Donnerstag, 11. April 2019

We Will See

In der Woche nach Prag führte mich mein Weg am Dienstag in die schöne Bayerische Hauptstadt, wo ein beruflicher Termin auf dem Plan stand. Um umweltbewusst unterwegs zu sein, wählte ich als Transportmittel den Zug, was vom Land aus auch einigermaßen gut geht. Man muss leider recht oft umsteigen und braucht dann idR etwas länger als mit dem Auto, aber man hat dann zumindest keines dabei, für das man einen Parkplatz suchen müsste. 😉

Die Verbindung wählte ich so, dass ich mit einer Punktlandung ankommen würde, sonst hätte ich noch früher aufstehen müssen und wäre dann viel zu früh da gewesen. Ich hoffte also auf die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn. 😊Die Verbindung funktionierte, trotz knapp bemessener Umsteigezeiten gut und ich erreichte den letzten Zug in die Großstadt (einen ICE) ohne Probleme. Dieser fuhr dann schonmal mit 8 minütiger Verspätung los. *grrr* Kurz vor unserem Ziel verkündete der Schaffner dann allerdings fröhlich, dass wir die Verspätung wieder eingeholt hätten... nur um dann kurze Zeit später anzusagen, dass wir die Verspätung aufgrund eines vor uns fahrenden langsameren Zuges nun doch wieder haben – was soll ich sagen?

Ich rannte also durch den Hauptbahnhof (wie hässlich ist der übrigens, da is die ganze Stadt so Schickimicki und dann so ein Bahnhof, das ist doch furchtbar, oder nicht? 😉) und suchte die U-Bahn, die mich zum Ziel bringen sollte. Glücklicherweise fiel ich einer netten Dame auf, als ich leicht orientierungslos, erst aufs U-Bahn-Gleis runter, dann doch wieder hoch, die ganze Zeit suchend schauend, durch die Gegend rannte, und sie fragte mich, ob sie mir helfen könnte. Gut dass sie wusste, dass ich, um auf das benötigte Gleis zu kommen ich bis ans Ende eines anderen Gleises gehen muss, dann noch einmal nach unten fahren und dann auf dem richtigen Gleis angekommen wäre. Wer denkt sich denn sowas aus. Aber: gesagt getan. Eine Station mit der U-Bahn, Umsteigen, noch eine Station U-Bahn, dann den Ausgang finden und in die richtige Richtung laufen, unterwegs kurz bei der Fa. anrufen, dass ich ein paar Minuten zu spät sein werde und den Chef über ebendieses informieren und dann kam ich, eben ein paar Minuten zu spät, und mit einer leicht erhöhten Körpertemperatur endlich an. 😉

Der Termin lief gut und nach einem leckeren italienischen Mittagessen, von dem ich die Hälfte der Pizza noch mitnahm (das Volumen meines Magens ist endlich 😊) und einem erneuten kurzen Stop in der Terminfirma, weil ich dort noch meine Tasche liegen hatte, machte ich mich noch einmal auf in die Innenstadt, den Schaufenstern einschlägiger Marken einen Besuch abstatten (Achtung, Werbung!)...






...bzw. einschlägige Kaufhäuser von innen betrachten. 😉





Bevor ich wieder an den Bahnhof aufbrach, besuchte ich auch noch den Laden, in dem die Badezimmer-Kollektion der Regenbogenfirma exklusiv erhältlich ist (Achtung, Werbung!) - meine DIN A 3 Mappe die ganze Zeit selbstverständlich in der Hand. 😊





Am Zug angekommen, traf ich den Bruder, dessen Arbeitsplatz seit zwei Wochen die Bayerische Hauptstadt ist. Den ersten Zug bis in seine Wahlheimat Mittelfranken konnten wir gemeinsam nehmen und uns ein bisschen unterhalten. Im zweiten Zug dann verspeiste ich die mittägliche Pizza, weil: Hunger. 😋



Und abends moderat spät, kam ich wieder zuhause an.

Dort erwartete mich ein Paket eines bekannten deutschen Versenders für Klamotten und Schuhe (Achtung, Werbung!) zuhause. Habe ich Ihnen eigentlich schon einmal mein Shoppingsystem erklärt? Ich bin ein Warenkorb-Sammler. 😊 Ich habe im Kopf, was ich brauche, z.B. eine schwarze Strickjacke. Also lege ich los und suche, ganz gezielt, schwarze Strickjacken in meiner Größe. Die, die mir gefallen, lege ich in meinen Warenkorb und dann gehe ich wieder. Iwann später suche ich vielleicht noch ein paar Schnürstiefeletten in braunem Leder. Gleiches Spiel: ich sammele und gehe wieder. Dann suche ich noch was und noch was und iwann, wenn der Warenkorb und idealerweise auch das Bankkonto voll ist, gucke ich den Warenkorb nochmal durch (manche Dinge, die ich reingelegt habe, sind dann nicht mehr verfügbar, was mich manchmal zugegebenermaßen etwas ärgert), schmeiße dann doch die Dinge, die ich eigentlich nicht wirklich brauche oder die mir doch nicht sooo gut gefallen, raus und bestelle dann. Zu hause gibt's dann ne Riesen Anprobeparty, wenn das Paketchen (meist sind das dann aber eher ausgewachsene Pakete oder Pakethaufen 😉).

Ich bin mir dessen bewusst, dass im Internet einkaufen, den Einzelhandel kaputt macht und die Paketdienste mit ihren Wagen beim Pakete ausfahren die Luft verpesten. Manchmal kaufe ich Dinge tatsächlich auch vor Ort ein, allerdings bietet die Gegend hier (und das meine ich jetzt gar nicht böse, denn sie hat ja sonst auch einiges zu bieten) einfach nicht das Sortiment, das ich gerne habe, die Marken und Stücke, die ich gerne kaufe. Und, und das ist leider der Nachteil des Einzelhandels, dieses Riesenangebot, in dem ich so gezielt nach Dingen suchen kann, die ich gerade brauche, das bietet der lokale Laden eben nicht und ich finde einfach gerne, was ich suche. 

Diesmal gab es eine Ladung Lederhosen – ich suche schon seit längerem eine richtig echte, die sitzt und nicht zu lang ist oder so. Einen Anlauf habe ich schon unternommen, der nicht so von Erfolg gekrönt war (vieeel zu lang), nun gab es einen neuen das Ergebnis sehen Sie hier:



Auch wenn sie einigermaßen saß und nicht zu lang war, warf sie doch Falten, die Leibhöhe war eher so "Bitte bis unter die Achseln ziehen!" und zu 100% wohl gefühlt habe ich mich auch nicht. Und wenn man dann noch in Betracht zieht, dass der Preis für eine echte Lederhose schon ziemlich hoch ist, dann habe ich es dann doch lieber sein lassen. 😊

Am nächsten Tag kam ich einmal mehr in den Genuss der Dinge, die auf dem Land einfach gut, leicht zu finden und bezahlbar sind: gute Lebensmittelgeschäfte - so richtig spezialisierte. In diesem Fall ein  Fischladen mit frischem, lebendem Fisch, wie Sie hier sehen können. Und so schmeckt er auch: frisch und lecker. 😋



Am Samstagabend war in der Regenbogenstadt die Hölle los: die Kunst wurde gefeiert und in der Regenbogenfirma eine Ausstellung eröffnet  – in Angedenken an das BAUHAUS (Sie erinnern sich?)  sogar mit Triadischen Balletttänzern und Burger. 😆










BTW (wie man im Denglischen so schön sagt): das hier ist die Gabi und ich bin ganz schön stolz auf und froh über sie. 😊









Am Sonntagmorgen stand ich übrigens, ganz gegen meine Gewohnheiten, so richtig früh auf, um in netter Begleitung 1,5 h durch die Landschaft zu fahren und dann zu quasi noch nachtschlafender Zeit (09.00 Uhr) an einem Lauf teilzunehmen.

Die Strecke war länger als für mich üblich und die Zeit endlich einmal wieder so, dass ich zufrieden sein konnte. Als Belohnung gab es hinterher noch zwei Freistunden in der örtlichen Therme und trotzdem waren wir schon am frühen Nachmittag zuhause, so dass ich den restlichen Tag noch gut nutzen konnte, u.a. zum Ausruhen. 😀



Dienstag, 2. April 2019

Gabi ante portas

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen mit Sushi geht, ob Sie es schon einmal probiert haben oder nicht und ob Sie es jetzt mögen oder auch nicht. 😊 Ich kann Ihnen nur schreiben, wie es mir mit Sushi geht: ich mag es, aber nicht ständig – so ab und an, als etwas Besonderes, ist es toll. Jeden Tag möchte ich es allerdings nicht essen. Ein Feinkostladen (Achtung, Werbung!), bei dem man auch wunderbar Fisch einkaufen kann (dorther stammte auch der Fisch für meine Geburtstagsfeierei, Sie erinnern sich?), in der großen Stadt  bietet auch Kochkurse an: Italienisch, Französisch oder eben: Sushi – wobei das dann ja eher ein "Rollkurs" ist. 😉

Meine Idee war es also, dort einmal mit einer Gruppe einen solchen Kurs zu buchen und siehe da: dieser Wunsch ging in Erfüllung und wir fanden uns am Dienstag zum Sushi-Wickeln ein. Die Zutaten wurden in einem interessanten Vortrag bereits für uns in eine verarbeitbare Form gebracht, und was es da alles für Leckereien gab: Lachs, Thunfisch, Garnelen, japanischen Kohl, Paprika, Salat, verschiedenfarbigen Reis, etc. pp. Daraus galt es dann, Sushi ganz nach dem eigenen Geschmack zu rollen – egal ob Maki, Inside Out oder Reisbällchen mit Sashimi, jeder rollte frei Schnauze. 50 Nori-Algenblätter waren am Ende verrollt und das obwohl wir nur 12 Leute waren – jeder war eben mit Feuereifer dabei.



































Da ich so von Hunger geplagt war, musste ich zwischendrin immer schon einmal einen Happen essen und war, wenn ich mal ganz ehrlich bin, als ich endlich anfangen konnte, ganz in Ruhe das gebastelte Sushi aufzuessen, eigentlich schon ganz schön satt. 😊 Es wunderte daher niemanden, dass ich meine beiden Maki-Rollen gar nicht erst auseinander schnitt, sondern sie, so wie sie waren: am Stück, mit nach hause nahm. Ein anderer Teilnehmer überließ mir, darüber hinaus auch noch die Inside Outs, die er nicht mehr aufessen konnte, da er am nächsten Tag keine Gelegenheit mehr haben würde, sie zu verdrücken – und es wäre ganz schön schade gewesen, die Sushis verkommen zu lassen. So hatte ich also auch am nächsten Tag in der Mittagspause noch Sushi. Und dann waren immer noch 1,5 Rollen übrig. 😏



Der Mittwoch war der Tag, an dem ich den Mietwagen in der Stadt zurückgeben musste – sechs Wochen waren um und es gibt ja nun Gabi, die ich am Donnerstag holen wollte. So fuhr ich also nach der Arbeit in die Stadt und überließ den kleinen Flitzer, selbstverständlich vollgetankt, seinem weiteren Schicksal in den Fängen der Autovermietung (Achtung, Werbung!), die ich übrigens sehr empfehlen kann. Mein Plan lautete: ich gehe zu Fuß zum Bahnhof und nehme den nächsten Zug, den ich kriegen kann. Ich schaue vorher nicht nach, wann der nächste Zug fährt, den ich komme am Bahnhof an, wenn ich am Bahnhof ankomme, und nehme dann den Zug, den ich kriegen kann. Soweit so gut. Dumm nur, dass ich genau in dem Zeitraum ankam, in dem (gelobt sei das Landleben) zwei Stunden einfach mal gar kein Zug in die passende Richtung fährt. 😏 Daran hätte sich übrigens auch nichts verändert, wenn ich zum Bahnhof gerannt wäre. 😊

Ich disponierte also um und verzog mich mit meinen 1,5 Sushi-Rollen in den Eingang eines Betten-Geschäfts, um sie dort gemütlich und "Am Stück" zu verdrücken – immerhin hatte ich noch etwas Gari, Wasabi und sogar noch eine Flasche Sojasauce in der Tasche. 😊



Um den Rest der Wartezeit zu überbrücken, setze ich mich dann noch in ein Café, es war draußen dann doch empfindlich kalt geworden und der Bahnhof kein so schöner Ort, als dass man (also ich) dort Stunden verbringen möchte. Eine Tasse heiße Schokolade half, den Rest der Zeit herumzubringen. Um 20.45 Uhr war ich endlich daheim. 😊



Sie mögen es seltsam finden, aber das Objekt, das diesem Post hier seinen Titel verlieh, kann ich Ihnen auf Bildern im Moment gar nicht zeigen: Gabi. Sie stieß am Donnerstagmorgen zu mir oder besser erst einmal ich zu ihr, denn zunächst musste ich sie ja in Dresden abholen. Die Fahrt mit dem Zug dorthin verlief quasi ohne Probleme, wenn man mal davon absieht, dass die Fahrt um 7.00 Uhr startete (weshalb ich um 05.30 Uhr aufstehen musste - grausam 😏). Ich döste noch eine Runde, erledigte dann die ersten E-Mails des Tages und nahm dann vom Dresdner Hauptbahnhof aus die Straßenbahn in Richtung Autohaus - auch hierbei gab es keine Probleme. Gabi stand schon – fesch herausgeputzt und so sauber, wie sie wahrscheinlich ihr Leben bei mir lang nie mehr sein wird 😉 – zur Übergabe bereit. Ich hatte mich im Zug auch auf die Übergabe etwas vorbereitet und ließ mir so machen Punkt auf ihrer Feature-Liste erst noch einmal genau erklären bevor ich sie mit auf unsere erste wilde Fahrt, zurück in die Heimat, nahm. Wir mögen uns schon. 😊

Unsere zweite wilde Fahrt folgte bereits am nächsten Tag, dem Freitag, an dem ich frei hatte, um das Geburtstagsgeschenk an die Mutter einzulösen: einen Aufenthalt in Prag mit der ganzen Familie. Ich fuhr mit Gabi in die Wahlheimat des Bruders, um dort den Rest der Familie zu treffen, alle meine Sachen (viele waren's ja glücklicherweise 😊) umzuladen und mit dem Kleinwagen der Eltern in die Tschechische Hauptstadt zu fahren. Die Fahrt verlief problemlos, mit einem Zwischenstop – zwecks Hunger – in der äußersten Oberpfalz und Tschechien begrüßte uns, wie uns Deutschland verabschiedet hatte: mit Bombenwetter.

Unser Hotel (Achtung, Werbung!) war bombastisch in der Verlängerung der Karlsbrücke gelegen und musste sich mit seinem Stil und seiner Ausstattung sicher nicht verstecken. Wir hatten Glück, genau vor dem Hotel war ein Parkplatz frei, für den wir bereits im Vorfeld ein Parkticket erstanden hatten. 😀

Nach dem Auspacken der Koffer machten wir erst einmal die Stadt unsicher: der Turm an der Karlsbrücke, die Karlsbrücke selbst und die historische Altstadt sind definitiv sehenswert.











Und auch das Abendessen, das wir im Hotel-Restaurant einnahmen, machte Spaß. 😋





Nach einem nächtlichen Rundgang mit der Mutter und dem Bruder, vorbei am Franz Kafka Museum und dem Konzertsaal Rudolfinum (der Vater musste das Bett aufsuchen, denn eine Erkältung machte ihm etwas zu schaffen), kehrten wir, auf eine "Home-made Lemonade" nochmal ins Hotel-Restaurant ein. 😋











Den nächsten Tag starteten wir mit einem ausgedehnten Frühstück, das so einiges anzubieten hatte und machten uns dann auf in einen Lebkuchenladen, wo man diese Tschechische Spezialität in allen Formen und Farben kaufen konnte.



Nach einem Rundgang durch die Gassen rund um den Wenzelsplatz, einem Cafébesuch und einem "Trdelnik" (=ebenfalls eine Tschechische Spezialität) trafen wir unsere Stadtführerin (Achtung, Werbung!), die uns vier – quasi exklusiv, da sich niemand anderes angemeldet hatte – auf einen dreistündigen Stadtspaziergang mitnahm: vom Altstädter Ring, über die astronomische Uhr, die Karlsbrücke, hinauf zur Prager Burg und der Georgsbasilika. Von dort oben genossen wir einen wunderbaren Blick über diese schöne und sehr historische Stadt, bevor wir uns über den Weinberg (Achtung, Werbung!) wieder zurück ins Hotel begaben, wo der Vater erst einmal seine Augen tropfen musste. 😉























Am Abend dann machten wir uns am Ufer der Moldau auf in süd-westliche Richtung, um das Vyton zu finden und vorher noch etwas Böhmisches zu essen, dabei passierten wir das bekannte "Tanzende Haus" von Frank O. Gehry.  😊 Das Vyton (Achtung, Werbung!) allerdings, sahen wir dann nur von außen und aus dem Böhmischen Essen wurde ein eher "Neu-Böhmisches" (Achtung, Werbung!). 😊









Am Sonntag, dem Tag unserer Abreise, suchten und fanden wir noch die John Lennon Mauer, die, ganz versteckt, ganz nah bei unserem Hotel lag, und machten uns schließlich nach einem letzten Besuch in einem "kubistischen Café" gegen 14.00 Uhr wieder auf den Heimweg. (Ich jedoch nicht, ohne vorher den Versuch unternommen zu haben, noch ein "brauchbares Souvenir" zu erstehen. ei einem Preis von 124,- EUR für ein wunderschönes, handgefertigtes Trinkglas mit einem schwarz-weißen grafischen Muster – musste ich dann jedoch dankend ablehnen, das Glas hätte sich in die Reihe meines Alltagsgeschirrs einreihen sollen. 😉

















Der Sonntag endete in einem Restaurant in der Wahlheimat des Bruders mit Griechischen Tapas (oder "Meze", wie der Fachmann sagt 😉). Ebenfalls sehr zu empfehlen. 😋