Sonntag, 15. Juli 2018

Stille

Manchmal fällt mir auf, wie toll es ist, diesen Blog hier zu führen. Auch wenn ich es in der letzten Zeit immer nur sehr unregelmäßig schaffe, ihn mit Inhalt und Leben zu füllen, gelingt es mir idR die für mich wichtigsten Ereignisse festzuhalten. Und manchmal ist es spannend oder es hilft, nochmal in die Vergangenheit zu lesen und zu schauen, wie gut oder schlecht (es geht mir ja schon gut, das darf ich nicht vergessen) es eine Woche, einen Monat oder ein Jahr vorher aussah.

Diese Woche ist eine Woche, in der Stille herrschte und ich kann Ihnen noch nicht einmal genau sagen, warum. Es kam zum Verbindungsabriss mit dem KSM und zwar zu so einem, bei dem ich aus dem Nichts plötzlich ohne Kommunikation dastand und das obwohl eig. ein Wochenende zu zweit geplant war, das dann aber einer spontanen Verlängerung des Schwedenaufenthalts  zum Opfer fiel. Über die näheren Umstände wurde ich dann aber, obwohl angekündigt, nicht mehr aufgeklärt.

Daher verbrachte ich das Wochenende spontan alleine in der Hessenmetropole, um mir die europäischen Meisterschaften auf der Triathlonlangdistanz anzusehen. Es gibt so Rennen, die muss man einfach mal gesehen haben (der Wunsch, irgendwann einmal mitzumachen hat sich bei mir allerdings noch nicht eingestellt 😉). Nach einem Besuch in der Izakaya am Samstagabend mit richtig leckerem Sushi und einem Verdauungsspaziergang am Main entlang, stieg ich in der Nähe des Langener Waldsees im Hotel ab, um dort eine recht kurze Nacht zu verbringen.



Immerhin um 06.30 Uhr am nächsten Morgen (es war aber Bombenwetter, das machte das Aufstehen nicht ganz so schwer) stand ich also am Strand des Langener Waldsees und verpasste den Schwimmstart der Profis nur um ein Paar Minuten - trotz einer morgendlichen Laufrunde am See entlang, um eben pünktlich zu sein - denn das Chaos, mit dem Auto auf permanent gesperrten Straßen einigermaßen nahe an den See heranzukommen hielt sich zwar in Grenzen, völlig ohne Zeitverlust geht es aber doch nicht ab, wenn man erst den einen und dann doch einen anderen Parkplatz anfährt. 😁 Da das Schwimmen im Langener Waldsee aber einen Landgang beinhaltet und die Profis ja außerdem, nachdem sie sich ins Wasser hineinbegeben hatten, auch wieder aus dem Wasser heraus mussten, war mein Zuspätkommen aber gar nicht dramatisch und ich konnte noch wunderbare Blicke auf das Starterfeld erhaschen.









Hinterher machte ich mich auf an den berühmten "Heartbreak Hill" in Bad Vilbel, der eigentlich gar nicht so steil wäre, hätte man als Teilnehmer des Ironman an der Stelle nicht schon 90 bzw. 180km auf dem Rennrad hinter sich. 😉 Auch hier habe ich die erste Durchfahrt der Profi-Männer verpasst - sie fiel dem Einkauf eines Frühstücks zum Opfer, mal essen muss man halt auch. 😊 Hier war es auch, dass ich zwei Herren, die mit mir dieses Jahr das Trainingslager auf Fuerteventura verbrachten zum ersten Mal auf der Strecke sah. Beide erkannten mich, was mich sehr freute.







Das Laufen verfolgte ich dann in der Stadt am "Eisernen Steg" und auf dem Römerberg mit dem Zieleinlauf der Männer sowie der Frauen, bevor ich mich nochmals nach unten an den Main begab, wo ich die beiden Herren anfeuern konnte bis auch die das Ziel gefunden hatten. Einer war nicht so, der andere jedoch sehr zufrieden.





Das spontan nicht zusammen verbrachte Wochenende machte mich traurig und der Verbindungsabriss zusätzlich wütend. Kommunikationstechnisch lagen eigentlich eineinhalb tolle Woche hinter uns, wir hatten viel gesprochen und, trotz tausender Kilometer zwischen uns, habe ich bei einem Abendspaziergang Göteborg gesehen und hat der KSM mit mir drei Stunden lang Klamotten und Schuhe anprobiert und ausgesucht und gerade weil alles so eng lief, traf es mich umso härter, dass ich am Sonntag keinen Pieps von ihm hörte. Die Nachricht von mir dazu entstand spontan und es mag sein, dass sie an der ein oder anderen Stelle schärfer formuliert war, als das nötig gewesen wäre. Der KSM fühlte sich getroffen, wofür ich mich entschuldigte, dennoch entstand in der Folge eine Stille, die absichtlich herbeigeführt war. Meine Nachrichten wurden nicht beantwortet und die Anrufe liefen ins Leere, lediglich ein "Guten Morgen" und ein "Gute Nacht" jeden Tag, dann stellte auch ich das Antworten ein.

So verbrachte ich den Montagabend, zusammen mit einem italienischen Kollegen, bei DEM Fest in der Regenbogenstadt. Den Italiener hat es ganz unverhofft hierhin verschlagen und wir beide hatten an dem Fest so unseren Spaß: beim Abendessen von Steak und Bratwurst, beim Riesenradfahren, beim Nachtischessen und mit den deutschen Lebkuchenherzen, die auch Italienern schmecken. 😀







Den Rest der Woche verbringe ich ganz normal auf der Arbeit - am Freitag fahre ich mal wieder mit dem Rennrad dorthin. Was sie unten sehen ist übrigens der Raum, in dem ich, nachdem ich mit dem Rennrad gekommen bin, meine Klamotten ordentlich aufhänge und mein Fahrrad all den Kram einlagere, den ich tagsüber nicht brauche. Abends sind die Klamotten dann wieder trocken (der Server, der in dem Raum steht heizt ihn noch zusätzlich auf, da ist das Trocknen gar kein Problem) - von frisch kann allerdings keine Rede mehr sein. 😉



Für den Samstag hatte ich mich recht spontan für den Fichtelgebirgsmarathon angemeldet - halt, halt, halt! Nicht, dass Sie jetzt was falsches denken! Für einen Langstreckenlauf fehlen mir, genau wie für einen Langstreckentriathlon eindeutig die Ambitionen, aber 10km gehen immer und die waren im Rahmen des Fichtelgebirgsmarathons auch schon recht anspruchsvoll: 225HM auf 10km das war dann schon eine Ansage, mit meinem Ergebnis war ich hinterher aber sehr zufrieden - auch die Berge haben mich von meinem üblichen Lauftempo kaum heruntergebremst. Die Bratwurst im Ziel war dann schon fast obligatorisch. Das war eine gute Generalprobe für den Triathlon, bei dem ich gedenke, am kommenden Wochenende teilzunehmen. 😊





Direkt im Anschluss an den Lauf erledigte ich dann die am Wochenende üblicherweise anstehenden Einkäufe. Ich hatte mir vorgenommen, am Nachmittag einmal eine Pavlova zu machen, dafür musste ich die Zutaten einkaufen. Und sehen Sie nur, wie gut dieses australische (neuseeländische - wie auch immer...) Naschwerk aus Baiser, Schlagsahne und frischen Früchten geworden ist!



Am Nachmittag dann widmete ich mich einem Gedicht für den 60. Geburtstag der Mutter. Johann Wolfang von Goethes "Zauberlehrling" soll umgedichtet werden und das Leben der Mutter erzählen - spaßig, aber gar nicht so einfach.





Am Abend nahm ich mich erneut dem kleinen Italiener (oder er sich mir, wie man will) an, den es hier direkt in eine richtig fränkische Familie gespült hat, der jedoch in die große Stadt ziehen möchte. Da wir beide hier einigermaßen fremd und ohne Anhang sind, bietet es sich an, dass wir ab und zusammen etwas unternehmen. So statten wir dem Biersalon "Trompeter" einen Besuch auf ein Bier (oder ich eher auf ein Wasser und eine Saftschorle, weil: Durscht! 😀) ab.

Der heutige Sonntag fing so wunderschön an, dass ich einfach ins Schwimmbad musste. Aber kennen Sie das, wenn die Tage so schön sind, dass man sich auch echt gar nicht wirklich bewegen will? Das ist dann schon fast wieder schade, denn dann fehlt einem so die Motivation. Naja, nach "in der Sonne rumliegen" habe ich dann immerhin mal 1500 Meter im Becken hinter mich gebracht, um die Beine und Arme zu lockern und bin dann wieder nach hause aufgebrochen. Dort gab es heute eine Lasagne und die Reste der Pavlova (die ich auch schon zum Frühstück hatte), die erstaunlicherweise gar nicht so sehr durchgesuppt waren, sondern immer noch eine ganz angenehme Konsistenz hatten.

Das Nachmittagswetter zieht sich jetzt schon eine ganze Weil so hin und weiß scheinbar noch nicht so recht, ob es ein Gewitter werden will. Ich würde mir das sehr wünschen, denn Gewitter reinigen ja in der Regel die Luft und sorgen für ein besseres Klima hinterher. Das übrigens hätte ich mir auch in der vergangenen Woche schon mit dem KSM gewünscht: eine zügige Aussprache und klärende Worte, kein Zurückziehen ins Schneckenhäuschen. Es ist so schade, wenn Unfrieden herrscht und es raubt einem so viel Energie, die man viel besser für andere Dinge einsetzen könnte. Ich mag keinen Unfrieden, lieber mag ich mich aussprechen und mich dann wieder vertragen - im besten Fall besser als vor dem Streit. 😊

Donnerstag, 5. Juli 2018

WmDedgT 07/2018 oder Julikäfer

Es ist mal wieder "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag" Tag, nämlich der fünfte im Monat. Und am fünften des Monats ruft Frau Brüllen zu dieser netten Blog-Aktion auf. Tagebuchblogger aus ganz Deutschland, nein, aus der ganzen Welt möchte ich fast sagen, beteiligen sich wie üblich und wer mehr lesen will findet sämtliche Beiträge bei Frau Brüllen. Ich habe es schon monatelang nicht mehr geschafft, mich an der Aktion zu beteiligen, die letzten Male habe ich es einfach vergessen. Asche auf mein Haupt, ich nehme mir hiermit vor, wieder regelmäßig mit dabei zu sein.

Mein Donnerstag startet um 05.30 Uhr. Für heute habe ich den Plan, mit dem Rennrad zur Arbeit zu fahren, daher muss ich so früh raus. Ungefähr eine Stunde brauche ich, um mich zuhause fertig zu machen, mit Frühstück und Klamotten zusammen packen und und und, dann fahre ich gut eine Stunde in die Regenbogenstadt, dann dort noch duschen und büroschick machen, ja, und deshalb muss ich halt um 05.30 Uhr raus. Was soll ich sagen, es ist 05.40 Uhr bis ich wirklich den Ausgang aus meinem Bett finde.

In Tidal (man gewöhnt sich echt an diese Streamerei) suche ich mir "Idas Sommarvisa" - das Schwedische Kultlied für den Beginn der Sommerferien - und lasse es in Dauerschleife laufen. Dann noch was frühstücken, schließlich brauche ich Kraft für die morgendliche Bergtour (die Regenbogenstadt liegt etwas höher als die Heimatstadt, daher muss ich tendenziell die ganze Zeit bergauf) und los.



Nach einer Stunde Fahrt steige ich vor der Produktionsstätte der Regenborgenfirma wieder von meinem Renndrahteselchen, hole mir, da ich das Rad ungeschickt zwischen den Oberschenkeln balanciere während ich darauf warte, dass der Pförtner die Fußgängertür öffnet, ein unschönes Kettenblatt-Tatoo (normalerweise sind solche Mahle ein klares Zeichen dafür, dass man einen Rennradlaien vor sich hat), was natürlich umgehend wieder entfernt werden muss und dann stehe ich im Spindraum der Damen, in dem heute laut einem Schild "Wartungsarbeiten" stattfinden. Und Tatsache, da steht ein Herr auf einem Schiebegerüst, macht iwas und flucht ständig. Duschen kann ich aber, das sichert er mir zu. Und weil das nun mal so ist, dass ich üblicherweise unbekleidet in die Dusche gehe, tue ich das auch heute - Männer in diesem Alter haben ja idR schon eine Vorstellung davon, wie Frauen ohne Klamotten aussehen. 😊



Auf der Arbeit dann hat ein Kollege umsichtigerweise Kuchen für alle mitgebracht. Mir kommt das sehr gelegen, denn ich vertrage idR gut ein zweites Frühstück, wenn ich mit dem Rennrad zur Arbeit gefahren bin, und ich schlage zu.





Da am kommenden Wochenende wieder DAS Fest in der Regenbogenstadt stattfinden wird (Hej, das ist schon das dritte dieser Art seitdem ich hier bin - wie die Zeit vergeht!) sind die Einheimischen schon ganz aufgeregt und die ortsansässige Druckerei, die zu unseren Lieferanten zählt, versorgt uns mit Gutscheinen für 1 Steak und 1 Paar Bratwürste, die ich sicher, spätestens am kommenden Montag, einlösen werde.



In der Mittagspause mache ich mich auf den Weg in die Stadt, um dort einen Termin bei der Kosmetikerin wahrzunehmen (man muss sich auch mal was gönnen) und weil ich dort unverhofft noch 10 Minuten warten muss genehmige ich mir ein "Eis für Zwischendrin" bei der örtlichen und ganz echt italienischen Eisdiele (die auch richtig gut ist).







Nach dem Termin bin ich unglaublich entspannt, aber jetzt geht's nochmals auf der Arbeit weiter. Der Rest des Büros ist schon sehr ausgestorben, als ich wiederkomme. Ich bekomme am Nachmittag noch so einiges hin, schreibe viele E-Mails, telefoniere und spätnachmittags hören wir ein Produkt Probe, das dann ganz bald mal auf den Markt gehen soll. Dann fängt es an zu regnen und ich finde das recht blöd, denn ich bin ja mit dem Rad da. Das mit dem Regen gibt sich dann aber doch recht schnell wieder und die drei Tropfen, die mich auf dem Heimweg erwischen, die reichen noch nicht einmal um wirklich "nass" zu werden. Der Heimweg ist übrigens immer deutlich kürzer als der Hinweg, denn auf ihm geht es ja bergab. 😉




Zuhause angekommen, lege ich mich erst einmal 10 Minuten auf den Rücken und lege die Arme hinter den Kopf, um so eine Gegenbewegung zu der nach vorne gekrümmten Haltung auf dem Rennrad zu halten und Ungleichgewichte in meiner Körperhaltung auszugleichen. Seitdem ich das tue, gehören Spannungskopfschmerzen nach dem Rennradfahren, wie ich sie in den letzten Jahren häufiger hatte, der Vergangenheit an.

Nachdem ich wieder einigermaßen hergestellt bin, esse ich etwas zum Abend und rufe meine Patentante an, denn sie muss mir helfen: zum 60. Geburtstag der Mutter brauchen wir ein paar Fakten über ebendiese und wer, wenn nicht ihre Schwester (die Patentante!) könnte uns da besser helfen.

Zwischendrin schmeiße ich zweimal die Waschmaschine und einmal die Spülmaschine an und werde mich, nach Abschluss dieses Tagesberichts, während ich darauf warte, dass die letzte Maschine Wäsche fertig ist, damit ich sie aufhängen kann und dass der KSM im weit entfernten Schweden seinen Arbeiten - Kart fahren - Essen gehen - Tag beendet hat und sich telefonisch bei mir meldet - langsam auf mein Zubettgehen vorbereiten - es ist jetzt 22.23 Uhr. Ein sportlicher Tag mit viel Entspannung geht langsam zu Ende.

Samstag, 23. Juni 2018

Meines Glückes Schmied

Ich schaue zurück auf eine schöne Woche, in der ich, nach einem sonntäglichen Frühausflug mit dem Rennrad durchs Fichtelgebirge, bei dem mir ein wunderschön gestaltetes Haus über den Weg lief, das wohl als sog. "Lost Place" gelten muss, den KSM noch am Abend, nach dem Public Viewing des ersten Spiels der deutschen Mannschaft in der aktuell laufenden Weltmeisterschaft (okay, es gibt ja immer Wermutstropfen 😕) mit dem Bruder am Bahnhof eingesammelt und mit aufs Land genommen habe.







Nach einem spontan beurlaubten Montag, folgte ein Dienstag, an dem ich wieder zur Arbeit ging, den der KSM aber noch spontaner gleich auch noch auf dem platten Land verbrachte, um erst am Mittwochmorgen wieder in Richtung Hessenmetropole abzudampfen.

Von dem xten Ausflug in die große Stadt (jetzt kennen wir sie langsam, so groß isse dann halt auch nicht 😏), der ersten selbst gemachten Spargelsuppe, über leicht zerkochtes Gemüse und den ersten gemeinsam gepflückten (und hinterher natürlich auch gegessenen) Erdbeeren des Jahres, bis hin zu einem sehr sehr frühem Aufstehen und einer kleinen Wanderung zum Bahnhof am Mittwochmorgen, damit der KSM mit dem Zug auch wieder einigermaßen pünktlich in der Hessenmetropole aufschlagen kann, war alles dabei.





Leider war der Mittwoch als Arbeitstag etwas unruhig und gekrönt von einer Nachricht, die mir nicht so viel Spaß machte - auch wenn ich sie schon geahnt hatte. Abschluss fand er beim Stammtisch der Wirtschaftsjunioren in geselliger Runde und mit einem Telefongespräch, das alle Angst und schlechte Laune wieder auffangen konnte.

Den Donnerstag nutzte ich mal wieder, um den Renndrahtesel in Richtung Arbeit und wieder zurück zu bewegen. Schönes Wetter macht dabei natürlich am meisten Spaß und das bot der Donnerstag in jedem Fall und damit auch traumhafte Ausblicke über die Landschaft hier.







Schon gestern fing der Wetterumschwung hier an, die Temperaturen halbierten sich mal eben und der Himmel fing an zu weinen. Nachdem ich mit dem Fritz bei einem Automeachaniker gewesen bin, dem man seinen Job erklären musste (wie ich sowas nicht mag...), was zur Folge hat, dass meine Serviceintervallanzeige nun durcheinander gekommen ist, reichte die Motivation aber noch, um am Abend zu einer spontan auf 10km verlängerten Laufrunde aufzubrechen, die sich gut anfühlte und mich stolz auf mich selbst machte.

Der KSM befindet sich am Nürburgring, wo er das knuffige gelbe Auto betreut, was mich am Wochenende wieder einmal spontan zum Motorsport-Fan werden lässt (mit Trainingsergebnissen verfolgen und Livestream gucken, Sie wissen schon 😊) und darüber hinaus für mich bedeutet, dass ich mir am Wochenende mein eigenes Programm stricken muss. Das ist schade und manchmal schwer, denn gerade hier auf dem Land fällt mir dann immer wieder auf, dass ich zu weiten Teilen auf mich alleine gestellt bin. Jammern hilft an der Stelle dann aber auch nicht weiter, denn es ist nun einmal wie es ist und die Situation zu ändern, liegt allein in meiner Hand.

Freitag, 15. Juni 2018

Angeradelt

Endlich bin ich wieder mit dem Rad unterwegs. Ich habe mir vorgenommen, auch in diesem Jahr wieder wenigsten einmal in der Woche den Weg zur und von der Arbeit mit dem Rennrad anzutreten. Im Mai habe ich dieses Vorhaben noch erfolgreich vor mir hergeschoben (die vielen Brückentage und so, Sie wissen schon... es hat halt nie so richtig gepasst. 😊) Zweimal habe ich meinen Arbeitsweg nun schon mit dem Renndrahtesel angetreten. Mein Spind ist, wie im letzten Jahr, der mit dem Aufkleber zur Adams Family (wegen des eiskalten Händchens 😉).







Sehen Sie mal, was ich am letzten Samstag gesehen habe: diese Amselfamilie wohnt mitten in der Stadt auf einer Leuchte im Eingangsbereich. Es gibt wahrscheinlich ruhigere Wohngegenden, aber vielleicht sind die Vögel neugierig und hier gibt's bestimmt so einiges mitzubekommen. 😊



Am letzten Samstagabend testete ich, in Ermangelung eines vollständig trockenen Bettuchs (ich besitze genau zwei - beide am Samstagvormittag gewaschen und nachts noch nicht trocken 😏) zum ersten Mal und mit voller Absicht, mein neues Sofa als Bett. Ausgeklappt hatte ich es nicht, aber für eine einzelne, nicht zu breite Person 😉 ist es durchaus auch als Bettstatt geeignet.



Den Sonntagvormittag bis zum frühen Nachmittag verbrachte ich auf dem Rücken des Renndrahtesels. Der RCPH veranstaltete eine RTF - an so einer organisierten Tour hatte ich lange schon nicht mehr teilgenommen. Dafür war diese hier gleich ein voller Erfolg. Diesmal erkundete ich schon am Abend vorher (nachdem ich im Kino in der großen Stadt diesen Film hier gesehen hatte), wo die Tour am nächsten Morgen starten würde, stand am Sonntagmorgen überpünktlich auf (07.30 Uhr - brrr! 😩) und fuhr mit dem Rennrad zum Start. Wir nahmen die 50km - ich schriebe "wir", weil wir zu dritt auf die Strecke gingen. Nach kurzer Zeit waren wir dann sogar zu viert, weil sich noch ein nettes Mädels aus Chemnitz zu uns gesellte.







Die Tour war super organisiert und die Verpflegung der Hammer und als wir nach knapp drei Stunden wieder am Ausgangspunkt ankamen brach sogar die Sonne durch und das Wetter, von dem ich eigentlich annahm, es würde im Regen enden, wurde zu bestem Sommersonnenschein. Am frühen Nachmittag war ich wieder zuhause und genoss dort die Sonne noch in vollen Zügen.

Am Mittwoch nahm ich, wie schon seit 2013 die Bachelorprüfung an der Dualen Hochschule ab, an der auch ich seinerzeit mein zweites Studium abschließen konnte. Es war wieder einmal interessant zu sehen, welche Firmen duale Studenten ausbilden und mit welchen Themen für Abschlussarbeiten sie sie betrauen - in manchem Fällen stimmt einen das traurig in anderen sehr froh. Mir jedenfalls macht die Prüferei Spaß, ich lerne immer wieder nette Mitprüfer und -prüferinnen kennen und kann so der Hochschule ein bisschen von dem zurückgeben, das sie mir während meines BWL-Studiums gegeben hat.

Untergekommen bin ich in der Zeit bei einer guten Freundin aus meiner Zeit im Schwäbischen, vor der ich nur meinen Hut ziehen kann. Es ist uneingeschränkt bewundernswert, wie optimistisch sie ist, auch wenn ihr Leben sie gezwungen hat, in eine Richtung zu sehen, in die sie niemals hatte schauen wollen. Sicherlich hilft ihr dabei, dass sie sich in ihrem Leben nicht vollständig abhängig gemacht hat - weder finanziell noch emotional. Wahrscheinlich ist das ein guter Weg, immer ein kleines Stück flexibel zu bleiben und im Ernstfall recht schnell wieder nach vorne schauen zu können. (Macht weiter so, Jenny! 😊)





Am Donnerstagmittag traf ich die Wirtschaftsjunioren zum Mittagessen in einem der wahrscheinlich  besten Restaurants der großen Stadt und siehe da, auch dieses Restaurant besitzt einen Fleischreifeschrank, und zwar genau so einen, von dem mir der KSM seit mindestens zwei Wochen erzählt. 😊 (Er hat sich sogar schon ein Buch über "Veredelung" bestellt und weiß schon genau, in welchen Verfahren, man welches Stück totes Tier in einem solchen Schrank u wahren Leckerbissen reifen lässt. Ach ja, und ein Kapitel über Gemüse gibt es in diesem Buch wohl auch.😉)








Tja, und dann endete die Arbeitswoche auch schon wieder - diesmal mit einer zweiten Fahrt zur und von der Arbeit (nach ganzen 5,25 h Schlaf nicht ganz so schön, gut dass der Kreislauf durchs Radeln so richtig schön in Schwung kommt 😊).



Heute fand übrigens das erste von mir geschossene Bild über die Social Media Kanäle der Regenbogenfirma seinen Weg ins Netz. Unsere Badezimmer-Kollektion auf dem Sprungturm des örtlichen Freibads. Ich bin schon ein bisschen stolz, das Bild ist ganz gut geworden, oder? 😀



So und jetzt freue ich mich auf den KSM, der morgen aus Schweden zurückkommen und des Abends (leider erst nach dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft, das ich daher mit dem Bruder anschauen werde - auch schön 😊) am Hauptbahnhof ankommen wird. 2h Stunden Autobahnfahrt und ein gemeinsamer Tag Urlaub am Montag liegen vor uns. 😍

Dienstag, 5. Juni 2018

Ups and Downs

Der Job bringt es mit sich, dass ich immer mal wieder sehr interessante Persönlichkeiten kennenlernen darf. Diesmal einen Sternekoch aus Mittelfranken. Zum ersten Mal trafen wir uns in der Regenbogenstadt und sahen uns zusammen das aktuelle Sortiment der Regenbogenfirma an. Vor beinahe zwei Wochen trafen wir uns in der Stadt, in der das ganze Jahr lang Weihnachten ist, denn dort hat er sein alt eingesessenes Hotel und eines, das er erst ganz neu gebaut hat. Da Letzteres mit Möbeln aus meinem Sortiment eingerichtet wurde, wollte ich mir das Ergebnis natürlich einmal in natura ansehen.

Und, was soll ich sagen: allein das schwarze Haus, das recht exponiert in dem eher kleinen Städtchen steht beeindruckt schon, aber erst das Innenleben reißt seine Besucher dann richtig mit. Klug durchdacht eingerichtete, moderne und sehr ansehnliche Zimmer, von denen jedes etwas anderes Besonderes anzubieten hat, ein digitales System im Haus, das seines gleichen sucht, eine gemütliche Gemeinschaftsküche mit hochprofessioneller Ausstattung und das dann auch noch auf fränkischem Preisniveau - definitiv zu empfehlen (vermutlich aus diesen Gründen auch schon für die nächsten Monate ausgebucht).



Der Aufenthalt war fruchtbar und extrem lecker - wir führten interessante Gespräche, spannen Ideen und entwickelten Kooperationsmodelle während in stimmungsvollem Ambiente aus der Küche ein Gang nach dem anderen kam.













In einer solchen Atmosphäre und mit solchen Geschäftspartnern lässt es sich extrem gut arbeiten und das Arbeiten macht auch noch Spaß - es ist also fast kein Arbeiten mehr. 😉



Der Freitag nach dem Aufenthalt in Mittelfranken brachte ordentliche Turbulenzen und eine Hiobsbotschaft mit sich, auf die ich in einer solchen Intensität nicht gefasst war. Das Wochenende darauf verbrachte ich daher eher nachdenklich. Nichtsdestotrotz buk ich, wie geplant, den Lieblingskuchen des KSM und er gelang. 😊



Die Woche drauf brachte einige positive Dinge bzw. Überraschungen mit sich: nur drei Arbeitstage, ein neues (Schlaf-)Sofa, das ich mir schon sehr lange wünschte, einen Spontanbesuch, der zwar von Verwirrung durchbrochen wurde, insgesamt aber sehr schön verlief, Schwimmen im See, Laufen in der Natur, ein neues Strandtuch, das ich selbst nähte (wenigstens habe ich angefangen, leider stellte sich heraus, dass die gekaufte Borte zu kurz ist, also muss ich am kommenden Wochenende noch einmal ein längeres Stück kaufen), eine gemeinsame Radausfahrt am Sonntag, ein weiteres vernichtetes Päckchen Spargel 😋 und den Tatort am Sonntagabend.





Damit ist der Mai, Monat der meisten Feier- und Brückentage in unserem schönen Freistaat leider vorbei und der Juni steht vor der Tür: Monat des Brudergeburtstags und eines Open Air Konzerts in der Landeshauptstadt. Ich begrüßte ihn mit meinem Lieblingseisbecher (Amarena) in der besten Eisdiele der Regenbogenstadt. Willkommen!