Donnerstag, 29. September 2016

Wenn ich mal groß bin

Wissen Sie, als ich noch minderjährig war, habe ich zu meiner Mutter oft gesagt, dass ich sooo gerne schon erwachsen wäre, weil man da so viel selbstbestimmter leben kann. Meine Mutter war allerdings immer der Meinung, dass groß sein gar nicht besser ist, weil man da viel weniger darf und viel mehr Verantwortung tragen muss.

Heute denke ich oft, dass es mir hoffentlich iwann mal sehr viel nützen wird, wenn mir im rechten Moment einfällt, wie und was ich als Kind gedacht habe. :o)

Im Großen und Ganzen muss ich allerdings sagen, dass ich Erwachsensein tatsächlich ziemlich toll finde. Dafür verantwortlich zu sein, dass man vorwärts kommt im Leben und Ziele erreicht, das ist total gut. Sich anzustrengen und sich dann aber auch zu belohnen mit Dingen, die man schön findet. 

Deswegen mag ich Abende wie den heutigen, an denen ich Pakete aus der Packstation ziehe, in denen wunderbare Dinge drin sind, die ich lange schön haben wollte oder die ich eben auch noch brauchte. Und deshalb bin ich furchtbar froh, dass ich selbst dafür sorgen kann, mir so manches Ding einfach mal zu gönnen.

 
(Model One von Henry Kloss für Tivoli und ein Messerblock von Side by Side über Connox.de)

Dienstag, 27. September 2016

Wenn tagsüber nicht so viel passiert...

...außer der üblichen Herausforderung, den Arbeitstag zu meistern, die ich sehr gerne annehme und einem Essengehen mit den Schwimmern am Abend in der Pizzeria "Feuerstein" (was für ein Name!), dann kann ich hier auch nicht so viel schreiben.

Ich lese jetzt noch. Gute Nacht!

 

Sonntag, 25. September 2016

Nur noch kurz die Welt retten

Nach dem Opernabend mit der netten Kollegin im Hofer Theater gestern und einem ausgiebigen Frühstück mit ein bisschen Organisation für die kommende Zeit, habe ich mich heute mal wieder aufs Rennrad gesetzt, um endlich mal den von vielen Kollegen schon als "schrecklich anstrengend" beschriebenen Kornberg zu befahren, der glücklicherweise von meinem Zuhause nicht sehr weit weg ist.

 

Okay, ich gebe zu, dass das Hinterreifen auch vor den letzten beiden Aussfahrten platt war und ich ihn erstmal aufpumpen musste - aber er hat dann immer gehalten. Kurzum, heute: gleiches Spiel. Hinterreifen aufpumpen, dann losfahren (ich hatte noch kurz im Kopf, ob ich die Pumpe einstecken soll, aber entschied mich dagegen:"hab' ja ein Handy dabei". Dumm war nur, dass es heute anders lief.

Ich war schon relativ weit oben am Berg als ich feststellte, dass der Reifen die Luft diesmal wohl nicht gehalten hat und stieg ab. Kurzerhand wurde umdisponiert (irgendwie wollte ich halt jetzt einfach mal sehen, wie dieser Kornberg so ist) und ich stellte mein Rad, die Schuhe und den Helm in den Wald, um dann barfuß (Schuhe hatte ich ja keine anderen mit, abgesehen von den Rennradschuhen...) den Kornberg zu erwandern. Jetzt kann ich sagen: ja, man wird komisch angeguckt, wenn man barfuß einen Berg hoch geht und auch, wenn man ihn ebenso ohne Schuhe wieder runter rennt. Aber: ich war oben und hab, bei bestem Sonnenschein, runtergeguckt. 

 

Kurz bevor ich unten wieder bei meinem Radl ankam traf ich noch einen Mountainbiker, der mir half, mit seiner Pumpe wieder so viel Lufdruck auf den Hinterreifen zu kriegen, dass es mir bis zuhause reichen würde (so der Reifen nicht unterwegs Platz oder sonstiges Unglück passieren würde - ein Fall, für den ich ein Handy in der Tasche hatte...). Und er hielt. Ich habe ihn jetzt nochmal Luft reingepresst und das Ventil mit Öl abgedichtet, für den Fall, dass nur das Ventil ein Problem hat, sonst werde ich den Schlauch für die nächste Tour sinnvollerweise vorher wechseln.

Eine Begebenheit von der Rückfahrt will ich Ihnen an dieser Stelle aber auch noch nicht vorenthalten: kurz bevor ich zuhause eintraf kreuzte ich den Weg einer eindeutig älteren Dame, die Kopfschüttelnd am Wegesrand stand und einen weggeworfenen Müllsack samt Inhalt betrachtete. Als ich vorbeifuhr konnte ich nicht anders als zu ihr zu sagen:"Statt Kopfschütteln, wäre Mitnehmen eine gute Maßnahme." Sie sagte nichts und ging dann weiter. Also hielt ich an und nahm den Sack mit, nicht jedoch ohne noch mal zu rufen:" Nicht bloß gucken, auch mal was machen!" Was bekam ich zur Antwort? "Des gädd mich goar niggs ooh! (wir sind ja hier in Franken). Ganz im Ernst, sowas ärgert mich. Ja, es ist gibt saudumme Leute, die ihrem Müll irgendwo in die Landschaft schmeißen ohne sich dabei was zu denken, aber sich hinstellen den Kopf schütteln und dann einfach nichts machen, weil's "mich ja nichts angeht" zeugt auch nicht gerade von großer geistiger Kapazität.

Samstag, 24. September 2016

Saublöd

Nachdem ich nun eine stabile Internetverbindung besitze, schreibe ich heute diesen Blogbeitrag um ersten Mal übers Tablet - vielleicht gibt's dadurch weniger Vertipper... ;o)

Stellen Sie sich mal das Folgende vor: Ihre Bank stellt die Kreditkarten um, und zwar auf diese neue "Ich lege die Karte da einfach drauf und bezahle" Technik. Wunderbar, Sie freuen sich, dass Ihre Bank so fortschrittlich ist, werfen selbstverständlich die alte, ausgediente Karte weg (was heißt, Sie werfen sie weg, sie zerstören sie feinsäuberlich und entsorgen dann die Teilchen der Karte ganz sorgfältig so, dass sie bestimmt auch keiner mehr aus dem Abfall zieht und Schmu damit treibt. :o) Alles bestens.

Einen Monat später kommt wieder eine neue Kreditkarte per POST. Sie wundern sich ein bisschen, haben Sie doch eigentlich schon eine erhalten. Aber gut, naja, wer weiß schon, was Banken dazu treibt, so etwas zu tun. Die neue Karte ist auch wieder einen Monat länger "haltbar" als die neue davor. Also,... Sie zerstören erneut die "alte neue Karte" um die "neue neue" in Ihren Geldbeutel aufzunehmen. Punkt um.

Als Sie zum nächsten Mal am Geldautomaten Ihrer Wahl (das klappt echt bombig, egal wo ich in meinem Leben schon gewohnt habe, ich bin immer kostenlos an Bargeld gekommen, weil das System der DKB das ermöglicht) Geld abheben wollen, sagt Ihnen der Automat, Ihre Geheimzahl sei falsch. What! Kann nicht sein, diese Geheimzahl begleitet Sie seit 7 Jahren, Sie können sie im Schlaf daher sagen, und sowieso sind Sie ein Zahlenmensch - was soll das! - das kann - nicht - sein - Punkt. Und weil Sie davon so fest überzeugt sind, geben Sie die Zahl dreimal ein, mit dem Ergebnis, dass die Karte nachher gesperrt ist. Arrrg!

Also, bei der Bank anrufen, fragen, was da falsch war, Antwort: PIN wurde falsch eingegeben (immer noch völliges Unverständnis: kann nicht sein), Karte wieder freischalten lassen. Nächster Versuch: gleiches Spiel - mit dem Unterschied, dass Sie die PIN diesmal nicht dreimal falsch eingeben, sondern nur zweimal, damit die Karte nicht wieder gesperrt wird.

Wieder bei der Bank anrufen. Sie fragen, was denn da jetzt falsch läuft, ob es zur neuen Karte wohl auch eine neue PIN gegeben hätte (Nein, natürlich nicht) und dann auf einmal, aufgrund einer Bemerkung der Kundenbetreuungsfrau am anderen Ende, fällt es Ihnen wie Schuppen von den Augen: Sie haben zwei Kreditkartenkonten. Das stamm noch aus einer Zeit, in der es für Euros auf dem Kreditkartenkonto 1,5% Zinsen gab, da haben Sie mal ein zweites Konto zum Sparen eröffnet, die Karte dazu aber sofort weggepackt. Tja, und jetzt hat die Ban, pflichtbewusst wie sie nun einmal ist, Ihenen für beide alte Kreditkarten jeweils eine neue hochtechnisierten zugeschickt... und Sie haben die, mit der Sie normalweise das Geld von der Bank abheben, das Sie so fürs tägliche Leben brauchen fein säuberlich und pflichtbewusst zerstört. :o/

Tja, und weil so eine Kreditkarte mit ihrer PIN genau einmal geprägt wird, bedeutet das nun, dass Sie eine neue Karte, mit einer neuen Kartennummer, einem neuen dazugehörigen Konto und (das ist das allerblödeste) einer neuen PIN bekommen müssen. Das dauert ungefähr 10 Tage...

Und jetzt wissen Sie, wie's mir geht. :o)

Donnerstag, 22. September 2016

Freak

Ja, ich lebe noch. :o) Heute nur mal ein schnelles Bild, um ebendas zu beweisen. 

Es gibt wieder Internet in meinem Haushalt. Kein Stress, keine Probleme, alles für den Empfang (nicht dass ich das gebraucht hätte, aber abbestellen geht iwie nicht - was für eine Verschwendung!) war rechtzeitig da und heute Abend habe ich den Zugang eingerichtet. Und was soll ich sagen - er funktioniert. :o) 
Freude! 

Zwischendrin hab' ich mich allerdings schon gefragt, warum ein einziger Mensch zwei Notebooks, zwei Smartphones und ein Tablet besitzt - vielleicht zum Angeben oder weil er iwie ein bisschen freaky ist... ;o)

 

Samstag, 17. September 2016

Weil man das so macht

Wenn Sie ab und an meine Blogposts lesen und dann die erwischen, bei denen ich nicht nur neutral beschreibe, was in meinem Leben passiert, sondern mich auch mal, was glücklicherweise nicht so häufig der Fall ist,  über etwas echauffiere, dann ist Ihnen vielleicht schon aufgefallen, dass ich kein Fan davon bin etwas zu machen, "weil man das so macht." Wer ist denn "man"? Ich bestimmt nicht. 

Ich mag keinen Alkohol. Klar, im Teeniealter probiert man schon aus, welcher Alkohol wie schmeckt und wie viel man davon trinken kann bevor... Sie wissen schon. Aber dann weiß man das ja und muss es nicht mehr ausprobieren. Und bislang habe ich noch nichts gefunden, was ich so toll finden würde, dass ich es unbedingt ständig genießen müsste und deshalb halte ich mich an alkoholfreie Dinge. Klar probiere ich auch mal vom Bier oder vom Wein oder trinke einen süffigen Cocktail, wenn mir danach ist, aber ja, wenn Leute in meiner direkten Umgebung, oder noch schlimmer, solche, die mir richtig was bedeuten, der Meinung sind, es gäbe nichts größeres als Alkohol zu trinken (und dann auch noch nach Bier stinken oder sich daneben benehmen), dann finde ich das ganz schlicht abstoßend. Und dass jemand das macht, "weil man das so macht" bei Geschäftsessen oder mit den Freunden am Wochenende, dann krieg' ich das nicht klar - wo ist denn da die eigene Meinung, die eigene Vorstellung?

Wenn man, wie ich, mit 32 Jahren, das eigene Leben noch einmal komplett umkrempelt, weil man feststellt, dass es aufgehört hat, sich zu entwickeln - privat und beruflich - wenn man sich in dem Alter wieder aufmacht, das zu finden, was einen glücklich macht, dann ist das auch etwas, das "man nicht tut".

Wenn ich daran glaube, dass es möglich sein muss, eine Familie zu haben, ohne sein eigenes Leben, das was einen interessiert, das was man mag, das was einen zu dem Menschen macht, der man ist, völlig aufgeben zu müssen, einfach weil zu einer Familie immer zwei Menschen mit Verantwortung gehören, die sich gegenseitig unterstützen und weil man dann die Familie an dem teilhaben und man sie mitmachen lassen kann. Wenn ich nicht glaube, dass man mit Kindern in den Urlaub, wenn überhaupt, dann höchstens noch an die Adria fahren kann, dass man auch als Mutter (Vollzeit) arbeiten gehen oder regelmäßig Sport machen kann, dann gibt es wieder Leute, die meinen, dass "man das nicht so macht".

Ich sag' Ihnen mal was: ich hatte in meinem Leben schon manchmal das Gefühl, dass ich oft den schwierigeren Weg eingeschlagen habe (nicht nur, weil ich Alkohol nicht mag oder vllt. etwas unkonventionellere Vorstellungen von einer Familie habe ;o), dass ich hart dafür kämpfen musste, ihn zu gehen und dass mir dadurch manche harte Zeit nicht erspart geblieben ist. Ich hab' sogar häufig schon gedacht, dass ich das doch ändern sollte, solche Vorstellungen und Prinzipien in meinem Leben haben zu wollen, die manchmal so gar nicht mit dem übereinstimmen, was "man so macht". Aber immer wieder stelle ich fest, dass das eben so ist, ich habe Vorstellungen und Ziele und da möchte ich hin und da gehört das Kämpfen (vielleicht auch das "härter kämpfen müssen") wohl einfach dazu. Und es ist ja auch nicht so, dass es sich nicht lohnen würde. :o)

Deshalb mag ich auch diese beiden Sprüche so gerne: "Was uns nicht umbringt, macht uns stärker." und "Leben heißt, genau das zu tun, von dem andere sagen: das kannst Du nicht."

Und an Tagen wie heute, an denen es draußen regnet, ich hier drin in meiner Wohnung herumräume und viel Zeit zum Nachdenken habe, da fällt mir eben auf, dass vieles hier nicht so ist, "wie man es so hat/macht". Und dann denke ich: es ist gut so wie es ist und ich habe den Dickkopf, meinen Weg auch weiterhin zu gehen.

Oder glauben Sie, dass dieser Stuhl, der üblicherweise zur Nacht meine Klamotten abbekommt, einen Knoten im Stuhlbein hätte und heute solch eine Berühmtheit wäre, wenn sein Erfinder den Leuten geglaubt hätte, die immer behauptet haben, man könne in ein Stuhlbein keinen Knoten biegen? ;o)

 

Donnerstag, 15. September 2016

Die Avocadostulle ist das Leberwurstbrot der Hipster

Wundern Sie sich nicht, den Satz find' ich einfach schön, deshalb hab' ich ihn einfach mal als Titel verwendet - ohne Sinn und Verstand quasi... 

Obwohl ich Ihnen an dieser Stelle schon mitgeben kann, dass ich sehr selten Avicados kaufe (lange Jahre eig. gar nicht, nur in jüngster Zeit hab' ich da mal eine Ausnahme gemacht), obwohl sie mir prinzipiell schmecken, denn ich finde es nicht sinnvoll, dass die von peruanischen Bauern auf ihren Plantagen gezüchteten Avocados um die halbe Welt geflogen werden, nur damit wir hier etwas essen können, was in unseren Gefilden (noch - man weiß ja nie, Klinaerwärmung und so...) nicht wächst. Jaja, Gedanken zur Nachhaltigkeit...

Es tut sich was um mich herum (wie ich das mag!), ständig. Meine Spülmaschine hat jetzt eine Platte oben drauf. Das hat nicht nur den Vorteil, dass sie jetzt deutlich schöner aussieht, sondern vor allem auch den, dass ich jetzt noch ein Stück Arbeitsplatte dazu gewonnen habe. Prinzipiell finde ich das Ensemble aus Spüli, Küli und Rolli :o) jetzt echt gelungen und praktisch. Was sagen Sie dazu?

 

Sie sehen, ich habe wieder angefangen zu kochen (das sind die Dosen, die Suppe für kommende Mittagessen beherbergen).

Außerdem habe ich versucht, mithilfe eine Drahtseil-Vorhang-Konstruktion, eine "Kammer" in meiner Wohnung zu installieren, die Vorräte und Putzzeug verstaut und versteckt. Ich schreibe "versucht", weil es mir noch nicht so richtig richtig ordentlich gelungen ist. Deshalb gibt's davon auch (noch) kein Foto.

Die Ordnungsliebe hat mich ergriffen. Ich habe mir noch vor dem Umzug hierher geschworen, dass die Zeiten des Chaos' in meinem Haushalt vorbei sind und deshalb ja vergangenes Wochenende beim Schwedenmöbler viele Euros inAufbewahrungsboxen investiert. Darüber hinaus habe ich mir auch noch ein Etikettenprägegerät (so heißt das wirklich, googlen Sie mal!) sowie (wenn schon denn schon) passende Prägeetikettenbänder in Neonfarben. Herausgekommen ist das Folgende:

 

Ob's hilft? Man weiß es nicht, aber es sieht zumindest schön aus. ;o)

Und dann (die Packstation ist im Moment ein guter Freund) fand ich heute das folgende Päckchen - war ein bisschen wie Weihnachten (aber das dauert ja noch 100 Tage):

 

Ein niegelnagelneues Nasenfahrrad (mit selbsttönenden Gläsern - man gönnt sich ja sonst nichts ;o), das Ergebnis des wohl kürzesten und unkompliziertesten Brillenkaufs der Welt:

Idee, eine neue Brille tragen zu wollen (die alte ist immer noch super und eig. trage ich die letzten Jahre meist Kontaktlinsen, aber so eine schöne auffällige Hornbrille würde mir schon Spaß machen), Suchmaschine angeworfen, "außergewöhnliche Hornbrille" gesucht, Bilder durchgesehen, eine sehr schöne gesehen, Hersteller und Modellname gemerkt, in München in den Freudenhaus-Shop reingelaufen, die Brille ausm Regal gesucht, aufprobiert, 10 Min getragen, immer wieder in den Spiegel geguckt (sah immer noch gut aus), bestellt, Brillenpass digital nachgereicht, gelöhnt :o/ und heute datt schicke Dingen aus der Packstation gezogen. 

Grinsen über beide Backen, das sag' ich Ihnen!