Seit Freitag bin ich ohne festen Wohnsitz (offiziell bin ich natürlich noch wo gemeldet, aber tatsächlich wohne ich im Moment nirgendwo), das fühlt sich recht seltsam an. Die Ferienwohnung musste ich ja (eher unerwartet) wieder verlassen und kann eigentlich auch noch noch für 10 Tage im August wieder rein, im September dann gar nicht mehr - was mir also - außer Unruhe - überhaupt nichts bringt. Deswegen habe ich mich ja auch entschieden, die Wohnung "auf dem Lande" ab dem 14.08. zu mieten. Zwar habe ich das Glück, seit Freitag jeden Tag wo schlafen zu können, aber nirgendwo zuhause zu sein ist ein Zustand, den ich so noch nicht kannte. Glücklicherweise ist ja absehbar, dass er vorbei geht
Der Zufall wollte, dass ich für die alljährlichen Opernfestspiele der ehemaligen Heimatstadt noch im Juni beim alten Arbeitgeber zwei Karten gewonnen habe. Die einzulösen war natürlich Pflicht, immerhin hatte ich die Opernfestspiele nun seit 2010 gesehen. Eine liebe Freundin wollte mich dieses Jahr begleiten. Bei ihr und ihrer Familie durfte ich auf die letzten zwei Nächte verbringen.
Unsere Aufführung ("La Bohème" von Giacomo Puccini) fand, ob des guten Wetters, draußen statt. Leider schaffte ich es nicht ganz pünktlich zum Einführungsvortrag da zu sein, weshalb ich die Oper ansah, ohne exakt zu wissen, worum es ging. Dank der "Untertitel" ist man dann in der Regel aber ja doch nicht ganz verloren. Highlights der Vorstellung: drei Herren, die sie Seiten des "Playboy" ausreißen, um sie als Platzsets zu verwenden, eine Eisfläche zum Schlittschuhlaufen auf der Bühne (mitten im Sommer) und ganz viel weiß, gold und Glitzer an sämtlichen Darstellern. Die Aufführung war, wie immer eher modern (diesmal hatten wir niemanden hinter uns sitzen, der sich lautstark darüber ausgelassen hätte, dass die Aufführungen in Sidney ja um Längen besser seien als die auf der Ostalb - Ach, tatsächlich?! Das verwundert mich jetzt aber... ;o), gut gemacht von viele engagierten Laien und ein Profis am Gesang und untermalt von einem professionellen Symphonieorchester. Unser langer Operablen klang bei einem Lagerfeuer im Garten der Freundin, zusammen mit dem Ehemann aus.
Am Samstag wurde ich schon um 06.30 Uhr von der Tochter des Hauses geweckt, konnte mir aber noch eineinhalb Stunden Schlaf ausbedingen, bevor es dann um 8.00 Uhr tatsächlich ernst wurde mit dem Aufstehen. (Kinder kennen da in der Regel halt keine Gnade.) Nach dem Frühstück eine Runde Laufen in altbekannten Gefilden aus einem früheren Leben :o) dann Mittagessen und ein gechillter Nachmittag (mit einer Runde Trampolinspringen, die bei diesen Temperaturen extrem schweißtreibend war) in der Sonne. Abends dann "Poolparty" bei einer ehemaligen "Mitschwimmerin", die die dreißiger alterstechnisch verlassen wird. Nachdem wir das Haus gefunden hatten (die Anfahrt dauerte etwas länger, weil sich das Erinnerungsvermögen der Freundin erst nach und nach wieder einstellte :o), bot das Wetter beste Voraussetzungen für eine solche Feier, weshalb wir den Pool tatsächlich nutzten. Wieder ein langer Abend mit leckeren Tapas, lustigen Gesprächen und einem reichhaltigen Nachspeisenbuffet.
Der Sonntag startete etwas später - sie lernen aber auch dazu, die Kinder ;o) Nach einem kleinen Kampf im Bad (die Füße der Tochter waren dreckig, weshalb sie beschloss zu duschen - ihr kleiner Bruder wollte dann sofort auch und beide vergaßen unter dem Wasser die Zeit :o) und einem gemeinsamen Frühstück stand im Laufe des Vormittags - wie früher - "die Sendung mit der Maus" an. Wettertechnisch glich der Sonntag dem Samstag leider kein bisschen, weshalb die Stimmung eher getrübt war. Am Nachmittag schwang ich mich dann auf nach München, wo ich für die Regenbogenfirma die kommenden fünf Tage verbringen werde.
Morgen werde ich einen Storecheck machen und mir Sortimente in unterschiedlichsten Läden anschauen und vielleicht auch den ein oder anderen Ladenbesitzer zu seiner Angebotsstrategien befragen. Am Dienstag und Mittwoch wird im FlagshipStore umdekoriert und ich freue mich schon, den Profis dabei zur Hand gehen und vieles lernen zu dürfen! Zum grandiosen Abschluss dieser Woche werde ich selbst im Verkauf mithelfen und erfahren, wie es ist, direkt mit Kunden zu tun zu haben.
In Vorbereitung dieser Aktion habe ich mir bereits alle Geschäfte herausgeschrieben und einen optimalen Laufweg ausgearbeitet :o) Außerdem gibt es eine Datei, in die ich meine "Erlebnisse" eintragen kann. Bereits heute Abend war ich nochmal in der Stadt unterwegs und habe das Flaggschiff und viele andere der Läden, die ich morgen besuchen möchte, bereits gefunden und kennen nun meinen Fußweg.
Ganz nebenbei habe ich mich bei PokémanGo in das fünfte Level vorgearbeitet und darf jetzt in Arenen kämpfen ;o)
Sonntag, 31. Juli 2016
Donnerstag, 28. Juli 2016
Logistik für Fortgeschrittene
Mein Wecker klingelt heute um 05.30 Uhr: Aufstehen, Fische aus dem Aquarium fangen (einer beging versehentlich beinahe Selbstmord als er sich mit einem Sprung aus dem Wasser hinter den Filter zu retten versuchte - kein Scherz - und dabei dummerweise vergas, dass er an der Scheibe klebend an der frischen Luft nicht atmen kann) und in eine Tüte in den Eimer verfrachten, Wasser ablassen, Aquarium ins Auto stellen (und zwar extra so, dass es komplett "ebenerdig" steht, damit es nicht vllt. doch kaputt geht, denn angeblich ist auf dem Ding ja immer noch eine Mordsspannung, wenn der Kies noch drin ist - den auch noch wieder rauszuholen hatte ich heute für den Umzug zu meiner Kollegin aber keine Lust). Andere Sachen auch noch ins Auto packen und zwar so, dass das Aquarium eingekeilt ist und in der Kurve nicht davon rutschen kann. Frühstücken, Schminken, Losfahren.
Aquariumsaufbau bei meiner Kollegin 25 Min später mit vereinten Kräften geht ganz gut - ich kenn's das Prozedere ja mittlerweile. 20 Minuten später sind wir fertig und *tatatataaa* es haben wieder alle fünfe überlebt.
Dann zur Arbeit. Dort Termin mit der unmittelbaren Kollegin - damit wir mal so von uns gegenseitig wissen, was wir eigentlich so den ganzen Tag machen - im Anschluss mit der Rechtsabteilung, damit ich mal so weiß, was ich eigentlich den ganzen Tag in Zukunft so machen soll. :o) Plötzlich ist Mittag und ich hätte es mal wieder fast vergessen. Gott sei Dank erinnert mich mein Magen idR dann doch recht zuverlässig... Teller aus der Abteilungsküche mitnehmen in die Cafeteria, damit ich nach dem Essen nicht mehr nach vorne muss. Dann Gedankenblitz: ich brauche noch Gastgeschenke fürs Wochenende. Die könnte ich im Shop kaufen während mein Mittagessen entsteht. Mist, Mitarbeiterausweis im Büro vergessen. Also, doch nochmal zurück, Ausweis holen. Dann wieder in den Shop. Spontangeschenke für die Kids gefunden, weniger spontan das für die dazu gehörigen Eltern. Kurzzeitige Panik, dass ich, neben Geldbeutel, zwei Tassen und einem Sparschwein meinen Teller mit dem Essen nicht mehr tragen kann (S**t, jetzt muss ich erst nochmal zurück ins Büro!) stellt sich als unbegründet. Es geht so viel, wenn man will. ;o)
Gemeinsames Mittagessen mit der Kollegin, die dann ab Nachmittag im Urlaub sein wird. Um 14.45 Uhr zum wiederholten Mal diese Woche die Pforte informiert, dass die Garage auf dem Werksgelände, in der meine Sachen eingelagert sind, geöffnet werden muss, weil ich etwas herausholen muss. 15.00 Uhr kurzer Ausflug von der Arbeit: Sachen aus der Garage holen (bald bin ich sie los!) und ins Auto verladen, dann zur urlaubenden Kollegin nach hause, dort einen Futon ebenfalls in mein Auto laden, damit ich in zwei Wochen, wenn ich dann endlich meine Wohnung, aber (noch) keine Möbel haben werde, wenigstens nicht auf dem blanken Fußboden schlafen muss. Zurück in die Regenbogenstadt zur POST. Dort die letzten Sachen aus meinem alten Leben, an denen Erinnerungen kleben - sauber und ordentlich in zwei Kartons verpackt - aufgeben, damit sie jemand anderen happy machen (Ebay Kleinanzeigen sei Dank!). Dann wieder zurück zur Arbeit.
Meinen geschäftlichen Aufenthalt in Bayerns Hauptstadt kommende Woche vorbereiten, E-Mails schreiben und zum Abend mit dem Kollegen nach hause gehen, um sich seine Wohnung erklären zu lassen, da ich diese ja bewohnen werde, während er im Urlaub ist. Nun weiß ich also, wie man mit meinem iPhone sämtliche Lautsprecher in der Wohnung ansteuern und die Personenwaage im Bad bedient, aber auch wo sich der Bio-Tee und die Manga-Sammlung befinden. :o) Kurz noch eine Apfelschorle trinken, dann (etwas zu spät) zur Yogastunde aufbrechen. Im Yoga sämtliche Körperpartien trainieren und entspannen.
Nach dem Yoga: nach hause aufbrechen. Es klappert in meinem Fahrzeugfont:"Ah, das Altglas muss ich auch noch wegbringen!" Gesagt getan. Schließlich Abendessen, Zusammenräumen, diesen Post verfassen, noch ein bisschen aufräumen und demnächst vermutlich ziemlich erschöpft ins Bett fallen - habe ich schonmal erwähnt, dass ich die Tage mag, an denen nur gute Planung hilft?! :o)
P.s.: Man mag es kaum glauben, aber ich habe eine Wohnung. Nach einer erneuten mittleren Katastrophe bei der Wohnungsbesichtigung gestern (so viele dieser "Scheibengardinenaufhänghakenkleber" auf einmal auf Fenstern habe ich selten gesehen, genauso wenig wie eine Toilette, hinter der eine mit der Laubsäge zugeschnittene Platte die Rohrleitungen in der Wand mehr schlecht als recht verdecken soll und stets durch die (immerhin ganz neue) Küche gehen zu müssen, wenn ins Bad muss, ist zumindest gewöhnungsbedürftig ;o) habe ich mich entschlossen, alle Unwägbarkeiten in Kauf und die Wohnung auf dem "platten Land" zu nehmen. Einfach weil sie mir von ihrer Art sehr zusagt (nicht so richtig Standard - genau wie ich :o) und die Einrichtungsgegenstände die da sind hochwertig und in einem guten Zustand sind und alles andere muss man dann sehen.
Aquariumsaufbau bei meiner Kollegin 25 Min später mit vereinten Kräften geht ganz gut - ich kenn's das Prozedere ja mittlerweile. 20 Minuten später sind wir fertig und *tatatataaa* es haben wieder alle fünfe überlebt.
Dann zur Arbeit. Dort Termin mit der unmittelbaren Kollegin - damit wir mal so von uns gegenseitig wissen, was wir eigentlich so den ganzen Tag machen - im Anschluss mit der Rechtsabteilung, damit ich mal so weiß, was ich eigentlich den ganzen Tag in Zukunft so machen soll. :o) Plötzlich ist Mittag und ich hätte es mal wieder fast vergessen. Gott sei Dank erinnert mich mein Magen idR dann doch recht zuverlässig... Teller aus der Abteilungsküche mitnehmen in die Cafeteria, damit ich nach dem Essen nicht mehr nach vorne muss. Dann Gedankenblitz: ich brauche noch Gastgeschenke fürs Wochenende. Die könnte ich im Shop kaufen während mein Mittagessen entsteht. Mist, Mitarbeiterausweis im Büro vergessen. Also, doch nochmal zurück, Ausweis holen. Dann wieder in den Shop. Spontangeschenke für die Kids gefunden, weniger spontan das für die dazu gehörigen Eltern. Kurzzeitige Panik, dass ich, neben Geldbeutel, zwei Tassen und einem Sparschwein meinen Teller mit dem Essen nicht mehr tragen kann (S**t, jetzt muss ich erst nochmal zurück ins Büro!) stellt sich als unbegründet. Es geht so viel, wenn man will. ;o)
Gemeinsames Mittagessen mit der Kollegin, die dann ab Nachmittag im Urlaub sein wird. Um 14.45 Uhr zum wiederholten Mal diese Woche die Pforte informiert, dass die Garage auf dem Werksgelände, in der meine Sachen eingelagert sind, geöffnet werden muss, weil ich etwas herausholen muss. 15.00 Uhr kurzer Ausflug von der Arbeit: Sachen aus der Garage holen (bald bin ich sie los!) und ins Auto verladen, dann zur urlaubenden Kollegin nach hause, dort einen Futon ebenfalls in mein Auto laden, damit ich in zwei Wochen, wenn ich dann endlich meine Wohnung, aber (noch) keine Möbel haben werde, wenigstens nicht auf dem blanken Fußboden schlafen muss. Zurück in die Regenbogenstadt zur POST. Dort die letzten Sachen aus meinem alten Leben, an denen Erinnerungen kleben - sauber und ordentlich in zwei Kartons verpackt - aufgeben, damit sie jemand anderen happy machen (Ebay Kleinanzeigen sei Dank!). Dann wieder zurück zur Arbeit.
Meinen geschäftlichen Aufenthalt in Bayerns Hauptstadt kommende Woche vorbereiten, E-Mails schreiben und zum Abend mit dem Kollegen nach hause gehen, um sich seine Wohnung erklären zu lassen, da ich diese ja bewohnen werde, während er im Urlaub ist. Nun weiß ich also, wie man mit meinem iPhone sämtliche Lautsprecher in der Wohnung ansteuern und die Personenwaage im Bad bedient, aber auch wo sich der Bio-Tee und die Manga-Sammlung befinden. :o) Kurz noch eine Apfelschorle trinken, dann (etwas zu spät) zur Yogastunde aufbrechen. Im Yoga sämtliche Körperpartien trainieren und entspannen.
Nach dem Yoga: nach hause aufbrechen. Es klappert in meinem Fahrzeugfont:"Ah, das Altglas muss ich auch noch wegbringen!" Gesagt getan. Schließlich Abendessen, Zusammenräumen, diesen Post verfassen, noch ein bisschen aufräumen und demnächst vermutlich ziemlich erschöpft ins Bett fallen - habe ich schonmal erwähnt, dass ich die Tage mag, an denen nur gute Planung hilft?! :o)
P.s.: Man mag es kaum glauben, aber ich habe eine Wohnung. Nach einer erneuten mittleren Katastrophe bei der Wohnungsbesichtigung gestern (so viele dieser "Scheibengardinenaufhänghakenkleber" auf einmal auf Fenstern habe ich selten gesehen, genauso wenig wie eine Toilette, hinter der eine mit der Laubsäge zugeschnittene Platte die Rohrleitungen in der Wand mehr schlecht als recht verdecken soll und stets durch die (immerhin ganz neue) Küche gehen zu müssen, wenn ins Bad muss, ist zumindest gewöhnungsbedürftig ;o) habe ich mich entschlossen, alle Unwägbarkeiten in Kauf und die Wohnung auf dem "platten Land" zu nehmen. Einfach weil sie mir von ihrer Art sehr zusagt (nicht so richtig Standard - genau wie ich :o) und die Einrichtungsgegenstände die da sind hochwertig und in einem guten Zustand sind und alles andere muss man dann sehen.
Dienstag, 26. Juli 2016
Einen Tod muss man sterben
Heute habe ich eine sehr schöne Wohnung gesehen - wobei, das stimmt so nicht richtig, eigentlich habe ich sie schon Anfang Mai gesehen - nämlich kurz nachdem ich das Wohnungssuchedebakel hier erlebt habe. Damals habe ich Fotos davon im Netz gesehen und sofort gedacht:"Das ist wenigstens mal ne außergewöhnliche Wohnung und ordentlich in Schuss ist sie auch noch." Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass sie bis heute noch frei sein würde. Aber sie ist es.
Studiowohnung: ein großes Zimmer mit Sichtgebälk, in dem eine kleine Küche untergebracht ist, (in die man eine Spülmaschine und einen Kühlschrank noch reinstellen muss und in die ich niemals im Leben all meine Töpfe, Teller, Backformen, Radflaschen usw. bekommen werde, die sich in der alten Küche befanden... :o), ein Megafenster, das man komplett öffnen und damit eine Art "Freisitz" erschaffen kann, ein ordentliches Bad (okay, die Villeroy&Boch-Fließen mit dem Janosch Froschmotiv hätte ich mir heute nicht mehr ausgesucht, wenn ich auch früher ein Janosch-Fan war, aber immerhin ist das Bad groß und in einem sehr gepflegten Zustand), ein separates Zimmer für Schlafen, Arbeiten, Nähen, was auch immer und ein kleiner "Spitzboden" mit Echtholzdielen und Hühnerleiter, auf den man ggf. auch sein Bett stellen könnte und damit quasi "ein Zimmer gespart" hätte.
Tja, platztechnisch muss ich mich ggf. etwas einschränken bzw. umplanen, aber sonst: klingt gut, oder? Ja, denke ich auch, nur leider liegt die Wohnung eben nicht in der Stadt, in der sich die Regenbogenfirma befindet, sondern auf dem platten Land. Das bedeutet: pendeln, morgens 20 Min und abends 20 Min. Nicht schlimm, mache ich ja jetzt auch schon - die Strecke hab' ich schon drauf, aber gewollt war das eigentlich anders. Jetzt ist die Frage: weiterhin schlimme Wohnungen anschauen und damit riskieren, dass ich demnächst obdachlos sein werde (aus meiner Ferienwohnung muss ich nämlich am kommenden Freitag für mind. zwei Wochen raus, wegen "Stammgästen" und könnte dann auch nur wieder 10 Tag rein bevor sie im ganzen September wieder vermietet ist - keine besonders prickelnde Aussicht, mit Sack und Pack und Fischen und Blumen ständig iwo ein- und wieder auszuziehen) oder besser den Pendeltod sterben?
Studiowohnung: ein großes Zimmer mit Sichtgebälk, in dem eine kleine Küche untergebracht ist, (in die man eine Spülmaschine und einen Kühlschrank noch reinstellen muss und in die ich niemals im Leben all meine Töpfe, Teller, Backformen, Radflaschen usw. bekommen werde, die sich in der alten Küche befanden... :o), ein Megafenster, das man komplett öffnen und damit eine Art "Freisitz" erschaffen kann, ein ordentliches Bad (okay, die Villeroy&Boch-Fließen mit dem Janosch Froschmotiv hätte ich mir heute nicht mehr ausgesucht, wenn ich auch früher ein Janosch-Fan war, aber immerhin ist das Bad groß und in einem sehr gepflegten Zustand), ein separates Zimmer für Schlafen, Arbeiten, Nähen, was auch immer und ein kleiner "Spitzboden" mit Echtholzdielen und Hühnerleiter, auf den man ggf. auch sein Bett stellen könnte und damit quasi "ein Zimmer gespart" hätte.
Tja, platztechnisch muss ich mich ggf. etwas einschränken bzw. umplanen, aber sonst: klingt gut, oder? Ja, denke ich auch, nur leider liegt die Wohnung eben nicht in der Stadt, in der sich die Regenbogenfirma befindet, sondern auf dem platten Land. Das bedeutet: pendeln, morgens 20 Min und abends 20 Min. Nicht schlimm, mache ich ja jetzt auch schon - die Strecke hab' ich schon drauf, aber gewollt war das eigentlich anders. Jetzt ist die Frage: weiterhin schlimme Wohnungen anschauen und damit riskieren, dass ich demnächst obdachlos sein werde (aus meiner Ferienwohnung muss ich nämlich am kommenden Freitag für mind. zwei Wochen raus, wegen "Stammgästen" und könnte dann auch nur wieder 10 Tag rein bevor sie im ganzen September wieder vermietet ist - keine besonders prickelnde Aussicht, mit Sack und Pack und Fischen und Blumen ständig iwo ein- und wieder auszuziehen) oder besser den Pendeltod sterben?
Sonntag, 24. Juli 2016
Auf der anderen Seite
Heute war Triathlon, genauer der 34. oder 35. (man war sich vor Ort nicht ganz sicher) Triathlon in der Stadt mit Start am Untreusee. Und ich war da, aber nicht dabei - diesmal war ich nur als Zuschauerin anwesend. Schade eigentlich. Fürs nächste Jahr fest vorgenommen. :o) Dafür bin ich immerhin mit dem Rennradl dort hingefahren und hab' dann sämtliche Starts, Landgänge und sogar die Siege auf der Volks- und Sprintdistanz gesehen - bei bestem Wetter :o) Das Schöne hier ist, dass es auch bei Hitze nicht so richtig heiß, sondern eher warm-feucht ist (sehr vorteilhaft für meine Frisur ;o). Und irgendwie hat man immer das Gefühl, man bräuchte sich hier nicht mit Sonnencreme einschmieren, weil's gar nicht so sonnig ist. Das ist vermutlich weit gefehlt, denn ich denke, im Ozonloch hat der liebe Gott nicht grade über dem Fichtelgebirge ein Stückchen Ozonschicht reingeklebt, aber bislang habe ich noch keinen Sonnenbrand davon getragen, obwohl ich - vor zwei Wochen aufgrund von fehlender Sonnencreme und heute aufgrund von morgens:"Hach, is ja noch gar nicht so sonnig draußen." beim Radeln immer uneingecremt war (geht gar nicht eigentlich).
Kurz bevor ich vor lauter Rumstehen ramdösig wurde, habe ich mich dann nochmal für eineinhalb Stunden auf den Renndrahtesel geschwungen und die Landstraßen in der Gegend unsicher gemacht. Schön ruhig mit viel Platz zum Bewegen ist es hier auf jeden Fall.
Am Nachmittag habe ich eine Kollegin besucht, um mir endlich mal eine richtig schöne Wohnung anzuschauen, denn deren Bleibe in einem alten Gutshof ist tatsächlich das, was man unter einer solchen versteht.
Zum krönenden Abschluss habe ich mal wieder eine unsägliche Wohnung angeschaut. Es ist wirklich unglaublich, was Leute aus grundsätzlich solider Bausubstanz mit scheußlichem Teppichboden und windschiefen Patchworkküchen machen können. "Ist das Euer Ernst?!" Langsam bin ich echt verzweifelt, was meine Wohnungssuche angeht.
Freitag, 22. Juli 2016
So isses hier
Nun bin ich seit zweieinhalb Wochen hier, wieder näher der Heimat und trotzdem an einem Ort, den ich vorher nicht kannte. Ich wohne auf dem platten Land (wobei "platt" nicht stimmt, das merke ich immer beim Laufen oder Rennradeln :o) und habe eine neue Arbeitsstelle angetreten. Nun kann man nach zweieinhalb Wochen irgendwo noch kein Urteil fällen, aber man kann sagen, wie diese zweieinhalb Wochen waren.
Sie waren gut, ganz einfach - sowohl privat als auch beruflich. Auch wenn ich noch keine schöne dauerhafte Bleibe gefunden habe (irgendwie fehlen zu allen Wohnungen, die im Moment in Frage kommen könnten, die Schlüssel, so dass ich sie nicht besichtigen kann...), habe ich doch schon viele umgängliche und hilfsbereite Menschen gefunden, die mich bei sich aufnehmen während sie im Urlaub sind, damit ich die Zeit überbrücken kann, in der ich nicht in meiner derzeitigen Bleibe sein kann (weil sie an Stammgäste vermietet ist), die mit mir nach Wohnungen gucken, die meine Fische hüten während ich in irgendwelchen Hotels wohne, die auch gerne nähen, laufen oder schwimmen und mich mitmachen lassen. Ich kann nur hoffen, dass es so weitergeht!
Was die neue berufliche Aufgabe angeht habe ich den Eindruck, dass ich in einer Abteilung gelandet bin, die gut eingespielt und sehr menschlich ist. Insgesamt wurde ich in der Firma freundlich und offen aufgenommen und von vielen Kollegen tatsächlich "Willkommen" geheißen. Mittlerweile habe ich mit den meisten engeren Kollegen bereits Gespräche gehabt, war mit meinen Abteilungskollegen schon desöfteren gemeinsam in der Mittagspause (die Kantine der Firma nebenan ist ganz in Ordnung und sehr fleischlastig, unser eigenes Café macht Superessen, hat allerdings ambitionierte Preise - Zeit wird's, dass ich wieder irgendwo ordentlich kochen kann!) und habe damit begonnen zu begreifen, was meine Aufgabe werden wird. Wir sind eine kleine Firma in einer kleinen Stadt, jeder kennt jeden - das hat seine Vor- und wird auch seine Nachteile haben.
Was meine Unterbringung im Moment angeht, so bin ich immer wieder begeistert, wenn ich hier durch die Gegend renne oder fahre, wie nett es hier einfach ist, wie viele schöne Ecken man immer wieder entdeckt und wie in Ordnung die Welt hier einfach noch ist. Ich könnte ständig und überall mein Handy zücken und Bilder schießen, aber dann käme ich ja gar nicht zum Laufen oder Radfahren. :o) Trotzdem bin ich mir sicher, dass ich zukünftig wenigstens "am Ort des Geschehens" wohnen und wieder ganz leicht mit dem Rad zur Arbeit fahren können möchte.
Sie waren gut, ganz einfach - sowohl privat als auch beruflich. Auch wenn ich noch keine schöne dauerhafte Bleibe gefunden habe (irgendwie fehlen zu allen Wohnungen, die im Moment in Frage kommen könnten, die Schlüssel, so dass ich sie nicht besichtigen kann...), habe ich doch schon viele umgängliche und hilfsbereite Menschen gefunden, die mich bei sich aufnehmen während sie im Urlaub sind, damit ich die Zeit überbrücken kann, in der ich nicht in meiner derzeitigen Bleibe sein kann (weil sie an Stammgäste vermietet ist), die mit mir nach Wohnungen gucken, die meine Fische hüten während ich in irgendwelchen Hotels wohne, die auch gerne nähen, laufen oder schwimmen und mich mitmachen lassen. Ich kann nur hoffen, dass es so weitergeht!
Was die neue berufliche Aufgabe angeht habe ich den Eindruck, dass ich in einer Abteilung gelandet bin, die gut eingespielt und sehr menschlich ist. Insgesamt wurde ich in der Firma freundlich und offen aufgenommen und von vielen Kollegen tatsächlich "Willkommen" geheißen. Mittlerweile habe ich mit den meisten engeren Kollegen bereits Gespräche gehabt, war mit meinen Abteilungskollegen schon desöfteren gemeinsam in der Mittagspause (die Kantine der Firma nebenan ist ganz in Ordnung und sehr fleischlastig, unser eigenes Café macht Superessen, hat allerdings ambitionierte Preise - Zeit wird's, dass ich wieder irgendwo ordentlich kochen kann!) und habe damit begonnen zu begreifen, was meine Aufgabe werden wird. Wir sind eine kleine Firma in einer kleinen Stadt, jeder kennt jeden - das hat seine Vor- und wird auch seine Nachteile haben.
Was meine Unterbringung im Moment angeht, so bin ich immer wieder begeistert, wenn ich hier durch die Gegend renne oder fahre, wie nett es hier einfach ist, wie viele schöne Ecken man immer wieder entdeckt und wie in Ordnung die Welt hier einfach noch ist. Ich könnte ständig und überall mein Handy zücken und Bilder schießen, aber dann käme ich ja gar nicht zum Laufen oder Radfahren. :o) Trotzdem bin ich mir sicher, dass ich zukünftig wenigstens "am Ort des Geschehens" wohnen und wieder ganz leicht mit dem Rad zur Arbeit fahren können möchte.
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| Nette Nachbarn :o) |
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| Urige Unterkunft |
Mittwoch, 20. Juli 2016
Kindertage
Heute Abend habe ich mal mit einer Laufgruppe die Gegend hier unsicher gemacht. Ich muss schon sagen: sehr schön. Meine Form jetzt nicht so, aber die Gegend. :o) Wir sind an der Eger entlang gelaufen und haben genau in die nachher noch unsere überhitzten Füße, Arme und Köpfe gehalten und dabei (unter anderem) Erdbeeren gegessen. Besser kann man einen Sommerabend (es hatte 29 Grad Celsius) nicht verbringen. Schade nur, dass ich mein Handy nicht an das Flüsschen mitgebracht hatte und nachher zu faul war, nochmal zum Auto zurückzugehen, um es zu holen. So habe ich keine Bilder von diesem "Flusspicknick" und kann Sie leider nicht teilnehmen lassen.
Und nun - glauben Sie's oder glauben Sie's nicht - habe ich mir soeben "Pokémon GO" heruntergeladen und werde in Zukunft mal schauen, was das für eine App ist, die alle Welt im Moment so auf Trapp bringt. Die Musik klingt schonmal sehr heroisch. :o)
Und nun - glauben Sie's oder glauben Sie's nicht - habe ich mir soeben "Pokémon GO" heruntergeladen und werde in Zukunft mal schauen, was das für eine App ist, die alle Welt im Moment so auf Trapp bringt. Die Musik klingt schonmal sehr heroisch. :o)
Erst draußen rumstreunen und abends Computer spielen - wie in Kindertagen. :o)
Montag, 18. Juli 2016
Vollmond in Entenhausen
So, diesmal war die Pause zwischen dem letzten und dem heutigen Blogeintrag tatsächlich etwas länger als ursprünglich beabsichtigt, aber im Sommer ist idR echt viel los und dann ist man dabei eben nicht immer mit der Zeit und v.a. auch dem Equipment ausgestattet, das man braucht, um einen solchen Eintrag hier zu verfassen. :o)
Nach einer Woche Arbeit in der neuen Firma kann ich sicherlich noch nicht allzu viel schreiben. Was ich aber feststelle ist, dass ich das Gefühl habe, hier reinzupassen, zwischen all die Grafiker, Marketingspezialisten, Designer und Texter. Ich freue mich jeden Tag wieder, in dieses Gebäude zu gehen und dort die Aufgaben zu erledigen, die ich zum aktuellen Zeitpunkt schon erledigen kann. Ich freue mich über das Regenbogenhaus, in dem mein Büro ist, ich freue mich über das Spiegelhaus, in dem sich das Regenbogenhaus so schön spiegelt ;o) und ich freue mich über die Hundertwasserfassade, aus der (mit voller Absicht) ein Baum wächst. Ich sehe die Produkte aus vielen Jahrzehnten Firmengeschichte so gerne, die hier überall rumstehen - die Möbel, Skulpturen, Geschirrteile - und die vielen Sachen, die man im Firmenverkauf kaufen kann. Ich finde es spannend, dass Walter Gropius für die Firma dereinst das noch heute aktive Werk entworfen hat und Günther Ueckers Nägel hier in Porzellan gegossen wurden. Ich bin froh, dass ich von allen Kollegen hier sehr nett aufgenommen wurde und alle bemüht sind, mir beim Start hier unter die Arme zu greifen. Auch mein Arbeitsplatz zeigt mir jeden Tag, dass ich jetzt in jedem Bereich angekommen bin, in dem meine strukturierte, aber kreative Art gebraucht wird und ich bin völlig stolz auf meinen Computer und die aktuelle Adobe Creative Suite, die auf ihm läuft, und vor allem freue ich mich natürlich darauf, unter all diesen Aspekten in Zukunft an der Firmengeschichte mitschreiben und meine Produkte nach vorne bringen zu können.
Am Samstag habe ich den kurz nach meiner Ankunft spontan gebuchten Nähkurs hier am Ort gemacht und mit drei anderen Mädels zusammen für mich eine Pumphose genäht (weil die, mit der ich in Japan unterwegs war so unglaublich praktisch zum Reisen in heiß-feuchtem Klima war). Der Schnitt ist von Schnittgeflüster und heißt "Poppy". Entschieden habe ich mich für (wen wundert's) Streifen in hellbraun und weiß mit etwas türkis an den Beinbündchen. Zunächst dachte ich noch, cih könnte sie auch mal zur Arbeit anziehen. Diese Idee habe ich mittlerweile allerdings verworfen - es sei denn, es würde iwann mal ein Super Casual Jogginghosen Day ausgerufen, dann würde ich da vielleicht ncoh einmal drüber nachdenken. Aber für sämtliche anderen eher legeren Angelegenheiten, ist diese Hose ein Treffer und schwer zu nähen war sie nicht.
Gestern hat die Mama dann gleich mal ein paar Teile aus dem Fabrikverkauf zum Geburtstag in der Heimat bekommen. Mei, die hat sich vielleicht gefreut! :o)
Leider habe ich eine Absage für die schöne Wohnung bekommen, die ich am vergangenen Mitwoch angeschaut hatte - Begründung: ich komme nicht von hier und deshalb wüsste man ja nicht so genau, ob ich langfristig hier bleiben werde (der "Mitbewerber" um die Wohnung kommt von hier), das ist natürlich nicht so erfreulich, aber "meine Wohnung" wird noch kommen, die ist im Moment nur noch nicht frei ;o)
Ach ja, und auch in Entenhausen ist heute Vollmond. :o)
Nach einer Woche Arbeit in der neuen Firma kann ich sicherlich noch nicht allzu viel schreiben. Was ich aber feststelle ist, dass ich das Gefühl habe, hier reinzupassen, zwischen all die Grafiker, Marketingspezialisten, Designer und Texter. Ich freue mich jeden Tag wieder, in dieses Gebäude zu gehen und dort die Aufgaben zu erledigen, die ich zum aktuellen Zeitpunkt schon erledigen kann. Ich freue mich über das Regenbogenhaus, in dem mein Büro ist, ich freue mich über das Spiegelhaus, in dem sich das Regenbogenhaus so schön spiegelt ;o) und ich freue mich über die Hundertwasserfassade, aus der (mit voller Absicht) ein Baum wächst. Ich sehe die Produkte aus vielen Jahrzehnten Firmengeschichte so gerne, die hier überall rumstehen - die Möbel, Skulpturen, Geschirrteile - und die vielen Sachen, die man im Firmenverkauf kaufen kann. Ich finde es spannend, dass Walter Gropius für die Firma dereinst das noch heute aktive Werk entworfen hat und Günther Ueckers Nägel hier in Porzellan gegossen wurden. Ich bin froh, dass ich von allen Kollegen hier sehr nett aufgenommen wurde und alle bemüht sind, mir beim Start hier unter die Arme zu greifen. Auch mein Arbeitsplatz zeigt mir jeden Tag, dass ich jetzt in jedem Bereich angekommen bin, in dem meine strukturierte, aber kreative Art gebraucht wird und ich bin völlig stolz auf meinen Computer und die aktuelle Adobe Creative Suite, die auf ihm läuft, und vor allem freue ich mich natürlich darauf, unter all diesen Aspekten in Zukunft an der Firmengeschichte mitschreiben und meine Produkte nach vorne bringen zu können.
Gestern hat die Mama dann gleich mal ein paar Teile aus dem Fabrikverkauf zum Geburtstag in der Heimat bekommen. Mei, die hat sich vielleicht gefreut! :o)
Leider habe ich eine Absage für die schöne Wohnung bekommen, die ich am vergangenen Mitwoch angeschaut hatte - Begründung: ich komme nicht von hier und deshalb wüsste man ja nicht so genau, ob ich langfristig hier bleiben werde (der "Mitbewerber" um die Wohnung kommt von hier), das ist natürlich nicht so erfreulich, aber "meine Wohnung" wird noch kommen, die ist im Moment nur noch nicht frei ;o)
Ach ja, und auch in Entenhausen ist heute Vollmond. :o)
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