangenehm ist. Er reagiert gelassen, indem er sagt, ich solle ihm einfach beim nächsten Mal welches geben ... welches nächste Mal?! 😏


Nach dem Abendessen gehe ich ziellos durch die Straßen des Kiez, in dem sich die Wohnung, in der ich übernachten werde sowie die Pizzeria befinden und schaue mir an, wie die Leute hier so wohnen. Es ist eines der typischen "Westviertel" in Berlin - ich bin in Schöneberg untergekommen. Und, wie immer wenn ich iwo in der Stadt bin, frage ich mich, wie die Leute, die hier wohnen, das finanzieren können ... die Miete und das Leben an sich. 😐 In der heutigen Zeit, in der alles immer teuerer wird, und speziell angeheizt durch den Krieg in der Ukraine, die Preise noch zusätzlich explodieren, ist mir das fast schon schleierhaft.

Auf dem Weg zurück telefoniere ich mit dem KSM und stelle ihm diese Frage. Er ist überzeugt davon, dass die Leute, die in Berlin wohnen wahrscheinlich oft bestimmte Kostenposten, die wir "auf dem platten Land" haben - wie zum Beispiel ein Auto - einfach nicht haben und sich diese Kosten somit sparen. Ggf. verdienen sie auch mehr, sagt er. Ob das wirklich so ist? Manchmal schätze ich es doch sehr, dass ich auf dem Lad lebe, wo die Lebenshaltungskosten, trotz allem, noch überschaubar sind und ich, wenn mir danach ist, einfach mal in die (Haupt-)Stadt fahren kann, ohne dort ein ganzes Leben finanzieren zu müssen.

Am Mittwochmorgen stehe ich für meine Verhältnisse früh auf und es erwartet mich ein bombastisches Frühstück, das meine Gastgeberin mir zubereitet hat. Es gibt Brötchen und einen Teller mit allerhand Brötchenbelägen und Butterstückchen in Rosenform. 😉 Zugegeben, sämtliche Fleisch- und Wurstvarianten hätte sie gerne weglassen dürfen, die zu essen entspricht nicht unbedingt dem, was ich gerne tue - zumal nicht zum Frühstück - aber ich tue es dennoch, ihr zuliebe, denn sie freut ich so, dass sie mich bewirten darf. 


Danach mache ich mich fertig für einen langen Ausflug draußen. Ich möchte zu Fuß zum KaDeWe (Achtung, Werbung!) und dort sehen, wie dieses bekannte Kaufhaus nun aussieht, nachdem es innen umfassend umgebaut wurde. Außerdem möchte ich natürlich die neue(n) Abteilung(en) der Strumpffirma (Achtung, Werbung!) sehen. 


Auf dem Flur steht übrigens ein Pferd ... aber das nur so am Rande. 😉


Die Schaufenster des KaDeWe sind diesmal ganz im Zeichen der Luxusgüter-Industrie dekoriert. Als ich angekommen bin, verspeise ich erst einmal die Reste der Pizza vom Vorabend, damit ich einigermaßen gestärkt bin, wenn ich im KaDeWe umhergeistere. Beim Essen fallen mir zwei Herren auf, die an einem Stand Currxwurst essen. vor allem der eine kommt mir bekannt vor und da er ausgerechnet eine Weste UND eine Mütze trägt, die recht eindeutig von der Strumpffirma hergestellt wurden (Achtung, Werbung!), spreche ich sie an. Es stellt sich heraus, dass ich es hier mit zwei Kollegen zu tun habe, von denen ich denen einen - nämlich den mit der Weste und der Mütze - auch kenne, allerdings bislang nur digital. wir unterhalten uns und es stellt sich heraus, dass sie just heute eine neue Verkaufsfläche für die Sportartikel der Strumpffirma (Achtung, Werbung!) im KaDeWe eröffnet haben und ich verspreche, mir diese gleich anzuschauen. 


Die Pizza war zwar auch kalt noch lecker, aber für ein ganzes Mittagessen mir dann doch zu wenig. Ich beschließe, mir im KaDeWe noch eine Mahlzeit zu suchen. Und wann ist man, als "Landei, wie ich eines bin, schon einmal im KaDeWe? Also möchte ich etwas essen, auf das ich zuhause keinen Zugriff habe, das aber trotzdem durchaus nachhaltig ist ... an der Austernbar werde ich fündig.

Ja, ich weiß, Austern sind dekadent, aber immerhin nicht von der Überfischung bedroht und sie können auf Austernfarmen "angebaut" werden. An dieserStelle muss ich leider zugeben, dass ich nicht weiß, ob mein "Anbauen" dann iwelcher Schmu getrieben wird, um Erträge zu erhöhen, was dann - wie in den Fällen sämtlichen anderen Anbaus - im Nachgang zu Umweltproblemen führt. Hier kann ich letztlich nur hoffen, dass das KaDeWe die hochwertigen Austern anbietet, die unter vernünftigen Bedingungen entstehen und geerntet werden - der Preis jedenfalls spricht dafür. Ich entschiede mich für Austern von Sylt, weil sie immerhin aus Deutschland kommen. 

Erst nachdem ich sieben Stück bestellt habe, fällt mir übrigens ein, dass eine Schwangere wahrsch. gar keine Austern essen darf und ich google das mal ... exakt: keine Austern für Schwangere. Nachdem ich nicht dreimal die Woche Austern zu essen pflege, vertraue ich darauf, dass das KaDeWe wohl keine gammeligen Austern anbieten wird und ich ausnahmsweise auch als Schwangere Austern esse - auf meine Verantwortung.




Dazu gibt es ein Thomas Henry Tonic Water (Achtung, Werbung!). 



Im Anschluss durchkämme ich die Lebensmittelabteilung des KaDeWe und finde Mitbringsel bzw. Ostergeschenke für den KSM und die liebe Familie: ich kaufe eine Dose Lakrids by Bülow (Achtung, Werbung!) für den KSM sowie für ihn und jedes Paar (die Eltern sowie den Bruder mit Freundin) eine Tüte Knalle Popcorn aus Berlin (Achtung, Werbung!).

Danach entdecke ich die einzelnen Stockwerke des KaDeWe von oben nach unten und kreuze u.a. die mit den beiden Herren besprochene Sportabteilung, die ich sehr gelungen finde oder was sagen Sie dazu?






Nachdem ich das KaDeWe besichtigt und NICHTS weiter gekauft habe (die Zeiten des sinnlosen Konsumierens sind eindeutig vorbei), verlasse ich es und begebe mich in die nächstgelegene U-Bahn-Station, um ans Pail-Lincke-Ufer zu fahren und dort eine kleine Firma zu suchen, deren Mode-Produkte und das umschließende Konzept ich sehr zeitgemäß und gelungen finde: About Companions (Achtung, Werbung!).

Dort angekommen und das Label mit seinem Laden gefunden, muss ich feststellen, dass ich nicht, wie angenommen, einfach in den Laden hineinspazieren und einmal einen Blick auf die Artikel werfen bzw. sie auch einfach mal anfassen kann, weil es eher um ein Atelier mit sehr beschränkten Öffnungszeiten handelt (und heute hat er wohl nicht geöffnet) und keinen Laden, der permanent seine Ware anbietet.

Daher mache ich schnell kehrt und setze mich einfach auf eine Bank am Landwehrkanal, um dort die "Berliner" (von denen die meisten wohl eher keine Berliner sind) zu beobachten. Nach einer längeren Pause, beschließe ich noch, als letzte Tat an diesem Tag, den Flagshipstore der Marke IVY & OAK (Achtung, Werbung!) auf der Schönhauser Allee (Achtung, externer Inhalt!) zu besuchen, weil ich auch diese Marke sehr gerne mag und ihr Konzept unterstützenswert finde.

Auf der Schönhauser Allee angekommen, stelle ich fest, dass der Laden, den ich dort besuchen wollte, ziemlich klein ist und ich die einzige Kundin wäre, wenn ich ihn beträte - darauf habe ich keine Lust. also lasse ich es. Ich wandere noch ein bisschen über die Schönhauser Allee, dann gehe ich zu Fuß zum Alexanderplatz (Achtung, externer Inhalt!), weil ich dort einen guten Verkauf von Bubble Tea (Achtung, Werbung!) entdeckt habe, den die Leute offensichtlich mögen und empfehlen. Dort trinke ich schließlich einen Bubble Tea und verweile ich ein bisschen. Dann mache ich mich wieder auf den Rückweg. Die Gastgeberin hatte mich am Morgen zum Abendessen eingeladen, dafür möchte ich doch einigermaßen pünktlich sein.

Sie hatte mir genau beschrieben, wie ich von der Haltestelle "Hauptbahnhof" mit dem Bus zur Wohnung komme, leider finde ich die Bushaltestelle nicht so schnell und verpasse den Bus. Nun muss ich 20 Min. auf den nächsten warten ... und bin letztlich doch etwas zu spät. 😬

Zum Abendessen gibt es Reis, viel Gemüse und - wie soll es auch anders sein - Fleisch. Für mich hätte es das mal wieder nicht gebraucht, aber ich tue ihr den Gefallen ... Wir essen miteinander und unterhalten uns sehr lange über dies und das und jenes. am Ende des Abends kenne ich einige Stationen aus ihrem Leben und sie aus meinem, dann gehen wir beide ins Bett. Am kommenden Moren werden wir uns nciht mehr sehen, denn sie geht einer ehrenamtlichen Aufgabe nach, die sie weit hinaus aus der Stadt verschlägt, weshalb sie sehr früh los muss - viel früher als ich aufstehen möchte. 😉

Die Rückfahrt habe ich für den Donnerstagnachmittag gebucht, vorher möchte ich aber noch einen lieben ehemaligen Kollegen treffen, mit dem ich während meiner Zeit bei der Regenbogenfirma (Achtung, Werbung!) länger zusammenarbeiten durfte und den ich zuletzt vor schon wieder beinahe zwei Jahren persönlich getroffen habe (Sie erinnern sich?).

Nach einem erneut reichlich gefüllten Frühstücksteller bei meiner Gastgeberin, treffe ich mich mit dem Kollegen in einem Café in seinem Kiez (Achtung, Werbung!). Er hat eben erst COVID-19 überstanden und sein negativer Test ist noch keine 24 Stunden alt. Umso mehr freue ich mich, dass wir es schaffen, uns zu treffen und sogar miteinander zu frühstücken (auch wenn für mich das Frühstück an sich ausfällt, weil der Teller bei meiner Gastgeberin ja gar so reichlich gefüllt war). Es wird ein entspanntes Treffen, denn er ist offiziell noch krank geschrieben, wenn er doch auch inoffiziell am Ende per Smartphone bei einem Stand Up in seiner Firma doch dabei ist - zumindest um gesehen zu werden. 😏 Zuletzt bringt er mich zur U-Bahn-Station, von der aus ich am schnellsten wieder zur Wohnung zurück komme.

Eigentlich wollte ich ja mein Gepäck gleich mitnehmen und eig. wollte ich auch unterwegs meiner Gastgeberin noch ein kleines Abschiedsgeschenk besorgen. Beides habe ich am Ende nicht gemacht. Das Erste nicht, weil ich dann doch keinen Bock hatte, das Gebäck mit ins Café zu schleppen, stattdessen nahm ich lieber in Kauf, dass ich noch einmal zurück zur Wohnung muss und das Zweite, weil ich dafür erstens keine Zeit mehr fand und ich zweitens schließlich dachte, dass es doch etwas dämlich wäre miner Gastgeberin in Berlin etwas zum Abschied und als Dankeschön zu kaufen, das sie sich genauso gut auch selbst kaufen könnte, weil sie ja aus Berlin kam. Ich beschloss ihr, von zuhause aus noch etwas im Nachgang zu schicken. Ich dachte an ein Paar oder ein paar Socken von der Strumpffirma (Achtung, Werbung!). 😉

Nachdem ich mein Gepäck aus der Wohnung geholt und mich mit dem Bus zum Hauptbahnhof begeben habe, habe ich dort sogar noch Zeit, mir ein hippes Hauptstadt-Mittagessen zu holen (es gibt einen Salat mit Tofu, eingepackt in eine Plastikdose vom Bio-Laden am Bahnhof ... 😁 und natürlich finde ich es reichlich uncool, dass die Dose aus Plastik ist, aber in der Situation kann ich kaum etwas dagegen machen) und bin dann, wie es mir selten in meinem Leben passiert, überpünktlich am Gleis für die Abfahrt des Zuges. im Zug gilt erneut die Maskenpflicht, was ich unschön finde. Ich finde allerdings immerhin einen Platz und fahre dann wieder gen Heimat. Ein schöner, selbstbestimmter Aufenthalt in der Hauptstadt geht zu Ende und ich frage mich, wann wohl wieder ein solcher kommen kann ... mit Kind wahrsch. erst einmal nicht mehr so schnell. 😬 Aber Aufenthalte mit Kind sind sicher möglich und vermutlich auch sehr schön, eben anders schön. 😉

Der KSM erreicht mich am Freitagnachmittag mit Ankündigung schon recht früh, denn er konnte diesmal zeitig Feierabend machen. Wir gehen daher bereits am Freitag zusammen einkaufen, denn wir haben am Samstag und Sonntag noch viel miteinander vor. 😀

Nachdem wir vom Malermeister unseres Vertrauens Anfang der Woche die Farben für die geplante Wandbemalung im Kinderzimmer erhalten haben, wollen wir die Bemalung dieses Wochenende in die Tat umsetzen. Am Samstag nach dem Frühstück starten wir durch. Wie das Motiv aussehen soll, hatten wir ja am letzten Sonntag bereits genau geplant (Sie erinnern sich?), nun muss es bei uns an die Wand gebracht werden. Dafür müssen wir erst einmal das Motiv an sich mit Bleistift anzeichnen. Danach halten wir uns beim Streichen recht genau an die Anleitung, die wir dazu im Netz gefunden haben (Achtung, Werbung!). 


Und Schritt ... 


... für Schritt ...


 ... für Schritt entsteht eine Wolkenlandschaft im Kinderzimmer an der Wand. Und auch wenn es so aussieht, als ob nur der KSM hier arbeiten würde - lassen Sie sich nicht täuschen - bin auch ich, trotz Bauch, sehr intensiv an der Entstehung des Motives beteiligt. 😁


Gegen 17.00 Uhr am Nachmittag müssen wir unsere Arbeit unterbrechen und uns schick machen für eine Tischreservierung, auf die wir lange hingefiebert haben. Bereits vor meinem Umzug ins Siebenzwergeland, genauer gesagt zu Weihnachten 2019, hatte ich dem KSM einen Gutschein für ein Vier-Gänge-Menü in dem Sternerestaurant geschenkt, das von hier aus gerade um die Ecke (5km entfernt) ist (Achtung, Werbung!). Das Corona-Virus und all die damit einhergehenden Restaurantschließungen haben es nun bereits über zwei Jahre lang verhindert, dass wir diesen Gutschein zusammen einlösen, aber heute um 19.00 Uhr - nachdem endlich alle Hotels und Restaurants wieder geöffnet haben dürfen - ist es soweit und wir gönnen uns das Menü. 😋

Wir teilen uns das Restaurant, die zwei Servicekräfte und die drei Köche, mit sechs weiteren Personen. Der KSM ordert zu seinem Menü noch die Weinbegleitung und ich habe angegeben, dass ich schwanger bin und daher iwelche rohen Dinge oder Alkohol lieber nciht zu mir nehmen sollte. 😉

Wir starten um 19.30 Uhr mit der bekannten kleinen Eistüte (dem Cornetto) des Sternekochs Felix Weber (Achtung, externer Inhalt!), die für mich extra in einer etwas veränderten Form kredenzt wird (normalerweise ist sie mit Mett gefüllt, was ich auch wenn ich nicht schwanger wäre, nicht besonders gerne essen würde 😉). Dazu trinkt der KSM einen sprudelnden Aperitif und ich einen alkoholfreien Fruchtsecco, der extrem lecker ist. 😋


Dann kommt der erste Gang, der für mich etwas anders ausfällt, weil er normalerweise aus einer nicht ganz durchgebratenen Garnele bestünde (und ich ärgere mich fast schon ein bisschen darüber 😕, dass ich angegeben hatte, nichts Halbgares oder Rohes haben zu wollen, denn sie sieht extrem lecker aus und schmeckt scheinbar auch so ...). Ich bekomme Gemüsesticks mit Dip, die ebenfalls sehr lecker sind.


Als nächstes bekommen wir eine Suppe serviert, dazu stehen - bereits von Anfang an - verschiedene Sorten Brot und ein Fässchen mit frz. Butter auf unserem Tisch. Auch diese dinge sind allesamt extrem lecker. 😋


Der nächste Gang besteht aus Rindfleisch mit Bratensoße (klingt jetzt so banal - ich habe vergessen, welches Fleisch und welche Soße es genau waren ...), auf den Punkt gegart und ebenfalls wahnsinnig gut.


Im Gang darauf spielten Essig, Limettensaft und verschiedene kleine, selbstgemachte Chips eine große Rolle. Mjammm ... 😋


Und weil wir in einer "gläsernen Küche" zu Gast sind, können wir zwischendrin dem Servicepersonal dabei zuschauen, wie es unser Essen fertig stellt. Drei Köche, eine Servicekraft und ein Sommelier und Kellner sind nur für die acht Gäste des Restaurants zuständig. 😊



Als nächstes steht ein Fisch auf unserem Essensplan und ich werde vom Chefkoch explizit gefragt, wie ich den denn gerne hätte, ob er "durch durch durch" sein muss oder gerne doch auch gut schmecken soll. 😉 Ich entscheide mich für "gut schmecken", dafür kürzer gebraten und trage das Risiko, dass man als Schwangere Kurzgebratenes nicht essen soll. 


Im nächsten Schritt gibt es noch einmal Braten mit gebratener Aubergine und versch. Musen und Breien. 


Und dann kommt auch schon das erste Dessert: ein neonorangenes Küchlein auf einem gelbgrünen Schaum, der intensiv nach Zitrone schmeckt. Extrem lecker. 😋


Mit diesen weiteren kleinen süßen Köstlichkeiten, die gar nicht mehr auf dem Menüplan standen und wohl eher unter dem Titel "Süßer Gruß aus der Küche" laufen, was sie keinesfalls weniger deliziös macht 😉, schließt unser Menü und, nachdem alle Getränke ausgetrunken sind, dann auch unser kulinarischer Abend. Es war toll und ich bin dankbar, dass wir ihn haben durften, muss aber auch sagen, dass solche Abende gerne etwas Besonderes bleiben dürfen ... jedes Wochenende möchte ich keine Sterneküche essen. 😊


Am Sonntag sind wir morgens für ein Fotoshooting verabredet. Der KSM und ich kennen uns nun bereits seit fünf Jahren, seit beinahe dreien davon bewegt sich unsere Beziehung in gesicherten Bahnen und es herrschen recht stabile Verhältnisse (um den KSM an dieser Stelle einmal zu zitieren), aber Bilder von uns beiden - zumindest professionelle - gibt es (noch) keine. Das wollten wir noch ändern bevor wir nicht mehr nur wir zwei, sondern eben drei sein werden. Zwar ist der Babybauch bei mir mittlerweile sicher nicht mehr zu übersehen, aber es werden sicher auch ein paar Fotos geschossen werden, auf denen der Bauch keine Rolle spielen wird.

Bereits von ein paar Wochen hatten wir uns umgetan und nach einer/m Fotografin/en Ausschau gehalten, deren Stil uns gefällt und die wir für einen solchen Fotoshoot engagieren könnten. Dabei sind wir auf eine Fotografin gestoßen, die von uns nicht allzu weit entfernt ist und deren Stil wir beide gut finden (Achtung, Werbung!). 

Zunächst wollten wir uns bereits am letzten Freitag für Fotos mit ihr treffen, sie musste diesen Termin dann allerdings leider absagen und bot uns stattdessen an, uns am Sonntagmorgen zu fotografieren. Die Location, das Ufer des Hennesee, schlugen wir ihr vor, nachdem wir am letzten Sonntag gesehen hatten, wie schön es dort ist (Sie erinnern sich?). Am Sonntagmorgen ist das wetter dann allerdings nicht besonders schön - es ist bedeckt und ziemlich kalt - und wir wollen den Shoot ganz gerne absagen. Die Fotografin allerdings, die uns den Termin extra freigehalten hatte, ist der Meinung, es sei -für diese Jahreszeit (Was erwartet Ihr - es ist Winter?! Naja, Moment, es ist Frühling ... 😏) ganz tolles Wetter, man könnte gar kein besseres erwarten.

Eigentlich wollten wir uns um 10.00 Uhr treffen. Nachdem wir etwas hin- und herdiskutieren mussten, ob der Shoot nun stattfinden soll oder nicht, wird es 10.30 Uhr bis wir schließlich am Hennesee ankommen und die Fotografin treffen. Der Shoot hinterher ist zwar ganz angenehm - es plaudert sich recht nett mit der Fotografin - und wir beide sind recht locker, so dass auch wirklich schönes Fotos entstehen. Zwischendrin allerdings fällt auch echt einmal Schnee und es windet eisig, so dass der KSM (der so sehr kälteempfindlich ist) ganz schön gebeutelt wird. Am Ende sind wir dann aber doch einfach froh, dass wir mitgemacht und nun ein paar schönes Fotos von uns haben (auch ein paar Fotos von uns beiden separat haben wir gemacht, damit eben wir zu sehen sind - kein Babybauch, kein glücklich lächelndes Pärchen - sondern wir beide als Individuen, die wir auch weiterhin sein werden - trotz aller Veränderungen, die zeitnah auf uns zukommen werden.)

Am Sonntagnachmittag beenden wir unseren Teil der Malerei an der Wand des zukünftigen Kinderzimmers. Mit dem Maler unseres Vertrauens hatten wir uns darauf geeinigt, dass wir den Wolkenteil malen und er dann das Weißeln der einen sowie das Aufbringen einer farbigen Fläche unterhalb des Wolkenteils auf der anderen Wand übernimmt.


Wir freuen uns wie die Schnitzel über das Ergebnis und sind uns dessen bewusst, dass das Kind - zumindest in den ersten Monaten und vllt. Jahren keinen oder zumindest kaum einen Blick für diese Malerei haben wird, aber wir finden sie dafür umso schöner. 😊