Sonntag, 17. März 2019

Bathroom Connection






Einen Tag nach der Ausstellungseröffnung machte ich mich auf zu einer Dreiecksreise, die zwei Stationen beinhaltete: Berlin und Frankfurt am Main, um dort verschiedene Aktionen zu unterstützen, die sich um Produkte drehen sollten, für die ich mit verantwortlich zeichne.

Ich nahm die Bahn, weil dies in den meisten Fällen zumindest etwas schneller ist und vermutlich auch für die Ökobilanz von Vorteil ggü. der Reise alleine mit dem Auto. Vom platten Land erst einmal wegzukommen ist immer etwas mühsam, wenn man aber erst einmal in einem der ICEs sitzt, macht das schnelle Reisen dann aber durchaus Spaß. 😊



Mir macht es Spaß mit der Bahn zu fahren, weil es wenig anstrengend ist und man, statt sich aufs Fahren zu konzentrieren, einfach andere Dinge machen kann, z.B. ein Buch lesen, Arbeiten oder Schlummern – je nachdem, welcher Tag und welches Tageszeit ist. 😉

Am Berliner Hbf. angekommen, musste ich erst einmal herausfinden, wie ich von dort per U-Bahn an den Bhf Zoo komme, der eigentlich mein letzter Halt sein sollte – ein Unterfangen, das, aufgrund einer größeren Baustelle auf der U-Bahn Strecke, gar nicht so einfach war. 😊





Vorbei an Berlins wahrscheinlich bekanntestem Wahrzeichen (nicht zuletzt aufgrund des traurigen Ereignisses hier beim Weihnachtsmarkt 2017), der Gedächtniskirche, fand ich mein Hotel (Achtung, Werbung!) schließlich zügig, checkte ein und holte erst einmal die Mütze Schlaf nach, die mir am Morgen (Aufstehen um 06.00 Uhr an einem Samstag!!! 😴) fehlte.

Am Nachmittag dann machte ich mich auf, einen Concept Store zu besuchen, dessen Besitzer ich bei der diesjährigen Möbelmesse in der Rheinmetropole kennenlernen durfte. Und weil wir uns durchaus gut verstanden, nahm ich seine Einladung an, ihn bei Gelegenheit einmal in seinem Laden zu besuchen. Leider weilte der Gute nun aber, da der Besuch konkret wurde, im Urlaub. Ich wurde aber an die Mitarbeiter verwiesen. 😊



Im HOTEL Ultra (Achtung, Werbung!) findet der an Design und Außergewöhnlichem interessierte Heerscharen von größeren und kleineren Gegenständen als Geschenke für andere oder an sich selbst. Wenn Sie einmal schauen möchten: 😉











Nach einem ausgiebigen Aufenthalt im Concept Store beschloss ich, nach Friedrichshain zu fahren, um dort etwas zum Abend zu essen und wurde in einer Burgerbraterei (Achtung, Werbung!) fündig. Zwar hatte ich an einem Samstagabend nicht reserviert, was in den Räumlichkeiten dieses Imbiss' sträflich zu sein scheint, allerdings war der Kundenservice durchaus eine Erwähnung wert und ich wurde klar darüber informiert, dass andere Gäste demnächst aufbrechen könnten (was dann auch der Fall war) und ich bekam einen schönen Platz im Fenster. Es war toll, dass man einen "kleinen Burger" bestellen konnte, von dem (und den Süßkartoffelpommes) ich hinterher schon wunderbar satt war – der "normale Burger" hätte mich und meinen Magen vermutlich heillos überfordert. 😋








Im Anschluss suchte ich mir eine Kneipe, um dort mein "Feierabendbier" in Gestalt eines Kräutertees (für 1,50 EUR – Hallo?! Wie schön, dass es auch noch bezahlbare Kneipen gibt.) zu mir zu nehmen und wurde fündig (Achtung, Werbung!). Bei meiner Tasse Tee also las ich an der Bar ein paar Seiten in meinem aktuellen Buch (Achtung, Werbung!) weiter und machte mich schließlich wieder auf den "Heimweg".



Am nächsten Vormittag checkte ich aus und machte ich mich fußläufig auf den Weg zum Flagshipstore des Kooperationspartners der Regenbogenfirma (Achtung, Werbung!) mit dem wohl angesagtesten Standort seiner Zentrale: das BIKINI Haus direkt neben der bereits viel besprochenen Gedächtniskirche. Dort sollte heute eine "Teatime" stattfinden, bei der man, einen feinen schwarzen Tee schlürfend, in bequemen ledernen Loungesesseln sitzend,😉 die neueste Produkterrungenschaft beider Firmen (Achtung, Werbung!) zur Probe hören und im Anschluss auch gerne käuflich erwerben darf. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit und ich betrat den Laden bei Nieselregen.













Mit Abschluss meines Arbeitseinsatzes vor Ort in Berlin ließ sich zumindest sagen, dass sich durchwegs Leute für unser Produkt interessierten und auch eines direkt vor Ort an einen Interessierten verkauft wurde, was uns durchaus froh stimmte.

Ich brach am Nachmittag dann auf, um mit einem weiteren Zug von der Hauptstadt dieses schönen Landes weiter in die Hessenmetropole zu fahren. Bei meiner Abreise gab es jedoch ein paar Turbulenzen, stellte ich doch fest, dass ich das Ticket nicht, wie gedacht, ab Bahnhof Zoo, sondern erneut ab Hbf gekauft hatte, was zum Umstand führte, dass ich den Zug, den ich hätte nehmen wollen am Bahnhof Zoo nicht fand, da er ja ab Hbf fahren sollte. Aufgrund dieser Tatsache verpasste ich ihn schließlich (was sich hätte verhindern lassen, wäre ich früher darauf gekommen, dass ich innerhalb von 7 Minuten mit der S-Bahn vom Zoo an den Hbf gelangen kann). Den Zug verpasst, war ich also der Meinung, ein neues Ticket zu benötigen,  dachte ich doch, dass ich ein Sparpreisticket gekauft und daher Zugbindung hätte. So kaufte ich dann auch schnell ein neues Ticket und fühlte mich safe, ärgerte mich nur, eine solche Summe für das verpasste Ticket durch eigene Unüberlegtheit unnötig in den Sand gesetzt zu haben. Erst im Zug fiel mir auf, dass ich – genau aus dem Grund, weil ich eben nicht so recht wusste, wie lange mein Arbeitsaufenthalt dauern und wann ich den Bahnhof erreichen würde – bereits ein Ticket gekauft hatte, mit dem ich flexibel jede Verbindung zwischen den beiden Städten hätte wählen können. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, wie ich mich dann erst geärgert habe!

Die Weiterreise nach Frankfurt verlief dann, aufgrund der sehr stürmischen Zustände draußen, mit noch zusätzlicher Verspätung (20 Min. hatte ich ja schon, da ich den ersten Zug verpasst hatte) und ich kam erst sehr spät und sehr hungrig dort an. Immerhin wurde ich erwartet und auch dem Hunger konnte Abhilfe geschaffen werden. Der Abend endete überraschend und mit deutlich mehr Klarheit für alle Beteiligten. 😊

Am Tag darauf stattete ich der Bäder- und Sanitärmesse (Achtung, Werbung!) einen intensiven Besuch ab und traf endlich einmal wieder die Südeuropäischen Kollegen, die ich die letzten zwei Jahre lang nur noch per Telefon und E-Mail getroffen hatte.















































































Nach einem Tag zwischen Waschbecken, Badewannen und Seifenspendern, machte es großen Spaß mit der aufgeweckten Truppe Spanier, die mich problemlos wieder in ihrer Mitte aufnahmen, noch beim Asiaten (Achtung, Werbung!) einzukehren und hinterher im Hotel (diesmal waren sie im selben Hotel untergebracht, wie die Regenbogenmannschaft zur Ambiente Messe --> Werbung!) noch zusammen einen Kaffee zu trinken. Der Fußmarsch schließlich in mein Hotel (Achtung, Werbung!) war lang, aber befreiend nach all der Messeluft den ganzen Tag. 😊



Der Tag der Rückfahrt brachte vor allem die positive Erkenntnis mit sich, dass man im Leben eben einfach nach den Dingen fragen muss und sie dann, vielleicht nicht immer, aber doch schon häufiger, auch bekommt. Hatte ich doch am Sonntag noch gedacht, ziemlich viel Geld für ein Ticket ausgegeben zu haben, dass ich schließlich gar nicht brauchte, reklamierte ich ebendieses Ticket und erhielt mein Geld dafür zurück, da ich ja nachweislich ein zweites über exakt dieselbe Strecke und genau den gleich Kaufpreis vorweisen konnte. Darüber war ich so froh (vielen Dank dieser Stelle noch einmal dem Bahn-Angestellten – Achtung, Werbung! 😉–, der sich an dieser Stelle so großzügig zeigte – jeder macht halt mal einen Fehler), dass selbst die Tatsache, dass bereits der erste Zug, den ich hätte nehmen sollen eine Dreiviertelstunde Verspätung hatte, ich aufgrund dessen sämtliche Anschlüsse verpasste und zwei Stunden (!) später als geplant zuhause ankam mich nicht mehr böse stimmte.
😊

Und dann fuhr ich wieder zurück ins Fichtelgebirge und plötzlich lag wieder Schnee...





Donnerstag, 7. März 2019

Tailor made

Die Schneiderei hat mich wieder. 😊 Sie erinnern sich, neulich habe ich seit langer Zeit einmal wieder einen Nähkurs besucht, weil Textilien und Bekleidung etwas sind, das mich als Mensch und Designer einfach begeistert – Trends, Farben, Schnitte... toll. Und deshalb habe ich zugeschlagen: im Stoffladen meines Vertrauens und habe wunderbare Stoffe und Kurzwaren erstanden, in den tollsten Farben, mit den schönsten Mustern und in den unterschiedlichsten Stoffqualitäten. Unter anderen befindet sich nun ein wunderbar gewebter Ringeljersey mit dünnen Streifen in grau und weiß in meinem Besitz, den ich verarbeiten wollte. Dafür habe ich mich mal wieder daran versucht, von einem anderen Kleidungsstück, das mir gut passt und das Leute genäht haben, die wahrscheinlich etwas vom Nähen verstehen, den Schnitt abzunehmen, um es kurzerhand nach zu nähen, denn bei diesem bin ich mir ja sicher, dass es mir passt. 😉 Ich habe es leicht verändert, indem ich die Rückenpartie stärker in einen Ringerrücken verwandelt habe als das bei dem ursprünglichen Top der Fall war, aber sonst alle Merkmale einfach übernommen.

Einen ganzen Abend hat es gedauert, den Schnitt abzunehmen und auf Packpapier zu übertragen, die Teile auszuschneiden und sie abschließend so aneinander anzupassen, dass sie hinterher zusammengenäht auch wieder ein sinnvolles Oberteil ergeben. 😊 Anschließend habe ich den Stoff dementsprechend zugeschnitten.







Für die Ausführung selbst ließ ich mir noch ein paar Raffinessen einfallen, z.B. ein paar aufgesetzte Taschen, wie bei einem meiner anderen mir sehr lieben Oberteile – dumm nur als ich dann feststellte, dass ich das Oberteile bereits zusammengenäht, dabei allerdings vergessen hatte, die Taschen einzunähen – da kommt Freude auf. Mittlerweile habe ich in solchen Situationen allerdings gelernt, ruhig zu bleiben und die Auftrennaktion dann auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen, zu dem ich wieder ruhig und entspannt bin, anstatt hektisch und böse mit mir beim Auftrennen mehr kaputt als ganz zu machen (ich bin also ins Bett und habe erst am nächsten Abend weitergemacht). 😴




Am Freitag vergangener Woche lief bei der Regenbogenfirma eine große Aktion – sogar zwei Minister waren vor Ort – weil das BAUHAUS (also, nicht der Baumarkt, sondern die damalige Design- und Architekturschule 😊) 2019 100 Jahre alt wird. Da eines der immer noch aktiven Produktionswerke der Regenbogenfirma von Walter Gropius, dem langjährigen Direktor des BAUHAUSes, erdacht und erbaut wurde (Sie erinnern sich an unsere Fahrt nach Dessau im letzten Herbst?), ist also auch die Regenbogenfirma etwas mit dem BAUHAUS verknüpft und beteiligte sich daher an der Eröffnung einer Ansammlung verschiedener Ausstellungen an verschiedenen Orten mit einer eigenen Ausstellung und dem zur Verfügung stellen seiner Räumlichkeiten für die Eröffnungszeremonie. In geschichtsträchtigen Räumen, nach Ansprachen verschiedenster Leute (u.a. eben der beiden Minister), wurden die Ausstellungen gelungen eröffnet und wurde der Startschuss zu einem Jahr voller Ereignisse gegeben, die an den 100. Geburtstag des BAUHAUSes erinnern.