Donnerstag, 7. April 2022

Rumkugeln

Am Montag der neuen Woche, an dem wir uns immer noch in Quarantäne befinden, ist die Stimmung weiterhin im Keller. Der KSM ist nicht damit einverstanden, dass ich gestern nicht zuhause war und mich auch nicht gemeldet habe.

Ich bin mittlerweile an dem Punkt angekommen, dass ich für mich ein Ergebnis gefunden habe: ich möchte, dass die Leute, die es in meinen Augen wissen sollten, nämlich die Familie, darüber aufgeklärt werden, dass in der Vergangenheit ein paar Fehler passiert sind, von denen wir heute wissen, dass es Fehler waren und die die Ausgangsbasis für unsere Beziehung zwar nicht ändern, vllt. aber ein paar neue Fakten für Außenstehende schaffen. Fehler zu machen ist nicht schlimm, das passiert Jedem mal, aber Offenheit und Transparenz im Umgang damit, die sind einfach wichtig ... Dinge, die falsch gelaufen sind, unter den Teppich zu kehren ist an dieser Stelle fehl am Platz und macht es in der Regel schlimmer und nicht besser.

Am Abend schaffen wir es, miteinander zu reden und am Ende ist es, wie es meist so ist, wenn iwo Unfrieden herrscht: die Dinge lassen sich recht schnell klären. Der eine ist gekränkt, der andere fühlt sich missverstanden, es kommen alle Fakten auf den Tisch, ich bringen an, was für mich wichtig ist, der KSM kann sich erklären. Wir einigen uns und alles ist wieder okay. 😊

Am Dienstag ist der erste Tag, an dem wir uns offiziell (die Regel besagt: 7 Tage nach dem offiziellen Ergebnis des PCR-Tests) haben wir beide einen Termin zum Schnelltest in der Strumpfstadt, um und "frei zu testen". Die Spannung ist groß, denn 100% ohne Symptome sind wir noch nicht. Am ende aber sind beide Testergebnisse wieder negativ und der KSM bricht daher gegen 11.00 Uhr in die Hessenmetropole zur Arbeit auf. Er freut sich sehr, endlich wieder loszukönnen ... und ich freue mich, endlich nicht mehr eingeschränkt zu sein und frei zuhause rumkugeln zu können. 😉

Am Mittwoch hat uns der Großteil der Artikel aus der Bestellung im avocadostore.de (Achtung, Werbung!) von letzter Woche (Sie erinnern sich?) bereits erreicht ... und auch für mich habe ich dort etwas gefunden: ein Paar Sneakers der Marke VEJA aus Brasilien (Achtung, Werbung!), die seit 2005 Sneakers aus ausschließlich veganem, verantwortungsvoll gewonnenem Material in Produktionsstätten mit hohen sozialen Standards herstellt. Ich habe mich für ein Modell in weiß mit einem Hauch von Türkis entschieden und die Variante mit Klettverschluss gewählt, denn "die Plauze wächst" und man weiß ja nie, wie lange ich noch gut Schuhe zubinden können werde ... 😉


Der Lieferung ist auch eine Infobroschüre beigepackt, die ich am Abend lese. Neben allen Nachhaltigkeits- und sozialen Aspekten, die die Firma berücksichtigt, begeistert mich auch, dass sie die Reparatur ihrer Schuhe nun ebenfalls angefangen hat, zu forcieren und so zu weniger Konsum beiträgt - ein Aspekt, der dringendst in unser alles Alltag Einzug halten muss. Einen Anfang in Deutschland haben erst vor Kurzem ein paar größere und kleinere Marken gemacht, die sich zusammengeschlossen und den "Responsible Shopping Guide" (Achtung, externer Inhalt/Werbung!) erstellt haben, der dabei hilft, weniger und verantwortungsvoll einzukaufen. Was dabei herausgekommen ist, ist simpel, aber effektiv und kann nciht nur auf den Kauf von Bekleidung, sondern sicherlich auf die meisten Kaufvorhaben angewandt werden. Wir können uns nur wünschen, dass zukünftig immer mehr Labels, aber auch Menschen umdenken und ihr Einkaufverhalten hinterfragen und nachhaltig ändern.


Am Abend beginne ich endlich damit, Dinge aufzuarbeiten, die in den letzten Wochen und Monaten meinem Job zum Opfer gefallen sind und die ich nicht bearbeitet habe, weil ich den Kopf dafür schlicht nicht frei hatte ... schade eigentlich. Den Anfang macht die Zustimmung zu neuen Geschäftsbedingungen einer Fondsgesellschaft, bei der ich meine vermögenswirksamen Leistungen einbezahle. Außerdem ändern sich die Karten bei meiner Bank, die Stromtarife etc. und über alles muss ich mal drüber lesen und ggf. tätig werden. Auf geht's! 😊


Am Donnerstagmorgen kommt bei mir jemand vorbei, dem ich via eBay Kleinanzeigen (Achtung, Werbung!) einen Gürtel geschenkt habe, den ich selbst schlicht nicht mehr trage, obwohl er nach wie vor in einem sehr guten Zustand ist. Die Dame, die ihn haben möchte, ist sehr zuverlässig, steht pünktlich vor der Tür und hat - quasi zum Tausch - einen Saft dabei, den sie mir schenkt. 

Wenn Leute so herangehen, wenn man Dinge zum Verschenken bei ebay Kleinanzeigen inseriert, dann freue ich mich immer ganz besonders. Natürlich kann man, wenn Dinge verschenkt werden, einfach hingehen und sie sich holen, aber so ist das dann doch etwas anderes ... eine Tafel Schokolade, eine Tüte Saft ... das macht die meisten Leute in diesem Land doch nicht arm und das Gegenüber freut sich darüber wahrscheinlich sehr. 


Ich bin noch nicht alt, aber doch älter als manch anderer. 😉 In meinem Leben habe ich schon ein bisschen was gesehen, ich habe an unterschiedlichsten Orten gelebt und gearbeitet, sehr viele unterschiedliche Menschen kennengelernt und bemerkt, welche davon mir liegen uns welche eher nicht. Mit jedem Tag lerne ich auch immer mehr über mich selbst, was ich kann und was nicht, was ich möchte, was nicht und woran ich glaube, was ich für richtig halte und was eben auch nicht. Bisher hatte ich im Leben viel Glück, wofür ich dankbar bin, wozu ich aber auch ganz klar schrieben möchte: zugeflogen sind mir die Sachen idR nicht, sondern es steckt immer auch Bemühen von meiner Seite dahinter. Es gab immer wieder Situationen, in denen es mir nicht so gut ging, in denen ich mir aktiv Hilfe suchen musste und das auch getan habe, Situationen, in denen mein Leben "auf der Stelle getreten ist" oder die für mich einfach nicht richtig waren und aus denen ich mich befreit habe, indem ich durchgehalten und weitergekämpft habe, auch wenn es mir mit harten Entscheidungen, die ich getroffen habe, oft selbst am schlechtesten ging.

Im Moment stehe ich an einem Punkt in meinem Leben, an dem sich viele Dinge geklärt haben, an dem ich mich schon verhältnismäßig gut kenne und weiß, was ich mir zumuten kann und will. Ich weiß, dass ich noch Einiges vorhabe in diesem Leben und ich weiß aber auch, dass ich, durch die Schwangerschaft und das Kind, das bald Teil unseres Lebens sein wird, in naher Zukunft, einmal mehr mit einigen Veränderungen klar kommen müssen werde bevor ich mit mit neuer Kraft auf neue Aufgaben stürzen können werde. Auch mir fällt es manchmal schwer, nicht alles auf einmal und zu viel zu wollen, auch ich kann mich manchmal im Kopf nur schwer bremsen, an 1000 Dinge, die ich "noch muss" gleichzeitig zu denken und mein Job hat das immer noch begünstigt.

Außerdem stehe ich momentan auch an einem Punkt, an dem ich weiß, dass ich nicht mehr länger warten kann und will, dass Dinge für mich entschieden werden und sich die Dinge von alleine ändern. Ich möchte Dinge in die Hand nehmen, auch im größeren Rahmen, und Entscheidungen treffen, wie ich es schon lange für mich selbst aktiv tue. Ich möchte zuversichtlich Strukturen aufbauen, in meinem Tempo, mit meinen Zielen und darauf möchte ich nicht mehr ewig warten, sondern es tun sobald sich die Situation dafür demnächst richtig anfühlt. 😊


Auch das war übrigens ein Teil der avocadostore-Bestellung (Achtung, Werbung!): das vermutlich erste und einzige Teil Umstandsmode, das ich mir gekauft habe (mal abgesehen von einer Umstandsleggings aus der Strumpffirma - Achtung, Werbung! - die ich im Übrigens aber für eine sehr sinnvolle Anschaffung halte, weil ihr Bund den Bauch toll einschließt und festhält, was sehr angenehm ist - angenehmer als die normalen Leggings, deren Bund in der Schwangerschaft unterm Bauch eher einschneidet 😏) --> ein Umstands- und Still-Jumpsuit von der schwedischen Firma Boob (Achtung, Werbung!), weil ich denke, dass ich ihn - auch ohne Bauch - in der Stillzeit und höchstwahrscheinlich selbst in der Zeit nach der Stillzeit noch gerne anziehen werde. Man sieht ihm seine "Stillfunktion" nämlich überhaupt nicht an, die Farbe ist zeitlos und der Schnitt modern. 😊


Meine elektrische Zahnbürste von Braun (Achtung, Werbung!) hat mich bereits vor Monaten schon verlassen. Sie hatte mind. 15 Jahre auf dem Buckel und daher hat ihr Akku zuletzt leider gar nicht mehr wirklich geladen bzw. nach dem Laden dann halt immer nur noch für ein, zweimal Putzen gehalten, was wenig Spaß macht und Sinn ergibt. Zunächst habe ich kurz überlegt, ob ich durch die Firma "Akkutauschen" (Achtung, Werbung!) einfach einen neuen Akku einbauen und die Bürste so reparieren lassen soll. Eine nachhaltige Herangehensweise, die ich prinzipiell sehr gut und unterstützenswert finde, denn ganz grundsätzlich machte der Motor der Bürste noch genau das, was er soll: Ultraschallfrequenzen. 

Allerdings war das Material, aus dem die Bürste u.a. bestand - Plastik mit einem Gummiüberzug vorne am Griff - bereits sehr in die Jahre gekommen, was dazu führte, dass der Gummi sich bei jedem Griff daran schmierig abrieb, was unschön war. Hier scheint der Designer beim Entwurf des Produkts leider nicht besonders langfristig gedacht zu haben. Darüber hinaus waren die Bürstenköpfe für dieses Modell zuletzt nicht mehr zu bekommen, was ebenfalls nicht besonders praktisch ist (obwohl ich zugeben muss, dass ich nicht weiß, ob einfach Bürstenköpfe neuerer Modelle auf meine alte Bürste gepasst hätten).

Zuletzt (=Ende letztes Jahr) trug ich mich daher mit dem Gedanken, eine neue Braun-Bürste als Ersatz anzuschaffen. Als Designerin habe ich während des Design-Studiums viel über Braun und die großen Designer, die dort in der Anfangszeit ihre Entwürfe gemacht und verkauft haben, gelernt und weiß, dass - zumindest manche Produkte dieser deutschen Firma, auch heute nicht nur in Deutschland entworfen, sondern nach wie vor auch hier produziert werden. Das wollte ich gerne unterstützen.

Ich habe mich mit dem aktuellen Angebot von Braun (Oral B - Achtung, Werbung!) für elektrische Zahnbürsten intensiv auseinandergesetzt und herausgefunden, welche darunter was kann und - vor allem - immer noch in Deutschland (genauer in Marktheidenfeld in Unterfranken, was mich sehr freut - Achtung, externer Inhalt!) hergestellt wird. Dabei musste ich allerdings auch feststellen, dass eine elektrische Zahnbürste heutzutage keine Zahnbürste, sondern ein mit elektronischem Schnickschnack überladenes Elektrogerät ist, das Dinge kann und beobachtet, von denen ich gar nicht glaube, dass - zumindest meine - Zähne sie auch nur im Ansatz brauchen. Ich brauche keine App-Steuerung, keine Andruckkontrolle per Smartphone, keine sieben verschiedenen Putzmodi, kurz: kein Gedöns. Ich möchte morgens und abends einfach meine Zähne putzen, nichts weiter. Und das am liebsten möglichst nachhaltig, ressourcenschonend und bedacht ... simpel eben.

Als ich dann herausfinde, wie viel ich für eine Oral B-Zahnbürste mind. bezahlen müssen werde, wenn ich eine kaufen möchte, von der ich glaube, dass sie wieder einen ähnlich langen Zeitraum hält wie meine alte, beginne ich zu überlegen, ob es wirklich gerechtfertigt ist, dass ich wahrsch. mehrere hundert Euro für eine Zahnbürste ausgeben soll, von deren Funktionalität ich schlicht mind. die Hälfte nicht brauchen werde und die, ganz nach alter Manier unserer Industrie, aus komplett neuen, wenig nachhaltigen Rohstoffen gefertigt sein wird.

Ich begebe mich also auf die Suche nach einer nachhaltigen Alternative und werde auch fündig: happybrush (Achtung, Werbung!) heißt das Start-Up mit Sitz in München, dessen elektrische Zahnbürsten, was die Funktionen angeht, auf das Mindeste reduziert, und die zu einem Gutteil aus recyceltem Material oder nachwachsenden Rohstoffen gefertigt sind. Viele der Produkte, die das Unternehmen anbietet (Achtung, Werbung!), werden in Deutschland gefertigt (z.B. die Aufsteckbürsten oder die Zahnpasta und das Mundwasser) - leider nicht die technischen Teile der Bürsten, also die Ladestation oder das Handstück. Diese werden aus Fernost bezogen, allerdings großteils aus recyceltem Kunststoff hergestellt (Achtung, externer Inhalt!) und dabei wird auch auf die Herstellungsbedingungen stark geachtet.

Schnell entscheide ich mich für das Premium-Produkt der Marke, die Eco Vibe 3 (Achtung, Werbung!). Drei Putzmodi, eine Ladestation zum kontaktlosen Aufladen sowie ein Akku, der, einmal aufgeladen, sechs Wochen halten soll, machen mich neugierig. Ich entscheide mich für ein Set, das, neben der Bürste selbst, auch noch drei zusätzliche Aufsteckbürsten, eine Tube Zahnpasta sowie 
ein Reiseetui beinhaltet, was ich sicher brauchen werde. Zuletzt ist der Preis des Ganzen ebenfalls in einem Bereich, in dem ich ihn vertretbar finde. 😊

Während unserer COVID-Quarantäne vergangene Woche (Sie erinnern sich?) habe ich mir dieses Set, nachdem ich gut 1/2 Jahr mittlerweile wieder auf Handzahnbürste umgestiegen war, endlich bestellt und es sehr schnell erhalten. Einmal 24h aufgeladen, konnte ich mit dem Putzen schließlich starten und muss sagen, dass mein erster Eindruck ein sehr guter ist: die Bürste hat ein schönes und recht schlichtes Design (und, Hej, sie ist schwarz, was will ich mehr?! 😉), sie putzt so, wie man es von einer Schallzahnbürste erwartet und das Etuis ist nicht aus Plastik, gut gestaltet und gut verarbeitet. Richtig begeistert bin ich von der kontaktlosen Ladestation, mit der das Aufladen leicht und schnell geht und die richtig klein, schick und gut gestaltet ist. Zur Zahnpasta kann ich (noch) nichts sagen, denn die habe ich, da ich aktuell bereits genügend Zahnpasten und andere Zahnpflegeprodukte parallel in Gebrauch habe, noch nicht benutzt.

Was mich etwas stört ist die Tatsache, dass die Aufsteckbürsten, keinen gummierten Kopfhaben, wie ich es von meinen vorherigen gewohnt war, und deshalb die Zähne unschön klappern lassen, sobald man beim Putzen den Mund zu weit zu hat und die vibrierende Bürste mit ihrer Rückseite an der Zahnreihe anschlägt, die gerade nicht geputzt wird. Kann allerdings sein, dass das durchaus nachhaltiger ist und man sich dadurch eben einfach einen etwas vorsichtigeren Umgang mit der Bürste angewöhnen muss und das Problem dann aber umgeht. Darüber hinaus frage ich mich, ob wohl die Softlackoberfläche, die die Bürste hat, eine wirklich langfristig haltbare Sache sein wird oder ob sie iwann, nach relativ kurzer Zeit wohl anfangen wird, sich aufzulösen ... habe ich doch vor, auch diese Bürste wieder, wie meine letzte, wenigstens 15 Jahre oder länger zu nutzen. aber das wird die Zeit wohl zeigen müssen.

In meinem Badezimmer stehen zur Zahnpflege im Moment also die happybrush-Bürste sowie zwei Zahnpasten von Ben&Anna (Achtung, Werbung!), darüber hinaus eine Zahnseife von Dr. Röska (von der ich sehr begistert bin - sehr gut gegen Zahnstein! --> Achtung, Werbung!) und zuletzt Denttabs (Achtung, Werbung!) bereit, die zwar von der Sache an sich und auch von der Verpackung sicher am nachhaltigsten sind, die mich mit dem "Putzerlebnis allerdings leider am wenigsten begeistern. Mir fehlt hier vor allem der Schaum ... und es nervt mich, dass ich nach dem Putzen mit den Tabs oft Zahnpasta-Flecken auf meinem Oberteil habe - warum auch immer das gerade bei den Tabs so ist. Alle Produkte werde ich mit Sicherheit aufbrauchen (auch wenn mich mache eben nciht ganz so glücklich machen wie andere).


Am Freitag habe ich erneut einen Vorsorgetermin im Geburtshaus und dafür müssen der KSM und ich am Donnerstagabend einen Aufklärungsbogen und eine Einwilligungserklärung durcharbeiten, verstehen und unterzeichnen. dieser wird nämlich am Freitag dann ausführlich mit mir besprochen werden. Nachdem der KSM nicht vor Ort ist, muss er seine Unterschrift zwar nachreichen, aber es ist natürlich wichtig, dass er und ich gleichermaßen wissen, was bei einer Geburt im Geburtshaus auf uns zukommt. Jeder liest also den Bogen für sich durch und nachher besprochen wir zusammen telefonisch, welche Angaben wir zu verschiedenen Themen noch machen und welche Fragen wir stellen wollen.


Nach einer wirklich ausführlichen Aufklärung und Vorsorge im Geburtshaus am Freitagmittag, erreicht mich der KSM am frühen Freitagabend, um den Bogen selbst noch zu unterschreiben.

Für das Wochenende habe wir uns einmal wieder eine größere Kochaktion vorgenommen. Wir wollen aus dem slowly Veggie! Magazin (Achtung, Werbung!), das ich bereits im letzten Jahr einmal gekauft und aus dem wir bereits mehrfach leckere Sachen gekocht haben (Sie erinnern sich?), einmal mehr ein paar neue Rezepte ausprobieren. Dafür kaufen wir am Samstag also zunächst ein. Am späteren Samstagnachmittag, nachdem wir ein paar Dinge hin- und hergeräumt haben) entspanne ich dann aber erst noch ein bisschen, mit meiner Sonnenliege  bei meinem aktuellen Buch (Achtung, Werbung!) auf dem Spielplatz gegenüber (auf unser eigenes kleines Sonnenplätzchen scheint um diese fortgeschrittene Tageszeit leider keine Sonne mehr).


Nachdem mir in dieser Woche mein Smartphone zum wiederholten Male auf den Boden gefallen und dabei die ohnehin bereits etwas angeschlagene Hülle, die mir der KSM zu Anfang dafür gedruckt hat, dann doch kaputt gegangen ist, beginnt der KSM am Sonntagmorgen damit, mir eine neue mit seinem 3D-Drucker auszudrucken. Das Design obliegt mir, die Umsetzung dann dem KSM.

Ich entscheide mich für schlichtes Schwarz mit optischen Farbklecksen, wie ich das auch bei meinen Outfits immer tun würde. 😉


Während der KSM also die Einzelbestandteile ausdruckt, die er für die gesamte Hülle benötigt ...


... beginnen wir zum Mittag damit, ein leckeres Mittagessen zuzubereiten. Der KSM nimmt sich einer orientalischen Sellerie-Creme-Suppe mit Granatapfelkernen und Kardamomöl an, während ich mich um mit Couscous gefüllte Champignons kümmere, die auf einer fruchtigen Tomaten-Aprikosen-Sauce serviert werden sollen.

















Währenddessen entsteht auf dem Drucker eine Smartphonehülle in schwarz mit blauem Kamera-Bumper und einem Regenbogen als Dekoelelement - zunächst in Einzelteilen.


Am Nachmittag brechen wir zu Fuß in die Stadt auf, wo wir, weil schönes Wetter ist, in der eisdiele ein Eis zusammen essen. Der KSM bestellt ein normales Spaghetti-eis, ich ein Kinder-Spaghettieis mit Schokoladeneis und Kinderschokoladen-Riegeln (weil in meinem Magen ja gerade, aufgrund des Mini, nciht ganz so viel Platz ist). Hinterher ist der KSM enttäuscht - und ich bin überrascht - denn die Portionsgrößen unterscheiden sich, wenn überhaupt, nur minimal, die Preise sich aber deutlich. Vermutlich nimmt der KSM beim nächsten Mal einfach auch ein kinder-Spaghettieis. 😉


Am Abend stellt der KSM dann meine Hülle fertig und setzt alle Teile, mit Hilfe von Tesa-Streifen, einmal zusammen, bevor er sie fest miteinander verklebt und sie bis zum nächsten Morgen trocknen müssen.


Nachdem der KSM, wie jeden Sonntagabend aufs Neue, seine Tasche bzw. seinen Koffer für die Woche gepackt hat, sehen wir den Tatort "Hubertys Rache" aus Köln, den wir, allein aufgrund des sympathischen Ermittlerduos (Achtung, externer Inhalt!) gelungen finden. 😊

Freitag, 1. April 2022

Staatsakt

Am Montagmorgen rufe ich bei der Arztpraxis an, bei der ich schon im Oktober 2020 meinen ersten PCR-Text habe machen lassen (Sie erinnern sich?). Da der KSM niwo wirklich eine Hausarztpraxis hat, frage ich, ob auch er dort getestet werden könnte. Die Praxishelferin sagt mir dies zu. Wir fahren gegen 10.00 Uhr mit Gabi in die Strumpfstadt und wollen uns testen lassen - leider ist die Krankenkassenkarte des KSM aktuell abgelaufen und die neue ist noch nicht bei uns angekommen.

Nachdem sich die Helferin, die mich getestet und mir eine Krankschreibung wg. COVID-19 gegeben hat, dann doch erst kurz anstellt, als wir darum bitten, auch den KSM zu testen und sich erst noch einmal mit einer Kollegin rückversichern muss, dass sie das auch tun darf, scheitert der PCR-Test des KSM schließlich daran, dass die abgelaufene Versichertenkarte dann eben auch einfach nicht mehr funktioniert. Wir müssen den PCR-Test für den KSM daher auf anderem Wege bekommen. Wir erkundigen uns also bei einer offiziellen Teststelle der Strumpfstadt, ob er dort getestet werden kann. Dort sagt man uns, dass er erst einen offiziellen positiven Schnelltest von dieser Teststelle haben muss, um danach dort kostenfrei einen PCR-Test machen lassen zu können. Na, dann ... 

... er reserviert sich dort also einen Termin zum Schnelltest am frühen Nachmittag, dessen Ergebnis dann - wenig überraschend - positiv ausfällt. Daraufhin bekommt er einen Termin für einen PCR-Test am Abend. 😊

Mir geht es heute schon wieder etwas besser, während der KSM heute, wahrscheinlich auch aufgrund seines ausgiebigen Radtrainings vom Tag vorher, mit starken Gliederschmerzen zu kämpfen hat. Ich fange daher an, mein Übergabedokument an die Kollegen, das ich in der letzten Woche nicht mehr zu 100% fertigstellen konnte, abzuschließen, damit ich auch das noch übergeben kann.

Am Abend gibt es - zumindest für mich - "Abendessen im Bett". Der KSM hat heute keinen richtigen Hunger. 
 

Am Dienstag erhalten wir beide unsere Ergebnisse der offiziellen PCR-Tests und können uns nun - ebenfalls offiziell - zu den "Infizierten" zählen. 😉 Ich stelle an diesem Tag mein Übergabedokument für die Kollegen fertig und gebe es ab.


Ab Mittwoch geht es dann, zumindest bei mir, wieder "bergauf" und ich fühle mich langsam besser. Daher schreibe ich ab Mittwoch an den Stichpunkten zu einem Zwischenzeugnis, das ich bei der Strumpffirma (Achtung, Werbung!) angefordert habe.

Ab dem Mittwoch in der Quarantäne gehen wir abends auch einmal eine kleine Runde spazieren. Frische Luft, Licht und Bewegung sind förderlich zum Genesen, dieser festen Überzeugung bin ich in jedem Fall, und da wir hier normalerweise keinen Menschenmassen begegnen, wenn wir raus gehen (und man diesbezüglich auch einfach einmal ein bisschen "die Kirche im Dorf lassen" muss), bewegen wir uns durchaus auch mal eine überschaubare Zeit lang außerhalb unserer Wohnung. Auch dabei, denke ich, sollte man den Leuten doch einfach selbst die Verantwortung geben, wenn es darum geht, sich sozial sorgfältig zu verhalten.

Am Donnerstag und Freitag stelle ich den Vorschrieb für mein Zwischenzeugnis komplett fertig, so dass ich ihn am Freitag abgeben kann. Außerdem mache ich eine recht umfassende Bestellung für das Mini online fertig, diesmal im avocadostore (Achtung, Werbung!), weil es mir wichtig ist, dass die Dinge, die wir neu anschaffen mit dem Nachhaltigkeitfokus, möglichst regional produziert und auf langfristigen Gebrauch ausgerichtet sind. Glücklicherweise ist das Wetter nicht so gut, dass man sich ärgern müsste, dass man den ganzen Tag drin verbringe muss.

Am Donnerstagabend erreicht den KSM auf seinem Smartphone ein Anruf, der mich etwas verwundert. Zwar nimmt er ihn nicht an - auch nicht als noch ein zweiter folgt - dennoch lässt er mich nicht so richtig in Ruhe. Ich beschließe, der Sache etwas auf den Grund zu gehen, dafür muss ich allerdings in seinem Smartphone ein bisschen forschen. Es ist mir durchaus bewusst, dass das eine etwas zwiespältige Angelegenheit ist. Wir haben allerdings beide jeweils Zugriff auf das Smartphone des Anderen, weil es eig. nichts geben sollte, das wir uns gegenseitig verheimlichen wollten. Was ich dann in den Fotos entdecke, macht mich aber schon etwas ratlos, auch wenn ich gleichzeitig feststelle, dass das Ganze schon recht lange her ist. Zunächst spreche ich es nicht an, ich muss nachdenken.

Am Samstag dann versuche ich, die richtigen Worte zu finden und mit dem KSM zusammen Klarheit zur Sache zu bekommen und am Ende weiß ich: es ist so wie ich es gesehen habe und das war mir die letzten drei Jahre so einfach nicht klar. Ich fühle mich ein bisschen veräppelt und habe das Gefühl, die letzte Zeit "unter falschen Vorzeichen" gelebt zu haben, auch wenn die Sache tatsächlich lange gelöst zu sein scheint. Den Samstagabend verbringen wir daher getrennt, ich bin dann doch ganz schön getroffen.

Für den Sonntag kann ich dann nicht anders: Quarantäne hin oder her, ich muss hier raus. Ich stehe morgens auf, frühstücke und mache mich fertig, um nach Bochum (Achtung, externer Inhalt!) zu fahren. Da der KSM scheinbar beschlossen hat, heute lange zu schlafen, verlasse ich die Wohnung unbehelligt. Nach Bochum wollte ich immer schonmal - eine Kollegin von mir kommt von dort und hat dort auch nach wie vor ihre zweite Wohnung - nicht, weil ich denke, dass diese Stadt mich vom Hocker reißen wird, aber ich gehe schon davon aus, dass sie, mit ihrer Kohle-Untertagebau-Vergangenheit, in jedem Fall sehenswert ist. Kurz nachdem ich mich im Auto auf dem Weg in den Ruhrpott (Achtung, externer Inhalt!) befinde, ruft der KSM zum ersten Mal an, aber das kann ich heute nicht brauchen -  ich muss nachdenken - und ich schalte das Handy in den Flugmodus (Achtung, externer Inhalt!).

In Bochum angekommen, ist das Deutsche Bergbaumuseum (Achtung, Werbung!) bereits groß angeschrieben und ich folge dieser Beschilderung. Das Wetter ist nicht so schön, daher kommt mir ein solches Museum gerade recht. Gegen 13.00 Uhr starte ich meinen Besuch im Museum, das, aufgrund der Pandemie, leider etwas wie ausgestorben wirkt. Zunächst sehe ich mich um und stelle fest, dass die gesamte Museumsgastronomie leider immer noch geschlossen ist - schade, ich hätte gerne zumindest eine Suppe zum Mittag gehabt, aber auf Automatenfutter habe ich keine Lust, so muss ich wohl noch bis zum Nachmittag warten. Dann fahre ich mit dem Fahrstuhl in den den Anschauungsgrubenschacht, um, unter realen Bedingungen, etwas über den Kohleabbau zu lernen. Ich laufe den Rundweg, auf dessen Verlauf man einiges über die Werkzeuge und Bedingungen untertage lernt und bleibe gute 1,5h unter der Erde. Danach besuche ich noch die Dauerausstellung über Kohleabbau im Laufe der Zeit und Energiegewinnung im Allgemeinen. Gegen 16.00 Uhr bin ich durch - auch im Kopf - und verlasse das Museum, um ein kurzes Schläfchen im Auto zu halten (ich bin nämlich echt ein ganz schön müde ...) und mir danach etwas zum Essen zu suchen. Der KSM hat es bis zu diesem Zeitpunkt konstant jede Stunde einmal versucht, mich anzurufen, aber ich möchte in Ruhe gelassen werden.









Fußläufig nicht allzu weit entfernt vom Museum, mache ich eine Filiale von "Taste of Baerlin" (Achtung, Werbung!) aus, die ich beschließe zu besuchen, um dort einen Döner zu essen. Die jungen Männer, die mich bedienen sind sehr aufmerksam. 😉 Ich nehme einen vegetarischen Döner, der wirklich sehr lecker und ein bisschen außergewöhnlich aussieht und schmeckt und dazu ein Teegetränk. Danach verbringe ich eine ganze Zeit mampfend in dem Schnellrestaurant und schaue mir einfach die Leute an, die sich, neben mir, hier ebenfalls einen Döner besorgen.


Im Anschluss mache ich mich auf den Weg in die Stadt, mir etwas Süßes zum Nachtisch suchen. Ich finde eine orientalische Bäckerei, die extrem süßen Kuchen verkauft, von dem ich nicht genau weiß, welche Art Kuchen das nun ist, bei der ich aber ein Stück von einem davon mitnehme, zu dem ich dann sogar noch ein Döschen Zuckerwasser zum Drüberschütten dazu bekomme. Sehr lecker, das passt mir gerade richtig gut rein. Hinterher bin ich ziemlich voll gegessen - immerhin muss das Essen, neben dem Kind in meinem Magen auch noch Platz finden - aber es war lecker bis zum Schluss, daher hat es sich gelohnt. 😋

Ich gehe durch die Innenstadt und stelle fest, dass ich recht dringend zur Toilette muss ... leider gibt es da keine öffentliche Toilette, die geöffnet wäre. Ich betrete daher kurzerhand ein Eiscafé, dessen Servicekraft mir zwar nur zögerlich, dann aber doch zusagt, dass ich die Toilette benutzen darf. Thank god! 😁

Auf dem Rückweg komme ich an dem Modehaus vorbei, dessen Ordertermin ich, zusammen mit meinem Kollegen, im letzten Sommer in Düsseldorf begleiten durfte (Achtung, Werbung! Sie erinnern sich?) und ich bin überrascht, wie groß es dann in Wirklichkeit doch ist - ich hatte es wesentlich kleiner eingeschätzt. Es ist 19.25 Uhr als ich an einer hübschen katholischen Kirche (Achtung, externer Inhalt!) vorbeikomme, die offensichtlich gerade zum Abendgottesdienst läutet und weil ich neugierig bin, biege ich ab und besuche spontan den Gottesdienst dort.

Im Anschluss spricht mich der Pfarrer der Kirche an, ob ich neu hier wäre und ich erkläre ihm, dass ich aus der Strumpfstadt komme und dort nun auch wieder hinfahren werde. Er ist sehr nett und interessiert, erzählt mir, dass er die Strumpfstadt kennte und empfiehlt mir eine Kirche im Sauerland zu besuchen, die erst kürzlich eine neue Altargestaltung bekommen hätte. Ich freue mich immer, wenn ich mich mit mir bis dahin fremden Leuten unterhalten und austauschen kann, daher freut mich auch dieses kurze Gespräch und ich versuche, mir zu merken, wo die empfohlene Kirche steht ... leider habe ich den Ortsnamen bis zum Auto dann doch wieder vergessen. 😏


Auf dem Rückweg mit Gabi lasse ich mir Zeit. Der KSM hat heute oft auf meinem Telefon angerufen und mir auch eine Nachricht geschrieben, um herauszubekommen, wann ich zurückkomme - es ist mir aktuell egal. Ich habe keine Dinge zum Übernachten eingepackt, es kann ihm also klar sein, dass ich wieder komme. Er ist "schon groß" und wird sich zu beschäftigen wissen. Wir werden den Zwist klären, aber nicht am Telefon, so viel steht fest.

Als ich nach hause komme, ist die Stimmung weiterhin angespannt und der KSM ist beleidigt, weil ich nicht auf seine Anrufe und die Nachricht reagiert habe. Es kommt daher nicht zur Klärung, sondern wir sehen getrennt voneinander fern (ich noch den aktuellen Tatort aus Hamburg unter dem Titel "Tyrannenmord", den ich spannend finde) und gehen dann, ebenfalls noch einmal getrennt voneinander, ins Bett. 😴

Montag, 28. März 2022

Erwischt

Am Montag meiner letzten Arbeitswoche packe ich also morgens sämtliche Köstlichkeiten, die wir am Sonntag gezaubert haben und sämtliches Zubehör, ein und transportiere alles zur Strumpffirma. Dort helfen mir meine beiden Kolleginnen, die Sachen ins "Atelier" zu bringen, wo wir über Mittag das kleine Treffen abhalten wollen, zu dem ich meine Kolleg*innen - selbstverständlich unter Corona-konformen Bedingungen - eingeladen habe.

Noch morgens stellen zwei der Kolleg*innen von mir fest, dass sie zwar zugesagt haben, aber doch nicht kommen können, weil sie gar nicht anwesend sind ... scheinbar lesen sich diese Personen die Texte zu ihren Terminen nicht (mehr) durch. 😜 Schade eigentlich ... vor allem für diese beiden. 😉

Zum Mittag dann gehe ich nach oben, wo mir unsere Trainee dabei hilft die allerletzten Dinge vorzubereiten und frisch zuzubereiten. Dann kommen auch schon die Gäste - alle 2G Plus. Alle sind begeistert und ich muss versprechen, die Rezepte weiterzugeben.


Mein Kollege hält eine kleine, sehr nette Ansprache und übergibt mir einen wirklich wunderschönen bunten Frühlingsblumenstrauß, über den ich mich sehr freue. 😄


Am Dienstag in dieser Woche habe ich frei. Fragen Sie mich nicht, warum, aber es erschien mir schlau so, da ich dann am Mittwoch noch verschiedene Termine wahrnehmen konnte, darunter einer, der mir besonders wichtig erschien und dessen Ergebnis ich gerne kennen wollte. 😊 So hatte ich außerdem am Dienstag Zeit, in Ruhe und ohne Hetze morgens zum Gynäkologen zu fahren und eine der letzten Vorsorgen dort in Anspruch zu nehmen. Dabei entstanden einmal mehr Ultraschallbilder, auf denen ich nichts erkennen kann. 😉


Der Mittwoch dann war tatsächlich mein letzter Arbeitstag, es erschien mir dann doch zunächst recht unwirklich ... 😉 Er war voll von verschiedensten Terminen, in denen ich noch aktiv dabei sein konnte und wollte. Über Mittag dann fand ein kleines gemeinsames, rein digitales Mittagessen mit allen Kolleg*innen im Produktmanagement statt, die zum großen Teil mittlerweile beinahe ausschließlich von zuhause aus arbeiten. Am Nachmittag ordne ich die Dinge auf meinem Schreibtisch und hinterlasse dort Beschreibungen an jedem Teil, das sich dort aktuell befindet: zu welchem Projekt gehört es, welchen Stand hat es, was ist es, wie soll es damit idealerweise weitergehen? Da ich parallel dazu auch ein Übergabedokument angefangen habe, werden sich sämtliche Themen auf meinem Schreibtisch und in meinem Übergabedokument wiederfinden und meine Nachfolgerin sollte sich damit dann zurechtfinden. Ich mache meinen Schreibtisch auch noch einmal sauber. und entsorge, was sicher nciht mehr gebraucht werden wird, was aber gar nicht so viel ist. Ich scheine tatsächlich ein recht ordentlicher und strukturierter Mensch zu sein. 😉

Am späten Nachmittag/frühen Abend verlasse ich die Strumpffirma und werde in den nächsten Tagen zunächst einmal sämtliche Urlaubstage in Anspruch nehmen, die mir für die Zeit, in der ich in diesem Jahr gearbeitet habe und die zusätzlich im Zeitraum meines Mutterschutzes fallen würden, in Anspruch. Das sind insgesamt noch 15 verbleibende. Danach wird mein offizieller Mutterschutz starten. Ich gebe offen zu, dass das Luxus ist, gebe aber auch zu bedenken, dass, aufgrund dessen, dass mein Job nicht so gestrickt war, dass ich täglich um 17.00 Uhr hätte den Stift fallen lassen können (und wollen), sehr viele Dinge in Bezug auf die Vorbereitung der Geburt (seien das nun die verschiedensten Besorgungen für das Baby noch zu machen oder aber auch Organisatorisches und Bürokratisches abzuwickeln oder, und vllt. mit das Wichtigste: mich selbst psychisch und physisch auf die Geburt vorzubereiten) einfach liegengeblieben sind und noch erledigt werden wollen. 

Es mag Menschen geben, die da besser organisiert sind als ich und die sehr viel mehr von diesen Dingen parallel noch erledigt bekommen, meine Energie an dieser Stelle war und ist begrenzt und ich bin außerdem der Meinung: man macht die Dinge besser mit voller Konzentration und nicht nur "so nebenher", davon hat man idR am Ende mehr. 😊 Daher habe ich immer gewusst und darauf geschielt, dass diese Wochen und Monate für die Vorbereitungen noch kommen werden und ich mich dann voll darauf konzentrieren werde, die Sachen, die bislang liegen geblieben sind, mit voller Kraft auszuführen.

Am Mittwochabend nehme ich zum ersten Mal an einem Sportkurs für Schwangere teil und bin hinterher selbst überrascht, wie anstrengend der war. Gerechnet hatte ich mit einem "Hausfrauenkurs", bei dem ich vermutlich keinen Tropfen Schweiß vergießen würde. Tatsächlich habe ich direkt nach dem Kurs dann aber schon das Gefühl, dass mir von den ganzen Halteübungen und Training mit Eigengewicht ein kleiner Muskelkater bleiben könnte. 😏

Am Donnerstagmorgen dann bemerke ich, dass es wohl kein kleiner, sondern schon eher ein ausgewachsener Muskelkater ist, der sich da bei mir eingenistet hat und ich tue mich schwer damit, morgens überhaupt aus dem Bett zu kommen. 😁 Heute bin ich, obwohl mein erster Urlaubstag, noch mit meiner Abteilungsleiterin zum Mittagessen verabredet. Wir haben es in der letzten zwei Jahren regelmäßig einmal im Jahr geschafft, miteinander Mittagessen zu gehen. Daher wollte ich auch in diesem Jahr nicht die Gelegenheit verstreichen lassen, dies noch einmal mit ihr zu tun.

Ich habe mir vorgenommen, zum Mittagessen mit ihr zu Fuß zu kommen (bei diesem Muskelkater vllt. ein guter Weg, wieder etwas lockerer zu werden ...), um meinem Körper einfach mal wieder etwas ausgeprägte Bewegung zu verschaffen. Etwas unterschätzt habe ich dabei den Muskelkater und meine mittlerweile deutlich eingeschränkte Kondition: ich brauche für den Weg über den Fußweg in die Strumpfstadt aktuell deutlich länger, als das noch früher der Fall war. Daher komme ich nicht um punkt 12 Uhr, sondern ein paar Minuten später vor dem Büro unserer Abteilungsleiterin an. Gut, dass auch sie idR nicht die Überpünktlichkeit in Person ist und sich zu diesem Zeitpunkt noch in einem Gespräch befindet. So nutze ich die Gelegenheit, mich noch kurz mit einer Kollegin zu unterhalten, die in einem angrenzenden Büro sitzt und die ich schon sehr lange nicht mehr getroffen habe. 😊

Wir gehen in ein italienisches Restaurant, in dem der KSM und ich nur sehr selten essen gehen (Achtung, Werbung!), genau deshalb habe ich es mir für unser Mittagessen ausgesucht. 😉 Wir reden über vieles, vor allem über Privates, Berufliches spielt erst einmal keine Rolle. Unsere Abteilungsleiterin hat zwei Kinder, eine Familie und ein Privatleben und sie kann viel (und das tut sie auch gerne) darüber berichten und Tipps dazu geben. Ich bin dabei eine gute Zuhörerin und sehe vieles von dem, was sie erzählt sehr ähnlich und kann mich damit anfreunden.

Lediglich als wir uns, nach 1,5h Mittagessen, wieder zurück ins Büro aufmachen, streifen wir noch kurz die beruflichen Themen, tauschen uns dazu aus, wie es für mich nun erst einmal weitergehen soll und womit sie rechnen kann. Danach geht es für sie weiter in ihrem Programm und ich mache mich zu Fuß wieder auf, zurück nach hause zu gehen. Zuhause angekommen, bin ich ganz schön kaputt von einer Wegstrecke, die ich vor der Schwangerschaft ohne große Schwierigkeiten gehend oder auch laufend bewältigt habe ... so ändern sich die Dinge manchmal. Glücklicherweise sprechen wir bei einer Schwangerschaft von einem zeitlich begrenzten Zustand. 😉

Am Abend bin ich, erneut in der Strumpfstadt, zum Essen verabredet. Diesmal mit meinen Kollegen und diesmal in dem sehr schönen Restaurant einer befreundeten Triathletin, die, zusammen mit ihrem Mann, eine Urlaubslocation und Gastronomie von besonderer Qualität (Achtung, Werbung!) aufgebaut hat. Der KSM und ich waren hier zu Beginn der Schwangerschaft (Sie erinnern sich?) schon einmal essen und haben es sehr gemocht und nun, ein halbes Jahr später, bin ich mit meinen Kollegen hier verabredet. Diesmal nehme ich allerdings Gabi, um dort hinzukommen, denn das Mini macht sich in meinem Becken schon durchaus bemerkbar, nach längeren Wegstrecken zu Fuß, und eine hatte ich ja nun heute schon davon. 😉 Auf dem Weg in die Stadt, nehme ich unsere Trainee mit, damit sich meine Fahrt auch lohnt.

Es wird ein schöner Abend. Bei Vor-, Haupt- und Nachspeise unterhalten wir uns über alle möglichen Themen und verbringen insgesamt gut 3,5h in entspannter Atmosphäre zusammen. Das ist ein guter Abschluss von etwas mehr als zwei Jahren in diesem Team, die tatsächlich mit den direkten Kollegen immer konstruktiv und kooperativ gewesen sind. Meine Position wird (bzw. ist bereits) mit einer internen Nachfolgerin besetzt und ich werde sehen, wo ich, wenn meine Elternzeit vorbei ist, neu ansetzen werde. Angst davor jedenfalls, habe ich keine. 😊






Am Freitagmorgen tue ich mich mich unglaublich schwer damit, aufzustehen - ich komme wirklich kaum aus dem Bett. Mein Körper tut mir an den verschiedensten Stelle weh und, nachdem ich etwas gefrühstückt habe, lege ich mich gleich wieder aufs Sofa. Allerdings habe ich just an diesem Tag noch einmal einen Termin im Geburtshaus am frühen Nachmittag, zu dem ich natürlich gehen muss und möchte. 

Im Geburtshaus angekommen, merke ich, dass ich ab uns an husten muss und werde von der mich betreuenden Hebamme auch angesprochen, ob ich wohl eine Erkältung hätte. "Bis vorhin hatte ich noch keine", denke und sage ich, "aber einen Sch***muskelkater habe ich nach wie vor ... " Nachdem ich vom Geburtshaus wieder zuhause bin, fängt es an, in meinem Kopf zu rattern: wo kommt dieser leichte Husten her, den ich seit heute Mittag nun habe? Habe ich am Ende COVID-19? Aber wo soll das herkommen? Ich rufe den KSM an und bitte ihn, Selbsttests von der Arbeit mitzubringen, damit wir sicher gehen und eine Infektion mit Corona ausschließen können.

Der KSM kommt recht spät an diesem Abend und macht einen Test mit mir ... und einen zweiten: beide sind positiv. Ich bin schockiert.


Wir rufen bei der COVID-Hotline des Bundesgesundheitsministeriums an, um zu hören, was jetzt gemacht werden muss. Ein PCR-Test, um die Infektion einmal offiziell zu bestätigen ist die Ansage, aber den kann man, hier auf dem platten Land, frühestens am Montag machen lassen und bis dahin heißt es wohl: Füße still halten. Der KSM hat etwas Schnupfen von der Arbeit mitgebracht, fühlt sich so aber noch sehr gut und geht daher, nur vorsichtshalber, gleich am Freitagabend noch einmal ausführlich einkaufen. 😊 Ich bleibe zuhause und benachrichtige sämtliche Kontaktpersonen der letzten beiden Tage. Darüber hinaus benachrichtige ich meine Eltern (zumindest versuche ich das) und meinen Bruder samt Freundin, die am Wochenende hätten zu uns kommen sollen, um mit uns meinen Geburtstag bei einem schönen Brunch zu feiern. Noch am Abend sage ich das Hotelzimmer, das ich für die Eltern gebucht hatte, ab und verspreche dem Bruder, mich am nächsten Tag noch einmal zu melden.

Wir beschließen, getrennt zu schlafen: der KSM im Schlafzimmer, ich im Wohnzimmer, sonst aber ist ein "sich aus dem Weg gehen" in unserer Wohnung eher schwierig und wir müssen es wohl darauf ankommen lassen. Angst vor dem Virus haben wir nicht. Allerdings hat der KSM just heute seinen Arbeitsrechner übers Wochenende auf der Arbeit gelassen, so dass er natürlich kommende Woche möglichst nicht in Quarantäne sein möchte. 😉

Mir geht es nicht schlecht, ich habe eben etwas Husten, viel Durst und bin etwas matt, der KSM hat seinen Schnupfen. Daher gehen wir am Freitag einfach verhältnismäßig früh ins Bett und warten auf den nächsten Tag: neuer Tag, neues Glück. 😊 Aber auch der Selbsttest, den ich dann gleich morgens mache, ist und bleibt positiv und der Besuch meiner Eltern hier bzw. der Geburtstagsbrunch mit der gesamten Familie am Sonntag sind damit beim Teufel. 😑


Wir verbringen den Samstag also großteils drinnen, das Wetter draußen ist ohnehin nicht so schön. Nachdem ich am Nachmittag wirklich öfters mal auch sehr stark husten musste, rufe ich noch einmal bei der Hotline an, um mich zu erkundigen, ob ich in Bezug auf meine Schwangerschaft nun noch ietwas beachten muss. Dabei gibt es aber wohl nichts weiter zu beachten, so sagt man mir, ich werde aber gefragt, wie der Husten denn genau aussähe, ob ich Schleim heraushusten würde? Nachdem ich das bejahe, wird mir gesagt, ich hätte kein COVID-19 , das seien nicht die richtigen Symptome dafür und Selbsttests, die seien sowieso nicht zuverlässig, sondern würden auf viele Arten von Viren reagieren. What?! 😜

Am Sonntag frühstücken wir gemeinsam und der KSM möchte dann, weil das Wetter recht schön ist draußen, Rennrad fahren gehen. Er verausgabt sich daraufhin 2h draußen während ich mich weiter von COVID-19 kuriere. Als er wieder zurück kommt, ist er völlig begeistert, weil er auf Strava (Achtung, Werbung!) versch. persönliche Rekorde geknackt hat. Wir essen zusammen etwas zum Mittag.

Am Nachmittag ruft mich eine alte Kollegin an während der KSM einen Termin für einen COVID-19 Schnelltest wahrnimmt. Als er wieder zurück kommt, ist auch er etwas irritiert, denn sein Ergebnis ist: positiv.

Nun müssen wir wohl nicht mehr groß darauf achten, dass wir uns nicht allzu nahe kommen, sondern richten uns gemeinsam ein kleines COVID-Lazarett im Wohnzimmer ein, in dem wir zum Abend den interessanten Polizeiruf "Sabine" aus Rostock zusammen anschauen. 😉

Samstag, 12. März 2022

Unnötig, aber trotzdem schön

Länger schon haben wir uns vorgenommen, uns endlich einmal eine "richtige Matratze" fürs Bett zu kaufen, denn wir schlafen zuhause nach wie vor auf einem Futon, den mir eine ehemalige Kollegin bei der Regenbogenfirma bereits vor beinahe sechs Jahren geschenkt hat, als ich in Entenhausen adhoc zu eine brauchte (Sie erinnern sich?). Und weil ich gerne und gut hart schlafe, war es nie ein Problem, dass der Futon sehr fest und nur gut 7cm stark ist. 

Ich gebe zu, es ist für manche Leute wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig, auf dem Futon auf meinem neuen gebrauchten Bettgestell (Sie erinnern sich?) zu schlafen, das zusätzlich keinen gefederten Lattenrost hat, und der KSM, der wenig Körperfett hat, beschwert sich doch schon länger immer wieder darüber, dass er auf meinem Bett Schmerzen vom Schlafen bekomme. Bislang haben wir aber noch keinen richtigen Drive entwickelt, den Matratzenkauf in die Tat umzusetzen. 

Immerhin: welche Matratze wir kaufen wollen, das haben wir - auf meine Initiative 😉- schon vor Längerem einmal festgelegt. Eine JONA Sleep Matratze (Achtung, Werbung!) soll es werden, denn diese Matratzen bestehen ausschließlich aus Naturmaterialien, die durchwegs biologisch abbaubar sind, und werden durch ein aufstrebendes Start-Up aus dem Bayerischen Wald in der EU (Belgien) hergestellt und vertrieben. Da ich stets offen für naturnahe Produkte und, darüber hinaus, begeistert davon bin, kleine, aufstrebende Firmen mit ihren Ideen und Produkten zu unterstützen, wollen wir eine solche Matratze schon länger gerne kaufen. Allerdings würden wir sie vorher natürlich gerne einmal Probe liegen. Über das Internet habe ich herausbekommen, dass es, ganz in der Nähe von Frankfurt/Main, eine Möglichkeit gibt, die Matratzen der Firma Probe zu liegen - zumindest sagt die Website der Firma, dass es dort einen Händler gäbe. 

Für das Wochenende der kommenden Woche haben wir uns daher vorgenommen, diesen Händler aufzusuchen. Dafür buche ich Mitte der Woche ein sehr günstiges Zugticket nach und der KSM eine  Nacht im 25 hours Hotel (Achtung, Werbung!) in Frankfurt (Achtung, externer Inhalt!) und wir machen aus, dass diesmal ich ich den KSM am Wochenende besuchen werde - zumindest erst einmal. 😊

Am Donnerstag dann nehme ich die Website dieses Händlers einmal etwas näher unter die Lupe und bin dann doch verdutzt, denn so eine richtige Homepage gibt es hier nicht. Ich rufe daher unter der angegebenen Nummer einmal an und finde heraus, dass es sich hier nur um einen Showroom handelt, der nicht alle der Matratzen vor Ort und vor allem auch nicht ständig geöffnet hat. Ob er am kommenden Samstag für uns geöffnet haben könnte, das müsste man erst noch herausfinden, so sagt man mir. Man würde sich bei mir melden. Ich bin ein bisschen erstaunt.

Nachdem ich bis in den späten Nachmittag hinein noch nichts von dem "Showroom" gehört habe, rufe ich noch einmal dort an und werde, diesmal von einer anderen Mitarbeiterin, darüber informiert, dass der Showroom am kommenden Samstag leider nicht geöffnet haben kann, da der Kollege vor Ort krank sei. Warum sich die erste Kollegin nicht, wie eig. versprochen, noch einmal bei mir gemeldet hat, bleibt unklar. Für mich jedenfalls steht fest, bei dieser "Institution" werden wir sicher keine Matratze kaufen. Der Grund für unseren Aufenthalt in der Hessenmetropole ist damit also ausgefallen. Wir beschließen aber, ihn dennoch in Angriff zu nehmen, das Zugticket ist nun schon einmal gebucht und das Hotel ebenfalls ... also machen wir es uns eben trotzdem einfach schön. 😀

Die Zugfahrt nach Frankfurt startet am Freitag dann aber bereits mit einer Verzögerung: der Zug verspätet sich um eine Stunde, d.h. ich werde auch mit einer Stunde Verzögerung in Frankfurt ankommen. Ich fülle die Lücke mit einem Besuch im Café ggü. dem Bahnhof und trinke dort einen Kakao.


Im Zug dann entschuldigt sich die Deutsche Bahn (Achtung, Werbung!) immerhin mit viel Schokolade und ich bin erstaunt, wie wenig formell die Schaffner heutzutage scheinbar ihre Ansagen machen dürfen. Auch der Schaffner scheint hörbar erleichtert darüber, dass er endlich in Frankfurt angekommen ist ... 😉 Schöner wäre natürlich, die Züge führen einfach pünktlich, dann würde sich die Bahn viel Geld für Schokolade sparen und alle wären bester Laune. 


Die 25 hours Hotels (Achtung, Werbung!) machen einfach immer Spaß. Jedes von ihnen hat einen eigenen Namen (wir sind diesmal im "The Trip" - Achtung, Werbung!) und einen ganz eigenen Charme. Jedes ist besonders eingerichtet und greift das auf, was der Immobilie, in der es sich befindet, eigentümlich ist.




Nachdem der KSM mich vom Bahnhof abgeholt hat und wir kurz meine Sachen ins Hotel gebracht haben, gehen wir in der Izakaya "Mangetsu" (Achtung, Werbung!) etwas essen. Das letzte Mal, dass wir hier waren ist, bereits fast zwei Jahre her ... damals stand "die Pandemie" gerade in den Startlöchern (Sie erinnern sich?).

Es gibt, wie immer, eine breite Auswahl an größeren und kleineren Gerichten und wir finden, wie immer, etwas, das uns beiden schmeckt. 😋






Nach dem Abendessen drehen wir noch eine überschaubare Runde durch die Stadt (meine Kondition lässt einfach schwer zu wünschen übrig in der letzten Zeit 😉) und gehen dann zurück ins Hotel, um dort wie tot ins Bett zu fallen. 😴

Am Samstagmorgen begrüßt uns die Bankenstadt mit Sonnenschein und Hochhausskyline. 


Bei diesem Wetter strahlt das Treppenhaus des "The Trip" (Achtung, Werbung!) noch viel mehr und sieht wirklich sehr schön aus dabei. 😁


Das Frühstück im Restaurant "Shuka" (Achtung, Werbung!) ist sehr gelungen und schmeckt hervorragend (hinterher fühle ich mich zwar, als hätte ich einen Fußball verschluckt, aber so ist das eben manchmal, wenn man einen Bewohner im Bauch hat ... 😉).


Auch optisch entspricht der Frühstückraum genau meinen Vorlieben ... 😍


... wie auch (wie bereits mehrfach erwähnt), der Rest des Hotels. 😉


Nach dem Checkout gehen wir zu Fuß in die Stadt. Nachdem unser Ausflug zum Matratzenprobeliegen gestorben ist, haben wir beschlossen, wenigstens in der Stadt einmal den ein oder anderen Laden aufzusuchen, um ggf. Dinge, an denen wir Bedarf haben (haupts. auch solche für das Mini), einzukaufen. 


Wir starten in einem Unverpackt-Laden (Achtung, Werbung!), in dem ich meinen Vorrat an Zahnseiderollen auffüllen möchte. Seit dem vergangenen Jahr bin ich im Bad nämlich zu einem großen Teil auf unverpackte, plastikfreie Produkte umgestiegen (Sie erinnern sich?) und möchte das Auffüllen aber nicht wegen jedem kleinen Bisschen via Onlineshopping erledigen, daher möchte und muss ich solche Gelegenheiten nutzen. Bei der Gelegenheit nehme ich auch gleich noch ein neues Glas Zahnpasta von Ben & Anna (Achtung, Werbung!) mit und erfahre, dass die Gläser jetzt Pfandgläser sind. Unseren nächsten Halt machen wir bei manufactum (Achtung, Werbung!), wo wir - wie immer - begeistert das gesamte Angebot durchschauen. Der KSM begeistert sich für technisches Blechspielzeug oder Möbel und Lampen, ich mich eher für Papeterie und Textilien. Wir verlassen den Laden, nach geraumer Zeit schließlich, mit weißem Haushaltsgarn (Achtung, Werbung!), einer Kinderseife (Achtung, Werbung!) und einem Kinderhandtuch (Achtung, Werbung!). 😊

Im Anschluss wollen wir in eines der großen Modehäuser am Platz, weil der KSM gerne mal wieder für sich nach Bekleidung schauen möchte, doch bereits an der Tür werden wir aufgehalten: hier dürfte man nur mit einer FFP2-Maske einkaufen gehen ... ich trage leider "nur" eine medizinische Maske und darf deshalb nicht in den Laden, denn eine andere habe ich auch gar nicht dabei. Wäre der Laden pfiffig gewesen, hätte er mir einfach eine FFP2-Maske angeboten, dann hätte er an diesem Tag vllt. auch ein Geschäft mit uns gemacht, so sind wir so irritiert, dass wir den Laden einfach gar nicht erst betreten. wir sind auch deshalb irritiert, weil im vorherigen Geschäft niemanden gestört hatte, dass ich eine medizinische Maske trug ... 

Wir ziehen also weiter und wollen, auf Anregung des KSM in einen Babyladen vor Ort. doch auch dort gilt nun die inoffizielle Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen, von der wir nciht wussten ... scheinbar hat sich die gesamte Zeil darauf verständigt, denn wir können auch noch an anderen Läden lesen, dass hier nur noch mit FFP2-Maske eingekauft werden darf. Das verleidet uns die Lust, einkaufen zu gehen und wir haben auch keine Lust, mir nur deshalb iwo eine FFP2-Maske zu besorgen, daher beschließen wir nun, gegen 16.00 Uhr einfach wieder nach hause zu fahren.

Auf dem Weg zurück zum Auto des KSM, das immer noch vor dem Hotel steht, legen wir noch einen Zwischenstopp ein, um uns einen Milchshake bei Five Guys zu holen. Ich hatte bereits bei meinem ersten Besuch hier (sie erinnern sich?) gesehen, dass es dicke Milchshakes gibt, in die man sich viele Toppings reinwünschen kann, probiert hatte ich das beim letzten Mal aber nciht. Jetzt war die Gelegenheit also passend und wir holen uns jeder einen Shake - der KSM sich Schoko-Bacon 😏 und ich mir Banane:Peanut Butter. Tja, was soll ich sagen, schon lecker am Anfang, aber auch echt süß und dann viel hinten raus ... 😉

Auf dem Heimweg dann machen wir am frühen Abend noch an einem Supermarkt Halt, wo ich, für eine kleine Abschiedsfeier für die Kollegen am kommenden Montag, noch Zutaten kaufen möchte, um eine Reihe Tapas herzustellen, die es dann geben soll. Der KSM wird mir morgen bei der Zubereitung helfen.



Am Sonntag schlafen wir recht lange, frühstücken dann und machen uns schließlich fertig für einen Spaziergang in die Strumpfstadt zum Geldautomaten. wir wollen uns bewegen und das Auto eig. nicht bewegen für so eine Kleinigkeit, daher gehen wir zu Fuß. Da ich aber nicht mehr so gut zu Fuß bin, dauert das ganze Unterfangen dann etwas länger und der KSM ist genervt, weil wir erst gegen 17.00 Uhr wieder zuhause ankommen und mit der Zubereitung der Tapas (Achtung, externer Inhalt!) anfangen können.

Schließlich brauchen wir gut vier Stunden bis ich um 21.00 Uhr das letzte kleine Gericht für den morgigen Montag vorbereitet habe. Danach packe ich alles ein, zusammen mit Stoffservietten, Besteck und ein paar Schildern, die jeweils anzeigen sollen, was sich in den Schüsseln und Behältern befindet, nämlich:
- Birne in Serranoschinken
- Pimientos de padron
- Sherrychampignons
- Kanarischer Kartoffelsalat (KSM)
- Gambas in Knoblauchöl
- Datteln im Speckmantel
- Katalanische Tortilla (KSM)
- grüne und schwarze Oliven sowie
- Mandelkuchen mit Orangen- (in meinem Falls Blutorangen-) kompott (KSM und ich in Koop)

Darüber hinaus würde es noch Blattsalat mit einem Honig-Senf-Dressing (Achtung, externer Inhalt!), das mir der KSM zusammenbastelte, geben und würde die Trainee noch Muffins mitbringen - das sollte in meinen Augen für alle reichen.

Am Ende schaffen wir es sogar noch, den Tatort "Propheteus" (Achtung, externer Inhalt!) aus Münster zusammen anzuschauen, den ich allerdings nur teilweise mitbekomme, weil mir währenddessen schon immer die Augen zufallen, bevor der Sonntag beendet ist. 😴