Sonntag, 6. Oktober 2019

Langes Wochenende

Die kurze Woche vor dem langen Wochenende begann mit einem Ausflug in unsere Kantine aka das "Fabrik Café" und dieser brachte ein hausgemachte Limo mit Granatapfel und einen Salat mit sich. So kann eine Woche gern anfangen. 😋





Am Dienstag hatte ich einmal wieder Kaiserschmarren dabei, ich schaffe die Portion nicht ganz und kann erst einmal keinen Kaiserschmarren mehr sehen. 😉



Am Dienstagabend versuche ich mich an einem Zitronenkuchen (Achtung, externer Inhalt!) für den KSM, der am vergangenen Mittwoch seinen Geburtstag gefeiert hatte – der dritte KSM Geburtstag, an dem wir uns kennen, aber trotzdem der erste, den wir bewusst miteinander erlebt haben. Da in der vorherigen Woche beim KSM aber Motorsport auf dem Plan stand, haben wir die "Herzlichen Glückwunsch Sagerei" und die "Geburtstagskerzen Ausblaserei" auf diese Woche verschoben. Der Kuchen geht aus iwelchen Gründen leider nicht auf und beim Versuch, dem Guss im Ofen etwas Wasser zu entziehen, damit er eine festere Konsistenz bekommt, karamellisiert er – ich verarbeite ihn trotzdem, weil ich in der Annahme bin, dass ich keinen Puderzucker mehr hätte (was sich nachher als nicht korrekt herausstellt). Das Ergebnis sehen Sie unten. 😊

Da es sich bei vier freien Tage "richtig lohnt", kommt der KSM am Mittwoch zu mir aufs platte Land, was von der Eifel aus (wo er ja üblicherweise die meiste Zeit ist) regelmäßig ein Halbtagesausflug ist. So ist es auch diesmal: die Zugverbindungen, die einigermaßen zügig funktionieren und bei denen der KSM nicht überdimensional oft umsteigen muss, gibt es über den Tag verteilt nicht so oft, dummerweise funktioniert sie, trotz 26 Min. Umsteigezeit, nicht und statt um 22.30 Uhr kommt der KSM um 23.45 Uhr bei mir an. 😁

Am Donnerstag ist "Tag der Deutschen Einheit", ein Feiertag, der uns beide über die Maße betrifft, denn hätte es die Deutsche Einheit 1989 nicht gegeben, gäbe es uns als Paar wohl ebenfalls nicht– immerhin kommt der KSM aus Dresden (Achtung, externer Inhalt!) und kennt die DDR nicht nur aus Erzählungen. Wir beide haben am Freitag Urlaub genommen, um das Wochenende zu verlängern und es gemeinsam zu verbringen. Morgens gibt es aber erst einmal Geschenke (teilweise vom KSM selbst in Leipzig ausgesucht, teilweise meiner Fantasie entsprungen) und eben den Geburtstagskuchen. 😀





Nachmittags machen wir uns auf nach "Klein Berlin" (Achtung, externer Inhalt!), denn was würde zum heutigen Feiertag besser passen als ein Ausflug in dieses nahegelegene Dörfchen, dessen Einwohner, wie eben in der Deutschen Hauptstadt (Achtung, externer Inhalt!), während der Zeit der DDR (Achtung, externer Inhalt!) durch eine Mauer voneinander getrennt leben mussten?

Wir hätten ahnen können, dass eine einem solchen Tag in Mödlareuth wohl überdurchschnittlich viel Betrieb sein könnte, waren aber trotzdem etwas überrascht, als am Ortseingang Stau herrschte und der Verkehr von den ortsansässigen Feuerwehren geregelt wurde.

Nachdem wir einen "Roster" (Achtung, externer Inhalt!) verzehrt und uns empört hatten, dass eine Parte, deren Name ich nicht in den Mund nehmen oder ihn hier hinschreiben möchte, einen Wahlwagen vor Ort aufgestellt hatte, betraten wir das Museumsgelände und stiegen zunächst einmal in den ehemaligen Wachturm hinauf.

Ein Kätzchen nutzte, ob des nass-kalten Wetters, den Eingangsbereich des Turms als Unterschlupf und ließ sich auf meinem Schoß nieder, ums ich streicheln zu lassen. Leider hinterließ sie dabei, sowohl auf meiner Hose als auch auf meinem Mantel deutliche Pfotenabdrücke aus Schlamm – Aufregen hinterher zwecklos. 😏



Wir stellen fest, dass – weil ja: 30. Geburtstag der Deutschen Wiedervereinigung – in Mödlareuth ein Fest im Festzelt stattfindet und ab 17.00 Uhr die aktuelle Deutsche Verteidungsministerin (Achtung, externer Inhalt!) sowie der gegenwärtige Bayerische Ministerpräsident eine Rede halten werden. Dennoch besuchen wir erst das "Deutsch-Deutsche Museum" und informieren uns dort einmal mehr über die Ausreise der DDR Bürger in den Westen 1989 über die Prager Botschaft (Achtung, externer Inhalt!). Es gibt Erfahrungsberichte und mehrere Filme, die interessant und auch berührend sind. Danach sehen wir uns noch die Fahrzeugsammlung des Museums an, der KSM ist allerdings wenig beeindruckt, daher machen wir uns im Anschluss wieder auf den Weg nach hause – nicht jedoch, ohne vorher im Festzelt bei der Rede von Markus Söder noch ein paar Sätze mitzuhören – hier jedoch bin ich leider wenig beeindruckt. 😐

Am Freitag haben Gabi und ich den ersten gemeinsamen Werkstatttermin, sie braucht einen Ölwechsel und außerdem hat der KSM festgestellt, dass die elektrisch einstellbaren Lordosenstützen von Fahrer- und Beifahrersitz sich nicht einstellen lassen – Asche auf mein Haupt, mir ist dieses wichtige Detail entgangen. Wir finden uns also ziemlich früh beim ortsansässigen BMW- Händler (Achtung, Werbung!) ein und überlassen Gabi dort dem Service Team. Danach machen wir uns zu Fuß auf in die Innenstadt – ein recht langer Marsch – wo sich der KSM erst einmal ein Frühstück nach seinem Geschmack (Achtung, Werbung!) genehmigt. Danach streunen wir durch verschiedene Geschäfte – der KSM ist auf der Suche nach einer Jacke – besorgen (Achtung, Werbung!) ein Buch als Geschenk (Achtung, Werbung!) für eine Einladung und geben meine Schneiderschere bei einem sehr interessanten Laden (Achtung, Werbung!) zum Schleifen ab. Als bis dahin die Werkstatt immer noch nicht bei uns angerufen hat, um uns Bescheid zu geben, dass Gabi wieder abgeholt werden kann, machen uns – natürlich immer noch zu Fuß – noch einmal zu einer anderen Stelle auf (Achtung, Werbung!), wo wir uns rohen Fisch für Poké (Achtung, externer Inhalt!) zum Mittag holen wollen.

Als wir dort sind, gibt uns schließlich die Werkstatt Bescheid, dass wir Gabi wieder abholen können und wir gehen wieder zurück zu Werkstatt. Ich gebe zu, das war ein ganz schöner Fußmarsch – schätzungsweise 10-12 km werden's wohl gewesen sein – da wir beide aber gut gegessen hatten und das Wetter längst nicht so heiß war wie bei unserer letzten (unfreiwilligen) Wanderung, haben wir beide sie gut überstanden (der KSM ist immer noch etwas erstaunt, wie weite Strecken man zu Fuß zurücklegen kann, obwohl er das Wandern angeblich gewohnt ist 😉).

Am Freitagabend gehe ich zum Yoga und der KSM holt mich hinterher ab. Er hat zuhause eine Rote Beete Suppe (Achtung, externer Inhalt!) – seine Lieblingssuppe – gekocht, die wir noch zum Abend essen. Den Abend hinterher verbringen wir auf dem Sofa damit, alte "Tatort" und "Inas Nacht" (Achtung, externer Inhalt!) Folgen zu schauen, wobei man zugeben muss, dass ich relativ früh dabei einschlafe während der KSM sich noch etwas durch die Programme guckt. 😊

Den Samstag beginnen wir mit einem gemeinsamen Frühstück 😍 und danach gehe ich zum ersten Schwimmtraining der Saison in dem Hallenbad, das ich viel lieber mag als das in der Regenbogenstadt (Achtung, externer Inhalt!).

Nach dem Mittagessen fahren wir in die große Stadt, wo die alljährliche Kunst- und Kulturausstellung (Achtung, externer Inhalt!) stattfindet, bei der wir spontan 4h hinter der Bar aushelfen dürfen. Am Abend, nach unserem Bardienst, schauen wir uns die Ausstellung selbst noch einmal und genießen ein Abendessen vom Stand eines sehr guten ortsansässigen Restaurants (Achtung, Werbung!).





Einen Absacker (Achtung, Werbung!) gibt es auch noch, dann ist ein sehr schöner und vollgepackter Samstag zu Ende.



Am Sonntagmorgen sind wir zu einem Geburtstagsbrunch eingeladen, bei dem alle Feinschmecker auf ihre Kosten kommen. Der KSM verliebt sich in den Wurstsalat von der besten Metzgerei in der Regenbogenstadt (Achtung, Werbung!) und ich bin begeistert von den Heidelbeer-Pfannkuchen (Achtung, externer Inhalt!) mit Ahornsirup – irgendwie bezeichnend für uns beide. 😉

Nach dem Brunch gehen wir noch eine Runde, bevor ich den KSM am Nachmittag wieder zum Bahnhof fahre, schließlich muss er den Weg in die Eifel ja erneut hinter sich bringen. Ich bringe zuhause meine Dinge auf Vordermann und rufe am Abend den KSM noch einmal an: auf der Autofahrt zwischen Frankfurt und der Eifel telefonieren wir, damit ihm die Fahrt nicht allzu lang wird. Um 23.00 Uhr hat er es geschafft und eine neue Woche kann kommen. 😊

Dienstag, 1. Oktober 2019

... wenn man daran zieht.

Wir scheinen ein essensfreudiger Haufen zu sein im Team, jedenfalls sieht's am Montag nach dem Klimastreik von meinem Schreibtisch aus mal wieder so aus: es gibt Kuchen. 😋



Am Dienstag gibt es CousCous mit gebratenem Gemüse zu Mittag ... mit Knoblauch Dip. Gut, dass der wöchentliche Dienstagstermin vorher schon zu Ende war, so kann es wenigstens nicht mehr zu olfaktorischer Belästigung des Gegenübers kommen. 😋



Manchmal frage ich mich, wie der Browser auf meinem Arbeitsrechner die Werbung aussucht, die er an mich ausspielt ... 😂



Auf dem Heimweg erwische ich die Teufelszahl 666,66 km auf Gabis Tageskilometerzähler – das war mir doch tatsächlich ein Foto wert. 😊



Am Abend backe ich Kaiserschmarren (Achtung, externer Inhalt!) – ietwas in meinem Umfeld hat mich neulich dazu inspiriert, einmal wieder dieses Leibgericht zu machen. Zwar habe ich keine Rosinen mehr im Haus und nehme stattdessen getrocknete Feigen, das tut meiner Backwut aber keinen Abbruch. Ich backe, was das Zeug hält, viel mehr als ich auf einem essen kann, aber das war ja auch das Ziel der Übung. 😉





Am Donnerstag muss ich für eine Führung der Wirtschaftsjunioren (Achtung, externer Inhalt!) durch die Produktion der Regenbogenfirma, die wiederum am nächsten Tag stattfinden soll, noch ein paar Getränke organisieren und nehme dafür, zum ersten Mal seitdem es das gibt, das E-Auto der Regenborgenfirma (Achtung, Werbung!). Ich bin begeistert – von allem, was neu ist und Fortschritt bedeutet ja sowieso, von alternativen Antriebsformen auch, denn iwie sollten wir ja schon versuchen, weniger Ressourcen zu verbrauchen auf dieser Welt – auch wenn mir natürlich sehr klar bewusst ist, dass das E-Auto alleine uns sicherlich nicht retten wird. Das Auto fährt sich geschmeidig, die Beschleunigung ist toll und ich komme beinahe geräuschlos und emissionsfrei erst beim Getränkeladen und im Anschluss in der Produktion an.

Kurzerhand reserviere ich mir den Wagen gleich noch einmal für den kommenden Tag, denn zur Führung wollen noch ein paar Goodiebags transportiert werden und meine Kollegin, die mit mir die Führung organisiert hat, ist das Auto noch nie gefahren, ihr will ich morgen dafür die Schlüssel in die Hand drücken. 😉



Die Führung am Freitagmorgen (denn ab Freitagmittag passiert, außer Saubermachen, in unserer Produktion nicht mehr viel) ist ein Erfolg. Ungeplant stößt noch ein am BAUHAUS (Sie erinnern sich?) Interessierter zu uns, der so gar nicht auf der Liste stand und sich darüber freute wie ein Schnitzel. 3h lang hören wir sämtliche Details über die Architektur des Regenbogenwerkes, die aus Walter Gropius' (Achtung, externer Inhalt!) Feder stammt, über Porzellanproduktion und deren Herausforderungen und schauen uns im Anschluss noch die Jubiläumsausstellung (Sie erinnern sich auch daran noch?) zusammen an.

Im Anschluss gibt es einen gemeinsamen Snack und wir stoßen an auf die Geburt einer kleinen Schildkröte im Grünhaus der Produktion an. Das "Grünhaus" ist ein Gewächshaus, in dem früher die produktionseigenen Flamingos überwintert haben, bevor die letzten drei vor ein paar Jahren draußen vom Fuchs gerissen wurden. Heute wohnen darin vier Wasserschildkröten, von den Mitarbeitern bestens umsorgt, die letzte von ihnen ist in diesem Jahr wohl geschlechtsreif geworden – ein Männchen. Seither legen die weiblichen Schildkröten Eier. 😃 Prinzipiell eine schöne Sache, im Rahmen einer industriellen Produktionsstätte allerdings nicht so praktisch, ist doch am Wochenende idR und auch sonst über dem Tag nicht immer einer da, der sich kümmern kann, wenn z.B. eine kleine Schildkröte aus ihrem Ei schlüpft und sich aufmacht ins Bassin zu den großen Kröten. Da die Großen die Kleinen fressen würden, tut man aber gut daran, die Kleinen rechtzeitig zu entdecken. Am Freitagmittag gelingt dies und das Schildkrötchen wird an eine Einrichtung übergeben, die sie groß züchten wird, zumindest so groß, dass ihre Eltern sie nicht mehr verspeisen wollen. Um diesem Problem langfristig einen Riegel vorzuschieben, wurde das männliche Krötentier bereits gegen ein viertes weibliches ausgetauscht – zwei Eier müssen allerdings noch ausgebrütet werden. 😊





Auf dem Heimweg sehe ich einen Regenbogen, wie passend, wünsche mir etwas und halte ihn fotografisch fest. 😍



Am Abend, nach der ersten Yoga-Einheit seit Langem (Achtung, Werbung!) – ich denke, die letzte war so im Juli oder so – putze ich einmal mehr Pilze, die mir mein Kollege mitgebracht hat. Diesmal sind es so viele, dass ich ein paar wohl einfrieren müssen werde.




Der KSM ist mal wieder an Deutschlands größter Rennstrecke (Achtung, externer Inhalt!) unterwegs und am Freitagabend schwer beschäftigt. Am Samstagabend, nach dem Rennen, als ich mich zum ersten Mal in meinem Leben an die Zubereitung von echt deutschen Bratkartoffeln heranwage, ist er gerade wieder auf dem Weg zurück in die Hessenmetropole (Achtung, externer Inhalt!) und ganz schön müde, so müde, dass er um 20.00 Uhr im Bett verschwindet.







Den Sonntag verbringe ich morgens und am frühen Nachmittag, bei eher herbstlichem Wetter mit leichten Verspannungskopfschmerzen, dabei, ein erstes Weihnachtsgeschenk zu produzieren. Erst am Nachmittag fällt mir dann ein, dass ich die Muskulatur im Nacken (von der die Kopfschmerzen herrührten) ja durchaus einmal mit der neu erstanden BLACKROLL (Achtung, Werbung!) ausrollen könnte und tue dies. Siehe da: Kopfschmerz weg und einer Laufrunde am Abend steht nichts mehr im Weg. Danach Tatort (Achtung, externer Inhalt!) – wie gut ist das denn?! 😊

Montag, 23. September 2019

Fridays for Future

In letzter Zeit debattiert man viel ... über das Klima und wie es sich verhält, dass man Ressourcen sparen sollte, weil das einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Klimas hat usw. Wir alle wissen das, einige glauben daran, dass man durch eine Verhaltensänderung den Klimawandel entschleunigen (was für ein tolles Wort in diesem Kontext!) könnte, z.B. ich. Weil ich aber nicht immer nur reden, sondern auch wirklich ein Zeichen setzen möchte, beschließe ich, am Freitag dieser Woche beim Global Climate Strike (Achtung, externer Inhalt!) mit zu laufen und zu zeigen, dass ich mit der aktuellen Politik, die in meinen Augen zu zaghaft an das Problem herantritt obwohl es schon seit Jahrzehnten bekannt ist, nicht einverstanden bin.

Am Montag bin ich mit den Kolleginnen in unserem Fabrik Café zum Mittagessen und es gibt einen Bauerneintopf. Der ist lecker, beinhaltet aber Fleisch.

Ich esse und trinke ja nach dem Motto "weniger ist mehr", vom Fleisch zum Beispiel esse ich wenig und wenn dann idR sehr gutes regional erzeugtes – ich glaube daran, dass mein Konsumverhalten hier iwann Unterschied machen wird. Es ist nämlich ein Irrglaube, dass nur die Politik die Situation ändern könnte, wir alle können sie ändern. Wir (das sind alle Verbraucher) sind den Politikern auf dieser Welt zahlenmäßig deutlich überlegen und wenn wir alle am gleichen Strang ziehen, wir sich das Angebot auch nach unserer Nachfrage richten und nicht umgekehrt, davon bin ich fest überzeugt (das lernt man schon im BWL-Studium 😉). Wenn es allerdings im Moment sehr modern ist, die Süßkartoffel (die meist im Ausland angebaut wird) der Kartoffel (die überwiegend in Deutschland angebaut werden kann) vorzuziehen, seinen "Smoothie" aus den wildesten ausländischen Früchten und Gemüsen zu trinken oder für die vergangenen Gerichte sämtliche speziellen Zutaten im Internet zu bestellen, ist (mit Blick auf die CO2-Bilanz) dem Klima sicher nicht geholfen.

Ich habe an dieser Stelle sicher keine tadellos weiße Weste, ich esse ab und an Fleisch und ich trinke durchaus Milch, aber ich strenge meinen Kopf beim Einkaufen absolut an und entscheide bewusst, was ich kaufe und was eben auch nicht, weil unsinnig verpackt, aus dem weit entfernten Ausland importiert, nicht notwendig oder dgl. mehr.



Hinterher gibt es Muffins mit interessanten Zutaten (Achtung, externer Inhalt!), wie z.B. Zucchini, gebacken von einer lieben Kollegin.



Am Mittwoch begegne ich, auf meiner nach Mittagsessen-Runde durch den Park, einem Kollegen, der Pilze sammelt und mir spontan seine Ernte schenkt (denn seine Frau kann schon keine Pilze mehr sehen, er hat aber sooo Spaß daran, welche zu sammeln ... verzwickt ... da komme ich ihm natürlich gerade recht 😀). Es sind verschiedene Stein- und Birkenpilze, zu 100% essbar, so verspricht er es mir wenigstens. 😉



Da ich es am Mittwochabend nicht schaffe, die Pilze zuzubereiten, steht dies am Donnerstagabend an. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten paniere und brate ich Pilze aus heimischen Gefilden, gepflückt und nicht gekauft – sehr lecker. 😋





Am Freitagnachmittag fahre ich nach Leipzig (Achtung, externer Inhalt!), dort werde ich mit dem KSM das Wochenende verbringen, denn wir beide kennen diese Stadt nicht wirklich gut. Idealerweise gibt es auch in Leipzig eine Demo zum "Global Climate Strike", die – arbeitnehmerfreundlich – erst am Nachmittag startet.

Zwar fahre ich mit dem Auto bis Leipzig, stelle es dort allerdings in einem Vorort auf dem P+R Parkplatz ab und fahre mit der Bahn in die Stadt hinein, wo die Veranstaltung stattfinden soll. Bis zum P+R Parkplatz verläuft die Fahrt problemlos, auch der Wechsel auf die Bahn geht geschmeidig vonstatten.

Am Leipziger Hauptbahnhof angekommen, suche ich nach einem Schließfach, um mein Gepäck einzuschließen. Ich finde eines, das von den Maßen genau passt, miete es, bezahle ... und stelle fest, dass es für meinen Trolley zu kurz ist – 10 cm von ihm passen einfach nicht mehr hinein. Ich ärgere mich, will eine andere Fachgröße wählen und muss dabei feststellen, dass es nicht mehr möglich ist, die Fachgröße zu ändern, sondern ich gezwungen bin, noch einmal ein zweites, diesmal größeres Fach zu mieten, und erneut zu bezahlen. Das erste Fach bleibt damit "gemietet" leer. Das macht mich wütend, was für ein bescheuertes System, denke ich. An jeder DHL-Packstation kann man, ist das ausgewählte Fach zu klein, einfach die nächstgrößere Fachgröße wählen, aber bei den Fächern der Deutschen Bahn ist man seiner ersten Auswahl auf Gedeih und Verderben ausgeliefert. Ich gehe zum nächsten Informationsschalter und fülle über die an das leere Schließfach verschenkten Euros einen Rückerstattungsbogen aus – da geht es mir ums Prinzip. 😐
Danach mache ich mich auf zum Augustusplatz (Achtung, externer Inhalt!), wo die Klimademonstration starten wird. Dort ist bereits gut Betrieb. Es reden einige Leute und einige (Achtung, Werbung!) singen (Achtung, Werbung!) auch (Achtung, Werbung!). Die Stimmung ist gut und es sind richtig viele Leute da.



















Am Ende sind es 25.000, die mitlaufen und ausdrücken, dass sie sich Sorgen machen, um diese Erde und ihren Fortbestand. Abends um 19.00 Uhr gehe ich wieder zurück zum Hauptbahnhof, um dort meinen Koffer abzuholen und festzustellen, dass ich 10 Min über die erste Mietzeit bin, weshalb ich noch einmal für 2h nachbezahlen muss. Nachsichtig ist sie also auch nicht, die Deutsche Bahn. *grrr*



Dann checke ich in der Unterkunft ein, die der KSM ausgesucht hat und bin freudig überrascht: wir werden das Wochenende in einer kleinen Suite verbringen, deren Einrichtung genau meinem Geschmack entspricht. 😊



Nachdem ich mich kurz ausgeruht habe, breche ich zum Abendessen auf. Das finde ich in einer kleinen Gasse in Leipzig extrem belebter Innenstadt in Form einer Ramen Bar (Achtung, Werbung!) – Ramen und eine hausgemachte Limonade sind genau das, was ich an diesem Abend brauche. 😋 Kurz denke ich daran, dass ohne CO2-Ausstoß dieses Gericht wohl nicht zustandekommen hätte können, beschließe dann aber, in diesem Fall Fünf gerade sein zu lassen und es einfach komplett auszuessen und so zumindest nichts davon zu verschwenden. Die Portion ist genau richtig groß.





Der KSM kommt um 22.30 Uhr am Leipziger Hauptbahnhof an und ich hole ihn ab. Nachdem auch er eingecheckt hat, müssen wir, wie so oft, etwas zum Essen für ihn finden. Da die Küchen, wie ebenfalls häufig, in den meisten Lokalen bereits geschlossen haben, gehen wir diesmal zu VAPIANO (Achtung, Werbung!), damit auch er noch satt wird. 😊

Am Samstag machen wir, nach einem eher unerfreulichen Frühstück (Achtung, Negativwerbung!) zunächst die Leipziger Innenstadt unsicher (ich muss noch einmal zu VIU (Achtung, Werbung!), denn der KSM möchte die Brillen dort an mir einmal mit den eigenen Augen sehen), kaufen zwei Leipziger Lerchen (Achtung, externer Inhalt!) und machen uns dann am späten Nachmittag zu Fuß zum Völkerschlachtdenkmal (Achtung, externer Inhalt!) auf.





Dort steigen wir ganz nach oben und essen die Lerchen im Anblick des Sonnenuntergangs über Leipzig.







Vom Völkerschlachtdenkmal aus haben wir schon recht weit sehen und den ein oder anderen interessanten Punkt ausmachen können. Diese Punkte hinterher zu Fuß aber auch zu finden, stellt sich dann doch als kleine Herausforderung dar. Zufällig laufen wir jedoch der Russischen Gedächtniskirche (Achtung, externer Inhalt!) über den Weg, die mir gut gefällt. 😊 Nach einem sehr langen Fußmarsch (der KSM kann es meist gar nicht glauben, wie weit man an meiner Seite zu Fuß gehen kann 😊), einem Abstecher bei einem Street Food Festival im Aufbruch und schließlich einem spanischen Abendessen, fallen wir wie tot ins Bett.



Den Sonntag starten wir mit einem Frühstück "auf der gegenüberliegenden Straßenseite" (Achtung, externer Inhalt!) und werden nicht enttäuscht. Das wird erst einmal ein Weilchen vorhalten. 😉



Danach brechen wir erneut zu Fuß auf, um die Punkte zu finden, die wir gestern vom Denkmal aus zwar gesehen, die wir aber nicht mehr gefunden haben. Wir passieren u.a. die Deutsche Nationalbibliothek (Achtung, externer Inhalt!), die Leipziger Messe (Achtung, externer Inhalt!), das Stadtarchiv (Achtung, externer Inhalt!) und einen Teil der Universität (Achtung, externer Inhalt!) bevor wir uns eine Apfelschorle gönnen.





Im Anschluss gehe wir zurück in die Innenstadt und steigen auf das Hochaus des MDR (Achtung, externer Inhalt!), das höchste Haus in Leipzig, zu dessen Dachterrasse man sich den Zugang mit einem Ticket erkaufen und von dem aus man dann über Leipzig schauen kann. Leipzig gefällt uns beiden gut. 😊







Zum Abschluss gibt es sächsisches Abendessen (Achtung, externer Inhalt!) – eigentlich suche ich ein "Leipziger Allerlei", entschiede mich dann aber doch für einen Salat mit Pfifferlingen – der KSM isst mit Begeisterung eine Kartoffelsuppe und "Quarkkäulchen". Nach einem solchen Fußmarsch schmeckt alles erst richtig gut. 😋



Am Leipziger Hauptbahnhof können wir zu zweit noch ein paar Minuten den Sonnenuntergang genießen bevor sich unsere Wege trennen und der KSM mit dem ICE zurück nach Frankfurt und ich mit der S-Bahn an den P+R Parkplatz und im Anschluss mit Gabi nach hause düse. 

Von zuhause unterstütze ich den KSM dann noch seelisch via Telefon auf seiner abschließenden Autofahrt in die Eifel während ich, ich gebe es zu, am Smartphone "TWO DOTS" (Achtung, externer Inhalt!) spiele (ich denke, ich bin süchtig 😳). Nachts um 23.30 Uhr hat es schließlich auch der KSM geschafft und wir gehen, diesmal getrennt, aber zufrieden ins Bett.