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Dienstag, 2. März 2021

Passformkontrolle

Am Montagmorgen bricht der KSM wieder einmal gegen 06.00 Uhr von zuhause auf. Ich stehe dann um 06.30 Uhr auf, um noch genügend Zeit zu haben, mich geistig darauf einzustellen, dass ich, nach drei freien Tagen, nun wieder arbeiten muss. Ich hoffe auch sehr, dass ich ab dieser Woche wieder normal arbeiten können werde. Mittlerweile habe ich nämlich viele Sachen einfach liegen lassen und das Gefühl, langsam den Überblick zu verlieren ... und dieses Gefühl habe ich ungern. 😏

Ich starte um 08.30 Uhr im Homeoffice, das mittlerweile so aussieht:


Seitdem mir der KSM zum Valentinstag ein Stehpult geschenkt hat, arbeite ich im Stehen. Das macht die Sache zwar auch dann nicht besser, wenn ich eig. viel zu viele Stunden mit Arbeit verbringe (weil mir auch dann die Füße anschwellen oder ich, je nachdem, was ich für Schuhe trage, merke, wie meine Sohlen "durchgestanden" sind 😐), für den Rücken ist es aber definitiv besser - und der ist ja auch nicht ganz unerheblich bei der Sache. 😊

Am Montagabend schaffe ich es, eine Runde Yoga einzubauen und sogar, im Anschluss daran noch eine Schüssel Bircher Müsli (Achtung, externer Inhalt!) für die Woche anzusetzen. Ich mache, ohne groß darüber nachzudenken, gleich eine Menge, die für vier bis sechs Personen reichen sollen und mir wird erst hinterher bewusst, dass ich jetzt die nächsten Tage immer Bircher Müsli zum Frühstück essen müssen werde. 😂



Den Dienstagabend verbringe ich, recht ruhig, mit der Recherche zum Thema "Capsule Wardrobe" (Achtung, externer Inhalt!), einfach weil ich diese Herangehensweise an einen Kleiderschrank selbst seit Jahren schon praktiziere und sie noch perfektionieren möchte. Ein Superbuch, das einem bei diesem Thema helfen kann, ist übrigens "Eine Frau, ein Buch" (Achtung, Werbung!), weil hier z.B. eine Idee gegeben wird, was essentielle Bestandteile eines Kleiderschranks einer Frau sein können.

Am Mittwochabend baue ich eine Laufrunde ein, danach besuche ich die Kälbchen im Stall "unseres" Bauernhofes und baue Freundschaften auf. 😊 Es wird mir dabei wieder schmerzlich bewusst, dass diese jungen, neugierigen Lebewesen, die mit der Hilfe einer künstlichen Besamung entstanden sind, einzig und allein auf dieser Welt sind, um iwann von Menschen geschlachtet und gegessen zu werden und was für eine Anmaßung es ist, sich als Mensch so mächtig zu fühlen, sowohl Lebenswesen künstlich entstehen zu lassen und im Anschluss darüber zu entscheiden, Lebewesen zu schlachten, um sie zu verspeisen, einfach, weil man es kann. Einer meiner liebsten Sprüche ist schon seit geraumer Zeit: "Der Vorteil des eigenständigen Lebens in unserer freien Gesellschaft ist, dass man nichts tun muss, nur weil es einem keiner verbietet." Es gibt menschliche Prinzipien des Anstands und des zwischenmenschlichen Umgangs, an die man sich halten kann und ich finde es sehr schade, dass gerade die Menschen, auf die es als Vorbilder ankäme, genau das so oft nicht tun.

Ich will nicht von der Verantwortung des einzelnen Verbrauchers ablenken, natürlich ist Jeder und Jede von uns selbst dafür verantwortlich zu überlegen, was und wie viel davon wir konsumieren und welchen Einfluss wir damit auf das gesamte System haben. Allerdings glaube ich leider auch, dass man es nicht vollständig nach unten auf die Verbraucher abwälzen kann, sondern dass durch Politik und Menschen mit Einfluss auch von oben die Voraussetzungen für ein wegweisendes Benehmen (sei das im Bezug auf das, was wir konsumieren, wie wir uns verhalten etc.) gegeben werden müssen, um hier insgesamt Fortschritte zu erzielen. 




Am Donnerstag habe ich endlich einmal wieder einen Termin zur Fußpflege - lange war dies, aufgrund von Corona und den damit verbundenen Verboten nicht mehr möglich, was ich extrem zweifelhaft finde. Nun erreicht mich die Dame einmal wieder, die die Fußpflege bei mir zuhause durchführt. Dafür muss ich im Badezimmer umbauen und bin erstaunt, dass ich unter dem Wäschekorb und unter den Holzfliesen im Badezimmer ordentlich Wollmäuse und Schmutz finde. Es verwundert mich tatsächlich, dass die Perle offensichtlich (noch) nicht auf die Idee gekommen ist, die Holzfließen und den Wäschekorb zuerst aus dem Badezimmer zu nehmen bevor sie den Boden saubermacht. Nachdem der Termin der Fußpflege gelaufen ist, gebe ich ihr dazu sofort schriftlich Bescheid und hoffe, dass sie es nicht als boshaft, sondern als konstruktiv empfindet. Außerdem nehme ich mir vor, sie dazu noch einmal anzurufen, um das Ganze nicht als eine "Arbeitsanweisung aus dem Off" stehen zu lassen. 


Am Freitag habe ich Zeit und muss nicht arbeiten. 😊 Das ist natürlich schön, aber es bleiben dafür auf der einen Seite erneut viele Dinge liegen. Das führt bei mir auf der anderen Seite aber dazu, dass ich endlich den letzten Blogeintrag, der von 2020 (seit nun über einem Jahr) noch offen ist, schreiben sowie eine zweite Runde Laufen für diese Woche - diesmal noch bei Sonnenlicht - absolvieren kann.


Am Abend erreicht mich der KSM erst spät, hat aber etwas zum Abendessen im Schlepptau. 😋


Den Samstagmorgen starten wir mit einer Runde Yoga und der KSM macht fleißig mit (sehr zu beachten: die pinken Kniestrümpfe von der Strumpffirma - Achtung, Werbung!), die er sehr liebt (er steht sehr auf den Schnitt "Kniestrumpf seitdem ich hier arbeite 😊) und zu allem Möglichen trägt - auch wenn das bei der Strumpffirma eig. ursprünglich für dieses Modell keiner so gedacht hatte. 😉


Schauen Sie übrigens mal, es wird Frühling - jetzt definitiv! Die erste der beiden Orchideen, die ich im letzten Jahr von dem Züchter, der von hier gar nicht so weit weg ist (Achtung, Werbung!), erstanden habe, hat zwei Blüten bekommen und sie nun auch geöffnet. Wie die riechen - wirklich toll! 😍


Die Frisur des KSM übrigens nimmt langsam aber sicher unbeherrschbare Forman an. Insgesamt stehen ihm längere Haare gut, aber am Hinterkopf werden sie aber doch mittlerweile zu lang. Gut, dass die Frisöre ab der kommenden Woche wieder öffnen dürfen. Der KSM hat sich nun dafür entschieden, einfach eine Kappe zu tragen und dann so schnell wie irgendwie möglich zum Frisör zu gehen.

Mein nächster Frisörtermin steht schon seit Wochen für die zweite Märzwoche und meine Haare halten erstaunlicherweise immer noch einigermaßen durch. Die regelmäßige Haarkur habe ich zuletzt einfach durch eine ordentliche Portion Leinöl (Achtung, externer Inhalt!) ersetzt, das ich vor dem Waschen in die Haarspitzen gegeben habe (Leinöl ist regional, in Glasflaschen erhältlich, völlig unbedenklich, wenn es in das Abwasser gespült wird und es nicht auf den Gebrauch im Badezimmer eingeschränkt, sondern wir können es außerdem auch weiter in der Küche benutzen) bevor ich die Haare mit meinem festen Haarshampoo zweimal ordentlich durchgewaschen habe. Das funktioniert sehr gut und meine Locken sind immer noch bereit, mitzumachen.

Darüber hinaus habe ich damit begonnen, meine Haare wesentlich weniger zu waschen. Früher habe ich sie täglich gewaschen. Die Herren, mit denen ich in meinem Leben die Wohnungen geteilt habe, taten dies durch die Bank, so dass ich damit auch anfing. Nun mache ich die Rolle rückwärts, weil ich davon überzeugt bin, dass es einem von den Herstellern von Haarpflegeprodukten eben wirklich nur suggeriert wird, dass häufiges Haarewaschen notwendig wäre, um mehr Produkte absetzen zu können. Den Tatsachen entspricht es aber wohl eher, dass das Haar in der Lage ist, sich selbst zu reinigen und zu regenerieren, umso besser je weniger man seine Struktur durch Waschen und Shampoo schwächt. Natürlich möchte auch ich nicht ungepflegt aussehen und stelle aber fest, dass ich dies, nach einer kurzen Umstellungsphase, auch nicht mehr tue. Außerdem spare ich so enorm viel Zeit morgens im Bad, was dazu führt, dass ich mehr Schlaf bekomme und trotzdem ohne Stress pünktlich bei der Arbeit erscheine. 😊



Am Samstagnachmittag will der KSM, nach der Erfahrung mit den Schweineohren von der vergangenen Woche, sich nun an Schwedische "Kanelbullar" (=Zimtbällchen; Achtung, externer Inhalt!) wagen. Allerdings muss er sich außerdem darum kümmern, im Bad einmal das Abflussrohr des Waschbeckens zu öffnen, denn das Wasser fließt dort, trotzt Behandlung mit "Abflussfrei", einfach nicht mehr richtig ab. Über diese Aufgabe hinaus, bliebt ihm nicht mehr die Zeit, sich vollständig um den Hefeteig für die Bällchen zu kümmern, weshalb ich es übernehmen, diesen anzusetzen.

Leider kursiert dann eine, wie sich später herausstellte, völlig falsche Vorstellung von der benötigten Backzeit, die nicht weiter hinterfragt wurde, weshalb die Bällchen 30 Min im Ofen bleiben, was von den tatsächlich notwendigen 5-8 Minuten offensichtlich sehr weit entfernt ist. Die Kügelchen werden dadurch (wen wunderts?) sehr trocken und dunkel (manche sind auf der Unterseite schon schwarz). Ich esse die Bällchen dennoch, der KSM, der ohnehin nicht zu sehr an Süßteilchen interessiert ist, verliert schnell das Interesse an ihnen. Wir werden sie noch einmal probieren müssen und ich werde das Ergebnis bis dahin wohl alleine aufessen müssen. 😏





Am Sonntag ist das Wetter bombastisch (sonnig, aber immer noch kalt) und wir starten mit einem Frühstück für unsere Verhältnisse relativ früh um 08.30 Uhr. Wenn morgens die Sonne schon scheint, fällt das Aufstehen nicht so schwer. Danach sind ein paar Dinge zu tun, die an so einem Sonntag eig. immer anfallen. Ich widme mich meiner Körperpflege und verschwinde dafür, zusammen mit meinem Epilierer (Achtung, Werbung!)  einmal für 30-45 Min ins Bad. 

Man kann ja zu Körperbehaarung stehen, wie man möchte ... ich möchte sie nicht im überdurchschnittlichen Maße haben. Um sie zu beseitigen nutze ich schon seit mind. 20 Jahren einen Epilierer und bin so bei diesem Thema sehr nachhaltig unterwegs. Ich benötige keine Wegwerfklingen oder gar -rasierer und keine Rasierschaumdosen, sondern einfach einmal in der Woche etwas Zeit, um für eine weitere Woche oder manchmal auch zwei glatte haarfreie Haut zu haben. Es ist zwar richtig, dass man sich an das Gefühl, wenn die Haare entfernt werden, erst einmal gewöhnen muss, es lohnt sich aber, hier seine Empfindlich- und vllt. ein ganz klein wenig auch Bequemlichkeit etwas hintan zustellen (der Mensch ist ein Gewohnheitstier 😉). Ein Epilierer, zumal ein hochwertiger, hält für Jahrzehnte - das weiß ich aus Erfahrung - und kann hinterher wieder in seine Einzelteile zerlegt und wahrscheinlich sehr gut re-cycelt werden. Im Vergleich zu den vielen Klingen oder gar Rasierern, zusammen mit dem Rasierschaum, der ins Wasser gerät und den Behältnissen dafür, die entsorgt werden müssen, kommt es mir richtig vor, hier einen solchen dauerhafteren Weg eingeschlagen zu haben.

Der KSM beschäftig sich derweil mit seiner Hobby-Elektronik (er hat den 3D-Drucker gefühlt schon dreimal komplett auseinander- und umgebaut. Er hat neue Teile verbaut, die das Gerät leiser machen und das Druckergebnis deutlich schöner. Der Drucker lässt sich mittlerweile per WLAN steuern und besitzt ein Display, auf dem verschiedene Variablen während des Druckprozesses klar ersichtlich dargestellt werden, z.B. der Druckfortschritt in Prozent.) 😀 Quasi täglich kommen bei uns hierfür neue elektronische Bauteile, Werkzeuge und Zubehör an - eine Flut von Dingen, bei denen der KSM zwar wie ein Schießhund hinterher ist, dass sie Made in Germany oder zumindest im benachbarten Europäischen Ausland hergestellt sind (keine China-Ware vom Versandriesen, nur weil das so schön bequem ist, das wollen wir einfach nicht unterstützen), bei denen von dem Minimalismus, den er sonst in seinem Leben pflegt, aber eben nicht so viel zu spüren ist. Auch wir sind eben nicht perfekt. 😊

Am frühen Nachmittag genießen wir das schöne Wetter draußen bei einer gemeinsamen MTB-Tour, die uns diesmal mehr über Fahrradwege als durch den Wald führt (der KSM ist ja eher so ein Querfeldeinfahrer, während ich asphaltiertes Terrain bevorzuge, einfach weil ich hier schneller vorankomme und weniger Angst haben muss zu stürzen, was ich in meinem Leben durchaus schon öfters einmal getan habe - eben vor allem in unwegsamem Gelände. Wir finden aber immer gute Kompromisse an der Stelle, denn ganz ohne Querfeldeinfahren, liefe ich auch Gefahr, es mich iwann vllt. gar nicht mehr zu trauen und das möchte ich auch tunlichst vermeiden. (Einfach mal die Komfortzone verlassen - Sie wissen schon.) 😊

Am Abend habe ich das Gefühl, dass ich noch zwei E-Mails, für die ich etwas mehr Muße benötige für den Montag vorschreiben muss und stelle mich noch einmal - bei Vollmond (ja, das ist dieses Licht da vor der Scheibe 😉) - an mein Stehpult, bevor der Abend mit etwas Fernsehprogramm (Sie ahnen schon, was es gab - Achtung, externer Inhalt!), diesmal eine Folge, die in der CH spielte, zu Ende geht.


Samstag, 19. Dezember 2020

Kööökse

In der Woche nach unserem Frankfurt-Aufenthalt startet für den KSM bereits der Weihnachtsurlaub, der sich noch bis in den Januar hineinziehen wird (der Glückliche ... aber man muss doch auch neidlos anerkennen, dass er dafür im Vorfeld hart gearbeitet hat 😉), d.h. er steht am Montagmorgen nicht mit mir auf, sondern schläft einfach aus. Und ich bin neidisch ... und starte in die vorletzte ganze Arbeitswoche des Jahres.

Die Arbeitswoche wird recht arbeitsam und und voll, denn immer, wenn ich abends von der Arbeit nach hause komme, ist da der KSM (stets gut beschäftigt mit seinem 3D-Drucker zwar 😊) und dem möchte ich ja auch noch Zeit widmen. 

Wir bewegen uns abends täglich noch zusammen, gehen entweder Spazieren oder ich laufe, während der KSM mit dem Fahrrad neben mir herfährt, oder (vor allem wenn draußen richtig Sch***wetter ist) wir machen eine Yogaeinheit zusammen und entdecken dabei einen neuen Youtube-Kanal (Achtung, Werbrung!), auf dem uns die Yogavideos ebenso gut gefallen wie auf dem, den wir bisher nutzten (dem KSM gefallen sie, so glaube ich, sogar noch ein bisschen besser 😊). Dabei vergeht die Woche wie im Flug ... und schon ist wieder Wochenende.

Am Samstagmorgen bringen wir unsere Stadtrunde hinter uns und kaufen für die kommende Woche ein. Wir kaufen noch die letzten Zutaten für eine(n) - welches Geschlecht dieses Gericht hat, ist mir nicht ganz klar 😉 - Japanische(n) Ramen und der KSM macht sich gleich im Anschluss zuhause daran, die Suppe zusammenzusetzen.


Und ... was soll ich sagen - das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. 😋




Kurzer Exkurs: beruflich beschäftige ich mich in letzter Zeit ganz zwangsläufig mit Hausschuhen. Alle Menschen in diesem und den angrenzenden Ländern sind in diesen Tagen udn in den letzten Monaten bereits überwiegend vor allem an einem Ort: zuhause. Dementsprechend sind Hausschuhe gefragt wie nie. Zeit, mich einmal mit meinen privaten Hausschuh-Vorlieben auseinanderzusetzen. Die größte Spanne meines bisherigen Lebens hatte ich BIRKENSTOCK-Schlappen (zumindest nennt man das bei meinen Eltern zuhause in Frrranken so 😉 - Achtung, Werbung!) als Hausschuhe, als ich klein (also wirklich noch klein) war, sogar im Sommer auch immer als Sandalen. Zuletzt trug ich, schon seit ein paar Jahren, ein paar geschlossene BIRKENSTOCK Clocks mit einem Piraten-Totenschädel drauf (die ersten BIRKENSTOCKs, die ich mir von meinem eigenen Gehalt gekauft habe) und dann ... habe ich den KSM kennengelernt und 2019 wurde es auf einmal wieder hipp, Adiletten (Achtung, Werbung!) zu tragen.

Auch Adiletten habe ich in meinem Leben schon besessen, als Badelatschen für den Sommerurlaub. Ich weiß noch, die haben gefühlt eeewig gehalten, aber iwann hat sich dann der Steg gelöst und war auch mit iwelchen Spezielklebern meines Vaters nicht mehr dazu zu bringen am Fußbett zu halten. Daher mussten sie weg. Im Februar 2020 dann lief mir, die idR auf die "Produkte von der Stange", die Jeder hat, nicht so steht, eine Special Edition der Adilette von adidas in Kooperation mit AriZona Ice Tea (Achtung, Werbung!) über den Weg, deren Gestaltung eine Wassermelone stilisiert und da war es um mich geschehen: die musste ich haben. und als dann im Frühjahr die Piraten-Clocks die Grätsche machten, traten die AriZona-Adiletten ihren Dienst als meine Hausschuhe an. Und nun laufen wir beide, der KSM (der Adiletten als Hausschuhe trägt seitdem ich ihn kenne und schon viel länger) und ich in Adiletten zuhause herum. Allerdings beide in unterschiedlichen. 😉


Am Samstagnachmittag beginnen wir damit, Teige für Weihnachtsplätzchen vorzubereiten. Wegen meiner großen und leidenschaftlich gepflegten Ausstecher-Sammlung müssen wir selbstverständlich Ausstech-Plätzchen machen und entscheiden uns für klassisch-skandinavische Pfefferkuchen (Achtung, externer Inhalt!) sowie, auf Wunsch des KSM, für Vanillekipferl (Achtung, externer Inhalt!). Beide Teige müssen 30 Min. bzw. 1h ruhen, so dass wir in dieser Zeit noch einmal eine Runde an der frischen Luft drehen können bevor wir uns ins Backvergnügen stürzen können.  

Zwar sieht die Küche während des Backens zwischenzeitlich auch einmal recht abenteuerlich aus ...








... aber das bleibt eben nicht aus und das Ergebnis kann sich in beiden Fällen dann durchaus sehen lassen. 😊



Am Sonntag, dem bereits 3. Advent, starten wir den Tag gemütlich mit einem späten Frühstück, danach versuche ich hier im Blog aufzuholen, was mir an Einträgen in der letzten Zeit hinten runtergefallen ist - und ich verliere mich etwas, um ehrlich zu sein ... und plötzlich ist der frühe Nachmittag angebrochen. Daher gibt es nur eine kleine Vesper bevor wir uns danach auf eine gemeinsame Runde mit dem MTB machen. 

Als wir nach 1,5h - etwas durchgefroren, aber zufrieden - wieder zuhause ankommen, schieben wir schon einmal die Süßkartoffeln in den Ofen für das Rezept, das wir uns aus der REWE-Zeitung (die ich hiermit jedem, der gutes Essen mag, sehr ans Herz legen möchte 😊 - Achtung, Werbung!) für den Abend herausgesucht haben: gefüllte Süßkartoffel Kumpir Style (Achtung, externer Inhalt!). Wir essen gar nicht so oft Süßkartoffeln (Achtung, externer Inhalt!), wenn man mal ganz ehrlich ist, haben wir noch nie welche selbst gemacht und gegessen - zum einen, weil sie idR aus den entlegensten Ecken dieser Welt zu uns kommen, was ich für wenig nachhaltig gedacht halte und zum anderen, weil der KSM sagt, dass er sie nicht mag (was natürlich ebenfalls ein gewichtiger Grund ist 😊).

Nach 1,5h, nachdem wir beide wieder frisch und hübsch gemacht sind, sind auch die Kartoffeln soweit, gefüllt zu werden und was soll ich sagen: legga, sehr legga 😋! (Das findet selbst der KSM, es mag daher sein, dass wir dieses Rezept wieder einmal wiederholen.)




Im Anschluss an das Abendessen fangen wir damit an, die Ausstecher-Kekse zu verzieren und schauen dabei eine der letzten Folgen des "Haus des Jahres" (Achtung, externer Inhalt!) an, die einzige "Serie", von der wir bislang alle Folgen zusammen gesehen haben (manche sogar schon mehrmals, weil wir beim ersten Mal davor eingeschlafen sind 😏). Häuser - also Architektur und Einrichtung, interessieren uns beide sehr. 

In einer Pressekonferenz haben die Kanzlerin (Achtung, externer Inhalt!) und die Ministerpräsidenten dieses Landes im Übrigen an diesem Sonntag einen zweiten harten Lockdown beschlossen, um das Gleichgewicht in unseren Krankenhäusern auch über das Weihnachtsfest nicht aufs Spiel zu setzen. Er soll ab dem kommenden Mittwoch starten und beinhaltet, dass sämtliche Geschäfte, die nicht den täglichen Bedarf decken, geschlossen bleiben müssen - zunächst bis zum 10.01.2021. Ich muss ehrlich sagen, dass ich an die Wirkung dieser Maßnahmen nicht glaube, denn durch ein Verbot des öffentlichen Lebens werden Diejenigen, die sich an alle Gebote im Zusammenhang mit Corona nicht halten möchten, ihr Leben ins Private verlagern, wo es sich noch weniger kontrollieren lässt, zumindest ist das meine Vermutung.

Aus den Pfefferkuchen-Herzen werden - mithilfe von Zuckerguss,  Perlchen und Zuckerschrift - geschmolzene Schneemänner, eine Gestaltungsidee, die ebenfalls dem REWE-Magazin (Achtung, externer Inhalt!) entstammt. Ich bin nicht ganz zufrieden, aber immerhin ist zu erkennen, was es sein soll. 😉




Der Tatort kommt diesmal übrigens aus Münster (Achtung, externer Inhalt!) und läuft nachher ebenfalls neben dem Verzieren bevor wir, spät, den Abend beenden. 😊

Sonntag, 4. Februar 2018

Im Zeitraffer

Die letzte Woche ist förmlich verflogen: angefangen hat sie mit einem Sonntag, an dem ich, aufgrund des Antibiotikums nicht viel sportliches gemacht habe, dafür am Abend in netter Gesellschaft in einem eher drittklassigen Restaurant gewesen bin. Sie ging weiter mit einem Montag, der beruflich den Vorbereitungen der wohl wichtigsten Konsumgütermesse in Europa gewidmet war (ich bin der Meinung, ich habe alles eingepackt, was ich brauchen werde, ob das dann tatsächlich auch so ist, wird sich ab kommenden Dienstag auf der Messe zeigen 😊). Am Dienstag, habe ich mich mal wieder gefragt, was manche Menschen eigentlich davon haben, dass sie mit aller Kraft, Dinge an sich reißen und Wissen für sich behalten, anstatt anderen etwas von beidem abzugeben und damit das Leben für sich selbst und die anderen angenehmer zu machen. Am Mittwoch nahm ich morgens die letzte Tablette Antibiotikum und ging daraufhin abends ausnahmsweise schwimmen statt laufen. Für das bescheidene Abendessen am Sonntag entschädigte der "Business Lunch" mit den Wirtschaftsjunioren am Donnerstag in dem Restaurant in der "großen Stadt"  dessen Gerichte sich echt sehen und vor allem essen lassen können. 



Abends dann ging ich zum ersten Mal seit langem wieder laufen und das tat ganz schön gut. Der Freitag brachte abends eine Yogastunde in einem Studio mit sich, das so vermutlich auch in der Großstadt stehen könnte, die mich ganz schön anstrengte (versuchen Sie mal den "Paradiesvogel" ohne sich zu verknoten! 😉) und dafür sorgte, dass ich am Samstag sämtliche Muskeln in meinem Körper deutlich spürte. Im Laufe der Woche zog ich mir (glauben Sie's oder nicht) eine Rippenprellung auf der rechten Seite zu und zwar: vom Husten, der mittlerweile glücklicherweise der Vergangenheit angehört. Demzufolge konnte ich von Samstag auf heute gar nicht richtig gut schlafen, denn auf der rechten Seit liegen ging gar nicht zusätzlich schmerzten noch sämtliche Muskeln. Aber ich will nicht jammern, denn begleitet haben mich diese Woche außerdem viele lustige Gespräche, die mich zum Großteil aus der Heimat des Weihnachtsmannes erreichten und diese Tatsache war eigentlich durchgängig dafür verantwortlich, dass meine Laune gut war.

Heute war ich, nachdem ich mich erst nicht so recht zu irgendetwas aufraffen konnte (weil: grauer Himmel und "echt kalt" draußen), dann doch noch zwei Stunden in der großen Stadt unterwegs und habe einmal mehr festgestellt, dass gerade bei solchem Wetter die Häufigkeit, mit der man dort Menschen begegnet noch einmal um ein Vielfaches sinkt. 😏



Ich war eine ganz schön fleißige Küchenfee (wenn man keine Lust hat, draußen zu sein, muss man sich Beschäftigung für drinnen suchen 😉): gestern gab's mittags Tomate-Mozzarella-Ravioli mit getrockneten Tomaten und gerösteten Pinienkernen in Macadamia-Nuss-Butter mit Frühlingszwiebeln und Blattspinat. Danach habe ich einen Nusskuchen gebacken (und ich habe echt, um zu prüfen, ob das was bringt, die Eier getrennt und das Eiweiß zu Schnee geschlagen - ob das daran liegt, dass der Kuchen lecker schmeckt, weiß ich nicht...😉 Was ich Ihnen aber sagen kann ist, dass sich weiße Schokolade mit Lebensmittelfarbe in Pulverform nicht einfärben lässt) und heute Abend habe ich Brezenknödel mit Champignon-Rahm-Soße fabriziert - ich werde noch zum Gourmet-Koch, wenn das so weiter geht. 😀 Dann kann die neue Woche ja kommen.



Sonntag, 3. Dezember 2017

Von Leichen und Seifen (und das alles für 10,- EUR)

Kennen Sie den Film "Fight Club"? Sehen Sie, ich auch nicht. 😊 Aber ich weiß, dass Brad Pitt in ihm Seife herstellt aus dem menschlichen Fett, das sich die Reichen und Schönen haben absaugen lassen. Komische Einleitung, oder?

Nun sind die Reichen und Schönen im "Fight Club" nicht tot wie die Mumien, über die ich am Montag etwas erfahren habe und die Seifenmanufaktur, die ich vorgestern besucht habe, stellt Seife ganz sicher nicht aus tierischem und schon gleich dreimal nicht aus menschlichem Fett her. Aber ich brauchte eben eine Einleitung, das verstehen Sie doch, oder? 😉

Am Montagabend habe ich Mark Benecke, seines Zeichens Doktor der Biologie, Deutschlands erster und einziger (an dieser Stelle kurz bemerkt: der, die, das "einzigste" gibt es nicht *schüttel*) staatlich vereidigter Kriminalbiologe, Spezialist für Insekten, Mitglied in "Die Partei" und einstiger Kandidat für die Wahl zum OB von Köln, Aktivist bei PETA (und Veganer), Mitglied in der deutschen Vampirgesellschaft, bei BDSM, Vorsitzender des Landesverbandes bei "Die Partei" und Donaldist (Entenhausen... klingelt's?) life bei einem seiner Vorträge miterleben dürfen und dabei etwas über "Mumien in Palermo" gelernt. Nun weiß ich, warum diese Mumien nicht, wie das üblicherweise so ist im Gesicht kaum mehr Fleisch haben und dafür am Hinterkopf noch recht viel, sondern umgekehrt, der Hinterkopf bei Ihnen beinahe frei liegt und dafür das vertrocknete Fleisch von ihrem Gesicht beinahe wie eine Maske hängt. Ich gebe zu, ganz einfach ist dieses Thema nicht, man sieht schon Dinge, die für schwache Gemüter vielleicht nichts sind und auf die man, zumindest halbwegs, vorbereitet sein sollte. Ich fand den Abend sehr interessant, Mark Beneckes Art zu reden ist recht kurzweilig und nachvollziehbar (Mitschreiben sollte man allerdings nicht versuchen, denn aufgrund der fehlenden Sprechpausen, könnte das extrem anstrengend werden) und auch das Thema war durchaus ansprechend - auch wenn ich nachher kurz überlegt habe, ob ich jetzt wohl einschlafen können würde. 😴 (Aber da hab' ich zum Glück selten Probleme.) Und im Gespräch mit der Mutter erfuhr ich anschließend sogar, dass ich in diesem weltgrößten Mumienkeller  (mehr als 3000 Mumien) in einem Kapuzinerkloster in der Hauptstadt Siziliens als Jugendliche bereits schon einmal selbst gewesen bin - scheint mich also nicht besonders beeindruckt zu haben dieser Ort, denn ich konnte mich daran nicht mehr im Entferntesten erinnern.





















Am Dienstag besichtigte ich abends eine Seifenmanufaktur in der Oberpfalz und lernte dabei vom Geschäftsführer so einiges über Seife und ihre Herstellung, z.B. dass Seifenproduktion viel mehr mit Physik als mit Chemie zu tun hat, dass eine gute Seife die Haut nicht austrocknet, sonder sie - ganz im Gegenteil - pflegt, was es alles für ätherische Öle und dass es auch Seife zum Haarewaschen und Zähneputzen (selbst getestet und für gut befunden) gibt. Auf dem Weg zurück kehrte ich noch bei der "Goldenen Möwe" ein um eine Portion "Curly Fries" zum Abend zu essen - iwie was besonderes, weil ich das nicht allzu oft mache (allerdings waren die "Curly Fries" alt, das hat ein wenig den Zauber von der Sache genommen. 😃














Für das Wochenende hatte ich mir Plätzchenproduktion vorgenommen, denn es ist ja schließlich Vorweihnachtszeit und einmal im Jahr kann man das ja mal machen. 😊 Dieses eine Mal im Jahr habe ich dann auch echt Spaß dran, mich in der Verzierung der Plätzchen so richtig auszutoben und demzufolge hat die ganze Aktion, bei der Schokoladen-Knochen und klassische Ausstecher entstanden sind, rund 7 Stunden gedauert (die Kühlzeit der beiden Teige im Kühlschrank inklusive). Fragen Sie mich übrigens nicht nach den Rezepten, denn die Teige habe ich selbst gebastelt. Zwar war der helle dann etwas weich (wegen "doppelt so viele Eier wie normal", also zwei statt eines 😉), dafür spielte es aber nicht mehr so eine große Rolle, dass ich mit Dinkel- statt mit Weizenmehl gebacken habe (normalerweise führte das immer dazu, dass der Teig total bröckelig wurde, weil Dinkel nunmal nicht ganz so gut "klebt" wie Weizen) und der Teig backte die Figuren perfekt aus. Leider gingen wegen der Klebrigkeit aber viele meiner etwas außergewöhnlichen Ausstecher nicht ganz so gut - den Totenkopf zum Beispiel oder auch das Rennrad probierte ich nur zweimal, danach beschloss ich, dass die mit diesem Teig wohl einfach nicht gehen.





















Heute dann Weihnachtsfeier mit der Lauftruppe aus der Regenbogenstadt: lustiges Beisammensein mit Nikolausbesuch und einem Riesenbuffet, zu dem jeder sein Teilchen beigetragen hatte - und das alles für 10,- EUR (Running Gag 😉).


Sonntag, 3. September 2017

Silberstrom Triathlon: Ich hab's wieder getan

War's das jetzt mit dem Sommer? Na, ich hoffe doch nicht, heute jedenfalls sah es doch schon wieder recht gut aus, was das Wetter angeht. 30°C hat's zwar nicht mehr, aber immerhin war's ab mittags wieder sonnig. 😊

Am Wochenende ist mal wieder viel passiert. Nachdem ich in der letzten Zeit immer wieder bemerkt habe, dass ein Frühstück mit ganzen Körnern und Kernen durchaus sehr viel länger satt hält als alles, was man aus Mehl essen kann, und darüber hinaus der Hunger zum Mittag sehr viel weniger heftig kommt, habe ich beschlossen, einmal ein Granola-Müsli selbst zu machen. Das schien mir kein besonders großer Auswand zu sein und der Vorteil, den ich mir davon versprach war, dass ich dann auch weiß, was drin ist. Gut, ich zog also am Freitag los und räumte im Supermarkt die Regale mit dem Trockenobst und den Nüssen leer. Meist greift man dabei zu den Produkten eines großen Herstellers aus Ulm, das ist durchaus okay, denn diese Produkte sind sehr gut - man muss sich allerdings im Klaren darüber sein, dass man dafür auch ein paar Euro hinlegen muss. Wenn man allerdings bedenkt, dass man, aufgrund der Packungsgrößen, von den gekauften Zutaten das Rezept mind. zweimal machen kann, ist der finanzielle Einsatz wahrscheinlich (ohne das jetzt nachgerechnet zu haben) auch nicht größer wie wenn man ein gutes Müsli fertig kauft. Die paar Zutaten zusammen zu mischen und auf das Blech zu streichen nimmt sicher nicht mehr als 15 Min in Anspruch und dann geht es ab in den Ofen. Und hier begann bei mir das Problem: ich weiß nicht, was mein Ofen an dieser Stelle getan hat oder mit welchem Ofen die Verfasser des Rezepts gearbeitet haben, Fakt ist, dass bei mir bereits nach 10 Min die Masse so dunkel war, dass ich sie schnell aus dem Ofen ziehen musste. 😊 Das Ergebnis ist noch essbar (den ein oder anderen etwas zu schwarzen Brocken, sortiere beim Frühstück eben aus), die Milch in diesem Müsli färbt sich im Laufe des Frühstücks allerdings durchaus in der Farbe von Kakao und schmeckt dann etwas karamellig - "Röstaromen" würde ich das nennen. 😉





















Erinnern Sie sich an meine Teilnahme am #allgäutriathlon von vor zwei Wochen? Ich war ganz schön begeistert davon, mal wieder mit so viel Spaß bei einem Triathlon gestartet zu sein. Und daher hatte ich beschlossen, mir für dieses Wochenende, zum Saisonabschluss quasi, noch einen zweiten Wettkampf zu suchen, an dem ich teilnehmen kann. Fündig geworden bin ich in Sachsen, an dessen ältester Talsperre, dem Filzteich. Die Anfahrt schien geeignet, sie an einem Morgen vor dem Wettkampf zu machen, die Veranstaltung erschien mir interessant (immerhin sollte auch Faris Al Sultan - der Triathlonheld von 2005 dort starten) und - und das war ganz ausschlaggebend: das Wetter sollte zwar kälter, aber immerhin trocken sein. Ich beschloss also, beim Silberstrom Triathlon 2017 zu starten.

Um dabei energetisch genauso stabil unterwegs zu sein wie ich das auch vor zwei Wochen war (früher dachte ich ja immer, dass das mit dem "Essen während des Wettkampfs völliger Schmarrn wäre und setzte auf möglichst wenig Versorgung und wenn dann nur mit "gesunden Sachen" wie Trockenobst - dass an dieser Stelle andere Dinge, wie z.B. Snickers und Cola 😉 einen sehr viel besseren Job machen, allerdings isst sich so ein Snickers auf dem Rennrad im Verlauf eines Wettkampfes recht schwierig und Cola in der Radflasche macht sich, alleine aufgrund der Kohlensäure, auch nicht besonders gut 😊), beschloss ich also gestern, noch einmal in die "große Stadt" auf, um mir dort ein paar der einschlägigen Produkte zu erstehen, die in Wettkampf-Situationen einen guten Job machen.

In einem der wenigen Sportgeschäfte angekommen, die die Stadt zu bieten hat, verlangte ich also nach "Energiegels" und erntete betretenes Schweigen. Die beiden "Fachverkäuferinnen" hatten keinen blassen Schimmer, wovon ich rede. Als mir eine der beiden dann wagemutig vorschlug, es doch mit einem "Aktiv Gel" zum Einreiben zu probieren und ich ihr vorsichtig beibrachte, dass ich eher nach etwas Essbarem suchte, waren alle am Gespräch beteiligten etwas ratlos. Der zaghafte Hinweis, ich sollte es doch bei dem anderen Sportgeschäft am Platz versuchen, aber das hätte sowas bestimmt auch nicht, rettete die Situation wenigstens teilweise 😊. Auf dem Weg zum anderen Sportgeschäft machte ich einen Abstecher in das größte Kaufhaus am Platz: ich meine das jetzt sicher nicht abfällig, aber der Besuch in diesem Kaufhaus war für mich tatsächlich etwas wie eine Reise in die Vergangenheit - derartige Produkte waren jedenfalls dort in der Sportabteilung ebenfalls nicht zu finden. Bei einer großen Drogeriekette fand ich immerhin schonmal Energieriegel - die wollte ich aber gar nicht haben, denn die sind im Wettkampf etwas trocken - fündig wurde ich dann tatsächlich im zweiten Sportgeschäft. Dort gab es noch eine "Vorteilspackung" zum Vorzugspreis (schön, die reicht mir wahrscheinlich noch bis in zwei Jahren - dumm nur, dass ihr Preis aufgrund des MHD 09/2017 zustande kam. 😏 Nunja, wer mich kennt weiß, dass mich abgelaufene MHDs jetzt nicht so sehr in Aufruhr versetzen 😉). Nun war ich aber immerhin was die Energieversorgung angeht schonmal wunderbar vorbereitet. Auch das Packen ging diesmal schon wieder leichter von der Hand, sogar an die Vaseline für den Hals habe ich eingepackt, damit der Neo(prenanzug) nicht wieder irgendwelche Abriebstellen produzieren kann.













Heute Morgen ging es dann also los. Aufstehen zur gleichen Zeit wie unter der Woche (*Grmpf*), Abfahrt um 07.30 Uhr - das war zumindest der Plan - naja, hab' ich nicht ganz geschafft. Dafür war auf den Straßen nichts los und ich konnte die ein oder andere Minute wieder rausholen. Aufgrund verschiedenster Baustellen, die irgendwelche Durchfahrten verhinderten, wo ich dann anders fahren musste, oder auch der Tatsache, dass mein Navi desöfteren der Meinung war, ich sei "offroad" unterwegs (weil es der Meinung war, die Straße sollte eher 300m weiter links oder rechts sein) kam ich zwischendrin doch ab und an kurz ins Schwitzen - meine Planung war ja schon knackig. Ich schaffte es schließlich aber gut, fand die Talsperre und durfte feststellen, dass ich mich zu einer sehr familiären Veranstaltung angemeldet hatte: wir waren zu viert als Mädels auf der Olympischen Distanz gemeldet, alle anderen starteten über die Sprint Distanz. Nachdem ich meine Wechselzone (die in Sachsen "Wechselgarten" heißt) eingerichtet hatte - diesmal habe ich die Radflasche fälschlicherweise im Auto vergessen, was aber kein Problem war, denn die Distanz zwischen Auto und Wechselgarten war zu vernachlässigen und es fiel mir rechtzeitig auf - wurde der Wettkampf kurz besprochen und dann lief ich los zum Schwimmstart, den Neo hatte ich nämlich währenddessen schon angezogen. Diesmal reichte es noch zum Einschwimmen - ich war die Erste im Wasser. 😊














So richtig genützt hat mir das Einschwimmen aber wieder nicht (ich hatte gehofft, Einschwimmen hilft dabei, mich zu akklimatisieren und schneller in den Schwimmrhythmus zu kommen). Sie müssen sich solch einen Schwimmstart ein bisschen vorstellen wie eine Mitfahrt in einer Waschmaschine - um Sie herum paddeln ganz viele Menschen wie wild um vorwärts zu kommen, wenn es dumm läuft kollidieren Sie, schwimmen über jemanden drüber oder werden überschwommen. 😊 Da muss man sich dann schon manchmal auch behaupten, was mir in der Regle gelingt, aber auch diesmal brauchte ich ein paar Brustzüge zwischendrin, um wieder mehr Luft zu haben (warum auch immer mir die fehlte) und schließlich "in den Tritt" zu kommen. Interessant war die Erfahrung als ungefähr 90% der Triathleten nach der ersten Runde (die Strecke der Sprint Distanz) den Teich verließen und ich mit zwei Herren alleine in die zweite Runde ging. Der Wechsel vom Neo aufs Rennrad war erneut eine Herausforderung - der Wechsel ist eindeutig die vierte Diziplin im Triathlon - aus so einer Gummihaut während des Laufes vom Schwimmausgang zum Rennrad schon zu einem großen Teil herauszukommen und diesen dann am Rad sehr schnell und elegant loszuwerden ist das Ziel - leider fehlt mir diese Fähigkeit. Nach etwas Gezerre und der kurzen Angst, Krämpfe in den Unterschenkeln zu produzieren (die sich glücklicherweise verhindern ließen) schaffte ich es aber, mich so umzuziehen, dass ich aufs Rennrad springen konnte. Die Rennradstrecke war eine Wendepunktstrecke, deren Runde ich viermal (also insgesamt jedes Teilstück achtmal) abfahren musste. Das ist zwar schön für die Zuschauer, der geneigte Triathlet ist darüber allerdings etwas zerrissen: zwar hat es den Vorteil, dass man die Strecke spätestens wenn zum zweiten Mal auf ihr fährt, gut kennt und weiß, wie man sie fahren muss, aber zu wissen, dass man sie jetzt "noch sieben, noch sechs, noch fünfmal,..." fahren muss, ist für den Kopf ggf. eine Herausforderung. Die Radstrecke war gut machbar - ich weiß ja, dass ich zwar ein konstanter, aber kein überdurchschnittlich schneller Radler bin - dass ich mich beim ersten Mal aber etwas verfuhr, da ich von Zuschauern und dem Einweisungspersonal bereits nach der ersten Runde wieder zurück in die Wechselzone geschickt wurde, weil diese der Meinung waren, ich sei Teil der Sprint Distanz und wäre jetzt vermutlich schon fertig, fand ich, trotz allem, etwas ärgerlich. Auch beim Laufen (der Wechsel zwischen Radeln und Laufen ist dann eig. kein größeres Problem mehr 😊) musste ich vier Runden bewältigen und hatte dabei schon dass Gefühl, dass nicht mehr so wahnsinnig viele Läufer auf der Strecke waren. Spätestens auf Runde vier dann war ich alleine unterwegs und bemerkte, dass im Zielbereich die Helfer bereits anfingen, zusammenzupacken. Ich war etwas irritiert. Dennoch lief ich auch die letzte Runde stabil (die erste ist meist noch etwas wackelig, ab da wird's dann kontinuierlich besser) zu Ende. Der Zielbereich war tatsächlich schon sehr leer als ich ankam und, man mag es kaum glauben, quasi direkt nach meiner Ankunft dufte ich, sofort nachdem ich einen Becher Vita Cola zu mir genommen hatte, zur Siegerehrung antreten - siehe da, ich hatte meine Altersklasse gewonnen. 😉



Nach dem Wettkampf suchte ich die Duschen zunächst umsonst, fand sie dann, zusammen mit einem echten Oberpfälzer, verschlossen vor. In der Folge mussten wir beide am See kalt duschen, erfrischend: ja, schön: eher nein. Immerhin kam dabei aber die Sonne raus. Im Anschluss (alle anderen Athleten waren schon verschwunden, die hatten sich dann wohl schweißig in ihre Autos gesetzt und waren von dannen gezogen) bekam ich sogar noch, sehr sächsisch (zumindest glaube ich das), ein paar Nudeln mit Tomatensoßen, Jagdwurstwürfeln und Reibekäse. Fazit: schöne Sache, kleiner Wettkampf - sehr stilecht mit Vita Cola und Jagdwurst-Nudeln - der sich aber leider recht schnell auflöste, was ich recht schade fand. Den Neo allerdings möchte ich aber - was immer kommen mag - (noch) nicht an den Nagel hängen, denn dieser Sport macht einfach immer noch Spaß - selbst mit deutlich weniger Training als früher.





















Da ich fast schon einmal da war, machte ich, bevor ich nach hause aufbrach, noch einen Abstecher in das Erzgebirge und Bergwerkstädtchen Aue - sehr malerisch dort, aber sehen Sie selbst:


 

Heute Abend noch "Das Duell" zwischen Angela Merkel und Martin Schulz zur Bundestagswahl in drei Wochen - ich bin gespannt. 😃