Samstag, 11. Dezember 2021

Entscheidung

Der KSM hat in der Folgewoche frei und ich habe für Montag einen zweiten Termin im Geburtshaus Marburg (Achtung, Werbung!) ausgemacht, zu dem er nun mitkommen kann. Dann hat er ebenfalls beide Geburtshäuser gesehen und wir können gemeinsam entscheiden, wo unser Mini voraussichtlich zur Welt kommen soll. 😊

Der Termin ist wieder am frühen Nachmittag und wir fahren um 11.00 Uhr los. Der KSM ist von der Strecke doch etwas entsetzt, findet das Geburtshaus aber in Ordnung. Im Geburtshaus sitzen wir dann zusammen im Beratungszimmer und der KSM entdeckt eine Scheibe, mit deren Hilfe die Entstehung eines Kindes zurück gerechnet werden kann, wenn man seinen errechneten Geburtstermin kennt. Er stellt sie ein, kommt auf ein Datum und stellt fest, an diesem Tag war er gar nicht im Hochsauerland. 😁 Wir lachen. Die Hebamme kommt dazu und fragt uns, was der Grund für unser Gelächter ist. Wir klären sie auf, sie ist kurz irritiert. 😉

Die Hebamme tastet meinen Bauch ab, dessen Umfang sich noch in überschaubaren Grenzen hält, und nimmt mir Blut ab, um ein Blutbild erstellen zu lassen. Sie wird nach dem Eisenwert schauen lassen und nach dem Vitamin D Wert, der bei den Menschen, die in Europäischen Gefilden leben, in den dunklen Wintermonaten normalerweise viel zu niedrig ist und unterstützt werden werden muss. Das Untersuchen dieser Werte ist eine finanzielle Eigenleistung, die Werte kann ich in ein paar Tagen telefonisch erfragen. Wir unterhalten uns außerdem darüber, dass wir uns entschieden müssen, wo unser Kind zur Welt kommen soll - in Marburg (Achtung, externer Inhalt!) oder in Soest (Achtung, externer Inhalt!). Die Hebamme erklärt uns, dass im Geburtshaus öfters mal Gebärende von weiter her kommen, die sich dann mit ihren Partnern in Ferienwohnungen oder Hotels in der Nähe einquartieren bis die Geburt soweit ist. Das wäre sicherlich eine Option, denn die Anfahrt erscheint uns beiden doch recht abenteuerlich. Wir versprechen, schnell zu einer Entscheidung zu kommen, damit wir keinen Platz blockieren, den dann noch jemand anders haben kann. 

Nach dem Termin haben wir beide Hunger und wir fahren zum Standort von Eat Happy (Achtung, Werbung!) in Marburg, um uns dort Sushi zu holen. Beim Essen beratschlagen wir uns. 



Dem KSM ist das Geburtshaus in Soest etwas lieber, es ist moderner gestaltet, das liegt ihm mehr, außerdem ist uns dort der Geburtsplatz sicher, während wir in Marburg nur auf der Warteliste stünden (wenn unsere Position innerhalb der Warteliste auch scheinbar eine gute ist - Genaues wollte man uns hierzu aber nicht  sagen ...). Er ist daher eindeutig für Soest. Ich bin unentschlossen: die Philipps-Universität Marburg (Achtung, externer Inhalt!) ist eine der Elite-Unis in Deutschland für Medizin, dementsprechend hat die die Universitätsklinik Gießen/Marburg (Achtung, externer Inhalt!), in die ich im Fall der Fälle aus dem Geburtshaus verlegt werden, für mich eine große Bedeutung. Hier wäre die medizinische Versorgung sicher erste Klasse. Darüber hinaus mag ich Marburg mit seinem Unistadtcharakter irgendwie und es hätte für mich großen Charme, wenn unser Kind als Geburtsort "Marburg" in seiner Geburtsurkunde stehen hätte. Aber ich sehe natürlich auch, dass wir nciht auf einen Platz pokern müssten, wenn wir uns einfach für den sicheren Platz im Soester Geburtshaus entscheiden würden. Wir beschließen, noch einmal darüber zu schlafen.

Am Mittwochabend backen wir zusammen Plätzchen - jeder stürzt sich auf ein eigenes Rezept: der KSM macht Schwarz-Weiß-Gebäck (Achtung, externer Inhalt!), ich orientalische Tahin-Cookies (Achtung, externer Inhalt! Achtung, dieses Rezept ist ein Ersatzrezept, da ich das eig. Rezept aus einer Zeitschrift habe! In meine Tahin-Cookies kommen Mandeln, Pistazien, Walnüsse sowie dunkle Schokoladenstücke mit hinein). 


Am Donnerstag, dem Tag, an dem der KSM eigentlich zur Weihnachtsfeier des Rennstalls eingeladen ist, für den er freiberuflich einen Wagen in einer Rennserie betreut, an der er dann leider nicht teilnehmen kann, weil sein COVID-19-Impfzertifikat erst ab Freitag in dieser Woche gültig wird und der Veranstalter der Weihnachtsfeier kein Risiko eingehen möchte - wie ärgerlich ist das denn, bitte?! - kocht der KSM und Gulasch (Achtung, externer Inhalt!), weil er da Bock drauf hat. Ich bin kein Fan von Fleisch aus hier bereits oft genannten Gründen, aber manchmal muss ich ihn eben einfach gewähren lassen und esse daher mit ihm mit. Immerhin kann ich ihn überreden, noch ein paar Kartoffelstücke mitzuverarbeiten. 😊 Dazu gibt es Spiralnudeln - klassisches Kindheitsgericht.


An dem Freitag in dieser Woche habe ich ebenfalls frei (ursprünglich, weil ich hoffte, mit dem KSM zur Weihnachtsfeier gehen zu können - ein Vorhaben, das sich aufgrund der "Maßnahmen" schon vor Wochen für mich zerschlagen hatte). Da die Weihnachtsfeier nun für beide von uns gestorben war, nutzen wir den Tag für andere Beschäftigungen: ich wollte eine Hülle für meinen Mutterpass schneidern und hatte dafür Stoffreste im Auge, die sich bereits seit 2015 in meinem Besitz befinden, seitdem ich damals nämlich einer guten Freundin, im Rahmen eines Nähkurses eine "Wickelclutch" (Achtung, externer Inhalt!) für ihr erstes Kind genäht habe. Ob diese es auch über das zweite Kind der Freundin geschafft hat, weiß ich gar nicht, ein Rest Wachstuch mit schönem regenbogenfarbigem Punktemuster auf schwarz sowie rote Baumwolle mit kleinen weißen Pünktchen gibt es davon aber noch in meinem Bestand und es stellt sich heraus, dass sie genau so groß sind, dass ich den Einband für den Mutterpass (Achtung, externer Inhalt!) daraus noch genau nähen kann.

Am Freitagvormittag gebe ich im Geburtshaus in Marburg Bescheid, dass wir den Platz im Geburtshaus Soest (Achtung, Werbung!) beanspruchen werden, der uns sicher ist. Der KSM hat recht, wir wollen hier nicht um einen Platz pokern, wenn wir einen anderen sicher haben können. Darüber hinaus ist die Strecke nach Soest doch etwas weniger lang (wenn es auch nur 10 Minuten sind) und anstrengend zu fahren und auch das Geburtshaus an sich ist gestalterisch einfach etwas moderner als es das in Marburg ist (wenn das auch sicher der Qualität der Geburten an sich keinen Abbruch tun wird). Darüber hinaus erfrage ich die beiden Blutwerte, die anhand meiner Blutprobe am vergangenen Montag, festgestellt werden sollten. Es stellt sich heraus, dass mein Eisenwert iO ist, mein Vitamin D Wert (Achtung, externer Inhalt!) allerdings unterstützt werden sollte. die Hebammen raten mir, ihn zunächst für 4-6 Wochen mit Tabletten zu unterstützen, die 4.000 i.E. Vitamin D beinhalten, danach noch einmal mind. 4 Wochen mit Tabletten zu je 2.000 i.E. Das kenne ich bereits aus dem letzten Winter, in dem mir von meiner Frauenärztin geraten wurde, mit Vitamin D zu supplementieren und das mit einem hocherfreulichen Effekt: ich war mit der Ergänzung von Vitamin D lange nicht mehr so schläfrig und unmotiviert, wie ich es ohne war - der Unterschied war für mich deutlich spürbar. 😊


Seit dieser Woche befinde ich mich im zweiten Trimester der Schwangerschaft. Ab dem zweiten Trimester, so empfehlen es die deutschen Gynäkologen, sollte man sich, mit einem mRNA-Impfstoff (Achtung, externer Inhalt!) gegen COVID-19 impfen lassen. Ich habe lange hin- und herüberlegt, die beste Freundin hat auf mich eingeredet (sie ist Ärztin und überzeugt davon, dass es sinnvoll ist, sich impfen zu lassen - zumal wenn man schwanger und das Immunsystem dadurch etwas eingeschränkt tätig ist) - die Mutter ebenfalls (die hatte nämlich die schlimmste und einzige Grippe in ihrem bisherigen Leben, als sie mit dem Bruder schwanger war). Und ich bin mittlerweile einfach nur genervt: genervt davon, dass ich ungeimpft quasi nichts mehr machen darf, nicht mehr im Einzelhandel einkaufen gehen, nicht mehr ins Schwimmbad oder ins Kino gehen, nicht mehr im Hotel übernachten ...

Meine Aversion gegen die Impfung rührt nicht daher, dass ich Angst vor den Impfstoffen oder ihren Folgen hätten - ich bin recht sicher, dass sie gut entwickelt und verträglich sind - ich bin nur einfach dagegen, künstliche Stoffe in meinen Körper zu bekommen, von denen ich glaube, dass mein Körper sie nicht zwingend braucht, weil er ohne sie ebenso gut zurecht käme. Aber man muss wissen, wann man verloren hat ... ich habe keine Lust mehr, nichts zu dürfen ich lasse mich impfen.

Am Samstag findet in der Stadthalle einer der benachbarten Gemeinden, die ebenfalls zur Strumpfstadt gehört (Achtung, externer Inhalt!), eine Impfaktion statt. Ich schaue morgens danach, wann sie läuft und stelle fest, dass von 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr geimpft wird. Der KSM äußert Zweifel, dass wir es schaffen werden, dort rechtzeitig hinzukommen, wenn wir vorher noch einkaufen gehen wollen, weil dort bestimmt "die Höhle los sein" wird. Ich kann mir das nicht recht vorstellen ... wir brechen also in die Stadt auf und erledigen zunächst unseren Wocheneinkauf. Danach fahren wir zu der Impfaktion. wir sind am frühen Nachmittag dort und siehe da: kaum Menschen da. Wir kommen ziemlich schnell dran.

Die Aktion ist tatsächlich recht gut organisiert: zunächst nimmt und eine Dame in Empfang, die meine Daten aufnimmt und registriert, dass ich schwanger bin - in diesem Fall kommt für mich nämlich nur die Impfung mit einem bestimmten Impfstoff in Frage. Das vermerkt sie schon einmal auf meiner Unterlage. Mit dieser Unterlage gehe ich weiter zur nächsten Station: der ärztlichen Aufklärung. Der ältere Arzt, der mich aufklärt macht daraus keine komplizierte Sache, sondern kommt gleich zum Punkt. Bedenken, dass sich bei mir Impfreaktionen einstellen könnten, hat er wohl nicht. Ich unterschreibe auf meinem Bogen, dass ich aufgeklärt wurde. Danach kann ich geimpft werden. Diese Aufgabe übernimmt eine junge Frau - es dauert ungefähr drei Minuten. Dann sitze ich mit dem KSM noch 15 Min. im Wartebereich, gebe im Anschluss meine Unterlage zum Einscannen am Ausgang ab und wir können wieder gehen. Impfreaktionen oder Schmerzen stellen sich bei mir, auch den restlichen Tag lang, Gott sei Dank nicht ein.


Zuhause angekommen, gibt es erst einmal Mittagessen: Kartoffelgratin (Achtung, externer Inhalt!) und einen grünen Salat. 😋 Den Rest des Tages verbringen wir dann eher ruhig miteinander.


Den Sonntag lassen wir erneut zu einem "Gourmet-Tag werden" und testen dabei noch einmal ein paar Rezepte aus dem "Slowly Veggie!" (Achtung, Werbung!) Magazin. Als Vorspeise ein Rote Bete Carpaccio mit einem Ziegenfrischkäse-Dressing, Walnüssen und Granatapfelkernen (Achtung, externer Inhalt und Ersatzrezept!) ... 


... danach gibt es Möhren-Petersilie-Falafeln (Achtung, externer Inhalt und Ersatzrezept!) mit einer veganen Zitronen-Aioli, deren Grundlage Cashew-Kerne sind (Achtung, externer Inhalt und Ersatzrezept!).


Am Abend sehen wir den "Polizeiruf 110" mit der Folge "Hermann" in der ARD (Achtung, externer Inhalt!), in dem mit dem Schauspieler André Kaczmarcyk (Achtung, externer Inhalt!) ein neuer Kommissar eine Rolle spielt und der wirklich sehr gut ist. Eindeutige Empfehlung. 😊

Donnerstag, 2. Dezember 2021

Advent, Advent …

Am Montag in der Woche, in der am Sonntag bereits der erste Advent ansteht (es fühlt sich so unglaublich wenig vorweihnachtlich an in diesem Jahr, ob das immer noch an der COVID-19 Pandemie - Achtung, externer Inhalt! - liegt?!), treffe ich mich mit einer Kollegin zum Abendessen.

Ich habe uns einen Tisch in einem sehr guten Lokal in der Strumpfstadt (Achtung, Werbung!) reserviert. Am kommenden Mittwoch sollen neue COVID-19 Maßnahmen in Kraft treten, die die Ungeimpften "schützen" und damit unsere Intensivstationen in den Krankenhäusern entlasten sollen. Wenn man aber genau hinschaut, sollen diese Maßnahmen die Ungeimpften in meinen Augen eher einfach in der Freizeit benachteiligen und sie so zwingen, sich impfen zu lassen. Es ist geplant, in sämtlichen Freizeitbereichen die 2G Regelung einzuführen. Man muss also geimpft oder von COVID-19 genesen sein, um Einrichtungen, wie die Hotellerie oder Gastronomie, oder auch Sporteinrichtungen, wie Schwimmbäder oder Fitnessstudios überhaupt nutzen zu dürfen. Ein Testnachweis, der zeigt, dass man in diesem Moment das Virus nicht mit sich herumträgt, soll dafür nun nicht mehr ausreichen. Sie können sich vorstellen, dass mir das gewaltig gegen den Strich geht, ich fühle mich bevormundet und zu etwas gezwungen, das ich nicht machen möchte, aber ich habe in diesem Moment leider keine Chance, dagegen anzugehen.

Als wir am Montagabend in das Lokal kommen, gehe ich davon aus, dass dort noch, wie bis dahin üblich, die 3G-Regelung gilt und habe einen aktuellen Test dabei, der negativ ausgefallen ist. Als uns die Bedienung nach unseren Impfausweisen fragt, zeige ich den Test vor. Sie reagiert recht plump mit "Ne, ne?!" und weist uns darauf hin, dass in diesem Lokal die 2G-Regel bereits seit heute gilt und wir deshalb hier nicht bleiben können. Ich ärgere mich über die Dummheit derjenigen, die beschlossen haben, diese strengere Regel einfach bereits zwei Tage früher in Kraft setzen, als das überhaupt notwendig ist und sich so - ganz simpel - manches Geschäft kaputt machen.

Wir machen also auf unseren Absätzen kehrt und gehen in ein Lokal, das in etwas 100m weiter seine Räumlichkeiten hat (Achtung, Werbung!) und wo nach wie vor und berechtigterweise 3G Gültigkeit besitzt. Unser Abendessen ist dann sehr zünftig, aber lecker und ich esse es komplett auf, was mich selbst überrascht. 😉


Am Dienstag habe ich einen Kennenlerntermin im Geburtshaus in Marburg abgesprochen. Für die Geburt habe ich mir überlegt, nicht in eine Klinik gehen zu wollen- zumindest, wenn eine normale Geburt und ein gesundes Kind zu erwarten sind. Meine Erfahrung mit dem Aufenthalt auf einer gynäkologischen Station in einer Klinik, damals im Juni letztes Jahr (Sie erinnern sich?) haben mich merken lassen, wie wenig "schön" ich es dort finde und wie wenig gut ich das System finde, in das man dort eingepfercht wird. Ein System von "Effizienz" und Wirtschaftlichkeit, in dem wenig Zeit bleibt für den einzelnen Patienten und individuelle, bedürfnisorientierte Behandlung.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe nichts gegen die Schulmedizin - sie bringt enorme Ergebnisse in der Forschung und hilft gut an den Stellen, an denen sich ein Körper nicht mehr selbst zu helfen weiß. (Ich habe auch nichts gegen Kliniken, ganz im Gegenteil, auch die Klinik, in der ich letzten Juni war, war okay - mal abgesehen von der Optik, die mich nicht wirklich angesprochen hat, was natürlich eher ein Luxusproblem ist - zumindest das Personal hat dort sicher einen guten Job gemacht und mich in meinen Bedürfnissen gehört und beachtet, weil ich sie auch ziemlich klar formuliert habe.) Aber genau das ist der Punkt: eine Geburt ist normalerweise ein natürlicher Vorgang, der Körper kann sie gut alleine "abwickeln". Es gibt hierfür ein "Programm", das er gespeichert hat und das dafür sorgt, dass das Kind final geboren wird, man muss ihn dafür normalerweise weder ständig überwachen, noch betäuben oder gar beschleunigen. Alles, was was man dafür in meinen Augen haben muss, ist Ruhe und ein Wohlfühlgefühl in einer angenehmen Umgebung.

Es ist mir natürlich bewusst, dass es Frauen gibt, die schwierige körperliche Voraussetzungen dafür mitbringen, eine natürliche Geburt haben zu können, es gibt Frühgeburten oder Kinder, deren Geburt nicht recht starten will, alles Gründe, warum man am Ende vllt. doch auf eine Geburt in einer Klinik zurückgreifen muss, ob man möchte oder nicht. Das leuchtet mir ein.

Was mir hingegen nicht so recht einleuchtet, ist die Tatsache, dass man sich für einen natürlichen Vorgang Überwachung oder sogar vorsätzlich künstliche Eingriffe ohne Notwendigkeit wünscht, z.B. eine geplante Betäubung möchte. In welcher Welt leben wir, dass man sich von Vornherein vornimmt, per Kaiserschnitt zu entbinden, weil man dann keine Schmerzen zu befürchten hat, dass man sich eine PDA  (Achtung, externer Inhalt!) setzen lässt, um von den Wehen nichts mitzubekommen? Das entspricht zumindest nicht meiner Vorstellung von einer Geburt. Leben ist immer lebensgefährlich und mit ein paar Schmerzen und etwas Risiko an der Stelle kann und möchte ich umgehen, wenn ich dafür eine Geburt in einer angenehmen Umgebung erleben darf. Und ja: ich habe es tatsächlich noch nicht erlebt, aber Millionen oder sogar Milliarden von Frauen haben eine natürliche Geburt erlebt und, vor allem in der neuesten Zeit, auch einfach überlebt, warum sollte ich das nicht auch hinbekommen? 😊

Die Anfahrt nach Marburg (Achtung, externer Inhalt!) ist furchtbar, es geht über die Landstraße quer durchs Land - hoch und runter, links und rechts und das 1h und 20Min lang - das Geburtshaus (Achtung, Werbung!) hingegen ist mir sympathisch. Es ist im zweiten Stock einer alten Tabakfabrik untergebracht, ist leicht esoterisch angehaucht und hat insgesamt zwei Geburtszimmer.






Auch die Hebammen sind etwas esoterisch angehaucht. 😉 Eine der ersten Sachen, die mir angekündigt wird, ist, dass ich nicht gegen COVID-19 geimpft sein muss (und auch mein Partner nicht), um hier entbinden zum können. Und das bei all der COVID-19-Hysterie „da draußen“ … da tut mir ein so ein bisschen Realismus richtig gut (und ja, ich weiß, es gibt schlimme Fälle und Long COVID und das ist alles nicht schön und möchte natürlich auch ich nicht haben, aber für die Menschen, die sich schützen wollen oder die geschützt werden müssen, gibt es mittlerweile auch eine Impfung, die hier helfen kann). Es sollte nur einfach jedem freistehen, sich impfen zu lassen oder eben nicht. Leben ist immer lebensgefährlich ...

Nachdem ich 1h mit einer Hebamme gesprochen habe, über das Geburtshaus und wie Geburten hier normalerweise so ablaufen bzw. was sie Rahmenbedingungen dafür sind, hier entbinden zu können (in a nutshell: keine Mehrlingsgeburten, keine Frühgeburten und auch keine schwerwiegenden Komplikationen im Laufe einer Schwangerschaft mit einem Kind), kann ich endlich etwas zum Mittag essen gehen und entscheide mich hierfür, einfach in das Café ggü. zu gehen, wo als Tagesgericht Falafel mit Brot und Salat zu einem angemessenen Preis auf der Tafel stehen, dazu eine Orangina - genau das richtige, um sie Schwangerschaftsübelkeit mal wieder etwas zurück zu drängen. 😉 Iwie liegt mir diese Universitätsstadt mit ihrer leicht „linken“ Ausrichtung …





Am Nachmittag wieder zuhause, muss ich mich in das, was beruflich heute ansteht, natürlich auch erst wieder reinfinden und dann die Stunden, die bei meinem Ausflug heute draufgegangen sind, abends anhängen. Das Lauftraining am Abend muss daher leider ausfallen.

Der Rest der Woche läuft dann normal und ich kümmere mich hauptsächlich um die Aufgaben, die in meinem Job eben so anfallen, um am Freitag wieder einigermaßen „auf der Höhe“ zu sein bevor der KSM bei mir eintrifft und wir abends zusammen noch etwas Einkaufen gehen, damit wir das diese Woche nicht am Samstag erledigen müssen, denn da haben wir etwas anderes zu tun: 

Für Samstagmorgen habe ich einen Termin mit dem Geburtshaus Soest (Achtung, Werbung!) ausgemacht. Die Hebamme dort macht ihn ausnahmsweise möglich, so dass auch der KSM dorthin mitkommen und sich ebenfalls ein Urteil bilden kann. Unsere Fahrzeit nach Soest beträgt etwas mehr als 1h, die Strecke fährt sich aber deutlich schöner als die nach Marburg.

Wir fahren um 09.00 Uhr los, um rechtzeitig vor Ort zu sein. Der Termin mit der Hebamme läuft sehr entspannt, sie ist sehr nett und das Geburtshaus macht einen sehr guten Eindruck. Es ist sehr farbig gestaltet (am Anfang dachte ich, es ist mir etwas "zu farbig" - ich bin ja eher ein schwarz-weiß-grau-Mensch ... und daher dachte ich, ich kann mich hier wahrsch. gar nicht wirklich wohlfühlen) und besitzt ein Geburtszimmer. Insgesamt ist es deutlich moderner als das, was ich in Marburg kennengelernt habe - es befindet sich in einem recht neuen Gebäude und auch der Stil der Räumlichkeiten an sich ist sehr modern - wenn natürlich ein paar esoterisch angehauchte Dinge 😉, wie z.B. die Salzkristalllampe, nicht fehlen dürfen.

Im Anschluss an den Termin im Geburtshaus gehen wir noch in die Stadt, um - zumindest in Ansätzen - zu erfahren, wie Soest (Achtung, externer Inhalt!) als Stadt so ist. Ich frage mich nämlich ernsthaft, ob ich unserem Kind zumuten möchte "Soest" als Geburtsort in der Geburtsurkunde stehen zu haben. 😉

Wir treffen auf eine gemütliche Kleinstadt mit Fachwerkhäuschen und überschaubarer Innenstadt, die aber durchaus zu einem kurzen Spaziergang einlädt.



Und wir treffen auf einen Weihnachtsmarkt, auf den wir als "Umgeimpfte" offiziell nicht gehen dürfen (da fehlen, zumindest mir, die Worte ...). Das sehen wir allerdings nicht so recht ein, bei einem Weihnachtsmarkt an der frischen Luft. wir holen uns also etwas zum Essen und essen es dann abseits der Fläche, die man nur mit Impfung betreten darf. Und tatsächlich kontrollieren zwei Männer vom Ordnungsamt die Impfausweise der Gäste, die sich auf der Gastrofläche aufhalten und wir müssen sehen, dass wir ihnen entgehen (wenn wir auch fest davon ausgehen, dass die beiden Herren, es wahrscheinlich (fast) genau so lächerlich finden wie wir, was sie da zu kontrollieren haben, aber man weiß es nicht ... 😉 Für eine Schokobanane hinterher reicht es uns in jedem Fall noch. 


Wir sind uns beide einig, dass das Geburtshaus in Soest einen guten Eindruck macht und da dort in jedem Fall noch ein direkter Platz für eine Geburt im Mai zur Verfügung steht (in Marburg stehe ich bislang nur auf der Warteliste), geben wir ihm gute Chancen, dass es der Ort werden wird, an dem das Mini zur Welt kommen könnte (immer vorausgesetzt natürlich, die Schwangerschaft verläuft ohne weitere Schwierigkeiten).

Zum Abend gibt es dann die - zumindest bei mir - sehr beliebte 7 Zutaten Winterbowl (Achtung, externer Inhalt!) und der KSM muss sich zwangsläufig anschließen. 😉


Ende der Woche sind außerdem die Unterlagen zur Greenpeace Kampagne "Iss gut jetzt" angekommen, zu der ich uns angemeldet habe. Besonders gut gefällt mir dabei das Plakat mit dem Gemüse der Saison, das ich gerne bei uns in der Küche aufhängen möchte (weshalb wir aber erst einmal zu einem Rahmen dafür kommen müssen 😊).


Am Sonntag, der bereits der erste Advent in diesem Jahr ist, lassen wir es ruhig angehen. Nach dem Frühstück beginnen wir damit, unsere Weihnachtsdekoration und die -utensilien aus dem Keller zu räumen und aufzustellen. Es gibt, wie schon seit mehreren Jahren, einen Adventskalender, die Lichterkette, die ich zum 40. Geburtstag des KSM angeschafft habe (Sie erinnern sich?), ist in diesem Jahr nun neu dazugekommen, denn es wäre ja schade, sie nur selten zu benutzen, sie soll durchaus regelmäßig ihren Einsatz finden, einen Adventskranz (der in Wahrheit eine kleine Holzleiste mit Aluabdeckung und Vertiefungen für vier Teelichte ist) sowie ein paar ausgewählte Dekoteile (allerdings nicht viele, denn ich bin nicht so wirklich eine "Dekotante", sondern an dieser Stelle eher minimalistisch eingestellt 😊). 


Zum Mittagessen haben wir uns vorgenommen, eine Nudelrolle herzustellen, die mit Spinat gefüllt ist (Achtung, externer Inhalt!). Gesagt, getan. Es ist überraschend, wie einfach ein Nudelteig geht und die Füllung zu machen, ist ebenfalls kein großes Problem. Für den KSM haben wir etwas rohen Schinken in die Füllung gepackt. Am ende schmeckt es uns beiden wirklich gut. 😋
















Nach dem Mittagessen hängen wir noch ein paar moderne Weihnachtskugeln aus Biskuitporzellan auf, die mich ebenfalls bereits ein paar Jahre begleiten und die ihren Ursprung bei meinem letzten Arbeitgeber, der Regenbogenfabrik (Achtung, Werbung!), haben. Sie müssen diesmal ins Schlafzimmer weichen, da in meiner Wohnung nicht an jedem Fenster Vorhangstangen hängen und die im Wohnzimmer mit der Lichterkette bereits belegt sind. 


Zum Abendessen steht mir der Sinn heute nach etwas Süßem (das geht mir in der kalten Jahreszeit öfters so, im Sommer eher nicht) und ich koche mir einen Grießbrei - Achtung, externer Inhalt! -, den ich zusammen mit ein paar Birnen aus der Dose esse. Der KSM hält sich eher an Vesper mit Brot und Belägen. 😊



Den Abschluss unseres Abends bildet der Tatort "Masken" (Achtung, externer Inhalt!), der in Dortmund spielt.

Dienstag, 23. November 2021

Studio

Am Montag verlässt mich der KSM, wie gewohnt, früh am Morgen, um zur Arbeit zu fahren. Für mich steht in dieser Woche unser "Briefing to Design" an: wir stellen final die Planung und weiterführende Unterlagen zusammen, wie wir uns die kommende Kollektion vorstellen, damit die Designer wissen, wie viele Skizzen sie erstellen und welche Rahmenbedingungen diese berücksichtigen müssen. Ich habe dafür bereits Inspiration an verschiedener Stelle gesucht, was im Moment gefragt ist im Bereich Oberbekleidung, und das mit dem zusammengebracht, was ich für die anstehende Saison an neuen Styles einplanen möchte.


Am Montagnachmittag habe ich erneut einen Termin zum Ultraschall beim Gynäkologen und vorher, nach dem Mittagessen, ein starkes Hungergefühl, das mir sagt, ich möchte Pudding zum Nachtisch. Gedacht, getan, ich spaziere also nach dem eigentlichen Mittagessen in den örtlichen Supermarkt und hole mit einen großen Karamellpudding (außerdem nehme ich mir noch ein bisschen Schokolade mit 😉). Legga! 😉


Die Quittung erhalte ich dann übrigens postwendend: der Glykosewert in meinem Urin ist nicht in Ordnung und ich werde vorzeitig zu einem Glykosetoleranztest (Achtung, externer Inhalt!) für den kommenden Donnerstag einbestellt. Diesen Test zu machen, ist üblich im Laufe einer Schwangerschaft - allerdings eigentlich erst später in ihrem Verlauf. Nun muss ich, zwischen all den Terminen, die in dieser Woche rund um die neue Kollektion bei der Arbeit anstehen, auch noch am Donnerstagmorgen in dieser Praxis antanzen - das passt mir natürlich nicht so richtig in den Kram. Aber, was tut man nicht alles, um zu wissen, dass alles okay ist und bleibt ... 😉 Es ist natürlich sinnvoll, dem Rat des Arztes an dieser Stelle zu folgen und sich die Werte zusammen anzuschauen.

Am Dienstag präsentieren uns unsere Designer das Farbkonzept und das Kollektionsthema für die neue Kollektion. Wir alle sind überrascht darüber, wie zeitgemäß, modern und offen das Thema ist und äußern uns sehr positiv. Wir sind gespannt, wie die Kollektion am Ende aussehen wird.

Am Mittwoch habe ich einen persönlichen Termin mit meinem Teamleiter, um ihm zu sagen, dass ich ein Kind bekomme. Es war mir wichtig, ein solches Thema physisch zusammen zu besprechen, auch wenn in der Strumpffabrik (Achtung, Werbung!) von persönlichen Terminen im Moment dringend abgeraten wird. Nachdem ich aber aktuell ohnehin nur ins Büro kommen darf, wenn ich mich vorher habe testen lassen (und mein Test an diesem Tag negativ ausfällt), bin ich mir sicher, dass zumindest ich das Virus an diesem Tag nicht weitergeben kann und wir riskieren den Termin unter vier Augen. Der Termin verläuft ruhig und gefasst. Es ist mir klar, dass eine Schwangerschaft im Team immer Personalarbeit bedeutet, die eig. keiner haben möchte, und es tut mir persönlich auch sehr leid, mit der Schwangerschaft das Team und vor allem die Konstellation aus unserem Teamleiter und mir, die sehr gut funktioniert hat und es immer noch tut, weil wir uns optimal ergänzen, zu torpedieren, aber ich möchte meine Lebenspläne auch nicht hinter meinen Beruf stellen, auf die Gefahr hin, dass ich es hinterher bereue. Er rät mir, mit unserer Abteilungsleiterin, die zur Inhaberfamilie gehört, ebenfalls einen persönlichen Termin zu machen und sie in Kenntnis zu setzen, damit von ihr die notwendigen Schritte mit der Personalabteilung in die Wege geleitet werden können. Im Anschluss an das Gespräch präsentieren wir der Geschäftsleitung sowie unseren Designern den Kollektionsrahmenplan für die kommende Saison. Am Nachmittag dann, gehen wir erneut zusammen ins Fotostudio, wo wir noch mehr Videoaufnahmen für die kommende Saison erstellen. 

Auch den Donnerstag und Freitag verbringen wir im Fotostudio (ich den Donnerstagmorgen erst bei der Physiotherapie und im Anschluss dann beim Glykosetoleranztest, bevor ich gegen 11.00 Uhr im Studio aufschlage ... dankenswerterweise übernimmt das Restteam so lange für mich 😊). Am Donnerstagabend ruft mich der KSM an, um mir mitzuteilen, dass er sich nun doch gegen COVID-19 hat impfen lassen, weil es sein Leben, auch beruflich, deutlich einfacher machen wird. Auch die beste Freundin, die Ärztin ist, hat bereits ein paarmal angesprochen, dass wir beide uns impfen lassen sollten, da ich als Schwangere ein geschwächtes Immunsystem habe und einerseits leicht angesteckt werden kann sowie andererseits der Verlauf bei mir daher gravierender ausfallen könnte. Nun hat er es also getan und das ist natürlich okay. 

Am Freitagmittag steht ein Termin erneut mit unseren Designern an, bei dem es darum geht, im Kollektionsrahmenplan zusammen noch einmal im Detail einzusteigen und sämtliche Fragen, die zu ihm ggf. aufgetaucht sind zusammen zu klären und aus der Welt zu schaffen. Zunächst startet das Damenteam, danach ist unser Bereich dran. Leider gelingt es dem Team scheinbar nicht, in der eig. vorgegebenen Zeit, seine Inhalte verständlich zu machen uns zu klären, so dass ich, als der Termin von der Seite der Damen bereits 45 Min. überzogen ist, freundlich schriftlich nachfrage, ob denn noch damit zu rechnen wäre, dass wir heute auch noch drankommen können. Die Antwort fällt recht barsch aus. Das mag nun daran liegen, dass sie schriftlich gegeben wurde und ich einfach den Ton falsch interpretiert habe, kann aber (und das vermute ich an dieser Stelle eher) auch daran liegen, dass die Kollegin, die sie gibt, in der Regel nicht den freundlichsten Ton am Leib hat, vor allem dann, wenn es darum geht, dass sie, wenn auch wie in diesem Fall eig. nur indirekt, kritisiert wird. sie neigt dazu, sich selbst sehr stark zu sehen, während sie andere Menschen um sich herum eher schwach einschätzt. 

Mir persönlich ist eine solche Denkweise eher fremd und ich finde, sie ist innerhalb eines Teams auch nicht besonders förderlich für die Stimmung und die Zusammenarbeit - zumal in einer Zeit, in der leider überwiegend digital zusammengearbeitet wird. Wir haben zwei junge Kolleginnen mit an Bord, denen diese Kollegin vorgesetzt ist und die, aufgrund ihrer Begeisterung für die vermeintliche "Toughheit" der Kollegin dazu neigen, an mancher Stelle, ihren oft sehr forschen und manchmal gar unangebrachten Ton und das Verhalten zu imitieren, was aus meiner Sicht nicht besonders erfreulich zu sehen ist und oft auch im weiteren Kollegenkreis nicht gut ankommt. Es bräuchte an dieser Stelle - zumindest in meinen Augen - jemanden, der vorlebt, dass man, wenn man weiß, was man will, auch mit einem freundlichen, aber bestimmten Ton, der ruhig, sachlich und vor allem kooperativ bleibt, letztlich ans Ziel kommt und das, ohne dass man Kollegen vor den Kopf gestoßen hat. 😊


Am Freitagabend erreicht mich der KSM in der Strumpfstadt (Achtung, externer Inhalt!) und wir starten erneut zusammen in ein Wochenende im Hochsauerland. Unser Programm ist diesmal eher ruhig angesetzt und umfasst lediglich das übliche Programm von Einkaufen und etwas kochen. Diesmal gibt es, als Highlight, vegetarische Burger (Achtung, externer Inhalt!). Wir variieren das Rezept etwas und packen geröstete Zwiebeln, gebratene Pilze und Blattsalat auf die Burger und das ist sehr lecker. 😋



Am Sonntagabend schauen wir den sehr guten Tatort "Murot und das Prinzip Hoffnung" (Achtung, externer Inhalt!), der hier ganz in der Nähe, in Nordhessen spielt.

Dienstag, 16. November 2021

1001 Nacht

In den Medien kocht die Debatte darüber hoch, ob die Ungeimpften, von denen es in Deutschland aktuell noch gut 1/3, gerechnet auf die erwachsene Bevölkerung, gibt, daran schuld seien, dass Intensivstationen mit COVID-19 Patienten be- und sogar überlastet seien, weil sie es sind, die aufgrund der nicht vorhandenen Impfung, idR einen schweren Verlauf erlitten und so Intensivbetten belasten, die eig. für andere Patienten/Behandlungen gebraucht würde. Warum die Impfkampagne gescheitert sei, fragt man sich und arbeitet an Regeln, die die Ungeimpften immer stärker aus dem normalen Leben ausschließen sollen - von 2G-Regelungen für das Einkaufen in Ladengeschäften ist da die Rede, in der Hotellerie/Gastronomie und in Freizeiteinrichtungen, wie Schwimmbädern oder Fitnessstudios.

Ich finde, diese Diskussion wird nicht richtig geführt und auch nur deshalb, um einen "Schuldigen" dafür auszumachen, warum unser Gesundheitsweisen krankt und sich an seinen Kapazitätsgrenzen befindet. Das Gesundheitswesen, wie so vieles in diesem Land, ist mittlerweile sehr kapitalistisch ausgerichtet. Einrichtungen müssen sich finanziell "lohnen", wo sie das nicht tun, wird geschlossen und wegrationalisiert. Das ist aber nciht die Schuld der Umgeimpften, sondern die derjenigen, die für das Betreiben dieses Systems verantwortlich sind. Unser System verkraftet eine Ausnahmesituation nciht, sondern diese bringt es sofort in die Gefahr einzustürzen, das ist das Problem und sollte in meinen Augen so nicht sein. dort müsste man ansetzen.

Der KSM und ich waren lange ungeimpft. (Ich bin es noch, der KSM ist es seit letzter Woche nicht mehr, weil ungeimpft sein einfach nervt, aufgrund all der Nachteile, die einem die Gesellschaft damit in den Weg legt - auch beruflich. Es ist furchtbar, dass es so ist und man so "durch die Hintertür" nun gezwungen wird, sich impfen zu lassen, aber am Ende muss man dann einfach wissen, wann man verloren hat. 😏) 

Ungeimpft nicht, weil wir hinter der Impfung eine Verschwörung wittern, sondern weil wir beide der Meinung sind, dass wir uns dieses Medikament nicht spritzen lassen wollen, weil unsere Körper aktuell noch gut in der Lage sind, mit dem Virus auch ohne künstliche Hilfe von außen zurecht zu kommen. Wir beide neigen - und dafür sind wir sehr dankbar - nicht dazu, leicht krank zu werden, sondern sind widerstandsfähig und bislang großteils gesund. Wir nehmen im seltensten Fall Medikamente ein, keine Kopf- oder sonstige Schmerztabletten. In der Regel sind die Zipperlein, die wir vllt. manchmal erleiden, gut erträglich und gehen durch etwas Schlaf auch schnell wieder weg. Auch auf die Spritze beim Zahnarzt verzichte ich idR (es sei denn, es wird mir angesagt, ich würde das Bohren sonst nicht überleben), denn mir ist es lieber, einmal 5 Min Schmerz auszuhalten, als den Rest des Tages ein schiefes Gesicht zu haben. 😏 Zur Verhütung habe ich nur eine sehr kurze Zeit in meinem Leben auf die Pille zurückgegriffen und bin dann umgestiegen auf den Verhütungsring, weil er mit einer wesentlich geringeren Hormondosis auskommt, was mir sehr wichtig war (und auch, weil man an ihn nur einmal im Monat und nciht täglich denken muss, was meinen geistigen Kapazitäten immer sehr entgegen kam 😉). Es gibt medizinische Studien dazu, die eindeutige Zusammenhänge zwischen der Medikamenteneinnahme und dem Auftreten von Demenz im Alter zeigen.

Kurzum: ich glaube daran, dass die Medizin, ihre Überwachung und die künstlichen Substanzen, die sie manchmal einsetzt, um einem Körper wieder in die Spur zu helfen eine gute Sache sind, wenn einem Körper eben geholfen werden muss (weil er schon älter und/oder anfällig oder sogar krank ist). Ich glaube aber nicht, dass es etwas bringt, jedem ausnahmslos die künstlichen Substanzen zu verabreichen, ohne Sinn und Verstand, denn mittlerweile ist sicher, dass eine Impfung gegen COVID-19 eine Übertragung des Virus' nicht verhindert, sondern (und das ist ja auch schonmal etwas) eben wahrscheinlich "nur" für einen milderen Verlauf der Krankheit sorgt. 

Die Narrative der Politik haben, was die Impfung angeht, im Laufe der Zeit sehr gewechselt - von zunächst "Lasst Euch impfen, damit wir das Virus ausrotten!", über "Lasst Euch impfen, damit ihr es nicht weitergeben könnt!" zu letztlich "Lasst Euch impfen, um Euch selbst vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen!" - was sehr schade ist, denn es war den Fachleuten in dieser Pandemie von Anfang an klar, dass die Impfung nur eigen-, aber längst kein Fremdschutz ist. Wissenschaftler allerdings, wie Prof. Dr. Hendrik Streeck (Achtung, externer Inhalt!) einer ist, die das ehrlich an- und ausgesprochen haben, wurden sogar vorsätzlich mundtot gemacht, was mich sehr entsetzt. Nun diskutiert die Politik also eine COVID-19 Impfpflicht und wir können es nicht glauben ...


Am Ende dieser Woche sollen wir im Fotostudio der Strumpffabrik (Achtung, Werbung!) einmal mehr Videos und Fotos von den Styles der Kollektion schießen, die wir im kommenden Januar dem Vertrieb vorstellen: Herbst/Winter 2022. Und auch einige der Bestseller, die immer im Programm sind, sollen in (Bewegt-)Bild festgehalten werden. um ins Fotostudio zu gehen, gilt 3G. Als sich zwischendrin kurzfristig etwas am Plan verschiebt, soll mein Team einspringen, um am Mittwoch einen Zeitslot für Aufnahmen zu nutzen, den eig. ein anderes Team hätte nutzen sollen. Ich soll schnell einspringen. Ich bin aber nach wie vor nciht geimpft und kann zu diesem Zeitpunkt auch keinen negativen Test vorweisen, sondern habe mir erst für den vorgesehenen Tag, an dem ich ins Studio sollte, einen gebucht und so schnell bekomme ich auch keinen her. Es heißt, dann solle ich einen Selbsttest machen - ich habe aber keine Selbsttests hier und um deshalb extra welche zu kaufen - ganz ehrlich - bin ich in diesem Moment zu geizig. Es gibt eine kleine schriftliche, hitzige Diskussion über Sinn und Unsinn dieser Regelung, dann beschließen wir, dass wir unsere Trainee ins Fotostudio gehen und die Aufgabe dort übernehmen soll. Sie ist geimpft und hat sicher Spaß an der Arbeit. Gesagt, getan.

Ich bin froh, dass wir es so regeln konnten und der Zeitraum sinnvoll genutzt wurde. Dennoch merke ich an dieser Stelle einmal mehr, wie schwer es eben ist, wenn man nicht "mit der Masse mit schwimmen" möchte, weil man sich eine eigene Meinung gebildet hat, weil man eigene Prinzipien hat und verfolgen möchte. Es hat mir niemand einen Vorwurf gemacht, aber man merkt doch, wie sich involvierte Kolleg*innen sehr wahrscheinlich ihren Teil dazu denken. Dabei braucht man ein dickes Fell, das habe ich Gott sei Dank. 😉

Am Donnerstag und Freitag dann gehe ich, ganz regulär ins Fotostudio und erledige, was dort noch zu erledigen ist. Das Wetter ist toll und die Aussicht übers Hochsauerland sehr schön. Leben, wo andere Urlaub machen. 😉


Es ist Anfang November und es wird Winter. Derbe Stiefeletten mit Plateausohlen sind, nicht erst seit Kurzem, aber im Moment im Trend. auch mir gefallen sie gut und ich würde gerne ein Paar erwerben. Besonders die CPH1000 Vitello mit einer Sohle, die schwarz ist, aber von außen einen transparenten Überzug (Achtung, Werbung!) hat, haben es mir angetan. Allgemein finde ich die Schuhe von Copenhagen Studios (Achtung, Werbung!) einfach schön und fair sowie nachhaltig produziert. 😍 

269,- EUR/Paar Schuhe finde ich dann aber, obwohl ich durchaus bereit bin, für gute Dinge auch Geld auszugeben, doch etwas viel. Ich werde also wohl eher auf den Ausverkauf warten ... 😉


Am Freitag erreicht mich der KSM am Abend und wir starten zusammen ins Wochenende. Neulich haben wir beim Einkaufen diese Ausgabe des Magazins "Slowly veggie!" erstanden und gewälzt. Sein Thema lautet "Magischer Orient" und es sind uns gleich einige Rezepte ins Auge gesprungen, die wir einmal ausprobieren wollen. Dafür kaufen wir am Samstag zusammen ein.


Die große Küchenschlacht startet dann am Sonntag. es gibt zunächst eine Türkische Joghurtsuppe mit Minze und Reis, ...




... danach gebackenen Auberginen mit Joghurt und Pinienkernen ...





... und abschließend Zucchini-Pide.












Es ist alles vegetarisch bis vegan und alles durchgängig lecker. Wir haben Spaß beim Kochen zusammen und der trübe Novembersonntag geht so schnell vorüber, was trotzdem iwie schade ist, denn wir haben ja idR immer nur diese beiden vollen Tage: den Samstag und den Sonntag.

Am Sonntagabend läuft mir auf Instagram dieser Beitrag von the nu company (Achtung, Werbung!) über den Weg (die Kommentare auf dem Bild stammen von mir). Dieses Unternehmen ist mir, aufgrund seiner sehr direkten und anpackenden Aussagen und des Auftretens schon des Öfteren positiv aufgefallen. Es ist schade, dass man nicht so viele ihrer Produkte hier bereits bekommt. Die Riegel kann man kaufen, aber schon bei ausgefalleneren Artikeln, wie dem Nikolaus oder dem Osterhasen, gibt die Geschäftslandschaft hier leider nichts mehr her. Zu Ostern hatte ich dieses Jahr daher die Riegel verschenkt. aktuell bemüht sich die Firma um einen "Schokoladengipfel", zu dem sie die großen Hersteller im Bereich Süßwaren einladen möchte, um darüber zu diskutieren, wie sich Süßwaren zukünftig, zum Wohle der Welt und zum Wohle der Verzehrenden, ändern sollten. Ich finde derlei Aktionen, die einen sehr ernsten Hintergrund und das Wohle dieses Planeten im Fokus haben, immer sehr unterstützendwert und hoffe, dass es solche Firmen einmal weit bringen werden ... auch wenn (oder gerade weil) das bedeutet, dass ich weiterhin Schokolade essen muss. 😉


Am späten Abend schauen wir den Tatort "Dreams", der sich in München abspielt (Achtung, externer Inhalt!), während der KSM erneut an seinem 3D-Drucker herumschraubt und dafür meinen Herd als Werkstatt-Arbeitsplatz missbraucht. Er ist einfach ein Bastler. 😀